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Veranstaltungsprogramm "Ratinger Tragödchen"

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Buchautor Ulrich Scharfenorth streitet für eine neue, nachhaltige Welt.

 

 

 

RATINGER TRAGÖDCHEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 17.6.2010, 20 Uhr  Der Schweizer im Düsseldorfer Exil

 

 

 

 Donnerstag, 10.6.2010, 20 Uhr  Nixenkuss

 

 

Nixenkuss im Tragödchen

 

Es gibt nicht viele Straßen aus der Stadt hinaus, deshalb ziehen auch so wenige Menschen je von hier fort. Wenn du die Stadtverlassen wolltest, würden Leute, die dich von Geburt an kennen, dich in deinem Auto sitzen sehen, das sie ebenfalls kennen, und beobachten, wie du wegfährst.  Sie würden dich fragen, wo du wohl hinwillst, zwei Finger vom Lenkrad nehmen und winken, eine Geste, die demjenigen, der diese sehr kleine Stadt gerade zu vergessen versucht, wie ein Stoppschild oder eine Warnung erscheinen könnte. Es wäre viel leichter, einfach dazubleiben.

Wenn du in den frühen Morgenstunden einmal betrunken nach Hause stolpern würdest, wüsste es sofort die ganze Stadt. Nicht das es irgendjemanden kümmern würde. Die Leute sind hier an Betrunkene gewöhnt. Wir haben die höchste Alkoholismusrate im Land, eine Tatsache, die so oft erwähnt wird, dass ich finde, wir sollten sie auf das Schild der Handelskammer drucken lassen, dass die Touristen am Ortseingang willkommen heißt. Mehr Alkoholiker pro Kopf als anderswo! Genießen Sie Ihren Aufenthalt!

„Ich fahre“, sage ich und lasse die Tür für Jude offen. Ich hieve mich auf den Fahrersitz und ratsche die Bank nach vorne. Wohin wir fahren, werde ich erst nach ein paar hundert Kilometern entscheiden müssen. Fürs Erste fahren wir einfach Richtung Süden. Ich fühle mich leicht und frei. Ich fühle, wie wir hier abhauen, und vor allem fühle ich Jude in mir, und es fühlt sich wie Liebe an.

… und schon stehen die Menschen da und staunen und  starren bis in alle Ewigkeit aufs Meer. Ich betrachte das Blau im Spiegel. Es ist so schön, ich kann kaum den Blick davon wenden. „ Jude“, sage ich, „okay. Scheiß aufs Festland. Ich bin eine Nixe.“

 Nixenkuss ist ein spektakulärer Roman, der an Pfiff, Raffinesse und Erfindungsgabe seinesgleichen sucht. Samantha Hunt ist ein Phänomen. Denn es ist ihr gelungen, eine Wundergeschichte so frisch, modern und aufrecht zu erzählen, dass kein Zweifel bleibt: Einer Welt voll Tristesse und Traurigkeit begegnet man am besten, indem man ihr als Nixe gegenübertritt.

Am Donnerstag wird der Nixenkuss im Ratinger Tragödchen auf unnachahmlich tragische Weise von Susanne Cano, Bernhard Schultz vorgestellt. Die Band Tragedy spielt Seefrauenlieder. Überhaupt dreht sich an diesem Abend alles ums Meer. Das passt auch zum Mare Verlag, in dem der Nixenkuss erschienen ist.

 

 

 

 

Mittwoch (!), 2.6.2010, 20 Uhr  Manche mögen´s mörderisch

Manche mögen's mörderisch

Haben wir nicht alle schon einmal gesagt: Ich bringe sie oder ihn um? Mord ist auf jeden Fall auch immer eine Lösung!
Das Trio Morto Bello rückt diesem Thema mit bissig bösen Texten und Chansons zu Leibe und zeigt die dunkle und äußerst pragmatisch-mörderische Seite der menschlichen Seele. Männer morden anders, Frauen auch! Darum geht es in den mit schwärzestem Humor gewürzten Kurzgeschichten, wobei dem einen oder anderen schon mal das Lachen im Halse stecken bleibt.
Ein wenig erholen kann man sich bei den von Elisabeth Kuhs vorgetragenen Chansons, in denen es indes nicht weniger blutrünstig zugeht. Die gelungene abwechslungsreiche Mischung aus Text, Musik, schwarzem Humor und Augenzwinkern garantiert
einen kurzweiligen Abend.

Hinter dem Trio Mortobello verstecken sich neben Elisabeth Kuhs ihr Pianist Michael Carleton und die Düsseldorfer Krimiautorin Stefanie Koch, die im Ratinger Tragödchen schon mit ihrem Frauenkabarett „Alles nur Statistik“ für Furore sorgte.

Die Veranstaltung findet ausnahmsweise an einem Mittwoch (2.Juni) statt, beginnt aber wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula in der Grütstraße 3-7.

Weitere Informationen unter Tel. 26095.

 

 

 

Donnerstag, 27.5.2010, 20 Uhr  Die Nacht der leidenden Reichen

 

Michael Z.

Die Nacht der leidenden Reichen

  „Übrigens, meine Damen und Herren, wie alt sind Sie eigentlich?“, wird am Donnerstag, dem 27.Mai um 20 Uhr der Berliner Kabarettist und Chansonnier Michael Z. das Publikum im Ratinger Tragödchen fragen (Ratinger Tragödchen im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen).

„Zum Beispiel... der Herr dort hinten in der Mitte, ... oder die Dame in der 2. Reihe?“ Ehrliche Antworten erwartet Michael Z. auf diese Frage nicht wirklich, denn der moderne Mensch im 21. Jahrhundert gibt sich gern jung, spendabel und vor allem gut gelaunt!

Wer glaubt schon, dass ein nachdenklicher Rentner im Big-Brother-Container Erfolg hätte?

Nein, nein, auch heute gilt immer noch der traditionelle Satz: "Trau keinem über 30.“ Nur kommt er jetzt nicht mehr aus der Opposition, inzwischen ist er Regierungsprogramm.

“Trau keinem über 30” ist der soziale Leitsatz unseres jungen Bundesgesundheitsministers Rössler!!

Jeder über 30 ist verdächtig, weil er in ein Alter kommt, wo er der Gesellschaft klammheimlich zur Last fallen könnte, indem er konspirativ erkrankt.

Wer über 40 ist, wird zu einem gesundheitspolitischen Restrisiko, der latente Ernstfall auf zwei Beinen. 
Wer über 50 ist, verwandelt sich in eine prophylaktische Intensivstation, eine genetisch paradoxe Zellwucherung, ein pharmazeutischer Schläfer und wer über 60 ist und vorgibt noch zu leben, simuliert sowieso nur und ist ein Attentäter auf das soziale Netz, ein vaterlandsloser Geselle.

Deshalb werden solche subversiven Elemente auch in Alten und Pflegeheimen fixiert und medikamentös entschärft. Die wollen nämlich immer was... „hier piekt es, ich habe Durst, ... es tut weh, ... wann kommt Besuch?“

Reiner Terror!

Solche gemeingefährlichen Terroristen versauen einem die ganze Wirklichkeit, schon mal rein optisch gesehen.

Also schützen Sie sich! Wenn Ihnen mal so einer begegnet, gucken Sie einfach nicht hin. Das macht Sie zwar auch nicht jünger, aber solange Sie nicht in den Spiegel schauen, brauchen Sie sich darum nicht zu kümmern.

Einen KleinkunstAbend besonderer Art mit eigenen Chansons, Tangos, und Kabarett präsentiert Michael Z. (Gesang/Gitarre) aus Berlin. Sein Programm ist ein würziger Cocktail aus treffsicheren Liedern und überraschenden Pointen. Dass diese Mischung so leichtfüßig funktioniert, liegt vor allem an der Erfahrung des Berliner Chansonniers. Michael Z.ist seit mehr als zwanzig Jahren ein überregional geschätzter Sänger, Satiriker und Gitarrist. Er gastierte mit  seinen mal poetisch, mal bissigen Chansons an verschiedenen Häusern und Sendern (u. a. „Unterhaus Mainz“, „Gesellschaftsabend“ mit Hanns-Dieter Hüsch).
Michael Z. ist ein von Einfällen sprühender Sänger und Gitarrist, immer für einen Seitenhieb gut, verschmitzt und voller Respektlosigkeit, die folgerichtig für Attacken auf die ZwerchfeIle des Publikums sorgt und den Eindruck vermittelt, daß die Satire nah an der Realität ist.  Nachdenkliche und poetische Chansons runden das Programm ab.  Kleinkunst in einmaliger Emotionalität und Bandbreite.

Weitere Informationen unter Tel 02102 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

 

 

Donnerstag, 20.5.2010, 20 Uhr  Liebesgestöber

 

Liebe Freunde des gepflegten Chansons,

der Mai ist gekommen: Die Säfte steigen, die Bäume schlagen um sich, die Knopsen knopsen, 
die Sprossen sprießen, das gefiederte Volk jubiliert, kurz: der Frühling ist da und mit ihm die 
gleichnamigen Gefühle.
Da kann auch ich meinen Schnabel nicht halten und sorge zusammen mit MICHAEL CARLETON 
in bewährter musikalisch-literarischer Manier für ein ebenso unernstes wie tönendes

            LIEBESGESTÖBER!

Zu sehen und zu hören am 20. Mai um 20 Uhr im Ratinger Tragödchen,
Buchcafé Peter und Paula, Ratingen, Grütstr. 3-7. Tel. 02102 - 260 95.

Vielleicht sehen wir uns - ich würde mich freuen!

Herzliche Grüße
Ihre - Eure 

Elisabeth Kuhs

 

 

Donnerstag, 6.5.2010, 20 Uhr   Humor, Hunger und höfische Musik

 

                                                  Wolf Moser

Geschichten und Musik aus dem Spanien des 16. Jahrhunderts

 

Zwei Welten, die sich im Spanien der Renaissance vermischen, begegnen den Besuchern des Tragödchens am Donnerstag, dem 6.5. ab 20 Uhr. Fantasien und die frühesten Variationswerke der Musikgeschichte, wie sie Berufsmusiker und Edelleute zwischen 1630 und 1680 auf der Vihuela (einer Art Gitarre) an den Fürstenhöfen vortrugen, wechseln mit Geschichten vom Hunger und wie man sich durchbringt.

„Lazarillo von Tormes“ ist der erste Schelmenroman der spanischen und Weltliteratur. Ein schweres Leben, heiter erzählt, mit einer Mischung aus Anteilnahme und Schadenfreude, die mit einer Prise Aufklärung gewürzt wird. Das anonyme Werk, 1554 erschienen, kam fünf Jahre später auf den Index und wurde dennoch zum Bestseller seines Jahrhunderts.

Nach einer kurzen Vorrede, in der sich der Ich-Erzähler an einen hochgestellten Gönner wendet, folgt eine Auswahl von Abschnitten aus seiner Lebensgeschichte. Der Bogen spannt sich von der Geburt bis zur Bestallung mit dem königlichen Amt des Ausrufers in Toledo und der Heirat Lazarillos, die das Buch beschließt.

„Vihuela“ ist in Spanien während des ganzen Mittelalters und noch weit bis in das 16. Jahrhundert ein Sammelname für Saiteninstrumente. Doch gewinnt ein mit sechs Doppelsaiten bespanntes Instrument, die Vihuela de mano ab 1500 derart an Bedeutung, dass man von da an mit ihr den Begriff „Vihuela“ gleichsetzte.

Die Musik für die Vihuela wurde in sogenannten Tabulaturen aufgezeichnet, einer Griffschrift, die versucht, mehrstimmige Musik für einen Instrumentalisten zusammenzufassen. Sieben Tabulaturbücher sind während der Blütezeit in Spanien zwischen 1536 und 1576 geduckt worden. Überraschenderweise sind Handschriften nur ganz vereinzelt und nur aus späterer Zeit erhalten.

Das Fortbestehen der Vihuela lässt sich bis etwa 1730 verfolgen. Erst in den 30er Jahren unseres Jahrhunderts hat der spanische Musikwissenschaftler und Gitarrist Emilio Pujol die einzige erhaltene Vihuela in einem Pariser Museum entdeckt und auf einem nachgebauten Instrument am 23.4.1936 in Barcelona das erste Vihuela-Konzert der Neuzeit gegeben.

All das und noch viel mehr wird am Donnerstagabend der Musikwissenschaftler, Journalist und Schriftsteller Wolf Moser im Tragödchen erzählen.

 Wolf Moser, seit 1972 in Lyon (Frankreich) lebender Berliner aus Hamburg, Jahrgang 1937, begann achtzehnjährig ein Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg, mit dem Hauptfach Trompete. Ab 1960 Gitarrenunterricht, der durch äußere Umstände immer wieder unterbrochen wurde. Lehrer waren in Hamburg Willi Meier-Pauselius, Adolf Haug und am Hamburger Konservatorium in Blankenese Herbert Balzer; in Barcelona Angel Iglesias und Emilio Pujol. Nach der Übersiedlung nach Frankreich zunächst Gitarrenlehrer an städtischen und privaten Musikschulen, außerdem Dozent für Deutsch an zwei Lyoner Hochschulen. Unter dem Einfluß H. Balzers und der Anleitung Emilio Pujols wurde aus der Lehrtätigkeit mehr und mehr die eines freiberuflichen Übersetzers, Herausgebers, Fachjournalisten und Schriftstellers. Moser ist inzwischen Autor vieler Übersetzungen, einiger Fachbücher und Biographien, daneben Herausgeber von spanischer Musik für Vihuela und Gitarre.

