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Veranstaltungsprogramm "Ratinger Tragödchen"

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Buchautor Ulrich Scharfenorth streitet für eine neue, nachhaltige Welt.

 

 

 

 

 

 

 

Tragödchen-Winterprogramm

 

Die schöne Tragödchen-Winterpause geht am Donnerstag, den 19.1.2012 um 20 Uhr zu Ende. Das immerhin schon vierte Tragödchen-Jahr beginnt mit einem Kabarett- und Konzertabend des Tragödchen-Ensembles um Stephan Wipf und Bernhard Schultz. Schwerpunkte des Programms werden Texte von Hanns-Dieter Hüsch und Lieder von Hannes Wader und Ulla Meinecke sein. Überraschungsgast bzw. Gast-Direktor (im Tragödchen gibt es nur Direktoren) ist der Sänger und Regisseur Oliver Timpe, der auf zahlreichen Bühnen Deutschlands und Österreich erfolgreich unterwegs und außerdem Neffe des Tragödchen-Direktors  Bernhard Schultz ist.

Am 26.1. werden die Rotarian Castle City Stompers  mit ihrem Dixieland- und Swing-Programm keine Langeweile  aufkommen lassen. Ins Tragödchen gelotst wurde die Band von ihrem Sänger und Klarinettisten, dem Ratinger Architekten Uli Meyer. Litrerisch wird an diesem Abend die „Straße der Ölsardinen“ von John Steinbeck bearbeitet.

Eine Woche später gibt es zwei Tragödchen mit dem Gitarristen und Bouzouki-Virtuosen Nick Nikitakis, der zum dritten Mal im Buch-Café aufkreuzt. Bei den ersten beiden Malen trat er solo auf, am 2.2. und 3.2. können ihn die Ratinger mit seiner Band erleben. Vorgestellt werden die Songs, die im März in einem Tonstudio in San Franzisko für die neue Nikitakis-CD aufgenommen werden.

Nach dem griechischen Gitarrenkünstler folgt am 9.2. Goethes italienische Reise, vorgetragen von dem in Südfrankreich lebenden Musik- und Literaturwissenschaftler Wolf Moser.  

Die Sopranistin Franziska Dannheim hat einen Gedichtabend mit dem schönen Titel „Lemonarien“ veröffentlicht, den sie selbst mit viel Musik am 16.2. vorstellt.

Am 23.2. „meets Elvis Marilyn“, nach den John-Lennon-Konzerten im vergangenen Jahr ein sensationelles neues Tragödchen-Programm, welches den Pop-Ikonen Marily Monroe und Elvis Presley huldigt, die sich im wahren Leben niemals getroffen haben. Was also dringend nachgeholt werden muss. Hauptprotagonisten des Abends sind die Chicktones und Stephan Wipf.

Eine Woche später (1.3.) geht im Tragödchen  wieder ein Solist zu Werke, der Jazz-Pianist Gregory Gaynair wird unsere Ohren mit Eigenkompositionen und Jazz-Standards verwöhnen,   hoffentlich steht bis dahin auch wieder ein Klavier in den heiligen Kleinkunsthallen, das alte ist mal weg (war tragischerweise ´ne Dauerleihgabe).

Abgebloggt werden wir am 8.3. vom Störfall-Zukunft Autor Ulrich Scharfenorth, der uns mit der Fortsetzung seines Umwelt-Thrillers unter die Haut gehen wird. Dazu ausnahms- und passenderweise ein paar Umwelt-Songs aus der Liedermacherkiste (mit mindestens 11 Strophen).

Am 15.3. besucht die bekannte Jugendbuch-Autorin Margot Schroeder (verlegt bei Rowohlt) das Tragödchen und stellt ihr neuen Lyrik-Band „Testament der Augenblicke“ vor. Dazu gibt es Lieder von den beiden im letzten Jahr verstorbenen Liedermacher-Legenden Franz-Josef-Degenhardt und Ludwig Hirsch.

Zum Frühlingsanfang am 22.3 gastiert der Bandoneon-Virtuose Klaus Gutjahr wahrscheinlich das letzte Mal im Tragödchen, denn im April wandert er nach Argentinien aus. Seine Fans sollten sich also sein Programm „Tango und Bach“ nicht entgehen lassen.

Der Kreis schließt sich  im März am 29.3. mit einem neuen „Best of“ des Tragödchen-Ensembles.

Alle Veranstaltungen laufen im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 26095, www.buch-cafe.com, buch-cafe@web.de.   

 

 

RATINGER TRAGÖDCHEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 13.10.2011, 20 Uhr  Sedaa  Mongolian meets Oriental

 

Weltmusik aus der Mongolei im Tragödchen

Am Donnerstag, dem 15.10.2011 kommt die mongolisch-iranische Musikgruppe „Sedaa" ins Tragödchen.

"Sedaa" bedeutet im Persischen "Stimme" und verbindet die traditionelle mongolische mit der orientalischen Musik zu einem ebenso ungewöhnlichen wie faszinierenden Ganzen.

Die in ihrer mongolischen Heimat ausgebildeten Meistersänger Nasaa Nasanjargal, Naraa Naranbaatar - bekannt durch die Gruppe Transmongolia - und der virtuose Hackbrettspieler Ganzorig Davaakhuu entführen gemeinsam mit dem iranischen Multiinstrumentalisten Omid Bahadori in eine wahrhaft exotische Welt zwischen Orient und mongolischer Steppe.

Die Grundlage ihrer modernen Kompositionen bilden Naturklänge - erzeugt mit traditionellen Instrumenten und durch die Anwendung uralter Gesangstechniken nomadischer Vorfahren, bei denen ein Mensch mehrere Töne zugleich hervorbringt. Vibrierende Untertongesänge und der Kehlgesang Hömii sowie die wehmütigen Klänge der Pferdekopfgeige Morin Khuur und die perligen Töne des mit 120 Saiten bespannten Hackbretts verschmelzen zusammen mit pulsierenden orientalischen Trommelrhythmen zu einer mystischen Melange der Schwingungen und Stimmungen.


Sedaa sind:

Naraa Naranbaatar (Mongolei)

Ikh Khuur (Bassgeige)
Kargyraa (Untertongesang)
Höömii (Kehlgesang)

Musikstudium in Ulanbaatar

 

Nasaa Nasanjargal (Mongolei)

Morin Khuur (Pferdekopfgeige)
Kargyraa (Untertongesang)
Khöömii (Kehlgesang)
Bischgur (mongolische Oboe)
Dombra (zweisaitiges Zupfinstrument)

Musikstudium in Ulanbaatar

 

Omid Bahadori (Iran)

Gitarre
Cajon
Rahmentrommel
Kargyraa (Untertongesang)

Seit 12 Jahren mit der Gruppe rangin aktiv
Erste Solo CD "Smooth Oriental" 2009
www.Omidbahadori.com

 

Ganzorig Davaakhuu (Mongolei)

Yochin (mit 120 Saiten bespanntes mongolisches Hackbrett)
Kargyraa (Untertongesang)

Musikstudium in Ulanbaatar

 

Omid Bhadori lernte2004 lernte auf einem Festival die mongolische Musikgruppe Transmongolia kennen. Die Musiker hatten auf Anhieb eine sehr gute gemeinsame Welle. Daraus wurden gemeinsame Konzerte und es entstanden bis heute zwei CDs. Damit öffnete sich für Omid Bahadori, der selbst mehrere Jazz-Cd´s, u.a. mit Til Brönner veröffentlicht hat, eine neue Dimension der Ton-Wahrnehmung. Die Einfachheit und die Magie dieser Musik, die sehr auf das Spielen mit Obertönen ausgelegt ist, findet er faszinierend. Er wünscht sich, die orientalische mit der mongolischen Musik zusammenzubringen, und so gründete er die Musikgruppe Sedaa.

Mit seinem zweiten Solo-Album gelingt dem iranischen Musiker und Komponisten Omid Bahadori eine mitreißende Fusion zwischen der musikalischen Tradition des Orients und energiegeladenen Rhythmen aus Funk und Jazz.

Unterstützt wird er dabei von namhaften Musikern wie Stephan Emig (Schlagzeug u.a. bei Till Brönner und Christina Lux), Christian Flohr (Bass bei Tok Tok Tok) sowie vielen anderen virtuosen Instrumentalisten.

Aus zwölf farbenprächtigen Titeln webt der Saiteninstrumentalist, Percussionist und Sänger Omid Bahadori einen einzigartigen Klangteppich. Wie ein roter Faden ziehen sich dabei die von ihm gespielten typisch orientalischen Instrumente, wie der altpersische Zweisaiter Dombra, sowie Oud und Rahmentrommel, durch die aufwendigen Eigenkompositionen.

Nach über zwanzig Jahren Bühnen- und Studioerfahrung mit verschiedenen Musikgruppen aus unterschiedlichsten musikalischen Genres gelingt es ihm, mit "Orientation" Weltmusik im besten Sinne zu präsentieren.

Die Veranstaltung beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Tel. 02102 26095, weitere Informationen im www.buch-cafe.com.

 

 

Donnerstag, 6.10.2011, 20 Uhr  Christoph Quarch: Verliebe dich ins Leben!

Liebe Tragödchen-Fans,

am Donnerstag, dem 6.10.2011 beehrt der Philosoph und Theologe Christoph Quarch das Ratinger Tragödchen und stellt sein neues Buch "hin & weg  Verliebe dich ins Leben" vor.

Wie der Titel seines Buches schon vermuten lässt, ist der Autor total "gut drauf" und passt somit überhaupt nicht ins Tragödchen.


Tragischerweise haben wir ihn trotzdem eingeladen, und vielleicht macht er uns allen ja gute Laune.


Bitte weitersagen!

 




 

Donnerstag, 29.9.2011, 20 Uhr  Nick Nikitakis und Jimi Hendrix

Am Donnerstag, dem 29.9.2011 stürzt sich im Ratinger Tragödchen die bewährt tragische Mischung aus Literatur und Musik auf eine der größten Gitarrenlegenden des 20. Jahrhunderts: Jimi Hendrix.

Eingeladen wurde dazu der griechische Gitarrist und Bouzouki-Virtuose Nick Nikitakis, der fast sein ganzes Leben in Köln verbrachte. Aus Ratinger Sicht natürlich auch tragisch.

Die Zuschauer erwartet die eine oder andere Überraschung, denn Nick Nikitakis hat sich intensiv mit der Biographie von Jimi Hendrix auseinandergesetzt und so wird es an diesem Abend auch um Rassentrennung, Indianer und den weltweiten Sklavenhandel gehen, Themen, die einen großen Einfluss auf die Entstehung des Blues und Jazz hatten und haben.

Die Veranstaltung beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen. Weitere Informationen unter Tel. 02102 26095.

Nick Nikitakis (* 1955 in Thessaloniki) ist ein in Deutschland lebender Gitarrist, Bouzoukispieler und Songwriter griechischer Herkunft.

Nikitakis kam mit seinen Eltern 1960 nach Köln. Er trat bereits als Kind beim WDR und 1970 als Gitarrist am Schauspiel Köln auf; Mitte der 1970er Jahre spielte er als Gitarrist in den Jazzrock-Bands Brainstorm und Friendship sowie bei Guru Guru. Ab 1985 studierte er griechische Musik und Bouzouki. 1989 tourte er mit Big Time Sarah und mit Charlie Musselwhite und arbeitete seit diesem Jahr mit drei Bands auf dem Gebiet des Bluesrock, des Rebetiko und der mediterranen Jazzfusion. Die drei Bands wurden 1997 zur Gruppe Nikitakis zusammengeschlossen.

1992 beteiligte er sich an der Aktion gegen Rechtsextremismus Arsch huh, Zäng ussenander; er komponierte den Titelsong der Aktion, für den Wolfgang Niedecken von BAP den Text schrieb. 1995 erschien sein Album Kitchen Songs, 1999 folgte The Blue Songs from Thessalonia.

Mit dem Bühnenprogramm und dem Album Les cycles de Theodorakis lieferte Nikitakis eine Hommage an den griechischen Komponisten Mikis Theodorakis. Auf seinem Album Nä wat ess dat schön spielte er mit Freunden populäre kölsche Volkslieder ein. 2004 veröffentlichte er das Buch Aigelstein ...un wenn die Musik nit wör (mit CD), das Geschichten enthält, die er bei seinen Auftritten zu seinen Songs erzählt. Als Studio- und Gastmusiker arbeitete er auch bei Werner Dies, Lydie Auvray, Peter Kraus, Reinhard Mey, den Bläck Fööss, den Höhnern und Jürgen Zeltinger.

 

 

Dienstag, 27.9.2011, 19 Uhr Wolfgang Borchert, Die lange lange Straße lang

                          Düsseldorf, Stadtbibliothek Gerresheim

 

Donnerstag, 22.9.2011, 20 Uhr  Hafennacht e.V.

 

                                                                                    Hafennacht im Tragödchen

Sie spielen maritime Lieder, weil sie die See lieben und die See liebt sie auch. Ihr Seemannsgarn handelt vom Weggehen und vom Wiederkommen und von der großen Sehnsucht dazwischen. Musik im Netz des Lebens. Hafennacht interpretiert alte Lieder neu, sie erfindet eigene Stücke und  sammelt musikalisches Strandgut, das den Hafennächtlern gefällt.

Von La Paloma zum Ostseelied nach ganz dahinten wo der Leuchtturm steht oder beim ersten Mal, da tut’s noch weh oder ich weiß nicht zu wem ich gehöre, um dann doch wieder auf der Reeperbahn nachts um halb eins zu stehen. Natürlich verändern sie die Musik, sie verpassen ihr die eigene Note und suchen einen eigenen Klang, die Lieder fließen durch die Hafennacht, sie gehören eindeutig dem Wasser. Der Humor, die Rauhbeinigkeit und die erschreckend einfachen Weisheiten des Lebens haben sie aus mancher Seenot gerettet.

Hafennacht sind die Seemänner Erk Braren an der Gitarre, Heiko Quistorf am Akkordeon. Uschi Wittich singt das Meer.

Erk Braren, der Mann von der Küste spielt seine Inselgitarre. Er treibt ein doppeltes Spiel und ist im anderen Leben Tischler. Ist seefest!

Heiko Quistorf spielt Akkordeon und Trompete und hat fast nie Zeit. Er ist ein enorm vielseitiger und gefragter Musiker. Er trompetet in Big Bands, spielt Akkordeon in Hafenkonzerten und auf Hochzeiten. Findet nur große Schiffe gut.

Uschi Wittich ist die Stimme von Hafennacht. Die See ist rau aber gut zu ihr. Mit maritimen Liedern ist sie nach unbestimmtem Kurs endlich im richtigen Hafen gelandet. Wird seekrank, aber gibt nie auf.

Und so haben die drei ihre nun immerhin schon dritte CD eingespielt, deren Titel „Auf Kurs“  Programm ist.

Und das beginnt wie gewohnt am Do, 22.9. um 20 Uhr im Ratinger Tragödchen, Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Tel. 26095, www.buch-cafe.com.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 15.9.2011, 20 Uhr  Tony Sheridan

Am Donnerstag, dem 15.9.2011 gibt es im Ratinger Tragödchen ein ganz besonderes Konzert: Der heute 71-jährige Gitarren-Lehrer John Lennons und Paul McCartneys Tony Sheridan, der maßgeblichen Anteil am Beginn der Weltkarriere der Beatles hatte und bei den ersten Beatles-Singles noch mitspielte, stellt ab 20 Uhr sein neues Solo-Programm vor. Der Eintritt beträgt ausnahmsweise 15 Euro, wer keine Karte bekommt, darf sich auf ein zweites Konzert im Kunst Werk Kettwig am Samstag, den 17.9. freuen.

Weitere Informationen unter Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe.com.

Als Kriegskind im England der 40er Jahre geboren, wuchs Tony Sheridan mit einer sehr musikalischen Mutter und mehreren Geschwistern auf. Sein Vater war Ire, was ihn später bewog, selbst die irische Staatsbürgerschaft zu wählen.

Geprägt von Musikern wie George Formby und seiner Ukulele in den 40ern, wurde Tony wie unzählige junge Briten vom Skiffle-Fieber der 50er erfasst und gründete 1956 seine erste eigene Skiffle-Group „The Saints“. Die Geige musste der Gitarre weichen. Mit den „Saints“ verschlug es Tony 1957 nach London.

Nach Hamburg kam Tony Sheridan mit seiner Band „The Jets“ im Frühsommer 1960. Sie waren die ersten Briten, die in Hamburg auftreten und damit den Grundstein legten für den später sogenannten „Hamburg Sound“.

Tony Sheridan war von Anfang an Hauptsänger und das „Zugpferd“ für den „Top Ten Club“ auf der Reeperbahn. Begleitet wurde er von verschiedenen Bands wie zum Beispiel Gerry and the Pacemakers, doch die wohl bekannteste Begleit-Truppe waren ein paar junge Liverpooler, die sich The Beatles nannten, damals noch zu fünft mit Stuart Sutcliffe am Bass und Pete Best an den Drums.

Die Beatles begleiteten Tony Sheridan nicht nur auf der Bühne, man wohnte auch monatelang zusammen in einer Dachkammer über dem „Top Ten Club“ und verbrachte einen Großteil der (äußerst knappen) Freizeit gemeinsam. Noch heute spricht Paul McCartney von Sheridan als dem „Teacher“, und George Harrison und John Lennon schätzten und respektierten Tony Sheridan als hervorragenden Gitarristen und Sänger. Es entstand eine besondere Freundschaft zwischen den jungen Musikern.

Auf Einladung des Produzenten Bert Kaempfert, der die Jungs im „Top Ten Club“ live erlebte, nahm Tony Sheridan 1961 für Polydor mehrere Titel mit seiner Band, den Beatles, auf. Es entstanden das mittlerweile legendäre „My Bonnie“, „The Saints“, „Why“ (von Tony Sheridan geschrieben), „Cry For A Shadow“ und andere.

Bekannter weise legten diese Aufnahmen den Grundstein für die spätere weltumspannende Karriere der Beatles. 1990 wurde Tony Sheridan für dieses erste Album eine goldene Schallplatte für bis dahin über 1.000.000 verkaufte Exemplare verliehen – heute ist diese Zahl natürlich längst weit überschritten.

Im April 1962 eröffnete der legendäre Hamburger „Star-Club“, der schon bald eine aus der deutschen Musikszene nicht wegzudenkende Institution wurde. Gemeinsam im Programm waren auch hier die Beatles und Tony Sheridan mit Band. In dieser Zeit entstand der wohl einzige Song, den McCartney nicht mit Lennon als Co-Autor geschrieben hat – sondern mit Tony Sheridan: „Tell Me If You Can“!

Während der Jahre in Hamburg nahm Tony Sheridan für Polydor diverse Singles und Alben auf - sein größter Hit dieser Zeit wurde der Dauerbrenner „Skinny Minny“, aufgenommen 1964 mit den Big Six aus Schottland.

1966 wechselte Tony Sheridan von Rock’n’Roll vorübergehend auf hauptsächlich unplugged Musik. Seine Soloauftritte mit teilweise eigenen Titeln waren stark von Blues- und Folk-Einflüssen geprägt. Es war die Zeit der Studentenbewegungen, die Musikwelt veränderte sich und Tony spielte bevorzugt in Clubs und für junges, sozialkritisches Publikum. Er bildete mit Otto Waalkes und Udo Lindenberg den Kern der neuen „Hamburger Szene“, die sich in Eppendorf in „Onkel Pö’s Carnegie Hall“ formierte – auch Jazz-Elemente zeigten sich verstärkt in Tonys Livemusik.

Zwischen 1972 und `74 übernahm er die Moderation und Zusammenstellung der ersten Blues-Sendung im Norddeutschen Rundfunk (NDR 2) „Blues am Dienstag“, die sehr erfolgreich lief und eine große Fangemeinde ansprach.

1978 kam eine Anfrage aus den USA, und Tony Sheridan ging für ein Jahr nach Los Angeles, wo er (als erster Musiker nach dem Tode Elvis Presleys) mit Presley`s TCB-Band und Klaus Voorman (Ex-Manfred Mann etc.) das Album „Worlds Apart“ aufnahm. Hervorzuheben aus diesem Album ist der autobiografische Titel „Looking Back“ aus Tonys Feder.

Weitere Album-Produktionen mit verschiedenen Musikern weltweit folgten in den anschließenden Jahren, größtenteils mit Eigenkompositionen

Neben diversen Auszeichnungen und Ehrungen für sein musikalisches Wirken ist besonders hervorzuheben der von dem internationalen Label Universal Music 2008 verliehene LIFETIME AWARD. Eine seltene und ehrenwerte Auszeichnung der Musikindustrie. Persönlich in Berlin durch Frank Briegmann, President & CEO Universal Deutschland, an Tony Sheridan überreicht, in „Wertschätzung seiner einzigartigen und herausragenden Leistung für die Musik und insbesondere für die weltweite Karriere der Beatles“.

  Heute lebt Tony Sheridan in Norddeutschland in einem idyllischen Dorf nahe Hamburg, er ist glücklich verheiratet mit seiner Frau Anna O’Sheridan-MacGinnity, die auch sein Management führt. Derzeit arbeitet sie, in enger Zusammenarbeit mit Tony, an der von Fans und Musikern gleichermaßen langersehnten Sheridan-Biografie.

2011 markiert ein bemerkenswertes Jubiläum: die Aufnahmen von Tony Sheridan und den Beatles in Hamburg 1961 jähren sich zum 50. Mal.

Sicher wird dies bei den für 2011 geplanten Konzerten in Deutschland und weltweit nicht unbeachtet bleiben (unter anderem bei Tonys Konzert im Rahmen der diesjährigen „Beatles Week“ in Liverpool).

Tony Sheridan tritt heute meist mit seiner eigenen Band auf, bestehend aus dem chilenischen Drummer Antonio „Nancho“ Campos, dem argentinischen Bassisten Victor Gomez und dem irischen Gitarristen Dara McNamara – die Zusammensetzung der Band spiegelt damit den Facettenreichtum von Sheridan’s Leben und Musik hervorragend wieder!

 

Donnerstag, 8.6.2011, 20 Uhr  Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin 

Am Donnerstag, dem 8.9.2011 stellt der Bestseller-Autor Thommie Bayer seinen noch druckfrischen Roman „Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin“ im Ratinger Tragödchen vor.

Das Tragödchen-Ensemble wird ihm und dem Publikum wie schon beim letzten Auftritt von Thommie Bayer seine eigenen Lieder vorsingen.  Denn bevor Thommie erfolgreicher Roman-Autor wurde, hatte er in den 70er Jahren einige Hits als Liedermacher („Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh“).

Das Tragödchen beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Tel. 26095, www.buch-cafe.com.

Thommie Bayer wurde  am 22. April 1953 in Esslingen am Neckar geboren. Für seine Eltern, Annelise und Karl Bayer kam er als viertes Kind überraschend, doch keinesfalls unerwünscht auf die Welt. Sein Vater arbeitete damals  als Berufsberater beim Arbeitsamt. Er gehörte zu den stillen und einsamen Menschen, die sich und ihrer Umgebung oft zu hohe Ansprüche stellten.  Thommies Mutter war Hausfrau. Die ersten sechs Jahre nutzte Thommie Bayer seine glückliche Kindheit mit Spielen, wo er mal in die Rolle eines Indianers, und mal in die eines Ritters schlüpfte.

Noch heute erinnert er sich gerne an diese schönen Kindheitstage. Doch irgendwann holte ihn die Realität ein. Die Ehekrise seiner Eltern, die er schon seit dem sechsten Lebensjahr mitbekam und Fotos vom Völkermord im Dritten Reich ließen ihn erwachsener und nachdenklicher werden. Er ging in Stuttgart zur Schule und war ein guter Schüler, was sich allerdings nach seinem Umzug nach Tübingen änderte. Dort hatte jeder seine Rolle und jeder achtete auf den Status Quo. Ihm blieb also nichts anderes übrig, als die letzten noch freien Rollen als Klassenclown und Bösewicht anzunehmen, was ihn bei seinen Lehrern und Eltern nicht gerade beliebt machte, da seine Noten immer schlechter wurden.

Thommie Bayer lernte zunächst Gitarre und anschließend Schlagzeug. Machte bei mehreren Bands mit, gründete selbst eine. Gleichzeitig begann er ein Studium an der Kunstakademie, was er jedoch abbrach. Er verdiente sein Geld als Liedermacher („Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh und sucht die Freiheit irgendwo.“). Thommie Bayer heiratete, doch seine Ehe wurde geschieden. Er magerte ab und sein Plattenvertrag wurde nicht wieder verlängert. Er verlor seine Instrumente, seine Musiker und das Erbe seines Vaters. Irgendwann zog er nach Freiburg, seiner nach sechzehn Jahren wiedergefundenen großen Liebe hinterher.