Die Musik präsentiert an diesem Abend Thomas Schneider, Ex-Gitarrist von Stoppok und Ex-Musikdirektor im Tragödchen. Er spielt Stücke so wohlklingender Renaissance-Komponisten wie Luis de Narvaez, Miguel de Fuenllana , Enriquez de Valderrabano, Alonso Mudarra und Luys Milan.

Weitere Informationen unter Tel. 02102 26095 

Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen

Tom Schneider

 

 

 

Mittwoch, 28.4. und Donnerstag, 29.4.2010, 20 Uhr   Klaus Gutjahr, Bandoneon-Konzerte (unterschiedliche Programme!)

 

Saison-Höhepunkt im Tragödchen

 

Aufgrund der großen Nachfrage gibt es in der nächsten Woche zwei Konzerte mit einem der weltbesten Bandoneon-Solisten: Klaus Gutjahr. Das Tragödchen würde aber seinem tragischen Konzept untreu werden, wenn es einfach zweimal das gleiche Konzertprogramm präsentierte.

Am Mittwoch, dem 28.4. präsentieren Klaus Gutjahr und Bernhard Schultz ab 20 Uhr eine literarisch-musikalische Improvisation zu der Wolfgang-Borchert-Erzählung „Die lange lange Straße lang".

Die Erzählung Borcherts ist inhaltlich ähnlich wie sein berühmtes Hörspiel „Draußen vor der Tür" und aufgrund der Ereignisse in Afghanistan so aktuell wie in der Nachkriegszeit, in der es entstanden ist.

Die Tangorhythmen des Bandoneons bilden einen reitvollen Kontrast zum marschmusikähnlichen Versmaß einzelner Textpassagen.

Am Donnerstag, dem 29.4. ist Klaus Gutjahr dann solo zu genießen. Mit der unnachahmlichen Mischung aus klassischen und zeitgenössischen Tango-Kompositionen von Bach bis Piazzolla gastiert der Virtuose bereits das vierte Mal im Tragödchen.

Schon während seines Studiums und danach spielte er in verschiedensten eigenen und anderen Formationen. Als gefragter Musiker begleitete er Künstler wie Klaus Hoffmann, Michael Z., Erika Pluhar, Eva Maria Hagen, Hannes Wader und Wolf Biermann in Konzerten und bei Schallplattenaufnahmen. Seit vielen Jahren ist er auf sehr unterschiedlichen eigenen Musikproduktionen zu hören. So interpretiert er Barock- und klassische Musik, ebenso wie den argentinischen Tango, mit dem er sich seit Anfang der 80-er Jahre beschäftigt. Eine Musik, die dem in Krefeld um 1840 von Heinrich Band entwickelten Instrument sein Überleben verdankt.
1989 wurde er von Astor Piazzolla in Buenos Aires eingeladen und diskutierte mit ihm über die Zukunft des Bandoneons. Bis in die heutige Zeit folgten viele Reisen an den Rio de la Plata. Bandoneonsolisten wie der in Paris lebende Argentinier Juan José Mosalini, der ein Bandoneon von ihm spielt, wie auch Daniel Binelli, José Libertella, Luis Stazzo, Julio Oscar Pane und der Schriftsteller und Liberettist Horacio Ferrer aus Buenos Aires, kann er seine Freunde nennen. Im September 2003 machte ihn die „Academia Nacional del Tango" in Buenos Aires aufgrund seiner Verdienste um das Bandoneon in einer Feierstunde zum „Academico honoris causa".

Da Ende der 60-er Jahre die Produktion von Bandoneons eingestellt wurde und es keine neuen Instrumente mehr gab, die den Ansprüchen von Klaus Gutjahr gerecht wurden, begann er sich schon während seines Musikstudiums mit dem Neubau zu beschäftigen. Diese Profession hat er aufgrund seiner musikalischen Qualität mittlerweile so perfektioniert, dass er weltweit die klangvollsten und dynamischsten Bandoneons herstellt.

Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 02102 26095, www-buch-cafe.com

 

Donnerstag, 22.4.2010, 20 Uhr   Gina Mayer  Die verlorenen Schuhe

 

 

Am Donnerstag, dem 22.4. besucht die erfolgreiche Düsseldorfer Autorin historischer Romane das Ratinger Tragödchen. Ab 20 Uhr liest sie zusammen mit Bernhard Schultz aus ihrem neuen Roman „Die verlorenen Schuhe“, in dem es um zwei Frauen geht, die 1945 aus Schlesien flüchten. Als sie sich im Winter 1944/45 erstmals begegnen, liegen Welten zwischen Inge aus Schlesien und Wanda aus Polen. Inges Gedanken kreisen um die nahe Zukunft: das Abitur, das Konservatorium und die bevorstehende Eheschließung mit Wolfgang von Brandt. Die Folgen des Krieges registriert sie höchstens am Rande, die Fremdarbeiter auf dem elterlichen Gut nimmt sie kaum wahr. Wanda dagegen hat den Krieg bereits hautnah erlebt: Wie es ihrer Familie geht, weiß sie nicht. Die Deutschen haben sie aus Krakau verschleppt, die Zukunft liegt bereits hinter ihr. Alle Kraft konzentriert sie auf das Hier und Jetzt, jedes Fehlverhalten kann tödlich sein. Als die Rote Armee naht, müssen Inge und Wanda ihren Weg nach Westen gemeinsam finden. Das Überleben der einen liegt in der Hand der anderen.

Der literarisch-musikalische Abend wird komplettiert durch die Hausband „Tragedy“.

 

Donnerstag, 15.4.2010, 20 Uhr   Hexenwahn (Friedrich Spee)

 

„In was für Zeiten sind wir geraten?“

 

„Es gebührt mir nicht, unter denen zu sein, die der Prophet stumme Hunde heißt, die nicht zu bellen wissen.“ So sagt Friedrich Spee (1591-1635) in seiner Streitschrift „Cautio Criminalis oder Rechtliches Bedenken wegen der Hexenprozesse“, mit der er sich mutig und scharfsinnig gegen den Ungeist und die Justizverbrechen seiner Zeit auflehnte. Spee, geboren in Kaiserswerth, wortmächtiger Anwalt der Menschlichkeit, Barockdichter, Jesuitenpater, der zeitlebens Schwierigkeiten mit seinem Orden hatte – er zählt neben Heine zu den bedeutendsten Geistern unserer Region.

Olaf Cless, Düsseldorfer Kulturjournalist, Kleinkunst-Aktivist und Autor literarisch-musikalischer Programme, stellt Spees Leben und Werk in einer spannenden Lesung vor. Er wird dabei unterstützt von Ingrid Süverkrüp als Sprecherin und einem exzellenten Blockflötentrio:  Vitina Adamo, Clara Liebisch, Jacqueline Reimann(Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf) spielen Werke aus Renaissance und Barock.

„Den Obrigkeiten Deutschlands habe ich dies Buch gewidmet“, schrieb Spee in seiner Vorrede zur „Cautio Criminalis“ – „vor allem denen, die es nicht lesen werden“.

Die Hausband „Tragedy“ spielt an diesem Abend  tragischerweise keine Lieder, freut sich aber über den Besuch des Liedermachers Dieter Süverkrüp, der zusammen mit den Ratinger Zuschauern den Worten seiner Gattin lauschen wird.

Vitina Adamo, Jacqueline Reimann, Clara Liebisch

 

 

 

 

Donnerstag, 8.4.2010   Tollhauskirsch

 

Barbara Ming, ganz schön tollhaus, kirsch!

 

Das nächste Ratinger Tragödchen am Donnerstag, dem 8.4.2010 dürfte wieder für eine Überraschung gut sein. Diesmal wird die Ratinger Autorin und Frauenkulturpreisträgering Barbara Ming ihre neuen Gedichte vorstellen. Anlass für die Präsentation ist ihr zweiter Lyrik-Band „tollhauskirsch“, der soeben im Arachne Verlag, Gelsenkirchen, erschienen ist. Wer also die Buchvorstellung in der KULTURkneipe verpasst hat, kann diesmal gut dabei sein.

Barbara Ming hat mit „tollhauskirsch“ eine bewährte Zusammenarbeit fortgesetzt. Wieder ist sie mit den Arbeiten der  bildenden Künstlerin Roswitha Riebe-Beicht, die gerade im Ratinger Stadtmuseum ausstellt,  im Dialog und knüpft an die  „Kaffeesätze“ (aufgenommen in die Liste der schönsten Bücher des Jahres 2006) an. Diesmal sind es Radierungen aus der Feder der Künstlerin, die die Texte begleiten, damals waren es Bilder, die mit Kaffee (!) gemalt waren.

Auch das Vorwort zum Buch ist bemerkenswert. Es stammt von keiner Geringeren als Nora-Eugenie Gomringer, der Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg - wo u. a. auch Herta Müller im Jahr 2008 Stipendiatin war.

Den musikalischen Teil bestreiten Michael Bulcik und Bernhard Schultz.

 

 

Donnerstag, 25.3.2010, 20 Uhr  Heinrich-Heine-Liederabend

      

    Mechthild Krahmer, Gesang                              Susanne Schneider, Klavier                                                       Annette Hiller, Rezitation

   

Heinrich Heines (1797 – 1856)  scharfzüngiger Stil machte ihn zu einem Wegbereiter der modernen Literatur. Deutschland - wo seine Schriften verboten wurden - kehrte er den Rücken, um in Paris, dem kulturellen Zentrum des 19. Jahrhunderts zu leben.

Beliebt müssen seine Schriften trotz alledem gewesen sein, das "Buch der Lieder" wurde bereits zu seinen Lebzeiten 14 mal neu aufgelegt. Kein anderer Dichter der Romantik wurde so häufig vertont, wie er. Es gibt über 8000 musikalische Bearbeitungen seiner Gedichte. Seinem meisterlichen Spiel mit der deutschen Sprache und der Vertonung seiner Werke widmen sich Mechthild Krahmer, Gesang, Annette Hiller, Rezitation und Susanne Schneider, Klavier.

 

Das Konzert beginnt am Donnerstag, dem 25.3.2010 um 20 Uhr im Buch-Cafe Peter & Paula.

Weitere Informationen oder Reservierungen unter Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 17.3. u. Donnerstag, 18.3.2010, 20 Uhr  Ein doppeltes Tragödchen

Philippinischer Abend am Mittwoch und 

Düsseldorfer Kabarettistin Julia Hagemann am Donnerstag

Am Mittwoch, dem 17.3.2010  erwartet um 20 Uhr das Ratinger Tragödchen Besuch von den Philippinen im Buch Café Peter&Paula. Mit Daniel Jäger hat Jochen Petzschmann, Mitglied der Ratinger Eine-Welt-Initiative Agenda 21 und des Forums Ziviler Friedensdienste
einen richtigen Experten in Sachen Friedensarbeit „an Land gezogen“. Seit
einem Jahr ist Daniel Jäger als Friedensfachkraft auf der
philippinischen Insel Mindanao tätig. In einem Vortrag wird er die
Herausforderungen seiner Arbeit schildern und über die Hintergründe des
Konfliktes zwischen der indigenen, muslimischen Bevölkerung und den
zugewanderten Christen berichten. Im literarischen Teil liest Bernd Schultz aus dem Buch Stefan Zweigs „Magellan, Der Mann und seine Tat“. Magellan war der erste Seefahrer, der die Welt umsegelte und dabei 1521 versehentlich die Philippinen „entdeckte“.

Die Musik liefert dabei wie gewohnt die Band Tragedy. Der Eintritt ist frei

 Am Donnerstag, dem 18.3. findet im Buch-Café Peter & Paula ab 20 Uhr ein kabarettistisches PISA-Seminar zur Läuterung und allgemeinen Vervollkommnung statt.

Autorin und Referentin ist die Düsseldorfer Kabarettistin Julia Hagemann.

 Julia Hagemann wollte schon in der Kindertheatergruppe immer Schneewittchen oder die schöne Bauerstochter spielen, wurde aber regelmäßig als ältester Zwerg oder  linker Drachenkopf besetzt. Diese tragischen Erfahrungen ließen sie sich zum Entsetzen ihrer Klavierlehrerin ganz der Musik zuwenden.

 Sie zog von Hamburg nach Essen, um sich an der dortigen Folkwang-Hochschule mit Rhythmik, Tanz, Tonsatz, Klavierspielen und ähnlich amüsanten Dingen zu beschäftigen. Aus Versehen und weil der Geigendozent ausgebucht war, landete sie beim Gesang und schloss an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf ein ganz ordentliches Studium zur Diplom-Sängerin an und ab, samt so denkwürdigen Disziplinen wie Opernschule, Flamenco und Fechten.

Die Deutsche Oper am Rhein vertraute ihr diverse mikroskopisch kleine Partien an, die meist mit Dirndl und Zöpfen gekoppelt waren, ansonsten ist die Mehrzahl ihrer Auftritte als Solistin und Ensemblesängerin jedoch enorm klassisch und ernsthaft. Nur ab und zu bricht sich ihre im Grunde boshafte Natur Bahn und führt zu kabarettistischen Eskapaden, die bisher u.a. in Düsseldorf, München und im Ateliertheater Köln zu sehen waren.

 „Ab sofort wird mich niemand mehr falsch besetzen außer mir selbst!“ sagte sie in einem Interview anlässlich des 100. Todestages der Komponistin Henriette Charlotte Naegeli. „Sachen singen, die andere schon vor mir gesungen haben, das hört jetzt auf. Im Hotel will ich schließlich auch unbenutzte Bettwäsche.“

 Programmtitel wie „Finanzberatungs-Polka, Das innere Parlament oder: Wer bestimmt, ob ich morgens joggen gehe, Pädagogin aus Leidenschaft und das kleine Seminar Gehirnforschung und Oper“ versprechen allen Interessierten ein kurzweiliges und zwerchfellstrapazierendes Programm.

Der Eintritt für diesen Abend beträgt 10 Euro. Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com oder im Buch-Café in der Grütstr. 3-7.

 

Donnerstag, 12.3.2010, 20 Uhr  Zustände

Nicht gemütliches literarisches Kabarett über das weibliche Gemüt mit Susanne Cano

 

Donnerstag, 5.3.2010, 20 Uhr  Harmslos vergreist

Lyrik und Prosa mit den ERA-Autoren Joachim Harms und Utz-Peter Greis

Donnerstag, 25.2.2010, 20 Uhr  Thommie Bayer: Fallers große Liebe

 

 

Thommie Bayer im Tragödchen

Mit „Fallers große Liebe“

 

 

Thommie Bayer wurde am 22. April 1953 in Esslingen am Neckar geboren, als ungeplantes, aber willkommenes viertes Kind von Annelise und Karl Bayer. Sein Vater, ein stiller, einsamer Mensch mit unerreichbar hohen Ansprüchen an sich und seine Umgebung, war damals noch Berufsberater beim Arbeitsamt, und seine Mutter, deren Leben sich in größerer Bodennähe abspielte, Hausfrau. Die ersten sechs Jahre seiner Kindheit waren glücklich, alles drehte sich um Ritter, Indianer, Geheimbünde und Obstklau, aber dann sah er Fotografien vom Völkermord im Dritten Reich, und etwa zur selben Zeit entpuppte sich die Ehe seiner Eltern als eine Hölle, der sie beide nicht entkamen.

Als er nach Stuttgart in die Schule kam, war sein Vater Lehrer geworden in Tübingen, dort blieb er die Woche über und kam nur Mittwochs und am Wochenende nach Hause, oft, um die angesparten Strafen zu exekutieren.

Anfangs war Thommie Bayer ein guter Schüler, alles fiel ihm leicht, und seine Lehrerin liebte ihn so sehr, dass sie ihm sogar verzieh, als er beim Bestehlen seiner Mitschüler erwischt wurde. Er las viel und wurde ein Stubenhocker, die Ritter, Indianer und Geheimbünde vollbrachten ihre Heldentaten mehr und mehr zwischen zwei Buchdeckeln, und er war öfter dort bei ihnen als draußen in der Nachbarschaft, wo man Hasen schlachtete, Gartenzwerge hielt und eine Katze an der Leine spazieren führte.

Dann  zog Thommie Bayer um nach Tübingen, und in seiner neuen Klasse waren alle Rollen, außer der des Oberbösewichts, Klassenclowns und Chefrenitenten schon vergeben, also übernahm er die und spielte sie für einige Jahre, sehr zum Verdruss der meisten Lehrer und Leidwesen seiner Eltern, die jetzt beide an dieser Schule unterrichteten. Und natürlich wurde er ein schlechter Schüler.

Jetzt drehte sich alles schneller: Rock‘n Roll, Hippies, Pubertät, Liebe, Aufruhr. Thommie Bayer ging ohne Abitur von der Schule, spielte zuerst Gitarre, später Schlagzeug in verschiedenen Bands. Er begann an der Kunstakademie Stuttgart bei Professor Rudi Haegele Malerei zu studieren und unterbrach das Studium für den Zivildienst in der Villinger Jugendherberge. Danach studierte er weiter und begann, seinen Lebensunterhalt als Liedermacher zu verdienen („Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh und sucht die Freiheit irgendwo“).

Thommie Bayer spielte zuerst mit einem, dann einem zweiten Kollegen, dann allein und dann mit einer ständig wachsenden Band spielte in Jugendzentren, Kneipen, Clubs, auf Festivals, nahm Platten auf, heiratete, magerte ab und vertraute den falschen Personen.

Seine Ehe wurde geschieden, sein Plattenvertrag nicht verlängert, das Finanzamt schickte einen Steuerprüfer, und auf einmal waren seine Musiker weg, sein Lastwagen, der Flügel, die Verstärkeranlage und das Erbe, das sein Vater ihm hinterlassen hatte.

Thommie Bayer zog nach Freiburg, seiner nach sechzehn Jahren wiedergefundenen großen Liebe hinterher, begann Bücher zu schreiben, hatte Glück damit, heiratete wieder und zog nach Staufen im Breisgau, wo er jetzt seit über zwanzig Jahren lebt.

Eine Zeitlang war er hauptsächlich mit Drehbüchern für Fernseh- und Kinofilme beschäftigt, hatte gelernt, die Frustration über das, was am Ende dabei herauskam zu ertragen und war überglücklich, wenn ein Film tatsächlich auch mal für seine Augen schön geraten war.

Nach langer “Romanpause” hatte Thommie Bayer dann wieder Courage und Leidenschaft gefunden und “Das Aquarium” geschrieben. Dann "Die gefährliche Frau", dann "Singvogel", dann "Eine kurze Geschichte vom Glück", dann "Aprilwetter", „Die frohe Botschaft abgestaubt“ und am Donnerstag, dem 25.2. um 20 Uhr stellt Thommie Bayer im Ratinger Tragödchen seinen neuen Roman "Fallers große Liebe" vor, was doch tatsächlich eine Weltpremiere ist, und er hofft, dass ihm Glück, Phantasie und Leser treu bleiben und er noch lange so weitermachen kann.

 

Donnerstag, 18.2.2010, 20 Uhr   "Du bist Schuld!" 

Konzert mit dem Kölner Liedermacher Gerd Schinkel

 

Interview mit dem Kölner Liedermacher Gerd Schinkel

 

Wer ist Gerd Schinkel? 
Ein Radio-Journalist (u.a. WDR) und Liedermacher

In welcher Sprache singen Sie? 
Deutsch 

Seit wann treten Sie auf? 
Seit 1970

Dann sind Sie aber schon alt! 
Stimmt 

Haben Sie auch schon CDs veröffentlicht? 
Ja, mehr als 20 (Erwachsenen- und Kinderlieder) 

Wo geben Sie Konzerte? 
Zum Beispiel in Köln in der „Besenkammer“. Das ist quasi das Kölner Tragödchen.

Warum dort? 
Weil hier die Rahmenbedingungen stimmen. 

Wie kommt man auf so eine Idee? 
durch Vorbilder, aber auch durch Lust und Frust

Was für Vorbilder? 
"Besenwirtschaft Krug" in Stuttgart & "Musik in Häusern der Stadt" des Kölner Kunstsalons 

Was für ein Frust? 
über schlechte Rahmenbedingungen für Konzerte woanders

Was für eine Lust? 
es für Künstler und Zuhörer angenehmer zu machen

Und das klappt? 
Offensichtlich

 

„Schließen Sie die Türen und die Fenster dicht, vergessen Sie die anderen Öffnungen nicht!“

Der Journalist und Liedermacher Gerd Schinkel (bis 2001 Redaktionsleiter beim WDR)  singt von Lebensphasen, die jeder kennt: Sturm und Drang der Jugendzeit, der Kampf ums Überleben in der Gesellschaft, Liebe und Leid beim Erleben von Einsam- und Zweisamkeit, Lust und Frust im Zusammenleben in Beruf und Familie - Leben mit Gleichaltrigen, mit Kindern, mit alten Menschen. Und immer wieder geht es um die Partnerschaft, die Suche nach dem "Kick" und nach Erfüllung, nach Zufriedenheit oder zumindest nach einer Spur des Glücks.

Aufsehen erregten zuletzt das Buch und die Fernsehdokumentation „Bin ich ihr ähnlich“ über seine koreanische Adoptivtochter Anneli Schinkel. "Bin ich ihr ähnlich?" Diese Frage stellte sich die Anneli Schinkel  und begab sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter in Korea. Obwohl es kaum Informationen über das ausgesetzte Baby gab, geschah ein kleines Wunder: Anneli fand ihre biologischen Eltern.

Gerd Schinkel sieht sich als Autor und Interpret  in einer Reihe mit Liedermachern in anderen Sprachkulturen, aber auch in der Tradition der "alten" deutschen Politbarden, die mit den Protestsängern anderer Nationen mithalten konnten. Wie die meisten von ihnen kommt er vom traditionellen Folksong, mithin vom Volkslied. Er begeistert sein Publikum mit seinen eigenen Liedern genauso wie mit und mit von ihm übersetzten Folksongs aus den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. 

Gerd Schinkel ist ein „Liedermacher“ in der späten Nachfolge der Troubadoure - ein Künstler jener zeitlosen Gattung, die bis heute bei manchen Feuilletonisten und Konzertveranstaltern Skepsis, wenn nicht gar Aversionen auslöst. Gerd Schinkel schreibt davon unbeirrt seine Lieder, ohne krampfhaft nach witzigen Formulierungen zu suchen, um in Zeiten der Comedy-Kultur Heiterkeitserfolge zu erzwingen. Seine Stärke liegt in leiseren Tönen, besinnlicheren Liedern - was nicht heißt, dass in seinen Konzerten nicht gelacht wird.

Gerd Schinkel singt seit Anfang der siebziger Jahre eigene Lieder für Erwachsene und Kinder. Ende der siebziger Jahre hat er neben seinen Solo-Auftritten auch mit der Bonner Polit-Folk-Kombo „Saitenwind“  erfolgreich Konzerte gegeben. Weitere musikalische Erfahrung sammelte er in seiner Stuttgarter Rockband „Krise“, die ihn Anfang der achtziger Jahre vorübergehend begleitete. Unvergessen bleibt bei den friedensbewegten Zeitgenossen sein Anti-AKW-Song „Katastropheneinsatzplan“ mit den Zeilen

„Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, alle Maßnahmen zur Beseitigung der Störung und ihrer Folgen sind schon im Gange, bleiben Sie ruhig, es dauert nicht lange!“ 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 11.2.2010, 20 Uhr   Das Hexeneinmaleins - 2. Literarische Karnevalssitzung

 

Hexeneinmaleins im Tragödchen

 

Du mußt verstehn! Aus Eins mach Zehn.                               

Und Zwei laß gehn, und Drei mach gleich.

So bist Du reich. Verlier die Vier!

Aus Fünf und Sechs – so sagt die Hex –

Mach Sieben und Acht, so ist´s vollbracht.

Und Neun ist Eins, und Zehn ist keins.

Das ist das Hexeneinmaleins!

 

Und gleichzeitig wieder das Motto für die 2. Alternative Ratinger Altweibersitzung, die am Donnerstag, den 19. Februar ab 20 Uhr im Ratinger Tragödchen abgehalten wird.

Die Sitzung wird geleitet von Susanne Cano, einer Ratinger Schauspielerin und Bernhard Schultz, für die dem Anlaß angemessene Stimmung sorgt einmal mehr die Band „Tragedy“ unter Herrschaft der Musikdirektoren Thomas Schneider (2009) und Michael Bulcik (2010).

Als Gast werden die Sitzungsleiter die pensionierte Ratinger Lehrerin Sabine Schulz begrüßen, die die Karnevalsmuffel mit der Verleihung des Schweizer Jodeldiploms überraschen wird.

Zu gewinnen gibt es an diesem Abend auch wieder etwas: den ersten fünf Hexen, die an diesem Abend die literarische Herkunft des o.a. Hexeneinmaleins erraten, winkt eine preiswerte Ausgabe des Originals.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter und Paula, Grütstr. 3-7 in Ratingen.

 

 

Donnerstag, 4.2.2010, 20 Uhr   "Ein höllisches Ding, das Leben" 

Querdenker, Schauspieler, Buchautor –

Günter Lamprecht – ein Künstler aus dem Proletariat

Gescheiterte und gestrauchelte Existenzen gehören zu seinen Glanzrollen. Günter Lamprecht, selber aus dem Arbeitermilieu stammend, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. für seine Rolle als Alkoholiker Manfred Burger in „Rückfälle“ oder als Franz Biberkopf in „Berlin Alexanderplatz“. Einem großen Fernsehpublikum wurde er als Tatort-Kommissar Franz Markowitz bekannt. Geboren am 21. Januar 1930 in Berlin, feiert er dieses Jahr im Tragödchen seinen 80. Geburtstag nach.

Am Donnerstag,  dem 4.2.2010 dürfen wir ihn um 20 Uhr im Ferdinand-Trimborn-Saal  begrüßen, wo er aus dem zweiten Teil seiner Biographie „Ein höllisches Ding, das Leben“ liest. Zurückblickend erzählt er in diesem Buch von seiner einzigartigen Schauspielerkarriere. Mit unbestechlichem Blick und großem Humor beschreibt er  die glücklichen und tragischen Momente seines Lebens. Er erzählt jedoch nicht nur von seiner Fernseh-, Film- und Theaterkarriere, sondern auch  von seiner Jugend, geprägt von den Gräueln des Dritten Reichs und Deutschlands  bedrückender Nachkriegszeit. Dann seine Begegnung mit Rainer Werner Fassbinder, die ihm die Rolle seines Lebens beschert: den Franz Biberkopf in „Berlin Alexanderplatz“  - der größten und teuersten Fernsehproduktion der 80er- Jahre. Letztendlich verarbeitet er auch hier eigene posttraumatische Erlebnisse:

„Von einem Schuss in den Oberarm getroffen, werde ich mit einer Wucht herumgeschleudert, kann mich kaum noch auf den Beinen halten, und ein fürchterlicher Schmerz raubt mir fast die Sinne.“  Mit diesen Worten beschreibt er in seinem Buch ein fürchterliches Erlebnis aus dem Jahr 1999. Er und seine Lebensgefährtin Claudia Amm wurden Opfer eines 16-jährigen Amokläufers. Lamprecht lag mit zerschossenen Armen auf der Straße, während seine Freundin auch noch Tage danach in Lebensgefahr schwebte.