Er fing an, Bücher zu schreiben, mit großem Erfolg, heiratete wieder und zog anschließend nach Staufen im Breisgau, wo er jetzt seit zwanzig Jahren lebt. Er beschäftigte sich eine Weile mit Drehbüchern für Fernseh-und Kinofilme, lernte mit seiner Enttäuschung umzugehen, wenn der Film seinen Vorstellungen nicht so ganz entsprach und freute sich, falls er doch erfolgreich war. Nach einer langen „Romanpause“ überfiel ihn wieder die Leidenschaft und er schrieb zahlreiche Bücher, angefangen mit: „Das Aquarium“, dann: „Die gefährliche Frau“, „Der Singvogel“, „Eine kurze Geschichte vom Glück“, „Aprilwetter“, „Die frohe Botschaft abgestaubt“, „Fallers große Liebe“ und zuletzt: „Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin“. Er hofft, dass seine Phantasie und Leidenschaft noch lange seine treuen Begleiter sein werden, damit er genauso weitermachen kann.

 

Freitag, 2.6.2011, 20 Uhr  John Lennon Project Songs & Stories

 

Tragödchen unterwegs

 

  Am Freitag, dem 2.9.11 reist das Ratinger Tragödchen  nach Essen, um dort sein John-Lennon-Programm im Kunst Werk Kettwig aufzuführen.

Nach mehreren komplett ausverkauften John-Lennon-Abenden im Ratinger Tragödchen, präsentiert Kunst Werk Kettwig, das neue Domizil des Langenberger Künstlers Norbert Bauer („Ruhr-Atolle“, „Grundsteinkiste“)  mit dem sieben köpfigen "Lennon-Ensemble" von Rhein und Ruhr die spannend, humorvolle Reise mit Beatles- und Lennon-Songs und skurrilen Texten aus dem eben erschienen Buch John Lennon "In seiner eigenen Schreibe", zum ersten Mal in Kettwig.

Dabei findet überraschenderweise ein vorgezogenes Achtelfinale des Eurovision Song Contests 2012 im Kunst Werk Kettwig statt. Nachdem Moldawien (Land des schadhaften Lächelns) überraschend nicht zum Achtelfinale des beliebten europaweiten Liederwettbewerbs zugelassen wurde, konnten die Tragödchen-Direktoren Thomas Schneider, Stephan Wipf und Bernhard Schultz (im Tragödchen gibt es nur Direktoren) einer Region Nordrhein-Westfalens den frei gewordenen Startplatz sichern: dem Siegerland.

Nach Absprache mit den dortigen Kreis- und Stadtdirektoren stellt das Tragödchen am Freitag 16 Beatles-Songs zur Auswahl, alle arrangiert und gesungen von Thomas Schneider

Der bekannte Essener Gitarrist und Sänger Tom Schneider, der einst u.a. mit Stefan Stoppok seine musikalische Karriere startete, hat genau die richtige Stimme für dieses Projekt. Einfühlsam präsentiert er die beliebten Songs von Lennon und den Beatles. Er arbeitet/e mit vielen europäischen Musikern aus BRD, Italien, England und Irland aus der akustischen Musikszene zusammen und hat dabei seine ganz eigene Art auf der Gitarre entwickelt, die äußerst virtuos und spielfreudig daherkommt.

Unterstützt wird er von seiner Band, die aus Folk, Pop und Jazzmusikern besteht, neben anderen von Uwe Kellerhoff, Ex-Schlagzeuger bei Geier Sturzflug.  Dadurch bekommt die Musik ihren eigenen Reiz. Jedoch wird der Zuhörer positiv überrascht, wenn plötzlich originale Schlagzeug und Beatlesriffs ins Gespielte "mal eben so locker" einfließen.

Zwischen den Songs treten "Yoko-Ono" und "John Lennon" in Person von Jule Vollmer und Bernhard Schultz in Erscheinung.

„Ich wurde am 9. Oktober 1940 gebohrt, als glaube ich die Nazmiefs unter Adoof Hitzler uns noch bombastierten. Mich haben sie jedenfalls nicht gekriegt. Ich besuchte verschwielenartige Schulen in Liddypuhl. Dort habe ich sehr zum Ergo meiner Tanten nicht viel getan. Als Mitglied der hochgepriesten Beatles mögen meine Platten komischer erscheinen als dieses Buch, aber es ist meine feste Erzeugung, dass diese Stammlung von Kurzgekichten die wunderfaulste Lache ist, die ich jemals losgelassen habe. Gott säge und verhüte Euch.“

Neben der Musik hat sich das Tragödchen-Team ausführlich mit dem Leben John Lennons beschäftigt, sodass die Besucher an diesem Abend nicht nur viel zu lachen und um die Ohren bekommen werden, sondern auch noch reichlich Autobiographisches zum 30. Todestag Lennons mit nach Hause nehmen können.

Der John-Lennon-Abend ist die bis heute aufwändigste Eigenprodution der Tragödchen-Macher, mit der sie zur Zeit im Ruhrgebiet touren.

Auf youtube kann vorab ein 3-minütiger Film zum John-Lennon-Programm  betrachtet werden. Einfach „Tragödchen“ ins Suchfeld eingeben.

 

 

 

 

Donnerstag, 1.6.2011, 20 Uhr  ... und hier die Weinkarte

 

 

Musikalisch-literarisches Kabarett nach Texten von Barbara Ming

 

Zum ersten Tragödchen nach der Sommerpause bringt Bernhard Schultz wieder Künstler zu einem einzigartigen Projekt zusammen: Thomas Schneider, der zuletzt sehr erfolgreich 16 Beatles-Klassiker für das John-Lennon-Project neu arrangierte, hat für diesen und weitere Abende 9 Gedichte der Ratinger Autorin Barbara Ming vertont. Er wird sie zusammen mit dem international erfolgreichen Jazz-Bassisten Alex Morsey dem Tragödchen-Publikum  präsentieren. Den literarischen Teil des Abends bestreiten Barbara Ming und Bernhard Schultz mit komischen und ernsten Texten der Ratinger Autorin. Dabei bilden bislang unveröffentlichte Texte den Schwerpunkt des Programms.

Beschreiben lassen sich die Texte Barbara Mings nicht, deshalb zitieren wir an dieser Stelle einen der Songs:

 

Auch ein Spanner

braucht Entspannung

 

Nach so

spannendem Geschehen

sieht man ihn

im Morgengrauen

abgespannt

nach Hause gehen

 

In die Federn

drängt sein Sinnen

Hut und Mantel

an den Haken

 

Ach wie lockt

die Schlafstatt linnen

mit dem frischen

Spannbettlaken

 

Dieser komische und weltpremierenverdächtige Auftakt der Tragödchen-Saison beginnt am Donnerstag, dem 1.9.2011 um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, 20 Uhr,  Grütstr. 3-7, Eintritt 10 Euro, erm. 5 Euro. Tel. 02102 26095.

 

Alexander Morsey

Kontrabass

* 1973 in Münster, lebt in Münster und Essen  mehrere Jugend-jazzt-Gewinne Studium  Jazz-Baß an der Folkwang Hochschule Essen, Lehrer: Gunnar Plümer, John Goldsby; außerdem Unterricht bei Hartmut Kracht, Martin Wind, Mike Richmond Feste Formationen:  Lutz Wichert Trio (CD To Everything He Does"), House 5 (CD "Frank Talk"), Low Interval Limits (Baß-Duo mit Sven Otte), Disguise (CD “Disguise”), Joachim Raffel Trio/Sextett (CD “In Motion”, Preisträger ‘Jazzpodium Niedersachsen’), Heiner Kleinjohann Trio (CD “Ancora”), Jan Klares Formation “7” (Gewinner ‘Westfalen Jazz Münster’), Un Tango Más (CD 2001), Caligari (CD Hellweg Suite 2003). Credits:  LandesjugendJazzOrchester NRW (1992 Mittelamerika-Tournee, CD "Turning Around"), BundesjugendJazz-Orchester, Ltg. Peter Herbolzheimer.  Auftritte zusammen mit:  Silvia Droste, Wayne Bartlett, Thomas Alkier, Leszek Zadlo, Douglas Sides, Herb Geller, Volker Winck, Russ Spiegel, Claudius Valk u.a.  Auftritte in Griechenland, Bulgarien, Spanien, Helsinki, Niederlande, USA, Rumänien

 

 

 

 

 

Donnerstag, 30.6.2011, 20 Uhr  

Der Konstanzer Oberbürgermeister 

ist an seinem schönen Amt müde geworden

 

 

Martin John und Ulrike Deinhardt-John

 

Am Donnerstag, dem 30.6.11 sind der ehemalige Beigeordnete Martin John und seine Tochter Ulrike Deinhardt-John  im letzten regulären Tragödchen der dritten Spielzeit (das Tragödchen läuft seit drei Jahren wöchentlich) zu Gast.

Ab 20 Uhr stellen die beiden Martin Johns neuen Roman „Der Konstanzer Oberbürgermeister ist an seinem schönen Amt müde geworden“ vor. Der Roman mit dem wunderschönen Titel ist gewissermaßen die Fortsetzung von Johns Debutroman „Leute am See“, denn die Protagonisten der ersten Geschichten begegnen uns auch im neuen Roman.

  Nach längerer Zeit wird der musikalische Teil mal wieder vom Tragödchen-Ensemble um Stephan Wipf, Charlotte und Bernhard Schultz präsentiert. Vielleicht gelingt es ja ihnen den Konstanzer Oberbürgermeister etwas aufzumuntern.

  Hans Walter ist Oberbürgermeister in Konstanz. Er gehört keiner Partei an, agiert besonnen und geschickt, manchmal auch etwas eigensinnig. Die Bürger wählen ihn für eine zweite Amtszeit. Nun aber ist er an seinem schönen Beruf müde geworden. Der übliche Ärger in der Stadtpolitik spielt dabei eine Rolle, mehr noch belasten ihn inzwischen aber persönliche Angriffe, Diffamierungen und gestreute Gerüchte. Vor allem hat er allmählich begriffen, daß die Berufsarbeit nur ein Aspekt des Lebens ist – und nicht unbedingt der wichtigste.

Eine Vielzahl von Personen umgibt und beeinflußt dieses Geschehen: Hans Walters Frau ist Apothekerin, wohnt und arbeitet in Friedrichshafen und sorgt sich um die Ehe. Die Kinder sind bald erwachsen. Sein Sohn wandert mit ihm durch den Schwarzwald, die Tochter reist mit Mutter Helga an die Nordsee. Helgas Vater, der vor längerer Zeit Familie und Geschäft verlassen hat und auf der Höri lebt, kehrt heim und wird Teilhaber eines Ausflugsschiffes. Hans’ Freund Ottmar Epple, früher Sparkassenangestellter, jetzt Buchhändler, zieht sich aus der Kommunalpolitik zurück.

  Martin John, geboren 1940 in Arnswalde (Pommern), aufgewachsen an der Westküste von

Schleswig-Holstein, Abitur in Heide. Studium der Rechtswissenschaft in Bonn, Tübingen

und Hamburg. Lebt seit 1969 im Rheinland, arbeitete zunächst im Rechtsamt der Stadt Duisburg,

danach von 1972 bis 1995 als Beigeordneter der Stadt Ratingen. Als solcher ist er vielen Ratingern als als besonnener Gegenpol zum ausgesprochen temperamentvollen Stadtdirektor Alfred Dahlmann in Erinnerung. Seit vielen Jahren fährt er mit seiner Familie im Urlaub an den Bodensee.

  Ort: Tragödchen im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 02102 26095, www.buch-cafe.com.

 

 

 

 

Samstag, 18.6.2011, 20 Uhr   Tribute to John Lennon Part 7

Tragödchen unterwegs

 

Am Samstag, dem 18.6. reist das Ratinger Tragödchen nach Bochum, um dort sein John-Lennon-Programm im Thealozzi aufzuführen.

Nach mehreren komplett ausverkauften John-Lennon-Abenden im Ratinger Tragödchen, präsentiert das Kulturhaus  Thealozzi mit dem sieben köpfigen "Lennon-Ensemble" von Rhein und Ruhr die spannend, humorvolle Reise mit Beatles- und Lennon-Songs und skurrilen Texten aus dem eben erschienen Buch John Lennon "In seiner eigenen Schreibe", zum ersten Mal in Bochum.

Der bekannte Essener Gitarrist und Sänger Tom Schneider, der einst u.a. mit Stefan Stoppok seine musikalische Karriere startete, hat genau die richtige Stimme für dieses Projekt. Einfühlsam präsentiert er die beliebten Songs von Lennon und den Beatles. Er arbeitet/e mit vielen europäischen Musikern aus BRD, Italien, England und Irland aus der akustischen Musikszene zusammen und hat dabei seine ganz eigene Art auf der Gitarre entwickelt, die äußerst virtuos und spielfreudig daherkommt.

Unterstützt wird er von seiner Band, die aus Folk, Pop und Jazzmusikern besteht. Dadurch bekommt die Musik ihren eigenen Reiz. Jedoch wird der Zuhörer positiv überrascht, wenn plötzlich originale Schlagzeug und Beatlesriffs ins Gespielte "mal eben so locker" einfließen.

Zwischen den Songs treten "Yoko-Ono" und "John Lennon" in Form von Jule Vollmer und Bernhard Schultz in Erscheinung. Sie präsentieren auf unkapriziöse Weise die verrückten, skurrilen Texte des John Lennon Buches "In seiner eigenen Schreibe" in unterhaltsamer, lebendiger und überaus witziger Weise.

https://freemailng5107.web.de/online/downloadAttachment.htm?si=IM-b_azDyrJrIXu3QiX*021&rv_mid=1308231932651574223&attachmentId=cid:001601cc2c2d%2405ca8290%240201a8c0@w98studio

Das "Lennon Ensemble" sind:

Die Band: Tom Schneider (voc/git),
Stefan Wipf (git), Michael Anderson, GB (Tuba),
Mathias Hacker (b), Uwe Kellerhoff (dr)

Es lesen und spielen Yoko-Ono und John Lennon:
Die Schauspielerin und Autorin Jule Vollmer
und Multitalent in Sprache und Aktion Bernhard Schultz

TatOrt: Kulturhaus Thealozzi          

20.00 Uhr, Eintritt: 10,-Euro, Ermäßigt: 8,- Euro

Pestalozzistr. 21, 44793 Bochum

Tischreservierung wird empfohlen unter: Tel.: 0234 / 17590

Oder per mail: milli-haeuser@gmx.de, www.thealozzi.de (Info / Wegbeschreibung)

Donnerstag, 16.6.2011, 20 Uhr   Irish Folk und Ulysses

 

Der 16. Juni 1904 war ein ganz gewöhnlicher Tag, und dennoch ist er in die Geschichte der Weltliteratur eingegangen. An diesem Tag von acht Uhr früh bis drei Uhr morgens erlebt Leopold Bloom die Großstadt Dublin, und der Leser lernt mit ihm seine Handlungen, Begegnungen und Gedanken kennen: ›Ulysses‹, der Roman des Jahrhunderts. 

Einen Tag und auch einen Wochentag genau 107 Jahre später feiern wir diesen Tag im Tragödchen. 

Bald nach Erscheinen des Romans begannen Enthusiasten, diesen Tag zu feiern. 2004 nun wird Blooms Tag - der "Bloomsday" - hundert Jahre alt. "Im Ulysses liegt das Dublin des 16. Juni 1904 vor uns ausgebreitet, durch die Phantasie unverändert und in fast allen Einzelheiten anhand von Karten und Adressbüchern nachprüfbar", schreibt Anthony Burgess. "Aber", so fährt er fort, "der Roman Ulysses, der Dublin verherrlicht, indem er es zu einer ewigen Stadt des Geistes erhebt, hat es auf nüchterne oder trunkene Weise auch verwandelt. Wer Dublin betritt, betritt Ulysses -: man begibt sich in die Phantasie von James Joyce." 

Der Ratinger Thomas Gurke, deutsch-irischer Abstammung, hat für den Ulysses-Abend die Textpassagen ausgewählt und hat für das bessere Verständnis des umfangreichen Romans einen kurzen Einführungsvortrag erarbeitet. Er studierte Neuere Englische und Mittelalterliche Literatur sowie Musikwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 2006 untersucht er im Rahmen seiner Promotion Musik in den Werken des irischen Autors James Joyce; er unterrichtet an der HHU Düsseldorf u.a. auch Joyces Ulysses.

 

Alexander Otto und Thomas Gurke

 

Alexander Otto (Akkordeon, Maura Gurke (Gesang) und Thomas Gurke (Gitarre) greifen musikalische Elemente, die in dem Roman eine wichtige Rolle spielen, auf. Susanne Cano und Bernhard Schultz tragen die von Thomas Gurke ausgewählten Textpassagen vor.

Thomas Gurke am Grab von James Joyce

 

 

Dienstag, 9.11.2010, 20 Uhr   Schlag nach bei Shakespeare

 

 

 

Donnerstag, 9.6.2011 20 Uhr       Der Black: Weitersagen

Liebe Tragödchen-Fans


Es kam ein Liedermacher nach Ratingen,
der ließ die Mieder krachen beim Vorsingen,
es war nicht Roy Black,
denn der ist schon weg
aber ein Black tat im Namen erklingen.

(Au weia, das Tragödchen hat Limerick, das ist fast so tragisch wie Rücken)

Eindeutig: Der Black hat die besseren Limericks, und der kommt am 9.6. wieder ins Tragödchen und bringt außerdem als Gast noch den Berliner Liedermacher Michael Z. mit, der auch schon mal ein grandioses Konzert im Tragödchen gegeben hat.

Da kann eigentlich nichts mehr schiefgehen
.

Es war ein weiter Weg vom „Höheren Blödsinn“ des Duos „Schobert und Black“ bis zum tieferen Sinn von „Weitersagen“, dem zweiten Soloalbum von Lothar „BLACK“ Lechleiter.Seit den frühen Jahren ist viel geschehen. BLACK arbeitete zeitweilig im Verlagsgeschäft, verlor aber nie den Kontakt zu den Freunden und Weggefährten aus der Liedermacherszene. 2008 erschien sein erstes Soloalbum „Meschugge“. Und jetzt also „Weitersagen“.

BLACK ist ein bisschen was von allem: Liedermacher, Volkssänger, Rezitator, Kabarettist, Komödiant, und zudem auch noch ein unvergleichlicher Sänger.Ein politischer Liedermacher also, aber keiner mit pädagogischem Zeigefinger. Kritisch, aber nicht vordergründig plakativ, sondern tiefgründig-humorvoll, und gerade deshalb um so eindringlicher.

Seine Themen sind die großen und kleinen Aufreger aus Politik und Alltag, mal tragikomisch, mal angemessen zynisch wie in „Dies ist wieder so ein Tag“, manchmal auch komödiantisch in Liedern wie „Kaiser Vespasian“ oder „Datenautobahn“, die fast schon an alte Schobert & Black Zeiten anzuknüpfen scheinen. Dann wiederum kommt BLACK ein wenig altersweise daher, wie im Titellied „Weitersagen“, einer Art optimistischer Abrechnung, und auch die leisen, melancholischen Töne beherrscht er, wie in der „Serenade“.

Der gebürtige Ostpreuße fühlt sich nach wie vor seinen heimatlichen Wurzeln - wenn auch nicht politisch, nichts liegt ihm ferner als landsmannschaftliche Tümelei, so doch wenigstens poetisch - verbunden. So singt er schon mal gerne im ostpreußischen Dialekt, oder rezitiert Gedichte wie „Pilze“ und „Das Flohche“.

Seine über mehrere Oktaven reichende Stimme beherrscht sowohl die lauten wie auch die leisen Töne, er setzt Kunstpausen an genau die richtigen - weil unerwarteten - Stellen, wie es sonst nur sehr gute Kabarettisten können.

Sein kongenialer Partnern Wolfgang „Schobert“ Schulz sang ab 1961 mit seinem Schulkameraden Reinhard Mey und einem wechselnden dritten Mann als „Les trois Affamés“ (Die drei Verhungerten) englische, französìsche und spanische Folklore sowie selbstvertonte Balladen von François Villon und Gedichte von Georg von der Vring (u.a. auch mit Peter Rohland).

Lothar „Black“ Lechleiter machte ebenfalls seit 1961/62 in verschiedenen Gruppen Folkloremusik und traf im Herbst 1965 auf Schobert. Beide verstanden sich auf Anhieb und gründeten noch im Herbst 1965 das Duo „Schobert & Black“. Im Sommer 1966 traten sie auf der Burg Waldeck erstmals als Schobert & Black auf. Ihr Repertoire bestand zunächst aus Vertonungen von Texten von Fritz Graßhoff und Nachdichtungen französischer Chansons. Später sangen sie hauptsächlich Chansons sowie politisch-satirische und lustige Lieder aus eigener Feder.

Schobert lieferte dazu die Kompositionen und Arrangements sowie viele Texte, die zum Teil in Zusammenarbeit mit Black oder Schoberts Schulfreund Wolfgang Eickelberg entstanden. Darüber hinaus schrieb Schobert auch für Kollegen wie Joana, Antonia Maass und Inga & Wolf oder produzierte Künstler wie Hanns Dieter Hüsch, für dessen Album „Abendlieder“ Schobert z.B. sämtliche Titel als Orchesterarrangements ausarbeitete.

Insgesamt viermal waren Schobert & Black auf der Burg Waldeck. Black war früher bereits mit den „Neussern“, später „Pontocs“, auf der Burg. 1964, beim ersten Festival, traten sie bereits auf, überwiegend mit südamerikanischen und afrikanischen Liedern. 1969 folgte die erste Tour Schobert und Blacks mit Hannes Wader. Nachdem sie Anfang der 1970er Jahre mit Hüsch auf Konzertreise gingen, tourten sie 1973/74 gemeinsam mit Ulrich Roski und Hannes Wader. Im Jahre 1975 wurden Schobert & Black mit dem Deutschen Kleinkunstpreis in der Kategorie Chanson ausgezeichnet.


Schobert und Black

Schobert & Black 1967 auf Burg Waldeck

Mehr als 20 Langspielplatten wurden von Wolfgang Schulz und Lothar Lechleiter veröffentlicht, darunter ein Doppelalbum mit Kalenderliedern nach Texten von Fritz Graßhoff und Felix Rexhausen sowie ein Live-Doppelalbum. Schobert & Black hatten jährlich bis zu 300 Auftritte und füllten dabei auch die größten Säle, wie die Gruga-Halle in Essen oder die Philharmonie in Berlin. Im Jahre 1985 beschlossen beide, zukünftig künstlerisch getrennte Wege zu gehen.

Black zieht es auch heute noch auf die Bühne. Ebenso veröffentlicht er weiter Tonträger, so u.a. 2004 zusammen mit Pit Klein eine CD zu Leben und Werk von Fritz Graßhoff. Schobert starb während der Arbeit an einer Solo-LP 1992 in Berlin an plötzlichem Herzversagen.

Weitere Informationen: www.buch-cafe.com oder Tel. 02102 26095

 

 

 

 

 

Donnerstag, 26.5.2011 20 Uhr       Schneider & Wittfeld

 

 

Humoristen sind in Deutschland rar. Aber es gibt sie, und der Altmeister unter ihnen heißt Otto Reutter. Der Sänger Elmar Schneider und der Pianist Klaus Wittfeld, beide im Hauptberuf Lehrer am Ratinger Dietrich Bonhoeffer-Gymnasium,  präsentieren Reutters Klassiker wie den "Überzieher", "In 50 Jahren ist alles vorbei" oder "Ick wunder mir über gar nischt mehr" heute ab 20 Uhr im Ratinger Tragödchen, Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7.

Daneben gibt es auch eher Unbekanntes aus einem Werk von rund 1000 Couplets eines Künstlers, der bei  Kurt Tucholsky und Bert Brecht höchste Wertschätzung genoss. Erzählt wird zudem aus Reutters bewegtem Leben von den Anfängen als Wanderschauspieler bis zu seinem Karrierehöhepunkt im Berliner "Wintergarten".

Da im Tragödchen gerne Dinge zusammengebracht werden, die tragischerweise überhaupt nicht zusammenpassen, wird zwischendurch(!) Tragödchendirektor Bernhard Schultz im Verein mit einem seiner Musikdirektoren, im Tragödchen gibt es nur Direktoren,  der gerade 70 Jahre alt gewordenen Folk-Legende Bob Dylan Tribut zollen. Wobei er damit das wöchentliche Tragödchen-Leitmotiv „Was alles schiefgegangen ist und was schiefgehen wird“ bedienen wird.

  Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.  

 

 

 

Donnerstag, 19.5.2011 20 Uhr Jazz im Tragödchen

Milli Häuser & Les Monkophoniques: Der etwas andere Monk

 

Wer beim Stichwort Monk sofort an den etwas schrägen TV-Schnüffler mit dem Hang zur Neurose denkt, der beweist vielleicht, dass er zwar ein fleißiger Fernsehzuschauer, aber eben doch kein ausgewiesener Musikexperte ist. Schließlich hat Thelonius Monk, seines Zeichens musikalischer Architekt und Pianist, reichlich wenig mit der gleichnamigen Krimiserie zu tun. Vielmehr sorgte er zu Lebzeiten für ausgefallene Klangkompositionen und machte sich als „Bepob-Meister“ einen Namen. Ganz im Zeichen seiner Kunst steht die Band „Milli Häuser & Les Monkophoniques“, die mit ihrem Konzert am 19.5.  im Buch-Café Peter & Paula Theater ab 20 Uhr Vor-Premiere feiert. Dabei war es reiner Zufall, dass Sängerin Milli Häuser das Monk-Fieber packte: Eine Radiosendung hatte sie auf den Geschmack gebracht. Vollkommen hingerissen von den vielseitigen Improvisationen des Künstlers gründete sie daraufhin „Les Monkophoniques“. Mit ins Boot holte sich die Sängerin den Pianisten und Monk-Virtuosen Joachim Raffel, den Schlagzeuger Uwe Kellerhoff und den Kontrabassisten Nils Imhorst. Zusammen feilten sie an neuen Arrangements der Monk-Werke.