Die Zuhörer dürfen sich also auf einen spannenden Abend freuen.  

Text: Cathleen Goering

 

 

Donnerstag, 28.1.2010, 20 Uhr   Zeit der Heuschrecken

 

Mit dem 28. Januar gelangt ein neues Buch in die Buchhandlungen, das vom Leben eines kleinen Mädchens aus Saigon erzählt - und heute in Ratingen beheimatet ist.

„Zeit der Heuschrecken“ – die Geschichte eines Boatpeople-Kindes, seiner Flucht aus Vietnam Ende der 70er Jahre und der Suche nach einer neuen Heimat, die schließlich Deutschland hieß.

Ly My Cuong, die in Ratingen lebt, mit einem Chinesen verheiratet und Mutter von drei kleinen Kindern ist, ist selbst die Protagonistin und stellt mit „Zeit der Heuschrecken“ ihre Erstlings-Publikation vor. Gemeinsam mit der Ratinger Autorin Barbara Ming (Frauenkulturpreisträgerin 2003), die anhand der Aufzeichnungen Ly My Cuongs den Handlungsstrang geschrieben hat, entstand so ein ungewöhnliches und sehr authentisches Buch.

Aus der Sicht einer 6-Jährigen geschrieben, zielt diese Publikation vor allem auf Jugendliche, die von diesem Stück der Gegenwartsgeschichte nur wenig oder gar nichts wissen.

Erschienen ist das Buch  im Heiner Labonde Verlag, Grevenbroich, und zum Preis von 8.80 € im Handel ab sofort erhältlich.

Am Donnerstag, den 28. Januar um 20 Uhr wird „Zeit der Heuschrecken“ im Ratinger „Tragödchen“ in der Buchhandlung Peter & Paula der Öffentlichkeit vorgestellt. Beide Autorinnen lesen Passagen aus der Handlung und werden das Publikum passend zum buddhistischen Neujahrsfest im Februar mit traditionellen Mondkuchen verwöhnen.

Die Musik der Band Tragedy kommt zum ersten Mal aus der Konserve und aus Vietnam.

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 21.1.2010, 20 Uhr   Die Eisbrecher: Mach dir nichts vor Billy, du bist ein Regal

    

 

 

Die Eisbrecher (Klaus Wilke, Elmar Schneider und Miro Schwarzinger in Aktion, Foto: Michael Bulcik

Am Donnerstag, dem 21.01.2010, um 20 Uhr, wird im Rahmen des Ratinger „Tragödchens“ das humoristische Trio „Die Eisbrecher“, bestehend aus Elmar Schneider (Gesang, kein Instrument außer Rhythmus-Ei), Miroslav Schwarzinger (Rhythmusgitarre, Gesang ) und Klaus Wilke (Sologitarre, Gesang) mit seinem Programm „Mach dir nichts vor, Billy, du bist nur ein Regal“ im Buch-Cafe Peter und Paula auftreten ( Grütstr. 3-7, Eintritt:10 Euro).

Chef des Trios ist Elmar Schneider, genannt  „Die Hüfte“, weil seine Eltern versäumt haben, ihm im Baby-Alter das Spreizhöschen zu verpassen und er jetzt zwei künstliche hat. Von den anderen zum Frontmann verdammt, obwohl er eigentlich gar nicht singen kann. Dafür darf er sich mit Gagenverhandlungen rumschlagen und die beiden anderen zur Probendisziplin ermahnen.

„Der Kroate“ (Miroslav Schwarzinger) wurde von der Hüfte im April 92 an der Autobahnausfahrt Düsseldorf/Hubbelrath auf einem Gitarrenkoffer sitzend aufgefunden. Seitdem Asylbewerber. Sorgt in der Gruppe für den Groove. Schmachtender Gesang, extremer Sex-Appeal.

„Der Pastor“ (Klaus Wilke) ist im Nebenberuf Lehrer für Religion und Englisch an einem Krefelder Gymnasium.  Steht in der Gruppe für das intellektuelle Element, kann seinen Anspruch diesbezüglich aber oft genug selbst nicht erfüllen.

 

Der Auftritt am Donnerstag wird eine Premiere sein: Zwar ist Elmar Schneider mit seinem Freund und Kollegen Klaus Wittfeld (beide sind Lehrer am Ratinger Dietrich-Bonnhoeffer-Gymnasium) im „Tragödchen“ schon aufgetreten,  passend zur Witterung entschloss sich die Direktion die „Eisbrecher“ zu verpflichten.

Nach eigenen Aussagen steht die Band für „Satire, Parodie, höheren Unsinn und gepflegte Kleinkunst“.

Die Zuschauer dürfen sich auf einen lustigen Abend mit ausreichend scharfsinnigem Humor freuen.

Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com

     

 

 

 

Donnerstag, 14.1.2010   Unter Frauen - Alles nur Statistik

 

Den Anfang macht am Donnerstag, dem 14.1. die Düsseldorfer Kabarettistin und Krimiautorin Stefanie Koch mit ihrem zweiten Programm „Unter Frauen – Alles nur Statistik“. Das Frauenkabarett bietet für die lila Latzhosen-Fraktion unter den Kabarettfans einige böse Überraschungen. Stefanie Koch bezeichnet ihr Programm ausdrücklich als „frauenfeindlich“. Frauen sind wunderbar, solange es keine Statistik über sie gibt! Statistik auf dem Papier ist zum Sterben langweilig, Statistik über Frauen, hinterfragt von Stefanie Koch, ist geeignet, die Scheidungsquote zu beeinflussen. Wer immer noch glaubt, Männer gingen häufiger fremd als Frauen, sollte dieses Programm nicht verpassen. Was Stefanie Koch Ihnen über das statistische deutsche Ehepaar und unerkannte Mordfälle zu erzählen hat, ist bissig, hintergründig, von schwarzem Humor geprägt und könnte dazu führen, dass Sie sich am Ende mit einem leichten Unwohlsein fragen, ob das auch alles stimmt. 

Donnerstag, 21.1.2010   Mach dir nichts vor Billy, du bist ein Regal

Am 21.1. (natürlich auch wieder ein Donnerstag, so wie bei fast allen Tragödchen) gastieren passend zum aktuellen Wetter die Eisbrecher, angeführt von Elmar Schneider mit ihrem Musikkabarett „Billy, mach dir nichts vor, du bist  ein Regal“. Elmar Schneider tritt nach seinem Robert-Gernhardt-Programm zum zweiten Mal im Tragödchen auf.

Donnerstag, 28.1.2010   Zeit der Heuschrecken

Die Ratinger ERA-Autorin Barbara Ming veröffentlicht in diesem Jahr zwei neue Bücher. Eines davon hat sie zusammen mit der vietnamesischen Schriftstellerin Ly My Cuong geschrieben. Titel des Werkes: Zeit der Heuschrecken, in dem die Vietnamesin ihre Erfahrungen als Flüchtling bzw.  „Boat People“ verarbeitet. Vorgestellt wird das Buch am 28.1..

Donnerstag, 4.2..2010   Günter Lamprecht

Der 4.2. könnte wieder ein ganz besonderer Tag für die Ratinger „Kleinkunstfreunde“ werden, denn an diesem Abend kommt zum zweiten Mal der Berliner Schauspieler Günter Lamprecht ins Tragödchen. Zum Einen soll der 80. Geburtstag Lamprechts gebührend nachgefeiert werden, „gearbeitet“ wird aber tragischerweise auch. Günter Lamprecht wird wie in seinem 1. Tragödchen versprochen aus dem zweiten Teil seiner Biografie lesen, die die Zeit nach dem Krieg und den Beginn seiner Schauspielerkarriere beleuchtet. Außerdem liegt ein von ihm neu besprochenes Hörbuch vor: „Berlin Alexanderplatz“ von Alfred Döblin, durch dessen Verfilmung Günter Lamprecht unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder weltberühmt wurde.

Donnerstag, 11.2.2010   Hexeneinmaleins

Am 11.2. gibt es wie im letzten Jahr das „Hexeneinmaleins“, eine gar nicht alternative Karnevalsfeier, organisiert von Susanne Cano und Bernhard Schultz, musikalisch umgesetzt von der Hausband „Tragedy“.

Donnerstag, 18.2.2010   Du bist schuld

Der Kölner Liedermacher Gerd Schinkel läßt seit mindestens dreißig Jahren das Liedermachen nicht und kommt am 18.2. mit seinem Programm "Du bist schuld" um die Ecke.  Berühmt wurde er in den 70ern mit dem Anti-Akw-Song „Katastropheneinsatzplan – Es besteht kein Grund zur Beunruhigung“. Heutzutage organisiert er das Kölner Tragödchen, das dort allerdings „Besenkammer“ heißt. Hauptamtlich verdient er seine Brötchen beim WDR. 

Donnerstag, 25.2.2010   Thommie Bayer

Einen weiteren Höhepunkt bieten die Ratinger Tragödchen am 25.2.. Dann besucht der zuletzt von Christine Westermann für seine etwas andere Weihnachtsgeschichte „Die frohe Botschaft abgestaubt“ hochgelobte Schriftsteller Thommie Bayer das Ratinger Tragödchen. Und das auch noch mit einer Weltpremiere, nämlich der ersten Lesung zu seinem neuen Roman „Fallers große Liebe“. Thommie Bayer ist übrigens auch ein sehr erfolgreicher Liedermacher, macht aber schon seit 1985 keine Lieder mehr. Kultstatus erlangte sein Song „Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh“. An diesem Abend wird die Band „Tragedy“ einige seiner Lieder machen. Vielleicht macht er ja mit.

Eine ungewöhnlich lange Programmvorschau findet an dieser Stelle ihr Ende, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass für März und April bereits „Der Black“ von Schobert & Black, Klaus Gutjahr, Elisabeth Kuhs, Barbara Ming, Joachim Harms, Susanne Cano, Mechthild Krahmer und Michael Z. sich ins Tragödchen drängeln.

 

 

 

Donnerstag, 25.11.2009   Séance mit den toten Dichtern

 

 

Heute erscheint im Ratinger Tragödchen um 20 Uhr nicht nur der Kölner Autor Lucien Deprijck. Er lädt ein zu einer Seánce mit mehr oder wenigen bekannten Dichtern, die tragischerweise eines gemeinsam haben: inzwischen betrachten sie alle die Radieschen von unten.

  Es wird also "Begegnungen" mit diesen Autoren geben, neben anderen verwickelt Lucien Deprijck Edgar Allan Poe in ein Gespräch. Dazu werden sich Georges Simenon, Dostojewski und der expressionistische Dichter Hans Ehrenbaum-Degele gesellen.

  Weitere Autoren werden wir in den Texten Lucien Deprijcks wiedertreffen, z.B.  in dem „5-Minuten-Roman“, eine literarische Gattung, die der einzig noch lebende Autor an diesem Abend selbst kreiert hat: die Kunst, einen ganzen Roman auf 5 Minuten zu komprimieren, denn wer hat heute schon noch Zeit zu lesen.

  Trotz der vielen Toten dürfen sich die Zuhörer wie meist auf einen vergnüglichen Abend einstellen. Für die Musik sorgen die noch lebenden Mitglieder der Band Tragedy.

 Lucien Deprijck

 

Donnerstag, 19.11.2009   "Unsere kleinen Brüder und Schwestern"

 

Mexiko steht im Mittelpunkt des nächsten Ratinger Tragödchen am Donnerstag, dem 19.11.09 ab 20 Uhr.

Der in Ratingen lebende mexikanische Gitarrist und Sänger Ruben D. Roca bestreitet den musikalischen Teil des Abends mit südamerikanischen Liedern und solistischen Klassikern.

Literarisch werden das gerade erschienene Buch „2666“ von Roberto Bolano und Texte des mexikanischen Literaturnobelpreisträgers Octavio Paz vorgestellt. Vorgetragen werden die Texte in szenischer Lesung von Susanne Cano und Bernhard Schultz.

Roberto Bolanos posthum erschienener Jahrhundertroman '2666' über die unaufgeklärte Mordserie an Frauen in Mexiko ist eine atemberaubende Reise ins finstere Herz der modernen Welt. Wir begeben uns auf die Suche nach dem Schriftsteller und ehemaligen Nazi Benno von Archimboldi der in Santa Teresa, einer Wüstenstadt an der Grenze zwischen Mexiko und den USA, verschwunden ist. Ebendort wurden Hunderte von Frauen Opfer von Vergewaltigung und Mord. Wer sind die Mörder, und was hat Archimboldi mit ihnen zu tun? Das literarische Vermächtnis des aus Chile stammenden und 2003 in Barcelona verstorbenen Bolano ist Gangster- und Bildungsroman, Science-Fiction und Reportage gleichzeitig.

Maria Eugenia Knille wird das Projekt „Unsere kleinen Brüder und Schwester“ der Agenda 21 Ratingen vorstellen, dass Waisenhäuser und Straßenkinder in Mexiko betreut.

Begonnen wurde die Arbeit bereits 1954 ca. 100 km südlich von México-Stadt, wo Padre Wasson (1923-2006) ein Kinderdorf gründete. Weitere Dörfer wurden in Honduras (1986), Haiti (1988), Nicaragua (1994), Guatemala (1996) El Salvador (1999), Dominikanische Republik (2003), Perú (2004) und Bolivien (2005) gegründet, wo insgesamt mehr als 15.000 allein gelassene Kinder ein neues Zuhause gefunden haben. Diese Dörfer werden teilweise von ehemaligen Dorfkindern geleitet. Kraft eigener Landwirtschaft sind die Dörfer weitgehend selbstversorgend. Es werden Montessori-Kindergärten, Grund- und Hauptschulen sowie Lehrwerkstätten unterschiedlicher Gewerbe und Krankenstationen unterhalten.