  Das Konzert ist eine Premiere im Ratinger Tragödchen, in dem bisher eher Folk-Abende und zuletzt John-Lennon-Tributes Erfolge feierten. Nun begibt man sich auf ungewohntes Terrain und hofft damit allen Jazz-Freunden in Ratingen eine Freude zu machen. Denn allzuviele Jazz-Konzerte gibt es in Ratingen ja bislang nicht.

Auf Eines können sich die Ratinger Tragödchen-Fans jedoch fest verlassen: im literarischen Teil, der sich auch mit Telonius Monk befasst, wird das Tragödchen-Ensemble auf gewohnte Weise „ins Bild springen“.

Weitere Informationen: Ratinger Tragödchen im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel 02102 26095

 

Donnerstag, 5.5.2011 20 Uhr Tragödchen International

                Wolf Moser                                                                                                                        Akiko Inagawa

 

Tragödchen International

Am Donnerstag, dem 5.5.11 gastiert ab 20 Uhr die japanische Ausnahme-Pianistin Akiko Inagawa im Ratinger Tragödchen und spielt Klavierstücke des brasilianischen Komponisten Heitor Villa-Lobos. Dazu gesellt sich der in Lyon lebende Musiker und Schriftsteller Wolf Moser und liefert in gewohnter Weise biographische Notizen aus dem Leben des brasilianischen Komponisten. Denn Wolf Moser hat im Tragödchen schon erfolgreich den spanischen Maler Velazquez und und den ebenfalls spanischen Komponisten Tarrega vorgestellt. Zu beiden hat er viel beachtete Biographien veröffentlicht.   

„Akiko Inagawa hat immer eine sehr klare Vorstellung von dem Werk, das sie mit ausgefeilter Technik, sehr großen, aber sehr gut kontrollierten Emotionen und Intelligenz wiedergibt.“
Prof. Roman Nodel

„Akiko Inagawa verfügt über eine breite, man könnte sagen „expressionistische“ Klangpalette, die ein Klavierspiel von wunderbarer Farbigkeit, von feinsten Nuancen bis zu überwältigend orchestraler Fülle möglich macht.“
Prof. Paul Dan

Akiko Inagawa studierte Klavier solo in Köln, Kammermusik und Liedgestaltung in Mannheim und Instrumentalpädagogik in Frankfurt a.M.. Sie gewann den 1. Preis des Internationalen Wettbewerbs „Lario in Musica“, Varenna/Italien 2000 und den Sonderpreis zeitgenössische Musik für die beste Interpretation am Klavier des Mendelssohnwettbewerbs Berlin 2000. Sie lehrte Klavier an den Musikhoschulen Frankfurt und Köln.

Wolf Moser, seit 1972 in Lyon (Frankreich) lebender Berliner aus Hamburg, Jahrgang 1937, begann achtzehnjährig ein Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg, mit dem Hauptfach Trompete. Ab 1960 Gitarrenunterricht. Lehrer waren in Hamburg Willi Meier-Pauselius, Adolf Haug und am Hamburger Konservatorium in Blankenese Herbert Balzer; in Barcelona Angel Iglesias und Emilio Pujol. Nach der Übersiedlung nach Frankreich zunächst Gitarrenlehrer an städtischen und privaten Musikschulen, außerdem Dozent für Deutsch an zwei Lyoner Hochschulen. Unter dem Einfluß H. Balzers und der Anleitung Emilio Pujols wurde aus der Lehrtätigkeit mehr und mehr die eines freiberuflichen Übersetzers, Herausgebers, Fachjournalisten und Schriftstellers. Moser ist inzwischen Autor vieler Übersetzungen, einiger Fachbücher und Biographien, daneben Herausgeber von spanischer Musik für Vihuela und Gitarre.

Heitor Villa-Lobos gilt als bedeutendster und weltweit erfolgreichster Komponist Lateinamerikas. Sein umfangreiches Werk verbindet auf facettenreiche Weise traditionelle brasilianische mit europäischer Kunstmusik. Trotzdem fand es in der deutschsprachigen Literatur bisher kaum Beachtung.

Weitere Informationen:  Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, tel. 26095, www.buch-cafe.com

 

 

 

 

Donnerstag, 28.4.  20 Uhr   Fischfutter

 

 

 

 

 

 

 

Klaus Stickelbroeck                                                                                                             Christian Scherber

 

Vergnüglicher Krimi-Abend im Tragödchen

 

Am Donnerstag, dem 28.4.2011 besuchen zwei Düsseldorfer Krimiautoren das Ratinger Tragödchen. Der bekannte und in diesem Jahr für den Glauser-Preis nominierte Klaus Stickelbroeck stellt seinen dritten Roman „Fischfutter“ vor und der ebenfalls aus Düsseldorf stammende Autor Christian Scherber sein Krimi-Debut „Saitenweise Blut“.

Dazu gibt es passende Musik vom Tragödchen-Ensemble.

Mit diesem Krimi-Abend beginnt eine Reihe, an deren Ende mit der Verleihung des ersten Ratinger Tragödchen-Preises ein Autor ausgezeichnet werden soll, in dessen Krimi die Stadt Ratingen und Menschen aus ihr eine nicht unerhebliche Rolle spielen sollen. Dabei wird die alleinige Nennung von Ratinger Straßennamen nicht ausreichen, um den Preis, die Vorstellung im Tragödchen und die Herausgabe der Geschichte zu gewinnen.

Klaus Stickelbroeck wurde 1963 in Anrath geboren. Er lebt in Kerken am Niederrhein und arbeitet als Polizeibeamter in Düsseldorf. „Fieses Foul“ war sein erster Kriminalroman, Furore machte er mit seinen Polizeikollegen, mit denen er gemeinsam als „Die Krimi-Cops“ Romane schreibt und  mit „Fischfutter“ folgt nun die dritte Story mit Privatdetektiv Hartmann als Ermittler in einem schräg-witzigen Kriminalfall unter dem Motto:

Wenn dir ein Haifisch seine Zähne zeigt, glaube nicht, dass er dich anlächelt!

Hartmann ist entsetzt, als Egon Budde, die Düsseldorfer Fußballlegende, mitten in der Nacht völlig aufgelöst vor seiner Wohnungstür steht. Budde ist mächtig unter die Räder gekommen. Sein ehemaliger Trainer „wohnt“ im Pfeiler der alten Hammer Eisenbahnbrücke und hat … einen Mord beobachtet.  Jetzt sind die Bullen hinter ihm her, - dem einzigen Zeugen -, denn Polizisten sollen es gewesen sein, die den Mann in einer leer stehenden Lagerhalle eiskalt erstochen haben.  Äußerst unwahrscheinlich, denkt Hartmann, gewährt Budde aber Unterkunft.  Am nächsten Tag ist der wieder verschwunden.  Dafür wird bei der Fähre in Kaiserswerth eine männliche Leiche im Rhein gefunden. Erstochen …  Hartmann macht sich auf die Suche, muss aber feststellen, dass der Hafen eine kleine fremde Welt für sich ist. Große Haie, kleine Fische. Und man landet schneller als Fischfutter im Hafenbecken, als man glaubt ...  Hartmann zur Seite stehen wieder sein drogensüchtiger Kumpel Angie, der einarmige Wirt Krake, Regenrinnen-Rita, die einzige Prostituierte Düsseldorfs über zwei Meter und Nachbar Jonny, der Taxi fahrende Medizinstudent aus Ghana.

 

Christian Scherber, 1965 geboren in Wuppertal und aufgewachsen in Düsseldorf arbeitet als Werbetexter, Autor und Musiker. Im Tragödchen präsentiert er seinen ersten Kriminalroman:

 

Saitenweise Blut

Ira von Diergart hat sich einer gefährlichen Clique von Videofreaks angeschlossen, die ihre dunklen Allmachtsfantasien in blutigen Snuff-Clips ausleben. Werden hier echte Morde und Folterungen mit der Kamera festgehalten?
Alex Stahl, Ex-Kommissar der Mordkommission, verarbeitet die Traumata seines früheren Dienstes mit jeder Menge Alkohol und gibt sich – dank einer fetten Erbschaft – dem Müßiggang hin. Bis Stella, seine ehemalige Kollegin und heutige Inhaberin einer Detektei, ihn um Hilfe in der Sache Diergart bittet.
Widerwillig taucht Alex ein in eine abgründige Welt voller Gewalt und Verrat, in der verwackelte Bilder gefilmter Gräueltaten gleichermaßen Unsterblichkeit und Untergang bedeuten können.

Weitere Informationen: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 26095, www.buch-cafe.com.

 

 

 

Donnerstag, 21.4.  20 Uhr   Trotz aller Therapie

 

Therapie-Tragödchen

 

                                                                               

Rolf Berg                                          Bernhard Schultz                                   Susanne Cano

Am Donnerstag, dem 21.4.2011 spielt ab 20 Uhr die Couch im Tragödchen die Hauptrolle in der Komödie „Trotz aller Therapie“ von Christopher Durang. Auf dieser Couch wird Rolf Berg alias „Bruce“ genauso erfolglos bei seiner Therapeutin (gelesen von  der Kölner Schauspielerin Anne Esser) Rat suchen wie Susanne Cano („Prudence“), die mit ihrem Therapeuten (hervorragend interpretiert vom Ratinger Kulturdezernenten Dirk Tratzig) ein Verhältnis hatte und nun versucht den lästigen Liebhaber abzuschütteln.

Trotz aller Therapie geht es in den Beziehungen aller Beteilgten drunter und drüber, um so überraschender ist das Happy-End in dieser turbulenten Komödie.

Unterstützt werden die Darsteller Rolf Berg, Susanne Cano, Anne Esser, Bernhard Schultz (in der Rolle des homosexuellen Partners von „Bruce“) und Dirk Tratzig von einigen Abiturienten des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, die während der Vorstellung für das leibliche Wohl der Zuschauer sorgen, denn: mal abgesehen von den Therapiesitzungen  bei Herrn Tratzig und Frau Esser spielt die Komödie in einem Café. Dort lernen sich in der 1. Szene Susanne Cano und Rolf Berg kennen, verlieben sich und das Chaos nimmt seinen Lauf.

„Trotz aller Therapie“ ist in den 80er Jahren mit Jeff Goldblum in der Rolle des Bruce verfilmt worden. In Ratingen war sie 1988 die Geburtsstunde der VHS-Theatergruppe  Laiens Klapp. Bei der Premiere im Stadttheater Ratingen führte Bernhard Schultz Regie und damals spielte er den Bruce.

Die Zuschauer dürfen sich auf einen total albernen und trotzdem tiefgründigen Abend freuen, in der treffsicher die Therapie-Welle der 70er und 80er Jahre liebevoll auf´s Korn genommen wird.

Rolf Berg hat allein 2010 in den vier Kino- oder Fernsehfilmen „Ein Insel namens Udo; Dahoam is dahoam; Schiffe versenken; 4 Singles“ und in der Fernsehserie „Die Anrheiner“ mitgewirkt.

Susanne Cano und Bernhard Schultz treten regelmäßig im Tragödchen auf, Dirk Tratzig betritt sowohl als Schauspieler als auch Therapeut Neuland.

 

 

 

Donnerstag, 14.4.  20 Uhr   Tango und Bach

 

Bandoneon-Virtuose Klaus Gutjahr im Tragödchen

 

Mit seinem Programm „Tango und Bach“ wird der Berliner Musiker Klaus Gutjahr am Donnerstag, dem 14.4. ab 20 Uhr das Publikum des Ratinger Tragödchens mit Kompositionen von Johann Sebastian Bach und Astor Piazzolla verwöhnen. Unvergesslich bleiben vielen Ratingern neben seinen Auftritten im Tragödchen auch die „Nacht der Sinne“ in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, wo Klaus Gutjahr zusammen mit dem Organisten Ansgar Wallenhorst ein in Erinnerung gebliebenes Konzert gegeben hat.

Für alle Tragödchen-Fans, die am Donnerstag keine Zeit haben, bietet das Tragödchen  zu besonderen Anlässen wie diesem einen zusätzlichen Aufführungstermin freitags:

Mit dem Velberter Konzept-Künstler Norbert Bauer, der im vergangenen Jahr einen großen Erfolg mit den Ruhr-Atollen auf dem Baldeneysee verbuchte, organisiert das Tragödchen das Kulturprogramm seines „Kunst Werk Kettwig“.

 Am Freitag, dem 15.4. gastiert Klaus Gutjahr  im Rahmen der offiziellen Eröffnung des Kunst Werks Kettwig in der ehemaligen Lisseuse der Scheidtschen Hallen Ringstr. Tor 1, Beginn: 20 Uhr.

Wie begehrt das Ratinger Tragödchen im benachbarten Ausland ist, belegt zudem der Aufführungstermin der Literarischen Schwangerschaftsgymnastik „Andere Umstände“ mit Susanne Cano, Stephan Wipf, Charlotte und Bernhard Schultz im Café Startklar in Düsseldorf-Lohausen am Mittwoch, dem 13.4. um 19 Uhr. Geboten werden Lieder von Reinhard Mey, Ulla Meinecke, Herman van Veen, Westernhagen u.a. und Texte von Rilke, Möricke, Kästner, Wilhelm Busch und Thommie Bayer.

Infos zu Klaus Gutjahr:

Schon während seines Studiums und danach spielte Klaus Gutjahr in verschiedensten eigenen und anderen Formationen. Als gefragter Musiker begleitete er Künstler wie Klaus Hoffmann, Michael Z., Erika Pluhar, Eva Maria Hagen, Hannes Wader und Wolf Biermann in Konzerten und bei Schallplattenaufnahmen. Seit vielen Jahren ist er auf sehr unterschiedlichen eigenen Musikproduktionen zu hören. So interpretiert er Barock- und klassische Musik, ebenso wie den argentinischen Tango, mit dem er sich seit Anfang der 80-er Jahre beschäftigt. Eine Musik, die dem in Krefeld um 1840 von Heinrich Band entwickelten Instrument sein Überleben verdankt.
1989 wurde er von Astor Piazzolla in Buenos Aires eingeladen und diskutierte mit ihm über die Zukunft des Bandoneons. Bis in die heutige Zeit folgten viele Reisen an den Rio de la Plata. Bandoneonsolisten wie der in Paris lebende Argentinier Juan José Mosalini, der ein Bandoneon von ihm spielt, wie auch Daniel Binelli, José Libertella, Luis Stazzo, Julio Oscar Pane und der Schriftsteller und Liberettist Horacio Ferrer aus Buenos Aires, kann er seine Freunde nennen. Im September 2003 machte ihn die „Academia Nacional del Tango“ in Buenos Aires aufgrund seiner Ver die nste um das Bandoneon in einer Feierstunde zum „Academico honoris causa“.

Da Ende der 60-er Jahre die Produktion von Bandoneons eingestellt wurde und es keine neuen Instrumente mehr gab, die den Ansprüchen von Klaus Gutjahr gerecht wurden, begann er sich schon während seines Musikstudiums mit dem Neubau zu beschäftigen. Diese Profession hat er aufgrund seiner musikalischen Qualität mittlerweile so perfektioniert, dass er weltweit die klangvollsten und dynamischsten Bandoneons herstellt.

Veranstaltungsorte:

Mi, 13.4. Café Startklar, Niederrheinstr. 182, Lohausen, Tel. 0211 / 5660846, www.cafe-startklar.de

Do, 14.4. Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Ratingen Tel. 02102 / 26095, www.buch-cafe.com

Fr, 15.4. Kunst Werk Kettwig, Ringstraße, Tor 1, Essen-Kettwig

 

Donnerstag, 7.4.  20 Uhr   Wenn ich mir was wünschen dürfte

Ruth Sandhagen

Wenn ich mir was wünschen dürfte“ im Tragödchen

 

Ruth Sandhagen, Sängerin, Autorin von Texten und Gedichten, Rezitatorin und Sprecherin hat sich schon lange dem Wort verschrieben.

In ihrem Programm "Wenn ich mir was wünschen dürfte.." singt und rezitiert sie am Do., dem 7.4. neben ihren eigenen Chansons und Gedichten, Lieder von Tucholsky, Brel, Piaf, Kaléko, Fried und Anderen.

Mal heiter, mal melancholisch, aber immer mit Tiefgang, feiert sie die ganz großen, aber auch die kleinen, unaffälligen Momente des Lebens.
Begleitet wird Ruth Sandhagen am Klavier von dem, vor allem in der Jazzszene bekannten Pianisten Gregory Gaynair.

  Ruth Sandhagen skizziert auf eine liebevoll-unterhaltsame Weise, mit Humor  und Melancholie gleichermaßen, die bewegenden Lebenswege der Dichterin Mascha Kaléko: über Verlust und Sehnsucht, Heimat und Exil, Alltag und Traum und des Publizisten Kurt Tuchowsky.  Sie singt und liest seine Chansons, Texte, Briefe, Gedichte und gibt Einblicke in sein mitreißendes Leben und dessen Geschehnisse.

Außerdem liest sie, musikalisch begleitet vom Pianisten Gregory Gaynair, Liebesgedichte von Erich Fried, „in denen Zärtlichkeit keinen Rückhalt sucht.“ Freundlich, intim, manchmal lustig und nicht ohne Selbstironie werden den Zuschauern durch und durch bekannte Gefühle und Leidenschaften vorgetragen.

Der Pianist Gregory Gaynair, unter dessen Mitarbeit das Programm entstand, erlernte bereits mit 7 Jahren das Klavierspiel und sammelte früh Erfahrungen in Bands. Er studierte Jazz an der „Musikhochschule Köln“, war an zahlreichen medienbezogenen Produktionen beteiligt und spielte mit namenhaften Musikern zusammen. Sein umfangreiches Repertoire an Eigenkompositionen besteht sowohl aus eigenen Stücken, sowie Stücken seiner Band, mit welcher er zur Zeit mit großem Publikumserfolg in vielen Clubs auftritt.

Die Veranstaltung findet, wie jeden Donnerstag um 20 Uhr im Buch-Café Peter&Paula in der Grütstr. 3-7.

Weitere Infos unter der Tel.-Nummer: 02102-26095 oder www.buch-cafe.com.

 

Donnerstag, 31.3.  20 Uhr   Andere Umstände

                                                  Tragedy: Stephan Wipf, Bernhard Schultz und Susanne Cano

 

                                                                                          Andere Umstände – Schwangeres Tragödchen

Eine humor- und liebevolle Hommage an das werdende Leben

Am Donnerstag, dem 31.3.2011 erwartet die  Tragödchen-Fans ein neues Programm von Susanne Cano und Bernhard Schultz mit literarischen Texten von Erich Kästner, Wilhelm Busch und Reiner Maria Rilke einerseits und kabarettistischen Texten von Herbert Knebel, Jochen Malmsheimer und den Missfits andererseits. Zusammen mit Musikdirektor Stephan Wipf werden Susanne Cano, Charlotte und Bernhard Schultz mit Liedern von Hermann van Veen, Reinhard Mey und Herbert Grönemeyer die literarische Schwangerschaftsgymnastik auflockern. Das Publikum wird außerdem unter Berücksichtigung der anthroposophischen Einsichten Rudolf Steiners behutsam in die für´s Thema wichtige Körperarbeit einbezogen.

Nachdem in den vergangenen Wochen illustre Gäste das Tragödchen bevölkerten, wo  Tragödchen-Direktor Bernhard Schultz, wenn überhaupt,  nur kurz ins Bild springen durfte, hat er nun zusammen mit dem Tragödchen-Team und der Hausband Tragedy tragischerweise den ganzen Abend die Gelegenheit, die Lachmuskeln des Publikums zu strapazieren.

Die Veranstaltung beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Cafe Peter & Paula. Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com

 (v.l.) Charlotte Schultz und Susanne Cano

 

Donnerstag, 24.3.  20 Uhr   Wir lieben noch!

Romantischer Liederabend mit dem Duo mülleRReuter

Am Donnerstag, dem 24.3.2010 bietet ab 20 Uhr der Dichter der deutschen Romantik, Joseph von Eichendorff den literarischen Rahmen für das Duo Anette Müller (Gesang) und Michael Reuter (Klavier). Es werden zahlreiche Kompositionen von Michael Reuter nach Gedichten Eichendorffs vorgetragen. Aber auch Lieder von Leonard Bernstein, Erich Wolfgang Korngold und Francis Poulenc sind im Repertoire der beiden Ausnahmekünstler, die schon zusammen mit Julia Hagemann und dem Quartett „Kehlwerk“ einen großen Erfolg im Tragödchen feierten.

Die beiden Musiker fühlen sich zutiefst dem romantischen Liedgut verpflichtet (Liedbeispiele: „Der verliebte Reisende“, „Lied, mit Tränen halb geschrieben“ oder „Ach Liebchen, ich ließ dich zurücke“) und wollen sich an diesem Abend von einer Seite zeigen, die das Zuhören zu einem, altmodisch formuliert, wonnevollen Ereignis werden lässt.

Auch Bernhard Schultz wird sich an diesem Abend von seiner romantischen Seite zeigen: er wird einige Gedichte von Joseph von Eichendorff zum Besten geben.

Für alle, die eine Auszeit vom Tagestrubel brauchen und ihrem Herzen etwas Gutes tun wollen: Ein Abend voller Bezauberung ist zu erwarten.

Das Tragödchen findet auch an diesem Abend im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, statt. Weitere Informationen und das Programm des Abends unter www.buch-cafe.com oder Tel. 02102 26095.

                                              

 

                               Michael Reuter

 

 

Donnerstag, 17.3.  20 Uhr   Saitenweise Blut

 

                        Christian Scherber

 

Am Donnerstag, dem 17.3.2011 wartet ein nicht nur tragisches, sondern auch noch fürchterliches Tragödchen auf die Fans der Literatur- und Musikreike im Buch-Café Peter & Paula. Ab 20 Uhr präsentiert der Düsseldorfer Krimiautor und Musiker Christian Scherber seinen neuesten Krimi:

  Saitenweise Blut

Ira von Diergart hat sich einer gefährlichen Clique von Videofreaks angeschlossen, die ihre dunklen Allmachtsfantasien in blutigen Snuff-Clips ausleben. Werden hier echte Morde und Folterungen mit der Kamera festgehalten?
Alex Stahl, Ex-Kommissar der Mordkommission, verarbeitet die Traumata seines früheren Dienstes mit jeder Menge Alkohol und gibt sich – dank einer fetten Erbschaft – dem Müßiggang hin. Bis Stella, seine ehemalige Kollegin und heutige Inhaberin einer Detektei, ihn um Hilfe in der Sache Diergart bittet.
Widerwillig taucht Alex ein in eine abgründige Welt voller Gewalt und Verrat, in der verwackelte Bilder gefilmter Gräueltaten gleichermaßen Unsterblichkeit und Untergang bedeuten können.

Der musikalische Teil des Abends wird zur Schonung der Nerven des Publikums ein Kontrastprogramm mit neuen Liedern der Tragödchen-Hausband bieten. Lieder von Hannes Wader, Rio Reiser und Heinz-Rudolf Kunze und die vom Tragödchen aktuell „vertonten“ Gedichte von der Ratinger Autorin  Barbara Ming, uraufgeführt auf dem Ratinger Kulturtag, sollen die Zuhörer ein wenig von den schrecklichen Ereignissen in Japan ablenken.

Am heutigen Montag beteiligt sich das Tragödchen-Team an der Mahnwache, die ab 18 Uhr auf dem Ratinger Marktplatz beginnt.

Weitere Informationen: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 26095, www.buch-cafe.com.

 

 

Donnerstag, 10.3.  20 Uhr   Konfitüren in Dur und Moll  Daltons Orckestrar

 

Daltons Orckestrar kurz vor ihrer Ankunft im Tragödchen (10.3.2011, 19.57 Uhr)

Daltons Orckestrar auf dem Weg zum Tragödchen  (Abreise Mitte April 2010)

Das Daltons Orckestrar unternimmt eine musikalische Reise bei der nicht immer alles nach Plan verläuft. Ein vermeintlich bekanntes Lied endet im irgendwo, der Säbeltanz von  Aram Chatschaturjan wartet mit einer ungewöhnlichen Kostümierung auf und Griechenlands Fußballnationaltrainer Otto Rehagel wird mit einer besonderen Tanzdarbietung gewürdigt. Musikalische Operationen benennen das Daltons Orckestrar ihre Werke. Ihr Operationsbesteck: ein umfangreicher Instrumentenpark von der Klarinette bis zur Mandoline und natürlich Schwester Olga, eine schwergewichtige Subkontrabassbalalaika. Ein paar ausgesuchte Requisiten zur Abrundung sind Ehrensache.

Neben einigen Nummern aus ihrem Bühnenprogramm „Konfitüren in Dur und Moll“ werden   auch Lieder aus ihrem Wedding and Funeral Programm „LiedGUTvorgetragen“ zu Gehör gebracht. Neben Klassikern wie Azzuro oder Kriminal Tango, spielen sie Chansons von Jacques Brel, jiddische Klezmermusik und vieles mehr.

 Ratinger Tragödchen im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7 (am Marktplatz) Tel. 26095

 

 

Donnerstag, 24.2.2011  20 Uhr   Kanarischer Abend mit Gerta Neuroth

 

Kanarischer Abend im Tragödchen

 

Das gab es in Ratingen wahrscheinlich noch nicht: am Donnerstag, dem 24.2.2011 beschäftigt sich das Ratinger Tragödchen ab 20 Uhr sowohl musikalisch als auch literarisch mit den Kanarischen Inseln (für alle, die in Heimatkunde nicht so sattelfest sind: es gibt 16: Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro, La Graciosa, Alegranza, Lobos, Montana Clara, Roque del Este, Roque del Oeste, Anage, Salmor und Garachico).

Wer die vielleicht alle hätte aufzählen können, ist Gast an diesem Abend: die Ratinger Übersetzerin Gerta Neuroth, die seit einigen Jahren mit großem Erfolg deutsche Verlage für kanarische Autoren sucht und findet.

  So erschien im Wagenbach Verlag in der roten Reihe, in der  z.B. „Die Souveränen Leserin“ von Alan Bennett oder „Wörter auf Abruf“ von Günter Grass, erschienen sind der Erzählband „Kanarische Inseln,  Kinder unter dem Vulkan“, herausgeben und übersetzt von Gerta Neuroth.

Vielleicht liegt es ja an der Insellage, den schwarzen Sandstränden, der archaischen Naturverbundenheit und den Lavaböden der Vulkane, dass die moderne Literatur der Kanaren prächtig gedeiht und ein unverwechselbares Profil entwickelt hat. Zwischen Afrika und Amerika gelegen, waren die Kanarischen Inseln Ausgangspunkt der ersten Eroberungen, was sich literarisch in einer Mischung aus europäischen und lateinamerikanischen Schreibtraditionen niederschlägt: Kanarische Autoren wie Sabas Martín, Rafael Arozarena oder auch Víctor ßlamo de la Rosa pflegen eine Art magischen Realismus, ohne dabei die sozialkritische Ader des modernen spanischen Romans aus den Augen zu verlieren - für den etwa Carmen Laforet steht, die ihre Kindheit auf Gran Canaria verbracht hat, oder auch der Übervater der modernen spanischen Literatur, Benito Pérez Galdós, ein (verlorener) Sohn der Inseln, von dem in dieser Anthologie erstmals auf Deutsch eine kanarische Kurzgeschichte aus dem Frühwerk erscheint. Und schließlich schlägt auch der portugiesische Literaturnobelpreisträger José Saramago, schon seit Jahren auf Lanzarote ansässig, sein Inseltagebuch auf und gibt seine Impressionen zum Besten.

  Außerdem sind im Konkursbuchverlag die Romane „Mararia“ von Rafael Arozarena, „Die Schritte kommen näher“ und „Nacaria“ von Martin Sabas und ein „Kanarisches Lesebuch“ erscheinen. Komplettiert wird die eindrucksvolle Liste durch „Bier aus rotem Korn“, Lübbe Verlag 2002 und „Der Reiher und das Veilchen“, Horlemann Verlag 2004.

  Den musikalischen Teil des Abends bestreiten Thomas Schneider mit kanarischer und spanischer Gitarrenmusik und die Band Tragedy (Stefan Wipf und Bernhard Schultz). Das alles wie immer im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Tel. 26095, www.buch-cafe.com. 

Kurzbiographie Gerta Neuroth

Studium der Romanistik (Spanisch, Französisch), Dolmetscherprüfung Französisch, bis zur Pensionierung (1996) Gymnasiallehrerin, 1997 Beginn von Übersetzungen kanarischer Literatur. Zahlreiche Reisen in Südamerika und auf den Kanaren. Freie Mitarbeiterin der Zeitschrift „Wochenblatt“, Puerto de la Cruz, Teneriffa. Mitarbeiterin am Projekt derkanarischen Regierung SEPTENIO zur Verbreitung kanarischer Literatur im Ausland (2009-2012).

 

 

 

Donnerstag, 17.2.2011  20 Uhr   Griechischer Abend mit Nick Nikitakis

 

Am Donnerstag, dem 17.2.2011 stürzt sich im Ratinger Tragödchen die bewährt tragische Mischung aus Literatur und Musik auf eines unserer beliebtesten Reiseziele: Griechenland.

Eingeladen wurde dazu der griechische Musiker Nick Nikitakis, der fast sein ganzes Leben in Köln verbrachte. Aus Ratinger Sicht natürlich auch tragisch.

Er bringt nicht nur seine Bouzouki und seine Gitarre, sondern auch noch das von ihm verfasste und leider nicht mehr lieferbare Buch „Aigelstein“ mit. Darüberhinaus werden an diesem Abend auch Theodorakis und Alexis Sorbas (Bernhard Schultz, letzte Woche noch John Lennon) ihre Rollen spielen. Vermutlich also ein vergnüglicher „griechischer“ Abend, der erste im Ratinger Tragödchen.

Die Veranstaltung beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen. Weitere Informationen unter Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe.com.

Nick Nikitakis (* 1955 in Thessaloniki) ist ein in Deutschland lebender Gitarrist, Bouzoukispieler und Songwriter griechischer Herkunft.

Nikitakis kam mit seinen Eltern 1960 nach Köln. Er trat bereits als Kind beim WDR und 1970 als Gitarrist am Schauspiel Köln auf; Mitte der 1970er Jahre spielte er als Gitarrist in den Jazzrock-Bands Brainstorm und Friendship sowie bei Guru Guru. Ab 1985 studierte er griechische Musik und Bouzouki. 1989 tourte er mit Big Time Sarah und mit Charlie Musselwhite und arbeitete seit diesem Jahr mit drei Bands auf dem Gebiet des Bluesrock, des Rebetiko und der mediterranen Jazzfusion. Die drei Bands wurden 1997 zur Gruppe Nikitakis zusammengeschlossen.

1992 beteiligte er sich an der Aktion gegen Rechtsextremismus Arsch huh, Zäng ussenander; er komponierte den Titelsong der Aktion, für den Wolfgang Niedecken von BAP den Text schrieb. 1995 erschien sein Album Kitchen Songs, 1999 folgte The Blue Songs from Thessalonia.

Mit dem Bühnenprogramm und dem Album Les cycles de Theodorakis lieferte Nikitakis eine Hommage an den griechischen Komponisten Mikis Theodorakis. Auf seinem Album Nä wat ess dat schön spielte er mit Freunden populäre kölsche Volkslieder ein. 2004 veröffentlichte er das Buch Aigelstein ...un wenn die Musik nit wör (mit CD), das Geschichten enthält, die er bei seinen Auftritten zu seinen Songs erzählt. Als Studio- und Gastmusiker arbeitete er auch bei Werner Dies, Lydie Auvray, Peter Kraus, Reinhard Mey, den Bläck Fööss, den Höhnern und Jürgen Zeltinger.

 

Donnerstag, 3.2. und 10.2.2011, 20 Uhr   John Lennon comes back

The Hausmeister plays John Lennon                                                                                                     Foto:  Achim Blazy

 

John Lennons Comeback im Tragödchen

 

Am Donnerstag, dem 3.2.2011 wiederholen Tragödchens ab 20 Uhr ihre (sensationelle?) (umjubelte?) (viel beweinte?)  Hommage an John Lennon. Mit einer 5-köpfigen Band, die 15 Songs des genialen Musikers zum Besten geben wird, u.a. „Julia, Give peace a chance“ und „The Ballad of John and Yoko“ (Thomas Schneider und Stephan Wipf an den Gitarren, Frank Teuber am Bass, Karl Bauer am Schlagwerk und Mike Anderson an der Tuba).

John Lennon (gelesen von Bernhard Schultz) und Yoko Ono (Susanne Cano) kommen auch ausführlich zu Wort, Lennon z.B. durch seine Grotesken aus dem Buch „In seiner eigenen Schreibe“:

„Ich wurde am 9. Oktober 1940 gebohrt, als glaube ich die Nazmiefs unter Adoof Hitzler uns noch bombastierten. Mich haben sie jedenfalls nicht gekriegt. Ich besuchte verschwielenartige Schulen in Liddypuhl. Dort habe ich sehr zum Ergo meiner Tanten nicht viel getan. Als Mitglied der hochgepriesten Beatles mögen meine Platten komischer erscheinen als dieses Buch, aber es ist meine feste Erzeugung, dass diese Stammlung von Kurzgekichten die wunderfaulste Lache ist, die ich jemals losgelassen habe. Gott säge und verhüte Euch.“

Neben der Musik hat sich das Tragödchen-Team ausführlich mit dem Leben John Lennons beschäftigt, sodass die Besucher an diesem Abend nicht nur viel zu lachen und um die Ohren bekommen werden, sondern auch noch reichlich Autobiographisches zum 30. Todestag Lennons mit nach Hause nehmen können.

Der John-Lennon-Abend ist die bis heute aufwändigste Eigenprodution der Tragödchen-Macher, in Arbeit sind deshalb auch die erste Tragödchen-CD und DVD zu diesem Programm.

Auf youtube kann vorab ein 3-minütiger Film zum John-Lennon-Programm  betrachtet werden. Einfach „Tragödchen“ ins Suchfeld eingeben.

Ort der Veranstaltung: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen

Weitere Informationen: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

 

Donnerstag, 27.1.2011, 20 Uhr   Das Lied meiner Schwester

 

Swing, Jazz und Gina Mayer im Tragödchen

Gina Mayer und ihr neuester Roman „Das Lied meiner Schwester“

 

 

 

 

 

 

 

 

    

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

»Wenn man nur die Ohren schließen könnte wie die Augen.« Die 30er Jahre sind eine Stern-Stunde des Jazz und Swing, der Oper und Operette - bis daraus »entartete Musik« wird. Gina Mayer erzählt die ergreifende Geschichte zweier Schwestern, die Widerstand leisten. Ein Roman über Verrat und Liebe in schweren Zeiten. Orlanda hat mit der Weltwirtschaftskrise ihre Anstellung an der Düsseldorfer Oper verloren und schlägt sich fortan als Sängerin der »Melody Girls« durch. Sie steht zwischen zwei Männern, dem Jazzgeiger Leopold und dessen Freund Clemens. Als ihrem Quartett nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Auftrittsverbot erteilt wird, schließt sich Orlanda einer Widerstandsgruppe an. Ihre Schwester Anna ist bereits im Untergrund organisiert. Kurz nachdem Orlanda Leopold und Clemens in ihre Aktivitäten einweiht, wird eine der Schwestern verhaftet. Wer hat sie verraten? Im Gefängnis entdeckt die junge Frau, dass sie schwanger ist, und beginnt Briefe an ihr ungeborenes Kind zu schreiben, denn sie weiß, dass es ohne seine Mutter aufwachsen wird.

Rüdiger Gies und Thomas Schneider sind die musikalischen Akteure des Abends. Die beiden Musiker bringen zusammen über  100 Jahre musikalische Lebenserfahrung auf die Bühne. Wenn man sie hört, werden ihre Wurzeln schnell deutlich – instrumentale Folkmusik aus Frankreich, Irland, Finnland und Sizilien, Bluegrass und Newgrass aus den USA, Bossa Nova aus Südamerika, Jazz und Swing der 40er Jahre. Passenderweise werden sie sich auf letzteres konzentrieren.

Der Roman wird in szenischer Lesung von der Autorin Gina Mayer gemeinsam mit den Tragödchen-Ensemblemitgliedern Susanne Cano und Bernhard Schultz vorgetragen.

Der Abend beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, weitere Informationen unter www.buch-cafe.com oder Tel 26095.

 

 

Donnerstag, 20.1.2011, 20 Uhr   Deutschland ein Wintermärchen

Heinrich-Heine-Rezitationsprogramm mit Rolf Berg

 

                                                    Rolf Berg

                          Am Donnerstag, dem 20.1.2011 präsentiert das Ratinger Tragödchen passend zur Jahreszeit den aus der Fernsehserie „Die Anrheiner“ bekannten Ratinger Schauspieler Rolf Berg mit seinem Heinrich-Heine-Programm. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen.

Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.  

  as 1844 erschienene schmutzigste Pamphlet, das je gegen Deutschland geschleudert wurdest auch heute noch heftige leidenschaftliche Diskussion aus.

Verkrustete Gesellschaftsformen aufzuzeigen, geistige und soziale Not zu beseitigen und staatliche Zwänge anzuprangern.

  Das war Heines Anliegen vor mehr als 150 Jahren. Es hat bis heute an Aktualität nichts verloren. Heine findet zwar als deutscher Lyriker allgemein Anerkennung, wird aber als sozialkritischer, politischer Schriftsteller immer noch zu wenig gelesen.

 

 

 

Donnerstag, 13.1.2011, 20 Uhr   Irish Folk mit Fragile Matt

 

 

 

Fragile Matt – Irish Songs and Tunes

Ein Abend wie im irischen Pub.

 

  Am Donnerstag, dem 13.1.2011 beginnt um 20 Uhr das neue Tragödchen-Jahr, und zwar mit einem fröhlichen (!), irischen Abend:

  David Hutchinson stammt aus dem Westen Irlands, von dort, wo die Wiesen am grünsten, der Nebel am feuchtesten und die Iren am musikalischsten sind. Seit vielen Jahren pendelt er zwischen seiner Heimat Galway und dem bergischen Land, wo er die ansässige Folkloreszene in den letzten zwei Dekaden nachhaltig mitgeprägt hat.

Mit seiner derzeitigen Band „Fragile Matt“ - benannt nach einem legendären, irischen Musiker, der ihm über viele Jahre Mentor und Lehrmeister war -  ist er kultrureller und musikalischer Botschafter der grünen Insel und präsentiert zu Banjo und Bodhran, (der traditionellen irischen Rahmentrommel) eine bunte Mischung aus rasanten irischen Tänze, traurigen Balladen,( teilweise auch in irisch- gaelischer Sprache gesungen), oder bekannten irischen Stimmungslieder von Rebellen, Seeleuten und Auswanderern. Irish Folk vom Feinsten: Traditionell, gefühlvoll, fröhlich, lebendig , eben live im besten Sinne. Und fast zu jedem Lied gibt es eine interessante Geschichte, manchmal ein bisschen biographisch, manchmal auch nur fantastisch.  Da wird jede Kleinkunstbühne  zum urigen, irischen Pub.

  Für diese originale Pubatmosphäre sorgen nicht nur die musikalische Authentizität und Spielfreude der Musiker, bei Fragile Matt ist das Publikum in die Darbietungen auch stets aktiv miteinbezogen. Da ist Mitklatschen und Singen angesagt, und meist müssen die Zuhörer auch nicht lange gebeten werden, um sich auf die Musik von Fragile Matt einzulassen.

 .Unterstützt wir D. Hutchinson gesanglich- mehrstimmig wie instrumental von Andrea Pieps (Flöte, irischer Dudelsack), Katja Kleibrink (Percussions) Beate Wille (Gitarre), sowie dem Ratinger Gitarristen und Accordeonisten H.P.Baumann, in Ratingen vor allem durch seine Folkgruppe „Rattenfaenger“ bekannt. Mit D. Hutchinson verbindet ihn eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit in verschiedenen Musikprojekten.

Die Gruppe Fragile Matt hat übrigens schon mehrfach in Ratingen gastiert, u.a. auch beim diesjährigen Folkerdey- Openair- Festival am Grünen See ihr Publikum begeistert.

  Für den literarischen Teil hat Bernhard Schultz den irischen Autor Ian Sansom und seinen Roman „So schnell wackelt kein Schaf mit dem Schwanz“ ausgesucht.

  Mit einem Bus voller Bücher durch die irische Provinz - das Leben könnte schlimmer sein. Der mobile Bibliothekar Israel Armstrong hat sich gerade mit seiner neuen Heimat und deren kauzigen Bewohnern angefreundet, als ihm das Schicksal ein Schnippchen schlägt. Weil er zufällig in der Nähe ist, als der vermögende Mr. Dixon verschwindet, wird er des Mordes bezichtigt und verliert dadurch sowohl Job als auch Gefährt. Israel hat keine Wahl: Er holt sich - auf nicht ganz legale Weise - den klapprigen Bücherbus zurück und macht sich selbst auf die Suche nach Mr. Dixon.

 

  Das Konzert beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen.

Weitere Informationen: www.buch-cafe.com oder Tel. 02102 26095.

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 16.12.2010, 20 Uhr   Schräger die Glocken nie klingen

Weihnachtsfeier mit den "Eisbrechern"

 

Die Eisbrecher: Der "Pastor" Claus Wilke, die "Hüfte" Elmar Schneider und der "Kroate" Miroslav Schwarzinger

 

Am Donnerstag, dem 16.12.2010 klingeln ab 20 Uhr die Weihnachtsglocken im Ratinger Tragödchen, wenn alles klappt. Damit die Weihnachtsfeier nicht zu besinnlich gerät, wird das kabarettistische Trio „Die Eisbrecher“, bestehend aus Elmar Schneider (Gesang, kein Instrument außer Rhythmus-Ei), Miroslav Schwarzinger (Rhythmusgitarre, Gesang ) und Klaus Wilke (Sologitarre, Gesang) mit bekannten und neuen Nummern die Lachmuskeln des Publikums strapazieren.

Chef des Trios ist Elmar Schneider, genannt  „Die Hüfte“, weil seine Eltern versäumt haben, ihm im Baby-Alter das Spreizhöschen zu verpassen und er jetzt zwei künstliche hat. Von den anderen zum Frontmann verdammt, obwohl er eigentlich gar nicht singen kann. Dafür darf er sich mit Gagenverhandlungen rumschlagen und die beiden anderen zur Probendisziplin ermahnen.

„Der Kroate“ (Miroslav Schwarzinger) wurde von der Hüfte im April 92 an der Autobahnausfahrt Düsseldorf/Hubbelrath auf einem Gitarrenkoffer sitzend aufgefunden. Seitdem Asylbewerber. Sorgt in der Gruppe für den Groove. Schmachtender Gesang, extremer Sex-Appeal.

„Der Pastor“ (Klaus Wilke) ist im Nebenberuf Lehrer für Religion und Englisch an einem Krefelder Gymnasium.  Steht in der Gruppe für das intellektuelle Element, kann seinen Anspruch diesbezüglich aber oft genug selbst nicht erfüllen.

  Der Auftritt am Donnerstag wird keine Premiere sein. Die Eisbrecher spielten schon mit ihrem Programm „Mach dir nichts vor Billy, du bist ein Regal“ im Tragödchen und Elmar Schneider war auch schon mit seinem Freund und Kollegen Klaus Wittfeld (beide sind Lehrer am Ratinger Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium) zu Gast in den tragischen Hallen.  

Nach eigenen Aussagen steht die Band für „Satire, Parodie, höheren Unsinn und gepflegte Kleinkunst“.

Die Zuschauer dürfen sich auf einen lustigen Abend mit ausreichend scharfsinnigem Humor freuen.

Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, Ratingen-Mitte

Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com

 

 

Donnerstag, 9.12.2010, 20 Uhr   John Lennon im Tragödc

 

  

Am Donnerstag, dem 9.12.2010 feiern Tragödchens ab 20 Uhr ihr Idol John Lennon. Mit einer 5-köpfigen Band, die 15 Songs des genialen Musikers zum Besten geben wird, u.a. „Julia, Give peace a chance“ und „The Ballad of John and Yoko“ (Thomas Schneider und Stephan Wipf an den Gitarren, Frank Teuber am Bass, Karl Bauer am Schlagwerk und Mike Anderson an der Tuba).

John Lennon (gelesen von Bernhard Schultz) und Yoko Ono (Susanne Cano) kommen auch ausführlich zu Wort, Lennon z.B. durch seine Grotesken aus dem Buch „In seiner eigenen Schreibe“:

„Ich wurde am 9. Oktober 1940 gebohrt, als glaube ich die Nazmiefs unter Adoof Hitzler uns noch bombastierten. Mich haben sie jedenfalls nicht gekriegt. Ich besuchte verschwielenartige Schulen in Liddypuhl. Dort habe ich sehr zum Ergo meiner Tanten nicht viel getan. Als Mitglied der hochgepriesten Beatles mögen meine Platten komischer erscheinen als dieses Buch, aber es ist meine feste Erzeugung, dass diese Stammlung von Kurzgekichten die wunderfaulste Lache ist, die ich jemals losgelassen habe. Gott säge und verhüte Euch.“

Neben der Musik hat sich das Tragödchen-Team ausführlich mit dem Leben John Lennons beschäftigt, sodass die Besucher an diesem Abend nicht nur viel zu lachen und um die Ohren bekommen werden, sondern auch noch reichlich Autobiographisches zum 30. Todestag Lennons mit nach Hause nehmen können.

Der John-Lennon-Abend ist die bis heute aufwändigste Eigenprodution der Tragödchen-Macher, mit der das Ratinger Tragödchen im nächsten Jahr gar auf Tournee gehen wird.

Ort der Veranstaltung: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 02102 26095

 

 

Donnerstag, 2.12.2010, 20 Uhr   Tragödchen tanzt aus der Reihe

                                                                         

 

  Am Donnerstag, dem 2.12.2010 stellt das Ratinger Tragödchen ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7 die neu veröffentlichten Erzählungen des Ratinger Autors Ulrich Scharfenorth vor, die unter dem Titel „Aus der Reihe getanzt“ im Heiner-Labonde-Verlag erschienen sind.

  Die passende Tanzmusik liefert für diesen Abend die Tragödchen-Band mit der Sängerin Charlotte Schultz, dem Musikdirektor Stephan Wipf und dem Band-Praktikanten und Tanzbären Bernhard Schultz.

  „Aus der Reihe getanzt“ umfasst Themen aus vierzig Jahren und füllt damit ein eher ungewöhnliches Panorama.  Die siebzehn Erzählungen zielen nicht nur auf Personen und Ereignisse in der ehemaligen DDR – der alten Heimat des Autors. Sie reichen auch über Mauerfall und  90er Jahre hinweg bis in die jüngste Gegenwart. Da stößt man nördlich von Berlin auf einen Wintermorgen – mit Brikettheizung und Trabbi-„Beatmung“, erliegt einer düsteren Grenzverletzung in Eisenach, begleitet eine Mai-Demo mit „Eröffnungsbild“, findet sich in grotesken Handlungszwängen eines DDR-Häuslebauers wieder und gibt sich den Nöten eines Schwarztaxi-Fahrers hin. Ein Spaziergang mit der dementen Mutter schließlich weist auf schlichte Einfühlsamkeit. Eng benachbart, aber diametral dazu lauern: Psychopathen, arrogante Niltouristen und Tango-Erotiker aus der Jetztzeit. Scharfenorth begegnet menschlicher Gier und durchstreift Fresswüsten, testet die Spendenfreudigkeit seiner Mitbürger und versucht festzustellen, was Menschen für die Reihe begeistert oder aus ihr ausbrechen lässt.

  Weitere Informationen Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

 

 

Donnerstag, 25.11.2010, 20 Uhr   Kokain Trotz aller Therapie

 

Die Tragödchens bei der Arbeit (hochkonzentriert)

 

Am Donnerstag, dem 25.11.2010 erwartet das Ratinger Tragödchen hohen Besuch. Dann wird der Kulturdezernent und stellvertretende Stadtdirektor der Stadt Ratingen seine Premiere auf den Brettern, die die Welt bedeuten, geben.  Und das tragischerweise auf eigenen Vorschlag mit einem Skandalroman aus dem Jahr 1921, der noch bis 1988 in Deutschland auf dem Index jugendgefährdender Schriften stand: „Kokain“ von dem italienischen Schriftsteller Segre Pitigrilli.  

In seinem berühmt-berüchtigten und mehrfach verbotenen Roman erzählt der italienische Skandalautor der zwanziger Jahre die Geschichte eines jungen Journalisten, der auf der Suche nach Reportagen für seine sensationsgierigen Leser immer tiefer in den Strudel dekadenter Abenteuer gerät. Schaurig eindringlich beschreibt Pitigrilli, wie Kokain aus schillernden Persönlichkeiten «schrille, einbalsamierte Vögel» macht.

 

Das Tragödchen-Team wird mit der urkomischen szenischen Lesung „Trotz aller Therapie“ des amerikanischen Autors Christopher Durang kontern. Auch der städtische Kulturdezernent bekommt nach seinem Vortrag die entsprechende Therapie verpasst, genauso wie das Publikum, das nach diesem Abend mit sicherlich guter Laune und hoffentlich geheilt das Tragödchen verlassen wird.   

Dino Segre, bekannt unter dem Pseudonym Pitigrilli (* 9. Mai 1893 in Turin; † 8. Mai 1975 ebenda), war ein italienischer Schriftsteller, Journalist und promovierter Rechtswissenschaftler. Er wurde in den 1920er und 1930er Jahren als Verfasser von zur damaligen Zeit umstrittenen und mehrfach verbotenen Büchern bekannt. Sein bekanntester Roman Kokain stand in Deutschland noch bis 1988 auf dem Index für jugendgefährdende Schriften.