„Unsere Kleinen Brüder und Schwestern e.V." ist anerkannt als Organisation für „Ersatzdienst im Ausland" entsprechend dem „Anderen Dienst" nach § 14b ZDG. Erfahrene Senioren und junge
Bewerber sind willkommen (Spendenkonto Nr. 8747000, Sozialbank Karlsruhe (BLZ 660 205 00).

Ort der Veranstaltung: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 02102/26095, weitere Informationen www.buch-cafe.com.

 

Die Huicholes im1. mexikanischen Tragödchen am 17.10.                                                       Foto: Michael Bulcik

 

 

Donnerstag, 12.11.09    Kehlwerk mit Julia Hagemann

Kehlwerk im Tragödchen

 

Die Düsseldorfer Kabarettistin Julia Hagemann ist den Ratinger Tragödchen-Fans noch in guter Erinnerung. Nun stellt sie am 12.11. um 20 Uhr ihr zweites Programm vor, und hat gleich noch vier Musiker im Gepäck: Bei „Kehlwerk“, so lautet der Name des Quintetts, wird im Akkord gersungen.

A-Capella, mit Klavierbegleitung und manchmal auch zur E-Gitarre, frech und anrührend siedelt sich Kehlwerk zwischen scharfsinnigem Musikkabarett und wunderschönem vokalen Ensembleklang an.

Wenn Opernarien mit Hundegebell veredelt werden, oder Eichendorff im Rumba-Rhythmus erklingt, ist Kehlwerk ganz in seinem Element. In der Kehlwerkstatt wird so lange an den Noten geschmiedet, bis selbst  Mendelssohns „Worte ohne Lieder“ zu sprechen beginnen.

Dank Kehlwerk wird selbst das Volkslied aus seiner unverschuldeten Insolvenz erlöst. Für die zwei Damen( Julia Hagemann und Annette Müller) und drei Herren(Roland Hoffmann, Holger Müller und Michael Reuter) ist jedes Konzert eine spannende Gratwanderung auf der Suche nach dem Spass im Ernst, für das Publikum ein Genuss für Hirn, Herz und Zwerchfell gleichermaßen.

Julia Hagemann

 

 

 

Freitag, 6.11.09    Der Rock´n Roll König

Kervenheimer Tragödchen 19.30 Uhr!

 

Hallo Tragödchen-Fans,

wer Freitag schlimme Langeweile hat, oder wer donnerstags nie kann, dem sei mitgeteilt, dass die Band Tragedy die Pferde sattelt, um ca. 75 km die A 75 gen Norden zu stochen, und dort unseren schon mehr oder weniger legendären "Rock´n Roll König" zum Besten zu geben. Thomas Schneider an der Gitarre, Jonas Liesefeld mit der Violine, Jens Barrabasch in die Blockflöte und Bernhard Schultz singt dazu "I can´t get no satisfaction". Eigentlich ist der Frontman der Band ja sehr musikalisch, aber an der Stelle zwischen I can´t get no und satisfaction kommt er immer total aus dem Takt ....

Das Ganze findet im Cafe Schwätzchen statt, Winnekendonker Str. 35 in Kervenheim (also von hier gesehen am Arsch der Welt) 

 



Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung. >>

und im Eintrittpreis von nur 25 Euro ist natürlich ein Mehrere-Sterne-Menü enthalten.

 

Donnerstag, 5.11.09     Liebesbrand

 

Am Donnerstag, dem 5.11.09 ab 20 Uhr stellen Susanne Cano und Bernhard Schultz vorlesenderweise den Roman „Liebesbrand“ des türkischen Schriftstellers Feridun Zaimoglu vor.

Die Hauptfigur des Romans ist ein junger Aktienhändler, der rechtzeitig vor dem Börsenkrach aus dem Geschäft ausgestiegen ist; jetzt lebt er in Kiel, ein Besuch von Verwandten in der Türkei kostet ihn fast das Leben. Während eines Busunglücks macht er flüchtig Bekanntschaft mit einer Zeugin des Unfalls. Für den Rest des Romans jagt er auf unnachahmliche Weise dieser Frau hinterher, eine Liebesgeschichte entsteht, wie sie lange kein anderer deutschsprachiger Autor zustande gebracht hat.

Feridun Zaimoglu, 1964 im anatolischen Bolu geboren, lebt seit über 35 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Journalist arbeitet. Bekannt wurde er durch seine beiden Bestseller „Leyla“ und „Zoli“.

Den musikalischen Teil des Abends bestreiten Michael Bulcik und Bernhard Schultz, vornehmlich mit mehr oder weniger tragischenLiebesliedern

Bernd Schultz im Liebesbrand

 

 

Donnerstag, 29.10.09    Märchen und lyrische Lieder

 

Die Essener Sopranistin Karin Velinova, die in Ratingen ihre Fans zuletzt mit der erotischen Fabel „Das Flattermäuschen“ verzückte, kommt am Donnerstag, dem 29. Oktober 20 Uhr, mit der Welturaufführung ihres  Märchenprogramms  um die Ecke.

Gemeinsam erarbeitet haben das Programm sie und der Hattinger Pianist und Musiktherapeut Uli West, ergänzt wird es von Ratinger Tragödchen, wie immer vorgetragen von Bernhard Schultz.

Neben den Märchen „Jorinde und Joringel“, „Das blaue Licht“ und „Der Trommler“ haben Karin Velinova und Uli West das „Liebeslied“ und das „Abendlied“ von Wolfgang Borchert, das Gedicht „… sagt ihm, dass er zu mir komme“ von Hugo Wolf und weitere Lyrik von unbekannteren Autoren („Im Morgennebel“ (!)) vertont. Sie selbst nennen ihr musikalisches Experiment impressionistischen Pop, und man darf gespannt sein, was dabei Tragisches herausgekommen ist.

Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, weitere Informationen Tel. 26095

Zum Glück ist im Sinne der ursprünglichen Ankündigung der Veranstaltung („City Blues“) noch das Stück „House of the Rising Sun“ übriggeblieben,

 

Karin Velinova

denn Uli West ist ein ausgewiesen exzellenter Blues- und Boogie-Woogie-Pianist.

 

 

Donnerstag, 22.10.09    Baleadenn Irish Folk

 

Donnerstag, 15.10.09    Indien-Abend

Am Donnerstag, dem 15.10 erwartet das Tragödchen-Publikum wieder eine ungewöhnliche Mischung aus Literatur und Musik. Ab 20 Uhr ist der Subkontinent Indien das Verbindende zwischen sehr unterschiedlichen Programmpunkten, die das Ratinger Tragödchen zusammen mit der "Agenda 21" zusammengestellt hat.

Salman Rushdies neuer Roman "Die bezaubernde Florentinerin", Ilja Trojanows Gebrauchsanweisung für Indien", Vikas Swarups "Rupien, Rupien" (die literarische Vorlage zum Film "Slumdog Millionär"), Terziano Terzanis "Noch eine Runde auf dem Karussell" und Arundhati Roys "Der Gott der kleinen Dinge" werden von Susanne Cano und Bernhard Schultz in kurzen szenischen Lesungen vorgestellt.  

Die indischstämmigen Ratinger Diptesh Banerjee und Jency Nülicious präsentieren Songs ihrer aktuellen CD "Bollywood Ghetto Gentleman".

Rita Brazda, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Ratinger Eine-Welt-Initiative "Agenda 21" erzählt von ihren Erlebnissen mit dem Projekt "Paten indischer Kinder e.V.".

 

 

Rita Brazda mit Kindern aus Dungripada

 

Hip-Hopping Diptesh

 

 

Donnerstag, 8.10.09    Bandoneon-Konzert

mit Klaus Gutjahr und Michael Z.

Was passiert, wenn sich ein spitzzüngiger Chansonier und Kabarettist mit einem virtuosen Bandoneonisten zu einer gemeinsamen Arbeit zusammenfinden?

Wir werden sehen...

Michael Z. und Klaus Gutjahr

 

 

 

Donnerstag, 1.10.09    Günter Lamprecht

 

Der Schauspieler erzählt und liest aus seiner Biografie "Und wehmütig bin ich immer noch" und aus dem neu erscheinenden Hörbuch "Berlin Alexanderplatz".

 

 

 

Donnerstag, 24.09.09   Utz Peter Greis

Düsseldorfer Satiriker

Utz Peter Greis

ist als freiberuflicher Maler, Zeichner, Cartoonist, Autor und Performer tätig. Seit 1963 lebt er in Düsseldorf. Viele Jahre arbeitete er als Redakteur. Seine kreative Ausbildung umfasste Cartoonzeichnen bei F.K. Waechter; Improvisationstheater bei Paul Hänel, Vigli‘s Wanderbühne und der Theaterfabrik Düsseldorf.

 

 

Donnerstag, 17.09.09   Mexiko im Tragödchen  

 

Die Ratinger Schauspieler Susanne Cano und Bernhard Schultz stellen den mexikanischen Autoren Octavio Paz vor. Zu Gast sind 20 mexikanische Huicholes, die mit Musik, Tanz und handwerklichen Produkten ihrer Heimat das Ratinger Tragödchen aufmischen. Ein Kamera-Team vom mexikanischen Fernsehen ist auch dabei.

 

 

Donnerstag, 10.9.09  Mannsbilder

mit Elisabeth Kuhs und Michael Carleton (Piano) 

 

Nachdem in der vergangenen Woche erfolgreich die Flattermäuschen in den Ratinger Tragödchen auf die Schippe genommen wurden, bekommen am Donnerstag, dem 10.9.09 ab 20 Uhr die "Mannsbilder" ihr Fett weg.

Ob Emil oder Willi, ob Bel Ami oder "Kümmerer": Männer machen Karriere und Komplimente, Männer sind immer sooo müde, sind ebenso einsam wie einfühlsam, ebenso unverstanden wie uneitel - und sind doch alle Verbrecher...


Eine literarisch-musikalische Soirée mit Chansons und Texten von Kurt Tucholsky, Günter Neumann, Erich Kästner, Peter Kreuder, Friedrich Hollaender und anderen... (Männern!)
präsentiert von Elisabeth Kuhs. Am Klavier: Michael Carleton

Bildunterschrift: Der Schönere der beiden Mannsbilder (großvater kl.jpg), der Kerl rechts, ist der Großvater der Kabarettistin und Sängerin Elisabeth Kuhs, Willi Laus. Das Foto stammt aus dem Privatarchiv von Elisabeth Kuhs.

 

Donnerstag, 3.9.09        Italienischer Abend*

nächste Aufführung: Freitag, 18.9.09 Café Startklar, Niederrheinstr. 182, Düsseldorf-Lohausen, 19.30 Uhr

Karin Velinova und Bernhard Schultz

 

Flattermäuschen im Tragödchen

 

Erotische Satire mit klassischer Musik zum Saisonstart

 

Es ist tragischerweise soweit: die Sommerpause ist vorüber, am 3.9. um 20 Uhr beginnt die zweite Saison der Ratinger Tragödchen mit einem italienischen Abend im Buch-Café Peter und Paula.

Martin Fratz am Klavier (Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein), Dan Constantin an der Violine (Philharmonisches Orchester Gelsenkirchen) die Sopranistin Karin Velinova (Leiterin des Traumorchesters), Susanne Cano (Schauspielerin) sind die illustren Gäste, die an diesem Abend das „Flattermäuschen“, eine erotische Fabel des italienischen Literaturnobelpreisträgers Dario Fo begleiten werden.

In der Fabel wird die Geschichte des jungen Ziegenhirten Giavan Pietro erzählt, der auf der Alp hoch über dem Tal seiner Herde folgt und das ganze Jahr über praktisch völlig alleine lebt. Er ist lieb, aber ein kompletter Trottel. Sein Dienstherr ist reich und geizig, und die Überraschung groß, als Giavan nach dessen Tod alle Reichtümer erbt.

Im Nu sieht unser einfältiger Jüngling ganze Scharen von Müttern auf die Albheraufziehen, die ihm ihre Töchter zur Frau anbieten.

Verheiratet wird Giavan schließlich mit der Geliebten des Dorfpfarrers. Es handelt sich umden alten Trick, ein junges Mädchen, das man als Geliebte behalten will, einem Blödian zur Ehefrau zu geben. Dieses Spielelement finden wir inder ganzen mittelalterlichenVolksdichtung bis hin zu Machiavelli.

Gelesen und gespielt wird die Geschichte von Bernhard Schultz und Susanne Cano, mit großem Erfolg zuletzt in Düsseldorf in der Gerresheimer Stadtbibliothek vor ausverkauftem Haus.

 

Dan Constantin, Martin Fratz, Karin Velinova und Bernhard Schultz

 

Juli und August Sommerpause!

 

Donnerstag, 25.6.        Ringo Nr. 7 macht beinahe Karriere

 

Tragedy bei der Arbeit

Lutz Beyering

Letztes Tragödchen vor der Sommerpause

 

Am Donnerstag, dem 25. Juni 2009 um 20.00 Uhr stellt der Ratinger Autor Lutz Beyering seinen Ruhrgebiets-Roman „Ringo Nr. 7 macht beinahe Karriere" im Rahmen der Ratinger Tragödchen vor.

Der Roman Lutz Beyerings schildert humorvoll und authentisch die 60er Jahre im westlichen Münsterland. Die Grenzen zwischen Muff und Aufbruch, Deutschen und Holländern, Westfalen und Rheinländern und vor allem Katholiken und Protestanten, die der Roman thematisiert, könnten unverändert ins Ratingen der 60er Jahre verlegt.