In Christopher Durangs Theaterstück  gibt es nur Therapeuten und Therapierte. Der erbarmungslose Gesundungswille, der geradezu handwerkliche Stolz, mit dem man auf sein unter psychotherapeutischer Anleitung im Do-it-yourself-Verfahren ausgestattetes Ego blickt, das neue Bildungsspießertum mit seinen psychohygienischen Waschzwängen – all das ist Thema von Durangs Komödie.

Begleitet werden die Sprecher bzw. Schauspieler von der bewährten Tragödchen-Band, die an diesem Abend mehr oder weniger lustige Lieder mehr oder weniger passend zum Thema präsentiert.

Mitwirkende: Susanne Cano, Dirk Tratzig, Stephan Wipf, Thomas Schneider und Bernhard Schultz.

Beginn: 20 Uhr, Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 26095, www.buch-cafe.com

 

 

 

 

 

Donnerstag, 18.11.2010, 20 Uhr   Günter Lamprecht: Berlin Alexanderplatz

Die Veranstaltung findet im Stadttheater Ratingen, Europaring 6 statt! 

 

 

Donnerstag, 11.11.2010, 20 Uhr   James Joyce: Ulysses

 

Der 16. Juni 1904 war ein ganz gewöhnlicher Tag, und dennoch ist er in die Geschichte der Weltliteratur eingegangen. An diesem Tag von acht Uhr früh bis drei Uhr morgens erlebt Leopold Bloom die Großstadt Dublin, und der Leser lernt mit ihm seine Handlungen, Begegnungen und Gedanken kennen: ›Ulysses‹, der Roman des Jahrhunderts. 

Bald nach Erscheinen des Romans begannen Enthusiasten, diesen Tag zu feiern. 2004 nun wird Blooms Tag - der "Bloomsday" - hundert Jahre alt. "Im Ulysses liegt das Dublin des 16. Juni 1904 vor uns ausgebreitet, durch die Phantasie unverändert und in fast allen Einzelheiten anhand von Karten und Adressbüchern nachprüfbar", schreibt Anthony Burgess. "Aber", so fährt er fort, "der Roman Ulysses, der Dublin verherrlicht, indem er es zu einer ewigen Stadt des Geistes erhebt, hat es auf nüchterne oder trunkene Weise auch verwandelt. Wer Dublin betritt, betritt Ulysses -: man begibt sich in die Phantasie von James Joyce." 

Der Ratinger Thomas Gurke, deutsch-irischer Abstammung, hat für den Ulysses-Abend die Textpassagen ausgewählt und hat für das bessere Verständnis des umfangreichen Romans einen kurzen Einführungsvortrag erarbeitet. Er studierte Neuere Englische und Mittelalterliche Literatur sowie Musikwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 2006 untersucht er im Rahmen seiner Promotion Musik in den Werken des irischen Autors James Joyce; er unterrichtet an der HHU Düsseldorf u.a. auch Joyces Ulysses.

 

Alexander Otto und Thomas Gurke

 

Alexander Otto (Akkordeon, Maura Gurke (Gesang), Jens Barabasch (Flöten) und Thomas Gurke (Gitarre) greifen musikalische Elemente, die in dem Roman eine wichtige Rolle spielen, auf. Susanne Cano und Bernhard Schultz tragen die von Thomas Gurke ausgewählten Textpassagen vor.

Thomas Gurke am Grab von James Joyce

 

 

Dienstag, 9.11.2010, 20 Uhr   Schlag nach bei Shakespeare

 

Olaf Cless und Elmar Schne ider

Geschichten, Lieder und Gedichte für Theaterfreunde

Wie riecht Bühnenluft? Was verraten die Nasenlöcher der Zuschauer? Warum sollte man Zwangsvorstellungen einführen? Wie lässt sich „Emilia Galotti“ in 30 Sekunden rezitieren? Was hat es mit den Hustern von Köln auf sich und wieso wirken betrunkene Schauspieler manchmal Wunder? Diese und viele andere Fragen rund ums Theater klären Schneider & Cless in ihrer musikalischen Lesung. Zu Wort kommen Experten wie Goethe, Tucholsky, Kästner, Brecht, Valentin, Hüsch und Cole Porter. „Das anspruchsvolle und abwechslungsreiche Programm steckt voller Gelächter, Ehrfurcht und Melancholie, wobei sich die letztere in Grenzen hält.

Elmar Schneider, Lehrer in Ratingen, Sänger der Band „Eisbrecher“, Kleinkunst-Matador im Duo „Schneider & Wittfeld“

Olaf Cless, Journalist in Düsseldorf, Kleinkunstmacher (Ex-„TrioGesangVerein“) und Autor literarischer Progamme

Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com

 

 

 

Donnerstag, 4.11.2010, 20 Uhr   Die Herren der Schöpfung

 

Was Frauen wirklich über Männer denken und immer schon mal sagen wollten.

                             

Die Herren der Schöpfung                                                                                                                                                                                              und die Geschöpften

Am Donnerstag, dem 4.11.2010 werden im Ratinger Tragödchen die Herren der Schöpfung (in diesem Programm Stephan Wipf und Bernhard Schultz) ihr Fett abkriegen. Man(n) darf gespannt sein, ob sie sich wehren werden und alles gefallen lassen und ob die Damen (Susanne Cano und Charlotte Schultz), die ja ursprünglich aus den Rippchen der Herren geformt wurden („Wie es in allen Gemeinden der Heiligen üblich ist, sollen die Frauen in der Versammlung schweigen … Wenn sie etwas wissen wollen, dann sollen sie zu Hause ihre Männer fragen!“, 1. Brief des Paulus an die Korinther, Kap. 14, Vers 33-35) tatsächlich das letzte Wort haben.

Der kabarettistisch-literarische Schlagabtausch wird geführt mit Texten der Missfits, von Hanns-Dieter Hüsch, Konstantin Wecker, des Vorläufigen Frankfurter Fronttheaters, viel Musik und ordentlichen Bibelzitaten .

Er beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

Donnerstag, 28.10.2010, 20 Uhr   Tolstoi und Tolstaja

 

Donnerstag, 21.10.2010, 20 Uhr   Meschugge

 

 

Meschugge im Tragödchen

 

Am Donnerstag, dem 21.10.2010 gastiert eine Liedermacher- und „Blödellegende“ im Ratinger Tragödchen: der  lebende Teil des Duos Schobert & Black, Der Black, wird ab 20 Uhr die Lachmuskeln des Publikums im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, mit seinem Programm „Meschugge“ strapazieren.

Wolfgang „Schobert“ Schulz sang ab 1961 mit seinem Schulkameraden Reinhard Mey und einem wechselnden dritten Mann als „Les trois Affamés“ (Die drei Verhungerten) englische, französìsche und spanische Folklore sowie selbstvertonte Balladen von François Villon und Gedichte von Georg von der Vring (u.a. auch mit Peter Rohland).

Lothar „Black“ Lechleiter machte ebenfalls seit 1961/62 in verschiedenen Gruppen Folkloremusik und traf im Herbst 1965 auf Schobert. Beide verstanden sich auf Anhieb und gründeten noch im Herbst 1965 das Duo „Schobert & Black“. Im Sommer 1966 traten sie auf der Burg Waldeck erstmals als Schobert & Black auf. Ihr Repertoire bestand zunächst aus Vertonungen von Texten von Fritz Graßhoff und Nachdichtungen französischer Chansons. Später sangen sie hauptsächlich Chansons sowie politisch-satirische und lustige Lieder aus eigener Feder.

Schobert lieferte dazu die Kompositionen und Arrangements sowie viele Texte, die zum Teil in Zusammenarbeit mit Black oder Schoberts Schulfreund Wolfgang Eickelberg entstanden. Darüber hinaus schrieb Schobert auch für Kollegen wie Joana, Antonia Maass und Inga & Wolf oder produzierte Künstler wie Hanns Dieter Hüsch, für dessen Album „Abendlieder“ Schobert z.B. sämtliche Titel als Orchesterarrangements ausarbeitete.

Insgesamt viermal waren Schobert & Black auf der Burg Waldeck. Black war früher bereits mit den „Neussern“, später „Pontocs“, auf der Burg. 1964, beim ersten Festival, traten sie bereits auf, überwiegend mit südamerikanischen und afrikanischen Liedern. 1969 folgte die erste Tour Schobert und Blacks mit Hannes Wader. Nachdem sie Anfang der 1970er Jahre mit Hüsch auf Konzertreise gingen, tourten sie 1973/74 gemeinsam mit Ulrich Roski und Hannes Wader. Im Jahre 1975 wurden Schobert & Black mit dem Deutschen Kleinkunstpreis in der Kategorie Chanson ausgezeichnet.


Schobert und Black

Mehr als 20 Langspielplatten wurden von Wolfgang Schulz und Lothar Lechleiter veröffentlicht, darunter ein Doppelalbum mit Kalenderliedern nach Texten von Fritz Graßhoff und Felix Rexhausen sowie ein Live-Doppelalbum. Schobert & Black hatten jährlich bis zu 300 Auftritte und füllten dabei auch die größten Säle, wie die Gruga-Halle in Essen oder die Philharmonie in Berlin. Im Jahre 1985 beschlossen beide, zukünftig künstlerisch getrennte Wege zu gehen.

Black zieht es auch heute noch auf die Bühne. Ebenso veröffentlicht er weiter Tonträger, so u.a. 2004 zusammen mit Pit Klein eine CD zu Leben und Werk von Fritz Graßhoff. Schobert starb während der Arbeit an einer Solo-LP 1992 in Berlin an plötzlichem Herzversagen.

Weitere Informationen: www.buch-cafe.com oder Tel. 02102 26095

 

 

 

 

 

Donnerstag, 14.10.2010, 20 Uhr   Unter den Wolken Hommage an 

Reinhard Mey

 

Sven Homes

Hommage an Reinhard Mey

von und mit Sven Homes

 

Reinhard Mey ist eine Ausnahmeerscheinung in der zeitgenössischen Musikszene. 1964 begann er eine beispiellose Karriere, die bis in die Gegenwart reicht und das nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich und den Niederlanden. Seine Lieder sind geprägt von seiner feinen Beobachtungsgabe, verbunden mit ungeschminkter Privatheit, die ihn Texte und Melodien schreiben lässt, in denen sich die Hörer mit all ihren kleinen und großen Sorgen wiederfinden.

  Nach dem großen Erfolg im Medienzentrum im Februar dieses Jahres widmet Sven Homes nun wieder einen Abend in Ratingen vollständig dem Liedermacher und wird eine Auswahl aus Meys weitem Repertoire von nunmehr knapp 500 Liedern auf ca. 50 veröffentlichten Alben spielen und interpretieren.

Unterstützt wird er dabei wie immer von Holger Schlösser und Dirk Schreiber.

  Beginn der Veranstaltung: Do, 14.10.2010, 20 Uhr

Ratinger Tragödchen im Buch-Café Peter & Paula, Grürstr. 3-7

Weitere Informationen: Tel 26095 oder www.buch-cafe.com

 

 

 

 

 

Donnerstag, 7.10.2010, 20 Uhr   Über dich und mich

Lieder mit Gerd Schinkel

                                     

Kölner Liedermacher Gerd Schinkel mit recycelten Liedern von Bob Dylan, Eric Clapton und Cat Stevens im Tragödchen

Am Donnerstag, dem 7. Oktober gastiert der Liedermacher Gerd Schinkel ab 20 Uhr zum zweiten Mal im Ratinger Tragödchen (Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7). Mit einem völlig anderen Programm als beim ersten Auftritt, tragischerweise präsentiert er an diesem Abend nicht seine eigenen Lieder, sondern Songs, die im englischen Original zu seinen Lieblingsliedern gehören. Allerdings hat er die Lieder von Cat Stevens, Bob Dylan, Eric Clapton u.a ins Deutsche übertragen und aktualisiert, weshalb er das „Über dich und mich“ auch sein Recycling-Programm nennt.

Der Journalist und Liedermacher Gerd Schinkel (bis 2001 Redaktionsleiter beim WDR)  singt von Lebensphasen, die jeder kennt: Sturm und Drang der Jugendzeit, der Kampf ums Überleben in der Gesellschaft, Liebe und Leid beim Erleben von Einsam- und Zweisamkeit, Lust und Frust im Zusammenleben in Beruf und Familie - Leben mit Gleichaltrigen, mit Kindern, mit alten Menschen. Und immer wieder geht es um die Partnerschaft, die Suche nach dem "Kick" und nach Erfüllung, nach Zufriedenheit oder zumindest nach einer Spur des Glücks.

Aufsehen erregten zuletzt das Buch und die Fernsehdokumentation „Bin ich ihr ähnlich“ über seine koreanische Adoptivtochter Anneli Schinkel. "Bin ich ihr ähnlich?" Diese Frage stellte sich die Anneli Schinkel  und begab sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter in Korea. Obwohl es kaum Informationen über das ausgesetzte Baby gab, geschah ein kleines Wunder: Anneli fand ihre biologischen Eltern.

Gerd Schinkel sieht sich als Autor und Interpret  in einer Reihe mit Liedermachern in anderen Sprachkulturen, aber auch in der Tradition der "alten" deutschen Politbarden, die mit den Protestsängern anderer Nationen mithalten konnten. Wie die meisten von ihnen kommt er vom traditionellen Folksong, mithin vom Volkslied. Er begeistert sein Publikum mit seinen eigenen Liedern genauso wie mit und mit von ihm übersetzten Folksongs aus den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. 

Gerd Schinkel singt seit Anfang der siebziger Jahre eigene Lieder für Erwachsene und Kinder. Ende der siebziger Jahre hat er neben seinen Solo-Auftritten auch mit der Bonner Polit-Folk-Kombo „Saitenwind“  erfolgreich Konzerte gegeben. Weitere musikalische Erfahrung sammelte er in seiner Stuttgarter Rockband „Krise“, die ihn Anfang der achtziger Jahre vorübergehend begleitete. Unvergessen bleibt bei den friedensbewegten Zeitgenossen sein Anti-AKW-Song „Katastropheneinsatzplan“ mit den Zeilen

„Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, alle Maßnahmen zur Beseitigung der Störung und ihrer Folgen sind schon im Gange, bleiben Sie ruhig, es dauert nicht lange!“

Weitere Informationen: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com

 

                                                                                                                                           

 

 

 

 

 

Donnerstag, 30.9.2010, 20 Uhr    Platero und ich

Andalusischer Abend im Tragödchen

„Platero und ich“

Am Donnerstag, dem 30.9.2010 bringt das Ratinger Tragödchen eine literarische Perle ans Tageslicht: den spanischen Literaturnobelpreisträger von 1956, Juan Ramon Jimenez und sein Prosagedicht „Platero und ich“. Es ist die Geschichte einer Freundschaft zwischen dem Ich-Erzähler und einem kleinen Esel, die in 138 Prosa-Miniaturen das Leben in Andalusien vor dem Ersten Weltkrieg beleuchtet.

Neu übersetzt hat dieses Meisterwerk der in Lyon lebende Musiklehrer und Schriftsteller Wolf Moser, der zusammen mit Susanne Cano und Bernhard Schultz den Platero in szenischer Lesung vortragen wird.

 

Wolf Moser

Besonders spannend ist an diesem Abend der musikalische Teil, der von dem Gitarristen Thomas Schneider präsentiert wird. Es existiert nämlich eine Platero-und-ich-Suite, die der spanische Komponist Edduardo S. de la Maza 1972 geschaffen hat. Die sehr harmonischen und melodiösen Instrumental-Stücke erinnern einerseits an Klassiker der spanischen Gitarren-Musik (z.B. Francesco Tarrega), andererseits auch an einige Passagen von John Lennons Beatles-Hits. Vielleicht ist es kein Zufall, dass John Lennon und Brian Epstein in den 70er Jahren in Barcelona weilten, dem Entstehungsort der Platero-und-ich-Suite.

Tom Schneider

Jiménez war der Sohn eines Weinhändlers und erhielt seine Erziehung im Jesuitenkolleg von Puerto de Santa María zu Cádiz. 1900 ging er nach Madrid, 1901 gelang ihm mit „Arias tristes“ der literarische Durchbruch. Durch den Verlust des väterlichen Erbes kam Jiménez in massive finanzielle Bedrängnis, dachte sogar an Suizid, übersiedelte 1905 ins andalusische Moguer, 1911 nach Madrid. Während des spanischen Bürgerkriegs hielt er sich meist in Amerika auf, wo er, v.a. in Kuba, triumphale literarische Erfolge feierte. Seit 1951 lebte er in Puerto Rico.

Jiménez gilt als wichtigster Vertreter des Modernismus , der u.a. von Rubén Dario beeinflusst war und besonders für jüngere Autoren wie Federico García Lorca  wichtig wurde. Als Höhepunkt seines Schaffens gilt das Prosagedicht „Platero y yo“ ("Platero und ich").

Juan Ramon Jimenez (1881-1958) hat die hundertachtunddreißig Geschichten der  andalusischen Elegie „Platero und ich“ als Rückblick  auf seine Kindheit geschaffen.

Die lyrischen Skizzen entstehen zwischen 1906 und 1916, nach zwei Jahren, die der Autor in der Obhut des Arztes Dr. Simarro verbracht hat. Mit 25 Jahren kehrt er zurück in ein verfallendes Moguer, dass wirtschaftlich zugrunde geht. Im Übrigen ist der Malgrund der Bilderfolge das aufgewühlte Spanien der Wende ins 20. Jahrhundert, dem eben die Reste seines einstigen Weltreiches entglitten waren. 

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Cafe Peter & Paula, Grütstr. 3-7.

Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

Dienstag, 28.9.2010, 20 Uhr    Mein Leben in Aspik

 

Die Verlagsgründer Susanne Schenzle und Christian Ruzicska auf der Basisstation des secession-Verlags (Foto: Gabi Vogt)

„Mein Leben in Aspik“

Das ist der Titel eines der vier Bücher des Berliner Verlages „Secession“, der gerade von dem in Ratingen-Breitscheid aufgewachsenen Christian Ruzicska und seiner Verlagspartnerin Susanne Schenzel gegründet worden ist. Der Autor des Romans, Steven Uhly ist ebenfalls Gast im Ratinger Tragödchen.

Am Dienstag(!), dem 28.9. gibt es ab 20 Uhr für die drei als Geburtstagsgeschenk ein außerplanmäßiges Tragödchen im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7.

 

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„Mein Leben in Aspik“ von Steven Uhly (geb. 1964). Der Autor ist deutsch-bengalischer Abstammung. Er studierte Literatur , leitete ein Institut in Brasilien, übersetzt Lyrik und Prosa aus dem Spanischen, Portugiesischen und Englischen und lebt mit seiner Familie in München.  Sein meisterhaft komponiertes Debüt zeigt, dass jede Familiengeschichte tiefer im Dunkel der verlorenen Zeit wurzelt und weiter ins Jetzt hineinragt, als es ihren Mitgliedern lieb ist. Er lässt in seinem Roman keinen Tabubruch aus, sein Roman beginnt mit  der Schilderung der urkomischen Oma des Ich-Erzählers, die dem Enkel als Gute-Nacht-Geschichte ihre mörderischen Absichten in Bezug auf den Opa offenbart. 

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„Die fünf Elemente“ von Magda Szabo (1917-2007). Die Ungarin schrieb über 40 Werke, die in 42 Sprachen übersetzt wurden. Zu ihren Lebzeiten galt sie bereits als Klassiker. 1949 erhielt sie Publikationsverbot.  1958 erschien ihr erster Roman. Innerhalb kürzester Zeit erlangte die Autorin Weltruhm. Die fünf Element spielen im Budapest der 60er Jahre, ein Leben lang hat den Protagonisten ihr Anspruch auf Gerechtigkeit und Liebe selbst die schwierigsten Zeiten nicht ohne das Gefühl glücklicher Selbstachtung erleben lassen.

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„Der Fall Crump“ von Ludwig Lewisohn (1882-1955). Von Sigmund Freud, James Joyce, Sinclair Lewis, Theodore Dreiser und Thomas Mann gefeiert – Thomas Mann schrieb für die erste deutschsprachige Publikation 1928 das Vorwort, wurde Der Fall Crump erstmalig 1926 in Paris in englischer Sprache gedruckt. Bereits 1890 wanderten die Eltern Lewisohns von Berlin in die USA aus. Lewisohn begann früh zu publizieren, er arbeitete als Lehrer, Übersetzer und Redakteur. 1948 war er Mitbegründer der Brandeis University, wo er bis zu seinem Tod Literaturwissenschaft lehrte.

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„Ida oder das Delirium“ von Helene Bessette (1918-2000). Helene Bessette ist Schriftstellerin von höchstem Rang. Ihre Romane wurden bei Gallimard zwischen den 50er und 70er Jahren publiziert, sie blieb zu Lebzeiten verkannt. Heute ist sie auf dem Weg, die gefeierte Wiederentdeckung der französischen Literaturszene zu werden. Von der ersten Zeile an ist die Heldin des Romans, Ida, tot. Sie hat sich im Alter von 66 Jahren vor einen Lastwagen geworfen. Wer aber ist verantwortlich für Idas Tod. Niemand vermag dies mit Genauigkeit zu sagen. Und dieser Mangel an Genauigkeit ist für diesen Roman ein Markenzeichen des perfekten Verbrechens.  So wird dieser Roman unter der Hand zu einem Krimi – schwarz, humorvoll, präzise.

Da die Verlagsgründer und der Autor Steven Uhly zusammen mit dem Tragödchen-Team höchstpersönlich die Titel vorstellen, besteht gerade für alle Ratinger Autoren und solche, die es noch werden wollen einmal die Gelegenheit, mit Verlagsprofi s Kontakt aufzunehmen.

Weitere Informationen: Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe.com

 

Donnerstag, 23.9.2010, 20 Uhr  Der Junge

 

Dieter Sdun, „Der Junge“ aus Hösel

Am Donnerstag, dem 23.9.2010 stellt Dieter Sdun, Sportredakteur beim Hessischen Rundfunk, im Ratinger Tragödchen seinen ersten Roman „Der Junge“ vor. Es ist sein zweiter Auftritt im Buch-Café Peter & Paula. Fast zwei Jahre ist es her, dass er mit seinen satirischen Kurzgeschichten um Herrn Ludwig das Tragödchen-Publikum zu (Freuden-)Tränen rührte.

  Nun kommt er uns allerdings tatsächlich tragisch, denn:

  Neun Jahre alt ist der Junge, als er an der Hand seiner Mutter den Vater verlässt. Die Abreise gleicht einer Flucht, die Ankunft im neuen Leben (in Hösel) einer Landung auf dem Mond.

  In der neuen Umgebung, einem zweigeteilten Dorf, sucht der Junge neue Freunde. Er findet den Mann im Kiosk , den Opa mit den appen Armen und er findet fünf Straßen, die sich kurz treffen, um dann jede für sich ihren Weg zu gehen.

  Der Junge ist feige: er erlebt den Tod eines Klassenkameraden und will, dass  ihm das nichts ausmacht. Der Junge ist mutig: Er versteckt sich nicht beim Besuch des Vaters. Der Junge ist voller Zweifel: er ist sich nicht sicher, ob seine Lehrerin einen BH trägt.

Der Junge ist die Geschichte einer Scheidung. Die Geschichte eines Neuanfangs, der zwei Jahre dauert. Die Geschichte eines Überlebens. In Hösel.

  „Präzise, schön, anrührend; sehr gut erzählt“ (Sigrid Damm).

  Dieter Sdun, Jahrgang 1960, verheiratet, mehrere Kinder. Als der Autor noch Kind war, lebte er ein paar Jahre in Hösel und ging dort und in Lintorf zur Schule.  Jahre später, als Reporter bei der Westdeutschen Zeitung berichtete er auch über Ratinger Lokales. Heute ist Dieter Sdun Sportreporter beim Hessischen Rundfunk in Frankfurt und führt als Autor ein aufregendes Doppelleben, aus dem Herr Ludwig entstanden ist.

  Die Musik an diesem Abend steuert wieder die Band des Tragödchens „Tragedy“ bei, Der Junge wird gelesen von Dieter Sdun, Susanne Cano und Bernhard Schultz.

  Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen.

Weitere Informationen: Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

 

Donnerstag, 16.9.2010, 20 Uhr  Nixenkuss

Nixenküsse und Yildirim Denizli im Tragödchen

 

Am Donnerstag, dem 16.9.10 wird der Roman Nixenkuss im Ratinger Tragödchen auf unnachahmlich tragische Weise in szenischer Lesung und mit viel Musik von Susanne Cano, Charlotte und Bernhard Schultz und dem neuen Musikdirektor des Tragödchens, Stephan Wipf vorgestellt. Die Band Tragedy spielt Seefrauenlieder. Überhaupt dreht sich an diesem Abend alles um das Meer.

Nixenkuss ist ein spektakulärer Roman, der an Pfiff, Raffinesse und Erfindungsgabe seinesgleichen sucht. Die Autorin Samantha Hunt ist ein Phänomen. Denn es ist ihr gelungen, eine Wundergeschichte so frisch, modern und aufrecht zu erzählen, dass kein Zweifel bleibt: Einer Welt voll Tristesse und Traurigkeit begegnet man am besten, indem man ihr als Nixe gegenübertritt.

Dazu passen  die Arbeiten, die der Homberger Künstler und Musiker Yildirim Denizli an diesem Abend zum ersten Mal im Tragödchen ausstellt.

 

Yildirim Denizlis Arbeiten, seine Skulpturen und seine Malerei, sind – wie der Künstler selbst – in beiden Weltgegenden, dem Orient und Okzident beheimatet. Seine Kunst ist beiden Kulturen gleich nah und fern. Sie stammen aus ihrem eigenen Reich, dem der Kunst und der Phantasie.

Im Mittelpunkt seiner künstlerischen Arbeit steht das Leben, in all seinen Facetten und Erscheinungsformen. Es entwickelt sich eine Metamorphose – das Leben wird zu Kunst, und die Kunst wird zu Leben. Aus Farben und Formen entstehen neue Inhalte und eine neue Bildsprach

Yildirim Denizli wurde 1946 in Erzurum/Türkei geboren. Er studierte an der Hochschule für angewandte Kunst Istanbul (1968-1972) und an der Kunstakademie Düsseldorf Freie Kunst und Bildhauerei (1973-1978) bei den Professoren Norbert Kricke und Karl Bobek. Yildirim Denizli blickt zurück auf zahlreiche Ausstellungen seiner Skulpturen und Gemälde in Museen und Galerien in ganz Deutschland. Seine Werke finden sich über die Welt verteilt in Sammlerhand, u.a. in Kanada, Australien, Italien, Holland, Tschechien und der Türkei.

Seit 1973 lebt und arbeitet er in seiner Wahlheimat Ratingen.

 

Beginn der Veranstaltung um 20 Uhr im Buch-Cafe Peter & Paula, alle weiteren Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com

 

„Es gibt nicht viele Straßen aus der Stadt hinaus, deshalb ziehen auch so wenige Menschen je von hier fort. Wenn du die Stadtverlassen wolltest, würden Leute, die dich von Geburt an kennen, dich in deinem Auto sitzen sehen, das sie ebenfalls kennen, und beobachten, wie du wegfährst.  Sie würden dich fragen, wo du wohl hinwillst, zwei Finger vom Lenkrad nehmen und winken, eine Geste, die demjenigen, der diese sehr kleine Stadt gerade zu vergessen versucht, wie ein Stoppschild oder eine Warnung erscheinen könnte. Es wäre viel leichter, einfach dazubleiben.

Wenn du in den frühen Morgenstunden einmal betrunken nach Hause stolpern würdest, wüsste es sofort die ganze Stadt. Nicht das es irgendjemanden kümmern würde. Die Leute sind hier an Betrunkene gewöhnt. Wir haben die höchste Alkoholismusrate im Land, eine Tatsache, die so oft erwähnt wird, dass ich finde, wir sollten sie auf das Schild der Handelskammer drucken lassen, dass die Touristen am Ortseingang willkommen heißt. Mehr Alkoholiker pro Kopf als anderswo! Genießen Sie Ihren Aufenthalt!

„Ich fahre“, sage ich und lasse die Tür für Jude offen. Ich hieve mich auf den Fahrersitz und ratsche die Bank nach vorne. Wohin wir fahren, werde ich erst nach ein paar hundert Kilometern entscheiden müssen. Fürs Erste fahren wir einfach Richtung Süden. Ich fühle mich leicht und frei. Ich fühle, wie wir hier abhauen, und vor allem fühle ich Jude in mir, und es fühlt sich wie Liebe an.

… und schon stehen die Menschen da und staunen und  starren bis in alle Ewigkeit aufs Meer. Ich betrachte das Blau im Spiegel. Es ist so schön, ich kann kaum den Blick davon wenden. „ Jude“, sage ich, „okay. Scheiß aufs Festland. Ich bin eine Nixe.“

 

Donnerstag, 9.9.2010, 20 Uhr  Erotisches Handwerk

 

                        Bernhard Schultz und Erwin Wuillemet

                                                    Charlotte Schultz und Susanne Cano

Der neue Musikdirektor des Tragödchens Stephan Wipf

 

Die Band Tragedy: Stephan Wipf, Gitarre; Bernhard Schultz, Klavier; Charlotte Schultz und Susanne Cano, Gesang

 

Erotisches Fotohandwerk: Ulrich Scharfenorth (Autor des Ökothrillers "Störfall Zukunft")

 

Erotisches Handwerk im Tragödchen mit Wipf und Wuillemet

 

 

Das Ratinger Tragödchen präsentiert am 9.9.2010 um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula den neuen Musikdirektor der Hausband Tragedy: Stefan Wipf.

 

Der Gitarrist sieht nicht nur gut aus, er wird an diesem Abend die von Bernhard Schultz ausgesuchten Liebeslieder derart hingebungsvoll interpretieren, dass ein Teil des Publikums sicherlich in Tränen ausbrechen wird.

 

Stefan Wipf bekam mit 14 seine erste Gitarre unter den Weihnachtsbaum gelegt, die er nach einem halben Jahr zur Freude der Nachbarn gegen ein Schlagzeug tauschte. Die gute Nachricht fürs Tragödchen: inzwischen beherrscht er beide Instrumente perfekt.

 

Bekannt wurde er als Gitarrist der Düsseldorfer Rockband „Törnschuu Crue“ und in Ratingen wirkte er bei den Coverbands „Big City“ und „Chicks & Buds“ mit. Mit deren Bassisten gründete er die Band „Spunk“, zuletzt spielte er gemeinsam mit dem Ex-Keyboarder von BAP Alexander „Effendi“ Büchel bei „One Eye Open“.

 

Die Band wird an diesem Abend von Susanne Cano und Charlotte Schultz komplettiert, geboten werden  Lieder von Dota Kehr, Tanita Tikaram, Beth Hart und vielen anderen.

 

Der eigentliche Stargast und Namensgeber des Abends aber ist der Ratinger Dichter Erwin Wuillemet, der im Frühjahr seinen Gedichtband „Erotisches Handwerk“ herausgeben will und dem Tragödchen vorab Kostproben seiner unwiderstehlichen Mischung aus Handwerker- und Liebeslyrik präsentieren wird.

 

Als Erwin Wuillemet, der einer der prominentesten Autoren des Ratinger Literaturkreises „ERA“ ist, im April 2005 seinen ersten Roman „Der Bruder an meiner Brust“ in der Ratinger KULTURkneipe vorstellte, befand Siegfried Jahnke, Vorsitzender der Düsseldorfer Bücherfreunde: „Beim Lesen dieses Buches fühlt man sich an den ersten Teil der Gorki-Triologie („Meine Kindheit“) erinnert, denn beide Werke verbindet ein Merkmal, das aller wertvollen Literatur eigen ist: Ehrlichkeit.

In den letzten Jahren hat Wuillemet diese Geschichte fortgeschrieben. Entstanden war der zweite Roman „In der Knochenmühle“. Der Autor schildert darin die Jahre seiner Lehrzeit in der Ratinger Eisengießerei Pulch und gibt damit ein  dichtes, einfühlsames Bild vom Aufbruch im gebeutelten Nachkriegsdeutschland.  

 

Als fünftes Kind einer armen Familie durchlebte er alles, was die Jahre 1950 bis 1960 an Hoffnungsfreude und Bitterkeit hergaben. Er lernte Schreiner und Zimmermann. Erst viel später wurde er selbstständiger Einzelkämpfer, der im bundesdeutschen Wirtschaftswunder, mal kärglich, mal reichlich sein Brot verdiente.

 

Heute gehört Erwin Wuillemet zu den wenigen großen Akteuren in der Ratinger Kulturszene.

 

Weitere Informationen und Reservierungen: Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe, email: buch-cafe@web.de

Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 17.6.2010, 20 Uhr  Der Schweizer im Düsseldorfer Exil

 

 

 

 Donnerstag, 10.6.2010, 20 Uhr  Nixenkuss

 

 

Nixenkuss im Tragödchen

 

Es gibt nicht viele Straßen aus der Stadt hinaus, deshalb ziehen auch so wenige Menschen je von hier fort. Wenn du die Stadtverlassen wolltest, würden Leute, die dich von Geburt an kennen, dich in deinem Auto sitzen sehen, das sie ebenfalls kennen, und beobachten, wie du wegfährst.  Sie würden dich fragen, wo du wohl hinwillst, zwei Finger vom Lenkrad nehmen und winken, eine Geste, die demjenigen, der diese sehr kleine Stadt gerade zu vergessen versucht, wie ein Stoppschild oder eine Warnung erscheinen könnte. Es wäre viel leichter, einfach dazubleiben.

Wenn du in den frühen Morgenstunden einmal betrunken nach Hause stolpern würdest, wüsste es sofort die ganze Stadt. Nicht das es irgendjemanden kümmern würde. Die Leute sind hier an Betrunkene gewöhnt. Wir haben die höchste Alkoholismusrate im Land, eine Tatsache, die so oft erwähnt wird, dass ich finde, wir sollten sie auf das Schild der Handelskammer drucken lassen, dass die Touristen am Ortseingang willkommen heißt. Mehr Alkoholiker pro Kopf als anderswo! Genießen Sie Ihren Aufenthalt!

„Ich fahre“, sage ich und lasse die Tür für Jude offen. Ich hieve mich auf den Fahrersitz und ratsche die Bank nach vorne. Wohin wir fahren, werde ich erst nach ein paar hundert Kilometern entscheiden müssen. Fürs Erste fahren wir einfach Richtung Süden. Ich fühle mich leicht und frei. Ich fühle, wie wir hier abhauen, und vor allem fühle ich Jude in mir, und es fühlt sich wie Liebe an.

… und schon stehen die Menschen da und staunen und  starren bis in alle Ewigkeit aufs Meer. Ich betrachte das Blau im Spiegel. Es ist so schön, ich kann kaum den Blick davon wenden. „ Jude“, sage ich, „okay. Scheiß aufs Festland. Ich bin eine Nixe.“

 Nixenkuss ist ein spektakulärer Roman, der an Pfiff, Raffinesse und Erfindungsgabe seinesgleichen sucht. Samantha Hunt ist ein Phänomen. Denn es ist ihr gelungen, eine Wundergeschichte so frisch, modern und aufrecht zu erzählen, dass kein Zweifel bleibt: Einer Welt voll Tristesse und Traurigkeit begegnet man am besten, indem man ihr als Nixe gegenübertritt.

Am Donnerstag wird der Nixenkuss im Ratinger Tragödchen auf unnachahmlich tragische Weise von Susanne Cano, Bernhard Schultz vorgestellt. Die Band Tragedy spielt Seefrauenlieder. Überhaupt dreht sich an diesem Abend alles ums Meer. Das passt auch zum Mare Verlag, in dem der Nixenkuss erschienen ist.

 

 

 

 

Mittwoch (!), 2.6.2010, 20 Uhr  Manche mögen´s mörderisch

Manche mögen's mörderisch

Haben wir nicht alle schon einmal gesagt: Ich bringe sie oder ihn um? Mord ist auf jeden Fall auch immer eine Lösung!
Das Trio Morto Bello rückt diesem Thema mit bissig bösen Texten und Chansons zu Leibe und zeigt die dunkle und äußerst pragmatisch-mörderische Seite der menschlichen Seele. Männer morden anders, Frauen auch! Darum geht es in den mit schwärzestem Humor gewürzten Kurzgeschichten, wobei dem einen oder anderen schon mal das Lachen im Halse stecken bleibt.
Ein wenig erholen kann man sich bei den von Elisabeth Kuhs vorgetragenen Chansons, in denen es indes nicht weniger blutrünstig zugeht. Die gelungene abwechslungsreiche Mischung aus Text, Musik, schwarzem Humor und Augenzwinkern garantiert
einen kurzweiligen Abend.

Hinter dem Trio Mortobello verstecken sich neben Elisabeth Kuhs ihr Pianist Michael Carleton und die Düsseldorfer Krimiautorin Stefanie Koch, die im Ratinger Tragödchen schon mit ihrem Frauenkabarett „Alles nur Statistik“ für Furore sorgte.

Die Veranstaltung findet ausnahmsweise an einem Mittwoch (2.Juni) statt, beginnt aber wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula in der Grütstraße 3-7.

Weitere Informationen unter Tel. 26095.

 

 

 

Donnerstag, 27.5.2010, 20 Uhr  Die Nacht der leidenden Reichen

 

Michael Z.

Die Nacht der leidenden Reichen

  „Übrigens, meine Damen und Herren, wie alt sind Sie eigentlich?“, wird am Donnerstag, dem 27.Mai um 20 Uhr der Berliner Kabarettist und Chansonnier Michael Z. das Publikum im Ratinger Tragödchen fragen (Ratinger Tragödchen im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen).

„Zum Beispiel... der Herr dort hinten in der Mitte, ... oder die Dame in der 2. Reihe?“ Ehrliche Antworten erwartet Michael Z. auf diese Frage nicht wirklich, denn der moderne Mensch im 21. Jahrhundert gibt sich gern jung, spendabel und vor allem gut gelaunt!

Wer glaubt schon, dass ein nachdenklicher Rentner im Big-Brother-Container Erfolg hätte?

Nein, nein, auch heute gilt immer noch der traditionelle Satz: "Trau keinem über 30.“ Nur kommt er jetzt nicht mehr aus der Opposition, inzwischen ist er Regierungsprogramm.

“Trau keinem über 30” ist der soziale Leitsatz unseres jungen Bundesgesundheitsministers Rössler!!

Jeder über 30 ist verdächtig, weil er in ein Alter kommt, wo er der Gesellschaft klammheimlich zur Last fallen könnte, indem er konspirativ erkrankt.

Wer über 40 ist, wird zu einem gesundheitspolitischen Restrisiko, der latente Ernstfall auf zwei Beinen. 
Wer über 50 ist, verwandelt sich in eine prophylaktische Intensivstation, eine genetisch paradoxe Zellwucherung, ein pharmazeutischer Schläfer und wer über 60 ist und vorgibt noch zu leben, simuliert sowieso nur und ist ein Attentäter auf das soziale Netz, ein vaterlandsloser Geselle.

Deshalb werden solche subversiven Elemente auch in Alten und Pflegeheimen fixiert und medikamentös entschärft. Die wollen nämlich immer was... „hier piekt es, ich habe Durst, ... es tut weh, ... wann kommt Besuch?“

Reiner Terror!

Solche gemeingefährlichen Terroristen versauen einem die ganze Wirklichkeit, schon mal rein optisch gesehen.

Also schützen Sie sich! Wenn Ihnen mal so einer begegnet, gucken Sie einfach nicht hin. Das macht Sie zwar auch nicht jünger, aber solange Sie nicht in den Spiegel schauen, brauchen Sie sich darum nicht zu kümmern.

Einen KleinkunstAbend besonderer Art mit eigenen Chansons, Tangos, und Kabarett präsentiert Michael Z. (Gesang/Gitarre) aus Berlin. Sein Programm ist ein würziger Cocktail aus treffsicheren Liedern und überraschenden Pointen. Dass diese Mischung so leichtfüßig funktioniert, liegt vor allem an der Erfahrung des Berliner Chansonniers. Michael Z.ist seit mehr als zwanzig Jahren ein überregional geschätzter Sänger, Satiriker und Gitarrist. Er gastierte mit  seinen mal poetisch, mal bissigen Chansons an verschiedenen Häusern und Sendern (u. a. „Unterhaus Mainz“, „Gesellschaftsabend“ mit Hanns-Dieter Hüsch).
Michael Z. ist ein von Einfällen sprühender Sänger und Gitarrist, immer für einen Seitenhieb gut, verschmitzt und voller Respektlosigkeit, die folgerichtig für Attacken auf die ZwerchfeIle des Publikums sorgt und den Eindruck vermittelt, daß die Satire nah an der Realität ist.  Nachdenkliche und poetische Chansons runden das Programm ab.  Kleinkunst in einmaliger Emotionalität und Bandbreite.

Weitere Informationen unter Tel 02102 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

 

 

Donnerstag, 20.5.2010, 20 Uhr  Liebesgestöber

 

Liebe Freunde des gepflegten Chansons,

der Mai ist gekommen: Die Säfte steigen, die Bäume schlagen um sich, die Knopsen knopsen, 
die Sprossen sprießen, das gefiederte Volk jubiliert, kurz: der Frühling ist da und mit ihm die 
gleichnamigen Gefühle.
Da kann auch ich meinen Schnabel nicht halten und sorge zusammen mit MICHAEL CARLETON 
in bewährter musikalisch-literarischer Manier für ein ebenso unernstes wie tönendes

            LIEBESGESTÖBER!

Zu sehen und zu hören am 20. Mai um 20 Uhr im Ratinger Tragödchen,
Buchcafé Peter und Paula, Ratingen, Grütstr. 3-7. Tel. 02102 - 260 95.

Vielleicht sehen wir uns - ich würde mich freuen!

Herzliche Grüße
Ihre - Eure 

Elisabeth Kuhs

 

 

Donnerstag, 6.5.2010, 20 Uhr   Humor, Hunger und höfische Musik

 

                                                  Wolf Moser

Geschichten und Musik aus dem Spanien des 16. Jahrhunderts

 

Zwei Welten, die sich im Spanien der Renaissance vermischen, begegnen den Besuchern des Tragödchens am Donnerstag, dem 6.5. ab 20 Uhr. Fantasien und die frühesten Variationswerke der Musikgeschichte, wie sie Berufsmusiker und Edelleute zwischen 1630 und 1680 auf der Vihuela (einer Art Gitarre) an den Fürstenhöfen vortrugen, wechseln mit Geschichten vom Hunger und wie man sich durchbringt.

„Lazarillo von Tormes“ ist der erste Schelmenroman der spanischen und Weltliteratur. Ein schweres Leben, heiter erzählt, mit einer Mischung aus Anteilnahme und Schadenfreude, die mit einer Prise Aufklärung gewürzt wird. Das anonyme Werk, 1554 erschienen, kam fünf Jahre später auf den Index und wurde dennoch zum Bestseller seines Jahrhunderts.

Nach einer kurzen Vorrede, in der sich der Ich-Erzähler an einen hochgestellten Gönner wendet, folgt eine Auswahl von Abschnitten aus seiner Lebensgeschichte. Der Bogen spannt sich von der Geburt bis zur Bestallung mit dem königlichen Amt des Ausrufers in Toledo und der Heirat Lazarillos, die das Buch beschließt.

„Vihuela“ ist in Spanien während des ganzen Mittelalters und noch weit bis in das 16. Jahrhundert ein Sammelname für Saiteninstrumente. Doch gewinnt ein mit sechs Doppelsaiten bespanntes Instrument, die Vihuela de mano ab 1500 derart an Bedeutung, dass man von da an mit ihr den Begriff „Vihuela“ gleichsetzte.

Die Musik für die Vihuela wurde in sogenannten Tabulaturen aufgezeichnet, einer Griffschrift, die versucht, mehrstimmige Musik für einen Instrumentalisten zusammenzufassen. Sieben Tabulaturbücher sind während der Blütezeit in Spanien zwischen 1536 und 1576 geduckt worden. Überraschenderweise sind Handschriften nur ganz vereinzelt und nur aus späterer Zeit erhalten.

Das Fortbestehen der Vihuela lässt sich bis etwa 1730 verfolgen. Erst in den 30er Jahren unseres Jahrhunderts hat der spanische Musikwissenschaftler und Gitarrist Emilio Pujol die einzige erhaltene Vihuela in einem Pariser Museum entdeckt und auf einem nachgebauten Instrument am 23.4.1936 in Barcelona das erste Vihuela-Konzert der Neuzeit gegeben.

All das und noch viel mehr wird am Donnerstagabend der Musikwissenschaftler, Journalist und Schriftsteller Wolf Moser im Tragödchen erzählen.

 Wolf Moser, seit 1972 in Lyon (Frankreich) lebender Berliner aus Hamburg, Jahrgang 1937, begann achtzehnjährig ein Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg, mit dem Hauptfach Trompete. Ab 1960 Gitarrenunterricht, der durch äußere Umstände immer wieder unterbrochen wurde. Lehrer waren in Hamburg Willi Meier-Pauselius, Adolf Haug und am Hamburger Konservatorium in Blankenese Herbert Balzer; in Barcelona Angel Iglesias und Emilio Pujol. Nach der Übersiedlung nach Frankreich zunächst Gitarrenlehrer an städtischen und privaten Musikschulen, außerdem Dozent für Deutsch an zwei Lyoner Hochschulen. Unter dem Einfluß H. Balzers und der Anleitung Emilio Pujols wurde aus der Lehrtätigkeit mehr und mehr die eines freiberuflichen Übersetzers, Herausgebers, Fachjournalisten und Schriftstellers. Moser ist inzwischen Autor vieler Übersetzungen, einiger Fachbücher und Biographien, daneben Herausgeber von spanischer Musik für Vihuela und Gitarre.

Die Musik präsentiert an diesem Abend Thomas Schneider, Ex-Gitarrist von Stoppok und Ex-Musikdirektor im Tragödchen. Er spielt Stücke so wohlklingender Renaissance-Komponisten wie Luis de Narvaez, Miguel de Fuenllana , Enriquez de Valderrabano, Alonso Mudarra und Luys Milan.

Weitere Informationen unter Tel. 02102 26095 

Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen

Tom Schneider

 

 

 

Mittwoch, 28.4. und Donnerstag, 29.4.2010, 20 Uhr   Klaus Gutjahr, Bandoneon-Konzerte (unterschiedliche Programme!)

 

Saison-Höhepunkt im Tragödchen

 

Aufgrund der großen Nachfrage gibt es in der nächsten Woche zwei Konzerte mit einem der weltbesten Bandoneon-Solisten: Klaus Gutjahr. Das Tragödchen würde aber seinem tragischen Konzept untreu werden, wenn es einfach zweimal das gleiche Konzertprogramm präsentierte.

Am Mittwoch, dem 28.4. präsentieren Klaus Gutjahr und Bernhard Schultz ab 20 Uhr eine literarisch-musikalische Improvisation zu der Wolfgang-Borchert-Erzählung „Die lange lange Straße lang".

Die Erzählung Borcherts ist inhaltlich ähnlich wie sein berühmtes Hörspiel „Draußen vor der Tür" und aufgrund der Ereignisse in Afghanistan so aktuell wie in der Nachkriegszeit, in der es entstanden ist.

Die Tangorhythmen des Bandoneons bilden einen reitvollen Kontrast zum marschmusikähnlichen Versmaß einzelner Textpassagen.

Am Donnerstag, dem 29.4. ist Klaus Gutjahr dann solo zu genießen. Mit der unnachahmlichen Mischung aus klassischen und zeitgenössischen Tango-Kompositionen von Bach bis Piazzolla gastiert der Virtuose bereits das vierte Mal im Tragödchen.

Schon während seines Studiums und danach spielte er in verschiedensten eigenen und anderen Formationen. Als gefragter Musiker begleitete er Künstler wie Klaus Hoffmann, Michael Z., Erika Pluhar, Eva Maria Hagen, Hannes Wader und Wolf Biermann in Konzerten und bei Schallplattenaufnahmen. Seit vielen Jahren ist er auf sehr unterschiedlichen eigenen Musikproduktionen zu hören. So interpretiert er Barock- und klassische Musik, ebenso wie den argentinischen Tango, mit dem er sich seit Anfang der 80-er Jahre beschäftigt. Eine Musik, die dem in Krefeld um 1840 von Heinrich Band entwickelten Instrument sein Überleben verdankt.
1989 wurde er von Astor Piazzolla in Buenos Aires eingeladen und diskutierte mit ihm über die Zukunft des Bandoneons. Bis in die heutige Zeit folgten viele Reisen an den Rio de la Plata. Bandoneonsolisten wie der in Paris lebende Argentinier Juan José Mosalini, der ein Bandoneon von ihm spielt, wie auch Daniel Binelli, José Libertella, Luis Stazzo, Julio Oscar Pane und der Schriftsteller und Liberettist Horacio Ferrer aus Buenos Aires, kann er seine Freunde nennen. Im September 2003 machte ihn die „Academia Nacional del Tango" in Buenos Aires aufgrund seiner Verdienste um das Bandoneon in einer Feierstunde zum „Academico honoris causa".

Da Ende der 60-er Jahre die Produktion von Bandoneons eingestellt wurde und es keine neuen Instrumente mehr gab, die den Ansprüchen von Klaus Gutjahr gerecht wurden, begann er sich schon während seines Musikstudiums mit dem Neubau zu beschäftigen. Diese Profession hat er aufgrund seiner musikalischen Qualität mittlerweile so perfektioniert, dass er weltweit die klangvollsten und dynamischsten Bandoneons herstellt.

Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 02102 26095, www-buch-cafe.com

 

Donnerstag, 22.4.2010, 20 Uhr   Gina Mayer  Die verlorenen Schuhe

 

 

Am Donnerstag, dem 22.4. besucht die erfolgreiche Düsseldorfer Autorin historischer Romane das Ratinger Tragödchen. Ab 20 Uhr liest sie zusammen mit Bernhard Schultz aus ihrem neuen Roman „Die verlorenen Schuhe“, in dem es um zwei Frauen geht, die 1945 aus Schlesien flüchten. Als sie sich im Winter 1944/45 erstmals begegnen, liegen Welten zwischen Inge aus Schlesien und Wanda aus Polen. Inges Gedanken kreisen um die nahe Zukunft: das Abitur, das Konservatorium und die bevorstehende Eheschließung mit Wolfgang von Brandt. Die Folgen des Krieges registriert sie höchstens am Rande, die Fremdarbeiter auf dem elterlichen Gut nimmt sie kaum wahr. Wanda dagegen hat den Krieg bereits hautnah erlebt: Wie es ihrer Familie geht, weiß sie nicht. Die Deutschen haben sie aus Krakau verschleppt, die Zukunft liegt bereits hinter ihr. Alle Kraft konzentriert sie auf das Hier und Jetzt, jedes Fehlverhalten kann tödlich sein. Als die Rote Armee naht, müssen Inge und Wanda ihren Weg nach Westen gemeinsam finden. Das Überleben der einen liegt in der Hand der anderen.