Lutz Beyering schürt Wehmut bei allen, die die Zeit bewusst erlebten und nimmt die Jüngeren mit in einen aufregenden Zeitabschnitt.

Doch der Roman ist mehr als die wunderschön erzählte Geschichte des kleinen Richard, der durch seine Pubertät kämpft und es später als halbwüchsiges Mitglied einer Beatband unter dem Spitznamen "Ringo" zu gefühltem Weltruhm bringt – immerhin stellt ihm die Bundespost eine Ansichtskarte zu, die nur an "Ringo, 429 Bocholt" adressiert ist…

In szenischer Lesung hoffen Lutz Beyering und Bernhard Schultz, der die Zuhörer im Tragödchen wiederholt zu Tränen rührte (vor allem im „Rock´n Roll König",) bestens zu unterhalten.

Musikalisch wird die Band Tragedy ausnahmsweise Songs präsentieren, die tatsächlich zum literarischen Teil des Abends „passen" und im Roman auch eine Rolle spielen.

Veranstaltungsort ist wieder das Buch-Café Peter und Paula, Grütstr. 3-7, Eintritt 5,- Euro, alle weiteren Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

Lutz Beyering

Samstag, 20.6.   Der Rock´n Roll König im Café Startklar in Düsseldorf

Erster Dauerbrenner des Tragödchen, 6. Woche !

Jetzt auf Tournee! Also heute abend

treibt sich das Tragödchen in Düsseldorf herum, und zwar im Café Startklar, Niederrheinstr. 182 in Düsseldorf-Lohausen ab 19.30 Uhr

Die Band Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm  „Der Rock´n Roll – König“ auf.

Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.

Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.

Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.

Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.

Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.

Eintritt frei

 

Donnerstag, 18.6.

Einstein in Bukarest und Time Out in Ratingen

Rumänischer Abend

Bernhard Voelz, Christian Bauer und Wilfried Nogatz vom Jazz-Trio "Time Out" 

Am Donnerstag, dem 18. Juni gibt es ab 20 Uhr (schon wieder) eine Premiere im Ratinger Tragödchen. Dann beginnt nämlich die Zusammenarbeit mit der Ratinger Eine-Welt-Initiative „Agenda 21“  in Gestalt  eines Rumänien-Abends.

Der 1929 in Bukarest geborene Schriftsteller und Journalist Franz Heinz stellt neben seinem eigenen Text „Einstein in Bukarest“ fünf rumänische Autoren vor: 

Tudor Arghesi (1880 – 1967), nach Eminescu einer der größten rumänischen Dichter, Ion Alexandru (geb. 1942), eines der kräftigsten Talente der jüngeren Generation mit ausgeprägter philosophischer Neigung, Nichita Stonescu (geb. 1933) mit tiefer Neigung zur Gedankenlyrik, Ion Creanga (1837-1889), dessen Hauptwerk „Kindheitserinnerungen“ Weltgeltung beanspruchen kann und Dumitru Radu Popescu (geboren 1933), einer der begabtesten Prosaschriftsteller der jungen Generation.

Franz Heinz ist seit 1976 in Deutschland und bekanntgeworden durch zahlreiche Hörspiele und Kurzprosa und als Herausgeber der in Bonn erscheinenden Zeitschrift „Kulturreport“.

Tragischerweise kommt die Band „Time Out“, die an diesem Abend im Tragödchen aufschlägt, nicht aus Rumänien, sondern aus Düsseldorf und spielt auch keine rumänische Folklore, sondern „kammermusikalischen“ Jazz in der Besetzung Posaune (Bernhard Voelz), Gitarre (Christian Bauer) und Bass (Wilfried Nogatz).

Dafür bekommt aber die „Aktion Kinderhilfe Rumänien“ die Gelegenheit, ihr neuestes Projekt, das mit den Franziskanerinnen aus Caransebes/Banat koordiniert wird, in Wort und Bild vorzustellen.

Also mal wieder ein wunderschönes Durcheinander aus Literatur, Musik und Politik.

 

 

Mittwoch, 17.6.

ImageAm 17. Juni 2009 wird das erzählerisch aufgemachte Sachbuch "Störfall Zukunft - SchlussFolgerungen für einen möglichen Anfang" von ERA-Autor Ulrich Scharfenorth zum zweiten Mal auf die Bühne gebracht. "Tatort" ist die Lintorfer "Manege". Die Veranstaltung soll im Wesentlichen von den Elementen leben, die schon im LUX (15.2.) inszeniert wurden. Dazu gehört der buchbegleitende Video-Clip von Thomas Schmidtbauer ebenso wie musikalische Einlagen von Lorenz Görtzen/Bernhard Schultz - beides im Verbund mit einer dialogisch geführter Lesung (Scharfenorth/Schultz/Burg) und minimalistischer Aktionskunst (Schmidtbauer). Neu dabei ist die KARAWANE-Schauspielerin Ursula Burg, die Einzeltexte rezitiert. Eingeführt wird das Ganze über ein Video-Entree.

Jugendzentrum "Manege"

Jahnstr. 29

40885 Ratingen-Lintorf

 

 

Donnerstag, 4.6. und Freitag, 5.6.09

 

Meister der leisen Töne: Duo Opal

 

Klaus Gutjahr                                                                                Jörg Utesch

Kurz vor der Sommerpause erwartet das Tragödchen in mehrfacher Hinsicht einen Höhepunkt: zum ersten Mal öffnet es nicht nur donnerstags, sondern auch am Freitag seine Pforten. Am 4. Und 5. Juni gastiert das Duo Opal jeweils um 20 Uhr im Buch-Café Peter und Paula. Duo Opal sind zwei deutsche Ausnahmemusiker, nämlich Klaus Gutjahr am Bandoneon und Jörg Utesch an der Gitarre.  Kompositionen von  J.S.Bach, J.M. Cano (Hijos de la Luna), J. Pixiguinha (Carinhoso), Ariel Ramirez (Alfonsina y el mar) und Astor Piazzolla gehören zu ihrem Repertoir. Der Eintritt beträgt 10,- Euro, ermäßigt 5,- Euro. Weitere Informationen unter Tel. 26095.

Schon während seines Studiums und danach spielte Klaus Gutjahr in verschiedensten eigenen und anderen Formationen. Als gefragter Musiker begleitete er Künstler, wie Klaus Hoffmann, Michael Z., Erika Pluhar, Eva Maria Hagen, Hannes Wader und Wolf Biermann in Konzerten und bei Schallplattenaufnahmen. Seit vielen Jahren ist er auf sehr unterschiedlichen eigenen Musikproduktionen zu hören. So interpretiert er Barock- und klassische Musik, ebenso wie den argentinischen Tango, mit dem er sich seit Anfang der 80-er Jahre beschäftigt. Eine Musik, die dem in Krefeld um 1840 von Heinrich Band entwickelten Instrument sein Überleben verdankt.
1989 wurde er von Astor Piazzolla in Buenos Aires eingeladen und diskutierte mit ihm über die Zukunft des Bandoneons. Bis in die heutige Zeit folgten viele Reisen an den Rio de la Plata. Bandoneonsolisten wie der in Paris lebende Argentinier Juan José Mosalini, der ein Bandoneon von ihm spielt, als auch Daniel Binelli, José Libertella, Luis Stazzo, Julio Oscar Pane und der Schriftsteller und Liberetisten Horacio Ferrer aus Buenos Aires, kann er seine Freunde nennen. Im September 2003 machte ihn die „Academia Nacional del Tango“ in Buenos Aires aufgrund Verdienste um das Bandoneon in einer Feierstunde zum „Academico honoris causa“.

Da Ende der 60-er Jahre die Produktion von Bandoneons eingestellt wurde und es keine neuen Instrumente mehr gab, die den Ansprüchen von Klaus Gutjahr gerecht wurden, begann er sich schon während seines Musikstudiums mit dem Neubau zu beschäftigen. Diese Profession hat er aufgrund seiner musikalischen Qualität mittlerweile so perfektioniert, dass er weltweit die klangvollsten und dynamischsten Bandoneons herstellt. Nur mit einem im Detail meisterhaft gearbeiteten Instrumenten Kombination mit einer ausgereiften und sensiblen Spielkultur ist Klaus Gutjahr in der Lage, die zu hörende Musik zu interpretieren.

  Der 1951 in Berlin geborene Jörg Utesch begeisterte  sich schon als Kind für die im Elternhaus vorhandene Weißgerber- Gitarre. Auf dieser lernte er seine ersten Griffe.
Nach drei Jahren folgte ein vierjähriger Lehrgang bei Gaston Stoligwo, der für die Ausbildung seiner Gitarrentechnik besonders richtungsweisend war. Er erhielt wertvolle musikalische Impulse und begeisterte sich für die Harmonik und Melodieführung des Brasilianers Heitor Villa Lobos. Hier schon bildete sich eine Vorliebe für spanische und lateinamerikanische Komponisten heraus, deren Werke er später in regelmäßigen Auftritten, vor allem in Berliner Clubs, spielte und so seine erste Bühnenerfahrungen machte.
Seit 1972 unternimmt Jörg Utesch Konzerttourneen durch Deutschland, Europa und Südamerika, oft auch mit seiner Frau, der peruanischen Sopranistin Esparta Rios. Diese Zusammenarbeit wurde für sein künstlerisches Schaffen eine neue Herausforderung. Als hervorragender Virtuose, Komponist und Interpret sucht er nach neuen musikalischen Möglichkeiten, die sowohl der klanglichen Vielfalt des Instrumentes, als auch seinem hohen Anspruch an Authenzität gerecht werden. Der technisch und musikalisch brilliante Gitarrist Jörg Utesch verbindet lateinamerikanische und europäische Musiktraditionen  zu einem Erlebnis von hoher künstlerischer Qualität.

 

Donnerstag 28.5.    Die Lutherin von Eva Zeller mit Cordula Zeller

 

Am Donnerstag, dem 28.5.09 beschäftigt sich das Ratinger Tragödchen ab 20 Uhr mit zwei Romanen der Autorin Eva Zeller, „Die Lutherin“ und „Das versiegelte Manuskript“.

Eva Zeller wuchs auf dem Rittergut ihrer Großmutter in Görzke auf. Da die Ehe der Eltern (Mutter: Elisabeth Feldhaus, geb. Bertrand; Vater: Franz-Maria Feldhaus, Technikhistoriker) bereits 1924 geschieden wurde, kehrte ihre Mutter dorthin zurück. Dort absolvierte sie die Schulzeit bis zum 14. Lebensjahr, anschließend bis zum Abitur (1941) im Internat in Droyßig bei Zeitz. Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie in Greifswald, Marburg und Berlin heiratete sie 1944 den Kirchenmusiker Wolf-Dietrich Dirks, der Anfang 1945 im Russlandfeldzug fiel. Im März 1945 wurde die Tochter Maren auf der Flucht geboren. 1947-1950 unterrichtete sie in Görzke Junglehrer, gleichzeitig arbeitete sie als Lehrerin an der dortigen Zentralschule. 1950 heiratete sie den Pfarrer und Kunsthistoriker Reimar Zeller (1925-2007); 1951 kam Tochter Susanne zur Welt. Zwischen 1950 und 1956 wohnte sie in Hohenwerbig und Kleinmachnow. 1956 verließ sie die DDR und ging nach Südwestafrika (heute Namibia), wo ihr Mann die deutsche Gemeinde Swakopmund betreute. 1958 wurden die Zwillinge Cordula und Joachim geboren. 1962 kehrte die Familie in die Bundesrepublik Deutschland zurück. Sie wohnte bis 1974 in Düsseldorf, anschließend in Villingen (Schwarzwald) und Heidelberg. Seit 1998 lebt sie in Berlin.

Eva Zeller schildert in der „Lutherin“ das Leben Katharina von Boras, jener Frau, die Martin Luthers  neuer Lehre wegen unter großer Gefahr aus dem Kloster floh und wenig später die Frau des Reformators wurde. Der Leser begegnet bei dieser 'Spurensuche' einer selbstbewußten und mutigen Kämpferin für eine umwälzende Idee, einer großartigen Frau, die Luther 'nicht um Frankreich oder Venedig mehr hergeben' wollte

  Im „Versiegelten Manuskript“ entdeckt die Lehrerin Bea auf dem Speicher des großelterlichen Hauses den an sie gerichteten Bericht einer Frau, die direkt nach dem Krieg aus Pommern ins ferne Sibirien verschleppt wurde. Angerührt und gefesselt, kann sie sich kaum von der Lektüre lösen. Basierend auf historischen Dokumenten berichtet dieses sensible Buch über die Einzigartigkeit und Individualität von Leiden, Schuld und persönlicher Betroffenheit. Gleichzeitig wird die Geschichte einer nahezu unmöglichen Liebe erzählt.

„Sagen wir es unumwunden: Dieses Buch ist das eigentliche literarische Ereignis des Luther-Jahres 1996. Eine ruhige, klare Prosa schreibt Zeller, und doch spürt man zwischen den Sätzen dauernde Erregung, ein Bangen um Katharina von Bora, deren Innenbild sie einfühlsam nachzeichnet, soweit ihre ‚Spurensuche’ dies erlaubt. ‚Finden, nicht erfinden’ lautet Zellers Devise. .“ (Neue Zürcher Zeitung vom 20.6.96 über das Buch „Die Lutherin“)

Vorgetragen werden die Texte von Cordula Zeller, der jüngsten Tochter Eva Zellers, und Bernhard Schultz. Cordula Zeller arbeitet als Schauspielerin in Berlin, ihre wichtigsten Rollen waren das Gretchen aus Goethes Faust, die Gudrun Ensslin aus den „Ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen“ von Luise Brückner und die Piper Karcka aus den Ratten von Gerhart Hauptmann.

  Das Ratinger Tragödchen findet wie immer im Buch-Café Peter Paula in der Grütstraße 3-7 statt, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

Wer tragischerweise am Donnerstag verhindert ist, kann die gleiche Veranstaltung am Freitag, dem 29.5., 19.30 Uhr im Café Startklar, Niederrheinstr. 182, Düsseldorf-Lohausen, www.cafe-startklar.de besuchen.

 

 

Sonntag! 17.5.    Kulturkneipe trifft Tragödchen, oder umgekehrt

 

Am Sonntag, dem 17. Mai ab 16 Uhr schaut das Ratinger Tragödchen um die Ecke in die Kulturkneipe ins Lux (Turmstraße). Die Band Tragedy, die seit September in wechselnder Besetzung immer donnerstags im Buch-Café Peter & Paula auftritt,  wird an diesem Nachmittag ein „Best of“ der Tragödchen-Hits präsentieren.Mit von der Partie werden Thomas Schneider, Gitarre, Jonas Liesefeld ,Geige, Jens Barrabasch, Flöten (die drei  treten sonst als Irish-Folk-Trio „Baleadenn“ auf), Christian Baron, der Gitarrist der Cover-Band S.A.C.K., Michael Bulcik,  Lorenz Görtzen, Bernhard Schultz und andere Musiker sein, die im Tragödchen schon ihre musikalische Visitenkarte abgegeben haben.

Ursprünglich geplant war eine Improvisation „Literatur und Musik ohne Literatur“, zum Glück bestand allerdings der Literaturverein „E.R.A.“, der ja schon auf fünf erfolgreiche Kulturkneipenjahre zurückblickt, auf den der Literatur zustehenden Anteil am Programm.

So musste Mr. Tragedy Bernhard Schultz umdisponieren, und so werden die musikalischen Beiträge an diesem Nachmittag unterbrochen und aufgelockert (oder umgekehrt) durch zahlreiche Texte namhafter Ratinger Autoren.

Die Auswahl der Texte erfolgte durch das Tragödchen-Team,  es sind tragischerweise allerdings alles Texte von E.R.A.-Autoren.

Versprochen wird ein spannender und stimmungsvoller Nachmittag mit viel Literatur und noch mehr Musik, oder umgekehrt.       

 

 

14.5.    Meuchellieder

 

 

Am Donnerstagabend ab 20 Uhr wird im Ratinger Tragödchen gemordet und gemeuchelt, was das Zeug hält, von A wie Abmurksen bis Z wie Zersägen. Elisabeth Kuhs (gnadenlos) und Michael Carleton am Piano (unerbittlich) präsentieren  finstere Gesänge, mörderische Chansons, kriminelle Texte und andere Gemeinheiten von Frank Wedekind, Friedrich Hollaender, Kurt Weill, Bertolt Brecht, H.C. Artmann, Georg Kreisler und sonstigen Schurken. Eine blutrünstige musikalisch-literarische Soirée.

 

Tatort: Ratinger Tragödchen im Buchcafé Peter & Paula in der Grütstraße. Tatzeit: 20 Uhr. Ohne Schutzgeld (5,-) kommt keiner rein. Sachdienliche Hinweise werden entgegengenommen unter Tel. 26095.

 

 

 

 

 

 

 

 

Elisabeth Kuhs

 

7.5.    Katzen (Cats)

Am Donnerstag, dem 7. Mai ab 20 Uhr dreht sich im Ratinger Tragödchen alles um der Deutschen liebstes Haustier: die Katze. Dabei können Thomas Schneider, Susanne Cano und Bernhard Schultz, die schon so erfolgreich den „Rock´nRoll-König“ von Volker Kriegel und die Ostergeschichte von Robert Gernhardt inszeniert haben, literarisch und musikalisch aus dem Vollen schöpfen.

Zum Vortrag gelangen  Ausschnitte  aus „Pu, der Bär“ von Alan Alexander Milne und  „Traurige Tropen“ von Claude Levi-Strauss, außerdem Texte von Robert Gernhardt, Margit Schreiner und natürlich einige Lieder von Cat Stevens. Dabei hat das Programm neben vielen komischen auch tatsächlich tragische Momente. Denn selbst jeder Katzenfreund weiß, dass die niedlichen Viecher auch ihre fiesen Seiten haben.

Der Eintritt kostet wie immer 5 Euro, Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.  

 

 

30.4.    Schneider und Wittfeld: Der Robert-Gernhardt-Abend

 

Schneider und Wittfeld erstmals im Tragödchen

Am Donnerstag, dem 30.4., schlagen für alle Fans des Ratinger Tragödchens die Sterne des Ratinger Kleinkunsthimmels ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula auf: Schneider und Wittfeld. Elmar Schneider (geb. 1950) und Klaus Wittfeld (geb.1952) machen seit 1985 gemeinsam Musik und Kleinkunst. Sie lieben vor allem Parodie, Satire und höheren Unsinn, daneben Spritzgebäck und Schumacher-Altbier. Wittfeld liebt außerdem sein Haus in Piemont, während Schneider Wittfeld liebt (jedenfalls meistens).

Schneider singt und rezitiert; Wittfeld muss ihn am Piano und mit der Gitarre begleiten, gibt die zweite Stimme und darf manchmal auch mitrezitieren.

An diesem Abend läuft „Na ja. Egal. Ein andermal.“, der Robert-Gernhardt-Abend des unschlagbaren Duos.

Robert Gernhardt, Dichter und Zeichner, arbeitete lange Jahre 
für satirische Zeitschriften wie „Pardon“ und „Titanic“ und lieferte Textvorlagen für den Komiker „Otto“. Schneider/Wittfeld haben über 25 Miniaturen aus dem Werk Gernhardts ausgewählt. In diversen literarischen Stilarten geht es um Kirche und Kunst, um Mama und den Mardermörder, um Sport, Liebe und Moral.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sie nicht alleine klar kommen, werden sie von Mr. Tragedy, Bernhard Schultz, unterstützt.

Der für diesen Abend eigentlich eingeladene Ratinger Lyriker Joachim Harms musste aus beruflichen Gründen absagen.

Der Eintritt beträgt 5 Euro, alle weiteren Informationen unter Tel 26095 oder www.buch-cafe.com

23.4.    5.Woche ! Der Rock´n-Roll-König

Erster Dauerbrenner im Tragödchen

An den nächsten beiden Donnerstagen, dem  5.3. und dem 12.3.09 geht es im Tragödchen ab 20 Uhr wie gewohnt tragikomisch zu.

Die Hausband Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm  „Der Rock´n Roll – König“ auf.

Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.

Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.

Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.

Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.

Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.

Eintrittskarten zu 5 Euro können, müssen aber nicht vorbestellt werden unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7.

 

Foto: Achim Blazy  

Die Band "Tragedy" (heute mit Jonas Liesefeld, Jens Barrabasch, Thomas Schneider)

16.4.    Bernhard Lassahn/Thommie Bayer  Teils ja, teils nein

Kabarett mit Matthias Rybak und Bernhard Schultz nach Texten von Bernhard Lassahn und Thommie Bayer

 

Matthias Rybak

 

Teils ja – teils nein – zwischen Hippies, Poppern und Punkern

 

Das Tragödchen bietet am Donnerstag, dem 16.4.09 ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula ein Kabarett-Programm mit Texten und Liedern von Bernhard Lassahn und Thommie Bayer. Bernhard Lassahn begann als Liedermacher und Verfasser empfindsam-ironischer Prosa. Seit den 1990er Jahren schreibt er vorwiegend Kinderbücher. Er lebt in Berlin. Bekannt wurde er durch die Zusammenarbeit mit dem Liedermacher Thommie Bayer (Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh), für dessen Lieder er viele Texte schrieb. Auch Thommie Bayer hat schon 1984 die Liedermacherei an den Nagel gehängt und schreibt seitdem erfolgreich Romane, von denen auch einige verfilmt wurden („Andrea und Marie" mit Hannelore Elsner und Iris Berben in den Hauptrollen).

Für Matthias Rybak sind Lassahns Texte ein gleichzeitig urkomisches und nachdenkliches Tagebuch in Erzählungen und Liedern. Genau wie er fühlt er sich „irgendwie dazwischen", einzuordnen vor den 68er und hinter den Poppern und Punkern, eben „Teils ja – teils nein".

Der Eintritt beträgt 5 Euro, weitere Informationen unter Tel. 26095

 

 

 

9.4.    Robert Gernhardt  Die Ostergeschichte  

 

Tragödchen wünscht frohe (!) Ostern

 

Und zwar mit der „Ostergeschichte“ von Robert Gernhardt, die der Autor 1986 in Rom geschrieben hat.

Tom Schneider und Bernhard Schultz lesen und musizieren am Gründonnerstag, dem 9.4.09 ab        20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula in der Grütstraße.

In der bissigen und urkomischen Satire reist der Journalist Maski seiner Göttergattin zuliebe Ostern nach Rom, um sich auf dem Petersplatz Ostermesse und –segen zu geben. Zur Verarbeitung des Erlebten kehrt Maski am gleichen Abend in einer römischen Spelunke ein und trifft dort zu seiner grenzenlosen Überraschung den Heiligen Vater.

Es folgt ein prosecco-seliges Besäufnis, bei dem Seine Exzellenz, Papst Johannes Paul II., kein gutes Haar an seinen vatikanischen Hofschranzen und dem ganzen Brimborium läßt.

Tom Schneider, Ex-Gitarrist von Stoppok und jetzt Musik-Direktor im Tragödchen übernimmt in der szenischen Lesung die Rolle des Journalisten Maski, während Bernhard Schultz zum ersten Mal als Papst zu sehen ist.

Der Eintritt beträgt wie immer 5 Euro, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

Musikdirektor Tom Schneider

Mr. Tragedy Bernhard Schultz

 

2.4.    Philipp Adolphs   "Liebesart"   Jugend musiziert und dichtet

 

Am Donnerstag, dem 2. April darf im Ratinger Tragödchen ab 20 Uhr der Nachwuchs zeigen, was er kann:  und zwar sowohl literarisch als auch musikalisch.

Philipp Adolphs hat mit gerade mal 19 Lenzen sein erstes Buch mit Liebesgedichten veröffentlicht.

In 76 Gedichten auf 92 Seiten beschäftigt sich der Gedichtband „Liebesart“ - wie der Name verrät - mit der Liebe und all ihren Facetten. Die Texte klassischer wie moderner Formen erzählen in ihrer Reihenfolge eine ganze Liebesgeschichte, vom Verlieben bis hin zu ersten Zweifeln, dem Schmerz und ihrem Nachgeschmack bzw. Neuanfang. Ob die Arbeiten autobiographische Züge tragen, wird der Autor sicherlich während der Lesung, die er zusammen mit Bernhard Schultz gestaltet, verraten.

Der Autor ist „hauptberuflich“ Abiturient am Immanuel-Kant Gymnasium in Heiligenhaus.

 

Musikalisch begleitet wird Philipp Adolphs von seiner „Arbeitskollegin“ Isabel Schlegel (Schülerin am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium) am Klavier mit romantischen Klassikern der Ernsten Musik. Auch sie tritt zum ersten Mal vor einem größeren Publikum auf.

Veranstaltungsort: Buch-Café Peter und Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen. Eintritt: 5 Euro

Weitere Informationen: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com

Philipp Adolphs

26.3.   Anke Kremer Der Mann an sich ist von innen her gut

Am Donnerstag, dem 26.3.09 dürfen sich alle Fans der Missfits, dem unvergessenen Kabarettistinnen-Duo auf ein Wiederhören der Texte von Stephanie Überall und Gerburg Jahnke freuen. Dann gibt es ab 20 Uhr im Ratinger Tragödchen eine Hommage an das geniale Frauenkabarett, das 2005 die letzte Vorstellung gab.

Vorgetragen werden die Texte von der Düsseldorfer Schauspielerin Anke Kremer, die Musik besorgt einmal mehr die Band des Tragödchens „Tragedy“.

Anke Kremer präsentiert eine Lesung, die vor Alltags-Tabus nicht Halt macht.

Knietief waten da verkannte Schriftstellerinnen in der Midlife-Krise durch „Schlammendes Watt“ an die Orte, „wo niemand wartet“. Auf das Schulklo zum Beispiel, wo die Lehrerinnen Nölle und Lehmann-Brack in der heimlichen Rauchpause über Verflossenes diskutieren. Oder auf den Friedhof, wo spitzfindige Witwen die Frage erörtern, wieso Frührentner an Pflaumenbäumen ein Kettensägenmassaker anrichten müssen. Wie fährt man eigentlich im Damenanzug Auto? Die Frage klärt sich spätestens dann, wenn zwei Mitvierzigerinnen ihre Mütter früh morgens um drei vom Senioren-Strip-Poker abholen. Man darf gespannt sein, welche Ähnlichkeit Männer mit Wolken haben, was es eigentlich mit den roten Lämpchen auf dem Ceranfeld auf sich hat und wie die Missfits wahre Schönheit definieren.

Ihre Liebe zum Theater entdeckte Anke Kremer bereits im zarten Alter von fünf Jahren. Bevor sie in den 90er Jahren schließlich bewusst den Weg Richtung Bühne einschlug, absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung, sie nahm Schauspielunterricht, es folgten Auftritte in Ratingen und Düsseldorf. Nach dem ersten Engagement bei Ingrid Braut und Alfons Höckmann in der Düsselorfer Komödie auf der Steinstrasse blieb sie der Komödie treu. Zu sehen war sie unter anderem in den Produktionen „Barfuß im Park“, „Wenn schon – denn schon“ und „Wer zweimal lügt, …“. Unter der Regie von Helmuth Fuschl wirkte Anke Kremer in „Loriots dramatische Werke“ mit. Zu ihrem schauspielerischem Alltag gehören heute sowohl selbstinszenierte Lesungen als auch Vorlesungen an Instituten und Fernsehauftritte in der „Lindenstraße“.