Der literarisch-musikalische Abend wird komplettiert durch die Hausband „Tragedy“.

 

Donnerstag, 15.4.2010, 20 Uhr   Hexenwahn (Friedrich Spee)

 

„In was für Zeiten sind wir geraten?“

 

„Es gebührt mir nicht, unter denen zu sein, die der Prophet stumme Hunde heißt, die nicht zu bellen wissen.“ So sagt Friedrich Spee (1591-1635) in seiner Streitschrift „Cautio Criminalis oder Rechtliches Bedenken wegen der Hexenprozesse“, mit der er sich mutig und scharfsinnig gegen den Ungeist und die Justizverbrechen seiner Zeit auflehnte. Spee, geboren in Kaiserswerth, wortmächtiger Anwalt der Menschlichkeit, Barockdichter, Jesuitenpater, der zeitlebens Schwierigkeiten mit seinem Orden hatte – er zählt neben Heine zu den bedeutendsten Geistern unserer Region.

Olaf Cless, Düsseldorfer Kulturjournalist, Kleinkunst-Aktivist und Autor literarisch-musikalischer Programme, stellt Spees Leben und Werk in einer spannenden Lesung vor. Er wird dabei unterstützt von Ingrid Süverkrüp als Sprecherin und einem exzellenten Blockflötentrio:  Vitina Adamo, Clara Liebisch, Jacqueline Reimann(Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf) spielen Werke aus Renaissance und Barock.

„Den Obrigkeiten Deutschlands habe ich dies Buch gewidmet“, schrieb Spee in seiner Vorrede zur „Cautio Criminalis“ – „vor allem denen, die es nicht lesen werden“.

Die Hausband „Tragedy“ spielt an diesem Abend  tragischerweise keine Lieder, freut sich aber über den Besuch des Liedermachers Dieter Süverkrüp, der zusammen mit den Ratinger Zuschauern den Worten seiner Gattin lauschen wird.

Vitina Adamo, Jacqueline Reimann, Clara Liebisch

 

 

 

 

Donnerstag, 8.4.2010   Tollhauskirsch

 

Barbara Ming, ganz schön tollhaus, kirsch!

 

Das nächste Ratinger Tragödchen am Donnerstag, dem 8.4.2010 dürfte wieder für eine Überraschung gut sein. Diesmal wird die Ratinger Autorin und Frauenkulturpreisträgering Barbara Ming ihre neuen Gedichte vorstellen. Anlass für die Präsentation ist ihr zweiter Lyrik-Band „tollhauskirsch“, der soeben im Arachne Verlag, Gelsenkirchen, erschienen ist. Wer also die Buchvorstellung in der KULTURkneipe verpasst hat, kann diesmal gut dabei sein.

Barbara Ming hat mit „tollhauskirsch“ eine bewährte Zusammenarbeit fortgesetzt. Wieder ist sie mit den Arbeiten der  bildenden Künstlerin Roswitha Riebe-Beicht, die gerade im Ratinger Stadtmuseum ausstellt,  im Dialog und knüpft an die  „Kaffeesätze“ (aufgenommen in die Liste der schönsten Bücher des Jahres 2006) an. Diesmal sind es Radierungen aus der Feder der Künstlerin, die die Texte begleiten, damals waren es Bilder, die mit Kaffee (!) gemalt waren.

Auch das Vorwort zum Buch ist bemerkenswert. Es stammt von keiner Geringeren als Nora-Eugenie Gomringer, der Direktorin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia in Bamberg - wo u. a. auch Herta Müller im Jahr 2008 Stipendiatin war.

Den musikalischen Teil bestreiten Michael Bulcik und Bernhard Schultz.

 

 

Donnerstag, 25.3.2010, 20 Uhr  Heinrich-Heine-Liederabend

      

    Mechthild Krahmer, Gesang                              Susanne Schneider, Klavier                                                       Annette Hiller, Rezitation

   

Heinrich Heines (1797 – 1856)  scharfzüngiger Stil machte ihn zu einem Wegbereiter der modernen Literatur. Deutschland - wo seine Schriften verboten wurden - kehrte er den Rücken, um in Paris, dem kulturellen Zentrum des 19. Jahrhunderts zu leben.

Beliebt müssen seine Schriften trotz alledem gewesen sein, das "Buch der Lieder" wurde bereits zu seinen Lebzeiten 14 mal neu aufgelegt. Kein anderer Dichter der Romantik wurde so häufig vertont, wie er. Es gibt über 8000 musikalische Bearbeitungen seiner Gedichte. Seinem meisterlichen Spiel mit der deutschen Sprache und der Vertonung seiner Werke widmen sich Mechthild Krahmer, Gesang, Annette Hiller, Rezitation und Susanne Schneider, Klavier.

 

Das Konzert beginnt am Donnerstag, dem 25.3.2010 um 20 Uhr im Buch-Cafe Peter & Paula.

Weitere Informationen oder Reservierungen unter Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittwoch, 17.3. u. Donnerstag, 18.3.2010, 20 Uhr  Ein doppeltes Tragödchen

Philippinischer Abend am Mittwoch und 

Düsseldorfer Kabarettistin Julia Hagemann am Donnerstag

Am Mittwoch, dem 17.3.2010  erwartet um 20 Uhr das Ratinger Tragödchen Besuch von den Philippinen im Buch Café Peter&Paula. Mit Daniel Jäger hat Jochen Petzschmann, Mitglied der Ratinger Eine-Welt-Initiative Agenda 21 und des Forums Ziviler Friedensdienste
einen richtigen Experten in Sachen Friedensarbeit „an Land gezogen“. Seit
einem Jahr ist Daniel Jäger als Friedensfachkraft auf der
philippinischen Insel Mindanao tätig. In einem Vortrag wird er die
Herausforderungen seiner Arbeit schildern und über die Hintergründe des
Konfliktes zwischen der indigenen, muslimischen Bevölkerung und den
zugewanderten Christen berichten. Im literarischen Teil liest Bernd Schultz aus dem Buch Stefan Zweigs „Magellan, Der Mann und seine Tat“. Magellan war der erste Seefahrer, der die Welt umsegelte und dabei 1521 versehentlich die Philippinen „entdeckte“.

Die Musik liefert dabei wie gewohnt die Band Tragedy. Der Eintritt ist frei

 Am Donnerstag, dem 18.3. findet im Buch-Café Peter & Paula ab 20 Uhr ein kabarettistisches PISA-Seminar zur Läuterung und allgemeinen Vervollkommnung statt.

Autorin und Referentin ist die Düsseldorfer Kabarettistin Julia Hagemann.

 Julia Hagemann wollte schon in der Kindertheatergruppe immer Schneewittchen oder die schöne Bauerstochter spielen, wurde aber regelmäßig als ältester Zwerg oder  linker Drachenkopf besetzt. Diese tragischen Erfahrungen ließen sie sich zum Entsetzen ihrer Klavierlehrerin ganz der Musik zuwenden.

 Sie zog von Hamburg nach Essen, um sich an der dortigen Folkwang-Hochschule mit Rhythmik, Tanz, Tonsatz, Klavierspielen und ähnlich amüsanten Dingen zu beschäftigen. Aus Versehen und weil der Geigendozent ausgebucht war, landete sie beim Gesang und schloss an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf ein ganz ordentliches Studium zur Diplom-Sängerin an und ab, samt so denkwürdigen Disziplinen wie Opernschule, Flamenco und Fechten.

Die Deutsche Oper am Rhein vertraute ihr diverse mikroskopisch kleine Partien an, die meist mit Dirndl und Zöpfen gekoppelt waren, ansonsten ist die Mehrzahl ihrer Auftritte als Solistin und Ensemblesängerin jedoch enorm klassisch und ernsthaft. Nur ab und zu bricht sich ihre im Grunde boshafte Natur Bahn und führt zu kabarettistischen Eskapaden, die bisher u.a. in Düsseldorf, München und im Ateliertheater Köln zu sehen waren.

 „Ab sofort wird mich niemand mehr falsch besetzen außer mir selbst!“ sagte sie in einem Interview anlässlich des 100. Todestages der Komponistin Henriette Charlotte Naegeli. „Sachen singen, die andere schon vor mir gesungen haben, das hört jetzt auf. Im Hotel will ich schließlich auch unbenutzte Bettwäsche.“

 Programmtitel wie „Finanzberatungs-Polka, Das innere Parlament oder: Wer bestimmt, ob ich morgens joggen gehe, Pädagogin aus Leidenschaft und das kleine Seminar Gehirnforschung und Oper“ versprechen allen Interessierten ein kurzweiliges und zwerchfellstrapazierendes Programm.

Der Eintritt für diesen Abend beträgt 10 Euro. Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com oder im Buch-Café in der Grütstr. 3-7.

 

Donnerstag, 12.3.2010, 20 Uhr  Zustände

Nicht gemütliches literarisches Kabarett über das weibliche Gemüt mit Susanne Cano

 

Donnerstag, 5.3.2010, 20 Uhr  Harmslos vergreist

Lyrik und Prosa mit den ERA-Autoren Joachim Harms und Utz-Peter Greis

Donnerstag, 25.2.2010, 20 Uhr  Thommie Bayer: Fallers große Liebe

 

 

Thommie Bayer im Tragödchen

Mit „Fallers große Liebe“

 

 

Thommie Bayer wurde am 22. April 1953 in Esslingen am Neckar geboren, als ungeplantes, aber willkommenes viertes Kind von Annelise und Karl Bayer. Sein Vater, ein stiller, einsamer Mensch mit unerreichbar hohen Ansprüchen an sich und seine Umgebung, war damals noch Berufsberater beim Arbeitsamt, und seine Mutter, deren Leben sich in größerer Bodennähe abspielte, Hausfrau. Die ersten sechs Jahre seiner Kindheit waren glücklich, alles drehte sich um Ritter, Indianer, Geheimbünde und Obstklau, aber dann sah er Fotografien vom Völkermord im Dritten Reich, und etwa zur selben Zeit entpuppte sich die Ehe seiner Eltern als eine Hölle, der sie beide nicht entkamen.

Als er nach Stuttgart in die Schule kam, war sein Vater Lehrer geworden in Tübingen, dort blieb er die Woche über und kam nur Mittwochs und am Wochenende nach Hause, oft, um die angesparten Strafen zu exekutieren.

Anfangs war Thommie Bayer ein guter Schüler, alles fiel ihm leicht, und seine Lehrerin liebte ihn so sehr, dass sie ihm sogar verzieh, als er beim Bestehlen seiner Mitschüler erwischt wurde. Er las viel und wurde ein Stubenhocker, die Ritter, Indianer und Geheimbünde vollbrachten ihre Heldentaten mehr und mehr zwischen zwei Buchdeckeln, und er war öfter dort bei ihnen als draußen in der Nachbarschaft, wo man Hasen schlachtete, Gartenzwerge hielt und eine Katze an der Leine spazieren führte.

Dann  zog Thommie Bayer um nach Tübingen, und in seiner neuen Klasse waren alle Rollen, außer der des Oberbösewichts, Klassenclowns und Chefrenitenten schon vergeben, also übernahm er die und spielte sie für einige Jahre, sehr zum Verdruss der meisten Lehrer und Leidwesen seiner Eltern, die jetzt beide an dieser Schule unterrichteten. Und natürlich wurde er ein schlechter Schüler.

Jetzt drehte sich alles schneller: Rock‘n Roll, Hippies, Pubertät, Liebe, Aufruhr. Thommie Bayer ging ohne Abitur von der Schule, spielte zuerst Gitarre, später Schlagzeug in verschiedenen Bands. Er begann an der Kunstakademie Stuttgart bei Professor Rudi Haegele Malerei zu studieren und unterbrach das Studium für den Zivildienst in der Villinger Jugendherberge. Danach studierte er weiter und begann, seinen Lebensunterhalt als Liedermacher zu verdienen („Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh und sucht die Freiheit irgendwo“).

Thommie Bayer spielte zuerst mit einem, dann einem zweiten Kollegen, dann allein und dann mit einer ständig wachsenden Band spielte in Jugendzentren, Kneipen, Clubs, auf Festivals, nahm Platten auf, heiratete, magerte ab und vertraute den falschen Personen.

Seine Ehe wurde geschieden, sein Plattenvertrag nicht verlängert, das Finanzamt schickte einen Steuerprüfer, und auf einmal waren seine Musiker weg, sein Lastwagen, der Flügel, die Verstärkeranlage und das Erbe, das sein Vater ihm hinterlassen hatte.

Thommie Bayer zog nach Freiburg, seiner nach sechzehn Jahren wiedergefundenen großen Liebe hinterher, begann Bücher zu schreiben, hatte Glück damit, heiratete wieder und zog nach Staufen im Breisgau, wo er jetzt seit über zwanzig Jahren lebt.

Eine Zeitlang war er hauptsächlich mit Drehbüchern für Fernseh- und Kinofilme beschäftigt, hatte gelernt, die Frustration über das, was am Ende dabei herauskam zu ertragen und war überglücklich, wenn ein Film tatsächlich auch mal für seine Augen schön geraten war.

Nach langer “Romanpause” hatte Thommie Bayer dann wieder Courage und Leidenschaft gefunden und “Das Aquarium” geschrieben. Dann "Die gefährliche Frau", dann "Singvogel", dann "Eine kurze Geschichte vom Glück", dann "Aprilwetter", „Die frohe Botschaft abgestaubt“ und am Donnerstag, dem 25.2. um 20 Uhr stellt Thommie Bayer im Ratinger Tragödchen seinen neuen Roman "Fallers große Liebe" vor, was doch tatsächlich eine Weltpremiere ist, und er hofft, dass ihm Glück, Phantasie und Leser treu bleiben und er noch lange so weitermachen kann.

 

Donnerstag, 18.2.2010, 20 Uhr   "Du bist Schuld!" 

Konzert mit dem Kölner Liedermacher Gerd Schinkel

 

Interview mit dem Kölner Liedermacher Gerd Schinkel

 

Wer ist Gerd Schinkel? 
Ein Radio-Journalist (u.a. WDR) und Liedermacher

In welcher Sprache singen Sie? 
Deutsch 

Seit wann treten Sie auf? 
Seit 1970

Dann sind Sie aber schon alt! 
Stimmt 

Haben Sie auch schon CDs veröffentlicht? 
Ja, mehr als 20 (Erwachsenen- und Kinderlieder) 

Wo geben Sie Konzerte? 
Zum Beispiel in Köln in der „Besenkammer“. Das ist quasi das Kölner Tragödchen.

Warum dort? 
Weil hier die Rahmenbedingungen stimmen. 

Wie kommt man auf so eine Idee? 
durch Vorbilder, aber auch durch Lust und Frust

Was für Vorbilder? 
"Besenwirtschaft Krug" in Stuttgart & "Musik in Häusern der Stadt" des Kölner Kunstsalons 

Was für ein Frust? 
über schlechte Rahmenbedingungen für Konzerte woanders

Was für eine Lust? 
es für Künstler und Zuhörer angenehmer zu machen

Und das klappt? 
Offensichtlich

 

„Schließen Sie die Türen und die Fenster dicht, vergessen Sie die anderen Öffnungen nicht!“

Der Journalist und Liedermacher Gerd Schinkel (bis 2001 Redaktionsleiter beim WDR)  singt von Lebensphasen, die jeder kennt: Sturm und Drang der Jugendzeit, der Kampf ums Überleben in der Gesellschaft, Liebe und Leid beim Erleben von Einsam- und Zweisamkeit, Lust und Frust im Zusammenleben in Beruf und Familie - Leben mit Gleichaltrigen, mit Kindern, mit alten Menschen. Und immer wieder geht es um die Partnerschaft, die Suche nach dem "Kick" und nach Erfüllung, nach Zufriedenheit oder zumindest nach einer Spur des Glücks.

Aufsehen erregten zuletzt das Buch und die Fernsehdokumentation „Bin ich ihr ähnlich“ über seine koreanische Adoptivtochter Anneli Schinkel. "Bin ich ihr ähnlich?" Diese Frage stellte sich die Anneli Schinkel  und begab sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter in Korea. Obwohl es kaum Informationen über das ausgesetzte Baby gab, geschah ein kleines Wunder: Anneli fand ihre biologischen Eltern.

Gerd Schinkel sieht sich als Autor und Interpret  in einer Reihe mit Liedermachern in anderen Sprachkulturen, aber auch in der Tradition der "alten" deutschen Politbarden, die mit den Protestsängern anderer Nationen mithalten konnten. Wie die meisten von ihnen kommt er vom traditionellen Folksong, mithin vom Volkslied. Er begeistert sein Publikum mit seinen eigenen Liedern genauso wie mit und mit von ihm übersetzten Folksongs aus den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. 

Gerd Schinkel ist ein „Liedermacher“ in der späten Nachfolge der Troubadoure - ein Künstler jener zeitlosen Gattung, die bis heute bei manchen Feuilletonisten und Konzertveranstaltern Skepsis, wenn nicht gar Aversionen auslöst. Gerd Schinkel schreibt davon unbeirrt seine Lieder, ohne krampfhaft nach witzigen Formulierungen zu suchen, um in Zeiten der Comedy-Kultur Heiterkeitserfolge zu erzwingen. Seine Stärke liegt in leiseren Tönen, besinnlicheren Liedern - was nicht heißt, dass in seinen Konzerten nicht gelacht wird.

Gerd Schinkel singt seit Anfang der siebziger Jahre eigene Lieder für Erwachsene und Kinder. Ende der siebziger Jahre hat er neben seinen Solo-Auftritten auch mit der Bonner Polit-Folk-Kombo „Saitenwind“  erfolgreich Konzerte gegeben. Weitere musikalische Erfahrung sammelte er in seiner Stuttgarter Rockband „Krise“, die ihn Anfang der achtziger Jahre vorübergehend begleitete. Unvergessen bleibt bei den friedensbewegten Zeitgenossen sein Anti-AKW-Song „Katastropheneinsatzplan“ mit den Zeilen

„Es besteht kein Grund zur Beunruhigung, alle Maßnahmen zur Beseitigung der Störung und ihrer Folgen sind schon im Gange, bleiben Sie ruhig, es dauert nicht lange!“ 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 11.2.2010, 20 Uhr   Das Hexeneinmaleins - 2. Literarische Karnevalssitzung

 

Hexeneinmaleins im Tragödchen

 

Du mußt verstehn! Aus Eins mach Zehn.                               

Und Zwei laß gehn, und Drei mach gleich.

So bist Du reich. Verlier die Vier!

Aus Fünf und Sechs – so sagt die Hex –

Mach Sieben und Acht, so ist´s vollbracht.

Und Neun ist Eins, und Zehn ist keins.

Das ist das Hexeneinmaleins!

 

Und gleichzeitig wieder das Motto für die 2. Alternative Ratinger Altweibersitzung, die am Donnerstag, den 19. Februar ab 20 Uhr im Ratinger Tragödchen abgehalten wird.

Die Sitzung wird geleitet von Susanne Cano, einer Ratinger Schauspielerin und Bernhard Schultz, für die dem Anlaß angemessene Stimmung sorgt einmal mehr die Band „Tragedy“ unter Herrschaft der Musikdirektoren Thomas Schneider (2009) und Michael Bulcik (2010).

Als Gast werden die Sitzungsleiter die pensionierte Ratinger Lehrerin Sabine Schulz begrüßen, die die Karnevalsmuffel mit der Verleihung des Schweizer Jodeldiploms überraschen wird.

Zu gewinnen gibt es an diesem Abend auch wieder etwas: den ersten fünf Hexen, die an diesem Abend die literarische Herkunft des o.a. Hexeneinmaleins erraten, winkt eine preiswerte Ausgabe des Originals.

Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter und Paula, Grütstr. 3-7 in Ratingen.

 

 

Donnerstag, 4.2.2010, 20 Uhr   "Ein höllisches Ding, das Leben" 

Querdenker, Schauspieler, Buchautor –

Günter Lamprecht – ein Künstler aus dem Proletariat

Gescheiterte und gestrauchelte Existenzen gehören zu seinen Glanzrollen. Günter Lamprecht, selber aus dem Arbeitermilieu stammend, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u. a. für seine Rolle als Alkoholiker Manfred Burger in „Rückfälle“ oder als Franz Biberkopf in „Berlin Alexanderplatz“. Einem großen Fernsehpublikum wurde er als Tatort-Kommissar Franz Markowitz bekannt. Geboren am 21. Januar 1930 in Berlin, feiert er dieses Jahr im Tragödchen seinen 80. Geburtstag nach.

Am Donnerstag,  dem 4.2.2010 dürfen wir ihn um 20 Uhr im Ferdinand-Trimborn-Saal  begrüßen, wo er aus dem zweiten Teil seiner Biographie „Ein höllisches Ding, das Leben“ liest. Zurückblickend erzählt er in diesem Buch von seiner einzigartigen Schauspielerkarriere. Mit unbestechlichem Blick und großem Humor beschreibt er  die glücklichen und tragischen Momente seines Lebens. Er erzählt jedoch nicht nur von seiner Fernseh-, Film- und Theaterkarriere, sondern auch  von seiner Jugend, geprägt von den Gräueln des Dritten Reichs und Deutschlands  bedrückender Nachkriegszeit. Dann seine Begegnung mit Rainer Werner Fassbinder, die ihm die Rolle seines Lebens beschert: den Franz Biberkopf in „Berlin Alexanderplatz“  - der größten und teuersten Fernsehproduktion der 80er- Jahre. Letztendlich verarbeitet er auch hier eigene posttraumatische Erlebnisse:

„Von einem Schuss in den Oberarm getroffen, werde ich mit einer Wucht herumgeschleudert, kann mich kaum noch auf den Beinen halten, und ein fürchterlicher Schmerz raubt mir fast die Sinne.“  Mit diesen Worten beschreibt er in seinem Buch ein fürchterliches Erlebnis aus dem Jahr 1999. Er und seine Lebensgefährtin Claudia Amm wurden Opfer eines 16-jährigen Amokläufers. Lamprecht lag mit zerschossenen Armen auf der Straße, während seine Freundin auch noch Tage danach in Lebensgefahr schwebte.

Die Zuhörer dürfen sich also auf einen spannenden Abend freuen.  

Text: Cathleen Goering

 

 

Donnerstag, 28.1.2010, 20 Uhr   Zeit der Heuschrecken

 

Mit dem 28. Januar gelangt ein neues Buch in die Buchhandlungen, das vom Leben eines kleinen Mädchens aus Saigon erzählt - und heute in Ratingen beheimatet ist.

„Zeit der Heuschrecken“ – die Geschichte eines Boatpeople-Kindes, seiner Flucht aus Vietnam Ende der 70er Jahre und der Suche nach einer neuen Heimat, die schließlich Deutschland hieß.

Ly My Cuong, die in Ratingen lebt, mit einem Chinesen verheiratet und Mutter von drei kleinen Kindern ist, ist selbst die Protagonistin und stellt mit „Zeit der Heuschrecken“ ihre Erstlings-Publikation vor. Gemeinsam mit der Ratinger Autorin Barbara Ming (Frauenkulturpreisträgerin 2003), die anhand der Aufzeichnungen Ly My Cuongs den Handlungsstrang geschrieben hat, entstand so ein ungewöhnliches und sehr authentisches Buch.

Aus der Sicht einer 6-Jährigen geschrieben, zielt diese Publikation vor allem auf Jugendliche, die von diesem Stück der Gegenwartsgeschichte nur wenig oder gar nichts wissen.

Erschienen ist das Buch  im Heiner Labonde Verlag, Grevenbroich, und zum Preis von 8.80 € im Handel ab sofort erhältlich.

Am Donnerstag, den 28. Januar um 20 Uhr wird „Zeit der Heuschrecken“ im Ratinger „Tragödchen“ in der Buchhandlung Peter & Paula der Öffentlichkeit vorgestellt. Beide Autorinnen lesen Passagen aus der Handlung und werden das Publikum passend zum buddhistischen Neujahrsfest im Februar mit traditionellen Mondkuchen verwöhnen.

Die Musik der Band Tragedy kommt zum ersten Mal aus der Konserve und aus Vietnam.

 

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 21.1.2010, 20 Uhr   Die Eisbrecher: Mach dir nichts vor Billy, du bist ein Regal

    

 

 

Die Eisbrecher (Klaus Wilke, Elmar Schneider und Miro Schwarzinger in Aktion, Foto: Michael Bulcik

Am Donnerstag, dem 21.01.2010, um 20 Uhr, wird im Rahmen des Ratinger „Tragödchens“ das humoristische Trio „Die Eisbrecher“, bestehend aus Elmar Schneider (Gesang, kein Instrument außer Rhythmus-Ei), Miroslav Schwarzinger (Rhythmusgitarre, Gesang ) und Klaus Wilke (Sologitarre, Gesang) mit seinem Programm „Mach dir nichts vor, Billy, du bist nur ein Regal“ im Buch-Cafe Peter und Paula auftreten ( Grütstr. 3-7, Eintritt:10 Euro).