 

 

19.3.      20 Uhr   Gina Meyer, Zitronen im Mondschein

Am Donnerstag, dem 19. März, um 20 Uhr geschieht etwas Außergewöhnliches im Ratinger Tragödchen: neben den gewohnt tragischen Gestalten, die dort musizieren und ihre Texte zum Vortrag bringen, erscheint als Gast eine sehr erfolgreiche Schriftstellerin: Gina Mayer, die Autorin des Romans „Die Protestantin“ und einiger nicht weniger erfolgreicher Jugendbücher stellt ihren neuen Roman „Zitronen im Mondschein“ vor.


Düsseldorf 1926: Die Frage, wer ihr Vater ist,  belastet die Beziehung zwischen dem Serviermädchen Mira und ihrer Mutter Maria, einer ehemaligen Wahrsagerin. Als sich Mira in den Pianisten und Revolutionär Anselm Guben verliebt, entfremden sich Tochter und Mutter noch mehr. Doch dann taucht ein rätselhafter Künstler auf, und das Vergangene wird höchst gegenwärtig.
Eine dramatische Liebes- und Lebensgeschichte – ein Gesellschaftsroman, der anrührend und anschaulich eine Epoche deutscher Geschichte beschreibt. Vor dem Hintergrund umwälzender politischer und gesellschaftlicher Veränderungen wird das Geheimnis einer zerstörten Familie enthüllt.

Das Team vom Tragödchen ist natürlich sehr interessiert, das Geheimnis ihres Erfolges zu lüften und hat deshalb einen Blick in die Biografie der Erfolgsautorin geworfen:

1965
Meine Geburt in Ellwangen an der Jagst.

1971
Mein erstes Schuljahr. Schon jetzt steht für mich felsenfest, was einmal aus mir werden soll: Friseurin. Lange Haare sind etwas Wunderbares, weil man sie immer wieder abschneiden kann, und sie immer wieder nachwachsen. Vorausgesetzt, man hat Menschen und keine Barbiepuppen vor sich, denn da wachsen die Haare nicht wieder nach. (Das hat die Erfahrung mich bereits gelehrt.)

1972

Mein zweites Schuljahr. Ich habe inzwischen lesen und schreiben gelernt. Beides war ein recht schleppender Prozess, als ich ihn endlich bewältigt habe, beschließe ich aus reiner Erleichterung und Dankbarkeit, Schriftstellerin zu werden.

1977
Mein Entschluss trägt erste Früchte. Ich schreibe ein Gedicht, das auf der Kinderseite einer Fernsehzeitschrift veröffentlicht wird. Von den 20 Mark Honorar kaufe ich mir eine Wollmütze, die ich zwei Wochen später wieder verliere. (Auch das Gedicht ging leider kurz nach seiner Veröffentlichung verloren).

1984
Ein vielversprechender Anfang, doch nach dem Abitur in Schwäbisch Hall gerät der Traum von der Schriftstellerei wieder in Vergessenheit. Ich ziehe für ein Jahr nach Neapel und entscheide mich dann aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen für ein Grafik-Design-Studium. Aus ebenfalls nicht mehr nachvollziehbaren Gründen entscheidet sich die Fachhochschule Trier für mich als Studentin.

1991
Die Fachhochschule Düsseldorf diplomiert mich als Grafik-Designerin. Vor lauter Schreck werde ich daraufhin Werbetexterin.

1994 - 1996
Ich heirate und bekomme zuerst einen Sohn und dann eine Tochter und mache mich als Werbetexterin selbstständig.

2000 - 2005
Ich schreibe Werbetexte und Jugendbücher, die ersten werden gedruckt, die letzteren abgelehnt. Also ändere ich die Taktik und schreibe meinen ersten historischen Roman „Die Protestantin“, den sofort ein Verlag will.
Kurz danach meldet sich der Sauerländer-Verlag und kauft mein Jugendbuch „Das Mädchen ohne Gedächtnis“.

Seit 2006
Im Diana Verlag erscheint „Die Protestantin“, bei Sauerländer „Das Mädchen ohne Gedächtnis“. Ich bin doppelte Debütantin! Meine Verlage freuen sich, weil die Bücher so erfolgreich sind. Ich freue mich noch viel mehr.
Schreiben ist mein Beruf. Ich wandere von einem Zeitalter ins andere, von einem Thema zum nächsten, von Buch zu Buch. Und immer nur wohin ich will. Ich lese und erfinde und lerne und wachse. Das ist mein Leben.

Für die musikalische Begleitung sorgt wieder die leider noch erfolglose Hausband des Tragödchens „Tragedy“, an diesem Abend mit historischen Liedern von Carl Michael Bellmann (!8. Jahrhundert).

Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7

Reservierungen: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com


Gina Meyer

5.3. und 12.3.       20 Uhr  Tragedy, Der Rock´n Roll König

Susanne Cano                                        Bernd Schultz (Mr. Tragedy)      Foto: Ulrich Scharfenorth

Erster Dauerbrenner im Tragödchen

  An den nächsten beiden Donnerstagen, dem  5.3. und dem 12.3.09 geht es im Tragödchen ab 20 Uhr wie gewohnt tragikomisch zu.

Die Hausband Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm  „Der Rock´n Roll – König“ auf.

Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.

Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.

Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.

Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.

Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.

Eintrittskarten zu 5 Euro können, müssen aber nicht vorbestellt werden unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7.

 

Foto: Achim Blazy  

Die Band "Tragedy" (heute mit Jonas Liesefeld, Jens Barrabasch, Thomas Schneider)

 

26.2.   20 Uhr  Caroline Vriens, Andre Tünkers Dog Star

Alexander Konrad im Tragödchen

 

Am Donnerstag, dem 26.2.09 geht´s ausnahmsweise ab 20 Uhr ernst zu im Ratinger Tragödchen:

Alexander Konrad, der Donald Windhams Roman „Dog Star“ aus dem Amerikanischen übersetzt hat, und Bernhard Schultz lesen aus dem 1950 erstmals erschienenen und jetzt wieder entdeckten Jugenddrama. Atlanta in den dreißiger Jahren: In der Hitze des amerikanischen Südens vollzieht sich ein jugendliches Scheitern. Der fünfzehnjährige Blackie verschwindet nach dem Selbstmord seines Freundes aus der Erziehungsanstalt und kehrt nach Hause zurück. Doch der Empfang dort ist fast gleichgültig und seine alten Freunde erscheinen ihm mit einem mal kindisch. So treibt er sich in den heißen Straßen der Stadt herum, versucht seine Trauer zu verarbeiten, Liebe zu finden, sich irgendwie nützlich zu machen und baut an seinem Ideal von Unnahbarkeit und Stärke. Doch alles erweist sich als zäh, falsch, verschlungen und dumpf. Es wird ein Weg in die Selbstzerstörung.

"Ein schöner, lesenswerter Fund", meint Rezensent Adam Soboczynski über diese, im Original ein Jahr vor Salingers Welterfolg erschienene Adoleszenzgeschichte aus dem Jahr 1950, die nun erstmals in deutscher Sprache erschienen ist. Der schmucklose, realistische Stil  beeindruckt, mit der Donald Windham die Geschichte seines jugendlichen Protagonisten erzählt. Im Zentrum steht der Titelheld mit dem mehrdeutigen Namen "Dog Star", ein 15-jähriger Junge aus Atlanta, der die Liebe sucht, ein Mädchen verführt, bevor die Liebe für ihn zum gewalttätigen Akt wird, der am Ende in Autoaggression mündet. Anders als Salingers Held tauge Windhams mitleidsloser „Held“ jedoch kaum zur "sympathischen Einfühlung", weshalb dieser Held hier wohl die spannendere, aber auch problematischere Figur zu sein scheint.

Musikalisch begleitet werden Alexander Konrad und Bernhard Schultz von der niederländischen Jazz-Interpretin Caroline Vriens und dem Ratinger Pianisten André Tünkers.

 

19.2.   20 Uhr Susanne Cano, Alternative Altweibersitzung

Hexeneinmaleins im Tragödchen

 

Du mußt verstehn! Aus Eins mach Zehn.

Und Zwei laß gehn, und Drei mach gleich.

So bist Du reich. Verlier die Vier!

Aus Fünf und Sechs – so sagt die Hex –

Mach Sieben und Acht, so ist´s vollbracht.

Und Neun ist Eins, und Zehn ist keins.

Das ist das Hexeneinmaleins!

 

Und gleichzeitig das Motto für die 1. Alternative Ratinger Altweibersitzung, die am Donnerstag, den 19. Februar ab 20 Uhr im Ratinger Tragödchen abgehalten wird.

Die Sitzung wird geleitet von Susanne Cano, einer Ratinger Schauspielerin und Bernhard Schultz, für die dem Anlaß angemessene Stimmung sorgt einmal mehr die Band „Tragedy“ unter Alleinherrschaft von Musikdirektor Thomas Schneider.

Zu gewinnen gibt es an diesem Abend auch etwas: den ersten fünf Hexen, die an diesem Abend die literarische Herkunft des o.a. Hexeneinmaleins erraten, winkt eine preiswerte Ausgabe des Originals.

Ort der Veranstaltung: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Infos: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com, Eintritt: 5,55 Euro, ermäßigt 5 Euro.

 

Autor des Hexen - Einmaleins

 

12.2.    20 Uhr   Tragedy   Der Rock´n Roll König (s. 5.3.)

5.2.   20 Uhr Dagmar Janssen, Über die Liebe im Februar

 

Dagmar Janssen arbeitet als freiberufliche Schauspielerin und Sprecherin.

Nach ihrer Ausbildung an der Theaterakademie Köln wurde sie bei einem Nachwuchsprojekt eines Pfälzer Theaters entdeckt und spielte fortan mehrere Jahre auf den schönsten Freilichtbühnen Deutschlands.

Im Anschluss war sie in diversen Familienmusicals zu hören und zu sehen. So spielte sie lange Zeit die freche Pippi Langstrumpf oder die kleine Anna von Schlotterstein im „Kleinen Vampir“. Es folgten Sprechertätigkeiten sowie eigene Literaturprojekte für Kinder und Erwachsene.

In Ratingen ist Dagmar Janssen durch den Literaturkreis ERA bekannt. So las sie bereits die Lyrik der verstorbenen Schriftstellerin Eris Marzinowski oder begab sich im Ratinger „LUX“ auf „Die Suche nach der Zeit“.

Auch in diesem Jahr – diesmal im „Ratinger Tragödchen“ – wird Dagmar Janssen so manch schöne, amüsante oder auch sinnliche Geschichte sowie lyrische Leckerbissen von Theodor Storm, Annette von Droste-Hülshoff und Erich Kästner bis  Birgit Vanderbeke aus ihrem „Erzähl-Koffer“ zaubern. An diesem Abend geht es rund um den - zwar noch kalten aber dennoch gefühlvollen - Monat Februar, wobei vor allem die Liebe nicht fehlen wird....

 

 

Peter & Paulas Kleinkunstbühne für Literatur und Musik

WANN: Ab September 2008 jeden Donnerstagabend um 20.00 Uhr

WO: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen

WAS: In szenischen Lesungen oder in freiem Vortrag werden literarische Neuerscheinungen genauso wie Klassiker der Weltliteratur vorgestellt. "Aufgelockert" wird der literarische Teil durch kabarettistische Einlagen, die sich mit tagespolitischen Themen der Region auseinandersetzen. Zudem wird die versierte Literaturkritikerin Marcella Reich-Raniczki die zur Aufführung gekommenen Werke in ihrer unnachahmlichen Art bewerten.

Den musikalischen Teil des Abends bestreitet in der Regel die eigens für das Tragödchen gegründete Band "Tragedy", die jeden Donnerstagabend einen auf das literarische Programm abgestimmten Song-Sack* bereithält. Alternativ wird es auch Gastauftritte auswärtiger Musiker geben.

*Der "Song-Sack" ist eine Kreation der Ratinger Coverband S.A.C.K.. In den Song-Sack dürfen Zuhörer Vorschläge für Musiktitel werfen, die dann beim nächsten Konzert der Band zum Vortrag kommen. Die Vorschlaggeber werden während des Konzerts namentlich erwähnt.

Immerhin.

WER: Zum Tragödchen-Team gehören:

Bernhard Schultz ( Ideen, Regie, Rezitation )

Martina Freier ( Organisation )

Anne Gansen ( Chefin )

Birgit Czyriak ( Marcella )

Die Ratinger Cover-Band S.A.C.K.*(Silke Ostermeier, Alexander Otto, Christian Baron, Kilian Zurlo), die Gitarristen Michael Bulcik, Daniel Flamm und Thomas Schneider, die Sängerinnen Elisabeth Kuhs, Karin Velinova und Nadia Meroni, der Pianist Michael Carleton, der Gitarrist und Sänger Lorenz Görtzen und last but not least Band-Leader Bernhard Schultz (kein Künstler-Name) sind Mitglieder der Band "Tragedy".

Leider werden pro Abend, denn es geht ja um Kleinkunst, nie mehr als vier Bandmitglieder das musikalische Programm gestalten (man weiß aber vorher nie, welche).

 

Termine                    zu Gast im "Tragödchen"

5.2.   20 Uhr Dagmar Janssen, Über die Liebe im Februar

12.2.    20 Uhr   Tragedy   Der Rock´n Roll König