Chef des Trios ist Elmar Schneider, genannt  „Die Hüfte“, weil seine Eltern versäumt haben, ihm im Baby-Alter das Spreizhöschen zu verpassen und er jetzt zwei künstliche hat. Von den anderen zum Frontmann verdammt, obwohl er eigentlich gar nicht singen kann. Dafür darf er sich mit Gagenverhandlungen rumschlagen und die beiden anderen zur Probendisziplin ermahnen.

„Der Kroate“ (Miroslav Schwarzinger) wurde von der Hüfte im April 92 an der Autobahnausfahrt Düsseldorf/Hubbelrath auf einem Gitarrenkoffer sitzend aufgefunden. Seitdem Asylbewerber. Sorgt in der Gruppe für den Groove. Schmachtender Gesang, extremer Sex-Appeal.

„Der Pastor“ (Klaus Wilke) ist im Nebenberuf Lehrer für Religion und Englisch an einem Krefelder Gymnasium.  Steht in der Gruppe für das intellektuelle Element, kann seinen Anspruch diesbezüglich aber oft genug selbst nicht erfüllen.

 

Der Auftritt am Donnerstag wird eine Premiere sein: Zwar ist Elmar Schneider mit seinem Freund und Kollegen Klaus Wittfeld (beide sind Lehrer am Ratinger Dietrich-Bonnhoeffer-Gymnasium) im „Tragödchen“ schon aufgetreten,  passend zur Witterung entschloss sich die Direktion die „Eisbrecher“ zu verpflichten.

Nach eigenen Aussagen steht die Band für „Satire, Parodie, höheren Unsinn und gepflegte Kleinkunst“.

Die Zuschauer dürfen sich auf einen lustigen Abend mit ausreichend scharfsinnigem Humor freuen.

Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com

     

 

 

 

Donnerstag, 14.1.2010   Unter Frauen - Alles nur Statistik

 

Den Anfang macht am Donnerstag, dem 14.1. die Düsseldorfer Kabarettistin und Krimiautorin Stefanie Koch mit ihrem zweiten Programm „Unter Frauen – Alles nur Statistik“. Das Frauenkabarett bietet für die lila Latzhosen-Fraktion unter den Kabarettfans einige böse Überraschungen. Stefanie Koch bezeichnet ihr Programm ausdrücklich als „frauenfeindlich“. Frauen sind wunderbar, solange es keine Statistik über sie gibt! Statistik auf dem Papier ist zum Sterben langweilig, Statistik über Frauen, hinterfragt von Stefanie Koch, ist geeignet, die Scheidungsquote zu beeinflussen. Wer immer noch glaubt, Männer gingen häufiger fremd als Frauen, sollte dieses Programm nicht verpassen. Was Stefanie Koch Ihnen über das statistische deutsche Ehepaar und unerkannte Mordfälle zu erzählen hat, ist bissig, hintergründig, von schwarzem Humor geprägt und könnte dazu führen, dass Sie sich am Ende mit einem leichten Unwohlsein fragen, ob das auch alles stimmt. 

Donnerstag, 21.1.2010   Mach dir nichts vor Billy, du bist ein Regal

Am 21.1. (natürlich auch wieder ein Donnerstag, so wie bei fast allen Tragödchen) gastieren passend zum aktuellen Wetter die Eisbrecher, angeführt von Elmar Schneider mit ihrem Musikkabarett „Billy, mach dir nichts vor, du bist  ein Regal“. Elmar Schneider tritt nach seinem Robert-Gernhardt-Programm zum zweiten Mal im Tragödchen auf.

Donnerstag, 28.1.2010   Zeit der Heuschrecken

Die Ratinger ERA-Autorin Barbara Ming veröffentlicht in diesem Jahr zwei neue Bücher. Eines davon hat sie zusammen mit der vietnamesischen Schriftstellerin Ly My Cuong geschrieben. Titel des Werkes: Zeit der Heuschrecken, in dem die Vietnamesin ihre Erfahrungen als Flüchtling bzw.  „Boat People“ verarbeitet. Vorgestellt wird das Buch am 28.1..

Donnerstag, 4.2..2010   Günter Lamprecht

Der 4.2. könnte wieder ein ganz besonderer Tag für die Ratinger „Kleinkunstfreunde“ werden, denn an diesem Abend kommt zum zweiten Mal der Berliner Schauspieler Günter Lamprecht ins Tragödchen. Zum Einen soll der 80. Geburtstag Lamprechts gebührend nachgefeiert werden, „gearbeitet“ wird aber tragischerweise auch. Günter Lamprecht wird wie in seinem 1. Tragödchen versprochen aus dem zweiten Teil seiner Biografie lesen, die die Zeit nach dem Krieg und den Beginn seiner Schauspielerkarriere beleuchtet. Außerdem liegt ein von ihm neu besprochenes Hörbuch vor: „Berlin Alexanderplatz“ von Alfred Döblin, durch dessen Verfilmung Günter Lamprecht unter der Regie von Rainer Werner Fassbinder weltberühmt wurde.

Donnerstag, 11.2.2010   Hexeneinmaleins

Am 11.2. gibt es wie im letzten Jahr das „Hexeneinmaleins“, eine gar nicht alternative Karnevalsfeier, organisiert von Susanne Cano und Bernhard Schultz, musikalisch umgesetzt von der Hausband „Tragedy“.

Donnerstag, 18.2.2010   Du bist schuld

Der Kölner Liedermacher Gerd Schinkel läßt seit mindestens dreißig Jahren das Liedermachen nicht und kommt am 18.2. mit seinem Programm "Du bist schuld" um die Ecke.  Berühmt wurde er in den 70ern mit dem Anti-Akw-Song „Katastropheneinsatzplan – Es besteht kein Grund zur Beunruhigung“. Heutzutage organisiert er das Kölner Tragödchen, das dort allerdings „Besenkammer“ heißt. Hauptamtlich verdient er seine Brötchen beim WDR. 

Donnerstag, 25.2.2010   Thommie Bayer

Einen weiteren Höhepunkt bieten die Ratinger Tragödchen am 25.2.. Dann besucht der zuletzt von Christine Westermann für seine etwas andere Weihnachtsgeschichte „Die frohe Botschaft abgestaubt“ hochgelobte Schriftsteller Thommie Bayer das Ratinger Tragödchen. Und das auch noch mit einer Weltpremiere, nämlich der ersten Lesung zu seinem neuen Roman „Fallers große Liebe“. Thommie Bayer ist übrigens auch ein sehr erfolgreicher Liedermacher, macht aber schon seit 1985 keine Lieder mehr. Kultstatus erlangte sein Song „Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh“. An diesem Abend wird die Band „Tragedy“ einige seiner Lieder machen. Vielleicht macht er ja mit.

Eine ungewöhnlich lange Programmvorschau findet an dieser Stelle ihr Ende, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass für März und April bereits „Der Black“ von Schobert & Black, Klaus Gutjahr, Elisabeth Kuhs, Barbara Ming, Joachim Harms, Susanne Cano, Mechthild Krahmer und Michael Z. sich ins Tragödchen drängeln.

 

 

 

Donnerstag, 25.11.2009   Séance mit den toten Dichtern

 

 

Heute erscheint im Ratinger Tragödchen um 20 Uhr nicht nur der Kölner Autor Lucien Deprijck. Er lädt ein zu einer Seánce mit mehr oder wenigen bekannten Dichtern, die tragischerweise eines gemeinsam haben: inzwischen betrachten sie alle die Radieschen von unten.

  Es wird also "Begegnungen" mit diesen Autoren geben, neben anderen verwickelt Lucien Deprijck Edgar Allan Poe in ein Gespräch. Dazu werden sich Georges Simenon, Dostojewski und der expressionistische Dichter Hans Ehrenbaum-Degele gesellen.

  Weitere Autoren werden wir in den Texten Lucien Deprijcks wiedertreffen, z.B.  in dem „5-Minuten-Roman“, eine literarische Gattung, die der einzig noch lebende Autor an diesem Abend selbst kreiert hat: die Kunst, einen ganzen Roman auf 5 Minuten zu komprimieren, denn wer hat heute schon noch Zeit zu lesen.

  Trotz der vielen Toten dürfen sich die Zuhörer wie meist auf einen vergnüglichen Abend einstellen. Für die Musik sorgen die noch lebenden Mitglieder der Band Tragedy.

 Lucien Deprijck

 

Donnerstag, 19.11.2009   "Unsere kleinen Brüder und Schwestern"

 

Mexiko steht im Mittelpunkt des nächsten Ratinger Tragödchen am Donnerstag, dem 19.11.09 ab 20 Uhr.

Der in Ratingen lebende mexikanische Gitarrist und Sänger Ruben D. Roca bestreitet den musikalischen Teil des Abends mit südamerikanischen Liedern und solistischen Klassikern.

Literarisch werden das gerade erschienene Buch „2666“ von Roberto Bolano und Texte des mexikanischen Literaturnobelpreisträgers Octavio Paz vorgestellt. Vorgetragen werden die Texte in szenischer Lesung von Susanne Cano und Bernhard Schultz.

Roberto Bolanos posthum erschienener Jahrhundertroman '2666' über die unaufgeklärte Mordserie an Frauen in Mexiko ist eine atemberaubende Reise ins finstere Herz der modernen Welt. Wir begeben uns auf die Suche nach dem Schriftsteller und ehemaligen Nazi Benno von Archimboldi der in Santa Teresa, einer Wüstenstadt an der Grenze zwischen Mexiko und den USA, verschwunden ist. Ebendort wurden Hunderte von Frauen Opfer von Vergewaltigung und Mord. Wer sind die Mörder, und was hat Archimboldi mit ihnen zu tun? Das literarische Vermächtnis des aus Chile stammenden und 2003 in Barcelona verstorbenen Bolano ist Gangster- und Bildungsroman, Science-Fiction und Reportage gleichzeitig.

Maria Eugenia Knille wird das Projekt „Unsere kleinen Brüder und Schwester“ der Agenda 21 Ratingen vorstellen, dass Waisenhäuser und Straßenkinder in Mexiko betreut.

Begonnen wurde die Arbeit bereits 1954 ca. 100 km südlich von México-Stadt, wo Padre Wasson (1923-2006) ein Kinderdorf gründete. Weitere Dörfer wurden in Honduras (1986), Haiti (1988), Nicaragua (1994), Guatemala (1996) El Salvador (1999), Dominikanische Republik (2003), Perú (2004) und Bolivien (2005) gegründet, wo insgesamt mehr als 15.000 allein gelassene Kinder ein neues Zuhause gefunden haben. Diese Dörfer werden teilweise von ehemaligen Dorfkindern geleitet. Kraft eigener Landwirtschaft sind die Dörfer weitgehend selbstversorgend. Es werden Montessori-Kindergärten, Grund- und Hauptschulen sowie Lehrwerkstätten unterschiedlicher Gewerbe und Krankenstationen unterhalten.

„Unsere Kleinen Brüder und Schwestern e.V." ist anerkannt als Organisation für „Ersatzdienst im Ausland" entsprechend dem „Anderen Dienst" nach § 14b ZDG. Erfahrene Senioren und junge
Bewerber sind willkommen (Spendenkonto Nr. 8747000, Sozialbank Karlsruhe (BLZ 660 205 00).

Ort der Veranstaltung: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 02102/26095, weitere Informationen www.buch-cafe.com.

 

Die Huicholes im1. mexikanischen Tragödchen am 17.10.                                                       Foto: Michael Bulcik

 

 

Donnerstag, 12.11.09    Kehlwerk mit Julia Hagemann

Kehlwerk im Tragödchen

 

Die Düsseldorfer Kabarettistin Julia Hagemann ist den Ratinger Tragödchen-Fans noch in guter Erinnerung. Nun stellt sie am 12.11. um 20 Uhr ihr zweites Programm vor, und hat gleich noch vier Musiker im Gepäck: Bei „Kehlwerk“, so lautet der Name des Quintetts, wird im Akkord gersungen.

A-Capella, mit Klavierbegleitung und manchmal auch zur E-Gitarre, frech und anrührend siedelt sich Kehlwerk zwischen scharfsinnigem Musikkabarett und wunderschönem vokalen Ensembleklang an.

Wenn Opernarien mit Hundegebell veredelt werden, oder Eichendorff im Rumba-Rhythmus erklingt, ist Kehlwerk ganz in seinem Element. In der Kehlwerkstatt wird so lange an den Noten geschmiedet, bis selbst  Mendelssohns „Worte ohne Lieder“ zu sprechen beginnen.

Dank Kehlwerk wird selbst das Volkslied aus seiner unverschuldeten Insolvenz erlöst. Für die zwei Damen( Julia Hagemann und Annette Müller) und drei Herren(Roland Hoffmann, Holger Müller und Michael Reuter) ist jedes Konzert eine spannende Gratwanderung auf der Suche nach dem Spass im Ernst, für das Publikum ein Genuss für Hirn, Herz und Zwerchfell gleichermaßen.

Julia Hagemann

 

 

 

Freitag, 6.11.09    Der Rock´n Roll König

Kervenheimer Tragödchen 19.30 Uhr!

 

Hallo Tragödchen-Fans,

wer Freitag schlimme Langeweile hat, oder wer donnerstags nie kann, dem sei mitgeteilt, dass die Band Tragedy die Pferde sattelt, um ca. 75 km die A 75 gen Norden zu stochen, und dort unseren schon mehr oder weniger legendären "Rock´n Roll König" zum Besten zu geben. Thomas Schneider an der Gitarre, Jonas Liesefeld mit der Violine, Jens Barrabasch in die Blockflöte und Bernhard Schultz singt dazu "I can´t get no satisfaction". Eigentlich ist der Frontman der Band ja sehr musikalisch, aber an der Stelle zwischen I can´t get no und satisfaction kommt er immer total aus dem Takt ....

Das Ganze findet im Cafe Schwätzchen statt, Winnekendonker Str. 35 in Kervenheim (also von hier gesehen am Arsch der Welt) 

 



Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung. >>

und im Eintrittpreis von nur 25 Euro ist natürlich ein Mehrere-Sterne-Menü enthalten.

 

Donnerstag, 5.11.09     Liebesbrand

 

Am Donnerstag, dem 5.11.09 ab 20 Uhr stellen Susanne Cano und Bernhard Schultz vorlesenderweise den Roman „Liebesbrand“ des türkischen Schriftstellers Feridun Zaimoglu vor.

Die Hauptfigur des Romans ist ein junger Aktienhändler, der rechtzeitig vor dem Börsenkrach aus dem Geschäft ausgestiegen ist; jetzt lebt er in Kiel, ein Besuch von Verwandten in der Türkei kostet ihn fast das Leben. Während eines Busunglücks macht er flüchtig Bekanntschaft mit einer Zeugin des Unfalls. Für den Rest des Romans jagt er auf unnachahmliche Weise dieser Frau hinterher, eine Liebesgeschichte entsteht, wie sie lange kein anderer deutschsprachiger Autor zustande gebracht hat.

Feridun Zaimoglu, 1964 im anatolischen Bolu geboren, lebt seit über 35 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Journalist arbeitet. Bekannt wurde er durch seine beiden Bestseller „Leyla“ und „Zoli“.

Den musikalischen Teil des Abends bestreiten Michael Bulcik und Bernhard Schultz, vornehmlich mit mehr oder weniger tragischenLiebesliedern

Bernd Schultz im Liebesbrand

 

 

Donnerstag, 29.10.09    Märchen und lyrische Lieder

 

Die Essener Sopranistin Karin Velinova, die in Ratingen ihre Fans zuletzt mit der erotischen Fabel „Das Flattermäuschen“ verzückte, kommt am Donnerstag, dem 29. Oktober 20 Uhr, mit der Welturaufführung ihres  Märchenprogramms  um die Ecke.

Gemeinsam erarbeitet haben das Programm sie und der Hattinger Pianist und Musiktherapeut Uli West, ergänzt wird es von Ratinger Tragödchen, wie immer vorgetragen von Bernhard Schultz.

Neben den Märchen „Jorinde und Joringel“, „Das blaue Licht“ und „Der Trommler“ haben Karin Velinova und Uli West das „Liebeslied“ und das „Abendlied“ von Wolfgang Borchert, das Gedicht „… sagt ihm, dass er zu mir komme“ von Hugo Wolf und weitere Lyrik von unbekannteren Autoren („Im Morgennebel“ (!)) vertont. Sie selbst nennen ihr musikalisches Experiment impressionistischen Pop, und man darf gespannt sein, was dabei Tragisches herausgekommen ist.

Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, weitere Informationen Tel. 26095

Zum Glück ist im Sinne der ursprünglichen Ankündigung der Veranstaltung („City Blues“) noch das Stück „House of the Rising Sun“ übriggeblieben,

 

Karin Velinova

denn Uli West ist ein ausgewiesen exzellenter Blues- und Boogie-Woogie-Pianist.

 

 

Donnerstag, 22.10.09    Baleadenn Irish Folk

 

Donnerstag, 15.10.09    Indien-Abend

Am Donnerstag, dem 15.10 erwartet das Tragödchen-Publikum wieder eine ungewöhnliche Mischung aus Literatur und Musik. Ab 20 Uhr ist der Subkontinent Indien das Verbindende zwischen sehr unterschiedlichen Programmpunkten, die das Ratinger Tragödchen zusammen mit der "Agenda 21" zusammengestellt hat.

Salman Rushdies neuer Roman "Die bezaubernde Florentinerin", Ilja Trojanows Gebrauchsanweisung für Indien", Vikas Swarups "Rupien, Rupien" (die literarische Vorlage zum Film "Slumdog Millionär"), Terziano Terzanis "Noch eine Runde auf dem Karussell" und Arundhati Roys "Der Gott der kleinen Dinge" werden von Susanne Cano und Bernhard Schultz in kurzen szenischen Lesungen vorgestellt.  

Die indischstämmigen Ratinger Diptesh Banerjee und Jency Nülicious präsentieren Songs ihrer aktuellen CD "Bollywood Ghetto Gentleman".

Rita Brazda, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Ratinger Eine-Welt-Initiative "Agenda 21" erzählt von ihren Erlebnissen mit dem Projekt "Paten indischer Kinder e.V.".

 

 

Rita Brazda mit Kindern aus Dungripada

 

Hip-Hopping Diptesh

 

 

Donnerstag, 8.10.09    Bandoneon-Konzert

mit Klaus Gutjahr und Michael Z.

Was passiert, wenn sich ein spitzzüngiger Chansonier und Kabarettist mit einem virtuosen Bandoneonisten zu einer gemeinsamen Arbeit zusammenfinden?

Wir werden sehen...

Michael Z. und Klaus Gutjahr

 

 

 

Donnerstag, 1.10.09    Günter Lamprecht

 

Der Schauspieler erzählt und liest aus seiner Biografie "Und wehmütig bin ich immer noch" und aus dem neu erscheinenden Hörbuch "Berlin Alexanderplatz".

 

 

 

Donnerstag, 24.09.09   Utz Peter Greis

Düsseldorfer Satiriker

Utz Peter Greis

ist als freiberuflicher Maler, Zeichner, Cartoonist, Autor und Performer tätig. Seit 1963 lebt er in Düsseldorf. Viele Jahre arbeitete er als Redakteur. Seine kreative Ausbildung umfasste Cartoonzeichnen bei F.K. Waechter; Improvisationstheater bei Paul Hänel, Vigli‘s Wanderbühne und der Theaterfabrik Düsseldorf.

 

 

Donnerstag, 17.09.09   Mexiko im Tragödchen  

 

Die Ratinger Schauspieler Susanne Cano und Bernhard Schultz stellen den mexikanischen Autoren Octavio Paz vor. Zu Gast sind 20 mexikanische Huicholes, die mit Musik, Tanz und handwerklichen Produkten ihrer Heimat das Ratinger Tragödchen aufmischen. Ein Kamera-Team vom mexikanischen Fernsehen ist auch dabei.

 

 

Donnerstag, 10.9.09  Mannsbilder

mit Elisabeth Kuhs und Michael Carleton (Piano) 

 

Nachdem in der vergangenen Woche erfolgreich die Flattermäuschen in den Ratinger Tragödchen auf die Schippe genommen wurden, bekommen am Donnerstag, dem 10.9.09 ab 20 Uhr die "Mannsbilder" ihr Fett weg.

Ob Emil oder Willi, ob Bel Ami oder "Kümmerer": Männer machen Karriere und Komplimente, Männer sind immer sooo müde, sind ebenso einsam wie einfühlsam, ebenso unverstanden wie uneitel - und sind doch alle Verbrecher...


Eine literarisch-musikalische Soirée mit Chansons und Texten von Kurt Tucholsky, Günter Neumann, Erich Kästner, Peter Kreuder, Friedrich Hollaender und anderen... (Männern!)
präsentiert von Elisabeth Kuhs. Am Klavier: Michael Carleton

Bildunterschrift: Der Schönere der beiden Mannsbilder (großvater kl.jpg), der Kerl rechts, ist der Großvater der Kabarettistin und Sängerin Elisabeth Kuhs, Willi Laus. Das Foto stammt aus dem Privatarchiv von Elisabeth Kuhs.

 

Donnerstag, 3.9.09        Italienischer Abend*

nächste Aufführung: Freitag, 18.9.09 Café Startklar, Niederrheinstr. 182, Düsseldorf-Lohausen, 19.30 Uhr

Karin Velinova und Bernhard Schultz

 

Flattermäuschen im Tragödchen

 

Erotische Satire mit klassischer Musik zum Saisonstart

 

Es ist tragischerweise soweit: die Sommerpause ist vorüber, am 3.9. um 20 Uhr beginnt die zweite Saison der Ratinger Tragödchen mit einem italienischen Abend im Buch-Café Peter und Paula.

Martin Fratz am Klavier (Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein), Dan Constantin an der Violine (Philharmonisches Orchester Gelsenkirchen) die Sopranistin Karin Velinova (Leiterin des Traumorchesters), Susanne Cano (Schauspielerin) sind die illustren Gäste, die an diesem Abend das „Flattermäuschen“, eine erotische Fabel des italienischen Literaturnobelpreisträgers Dario Fo begleiten werden.

In der Fabel wird die Geschichte des jungen Ziegenhirten Giavan Pietro erzählt, der auf der Alp hoch über dem Tal seiner Herde folgt und das ganze Jahr über praktisch völlig alleine lebt. Er ist lieb, aber ein kompletter Trottel. Sein Dienstherr ist reich und geizig, und die Überraschung groß, als Giavan nach dessen Tod alle Reichtümer erbt.

Im Nu sieht unser einfältiger Jüngling ganze Scharen von Müttern auf die Albheraufziehen, die ihm ihre Töchter zur Frau anbieten.

Verheiratet wird Giavan schließlich mit der Geliebten des Dorfpfarrers. Es handelt sich umden alten Trick, ein junges Mädchen, das man als Geliebte behalten will, einem Blödian zur Ehefrau zu geben. Dieses Spielelement finden wir inder ganzen mittelalterlichenVolksdichtung bis hin zu Machiavelli.

Gelesen und gespielt wird die Geschichte von Bernhard Schultz und Susanne Cano, mit großem Erfolg zuletzt in Düsseldorf in der Gerresheimer Stadtbibliothek vor ausverkauftem Haus.

 

Dan Constantin, Martin Fratz, Karin Velinova und Bernhard Schultz

 

Juli und August Sommerpause!

 

Donnerstag, 25.6.        Ringo Nr. 7 macht beinahe Karriere

 

Tragedy bei der Arbeit

Lutz Beyering

Letztes Tragödchen vor der Sommerpause

 

Am Donnerstag, dem 25. Juni 2009 um 20.00 Uhr stellt der Ratinger Autor Lutz Beyering seinen Ruhrgebiets-Roman „Ringo Nr. 7 macht beinahe Karriere" im Rahmen der Ratinger Tragödchen vor.

Der Roman Lutz Beyerings schildert humorvoll und authentisch die 60er Jahre im westlichen Münsterland. Die Grenzen zwischen Muff und Aufbruch, Deutschen und Holländern, Westfalen und Rheinländern und vor allem Katholiken und Protestanten, die der Roman thematisiert, könnten unverändert ins Ratingen der 60er Jahre verlegt.

Lutz Beyering schürt Wehmut bei allen, die die Zeit bewusst erlebten und nimmt die Jüngeren mit in einen aufregenden Zeitabschnitt.

Doch der Roman ist mehr als die wunderschön erzählte Geschichte des kleinen Richard, der durch seine Pubertät kämpft und es später als halbwüchsiges Mitglied einer Beatband unter dem Spitznamen "Ringo" zu gefühltem Weltruhm bringt – immerhin stellt ihm die Bundespost eine Ansichtskarte zu, die nur an "Ringo, 429 Bocholt" adressiert ist…

In szenischer Lesung hoffen Lutz Beyering und Bernhard Schultz, der die Zuhörer im Tragödchen wiederholt zu Tränen rührte (vor allem im „Rock´n Roll König",) bestens zu unterhalten.

Musikalisch wird die Band Tragedy ausnahmsweise Songs präsentieren, die tatsächlich zum literarischen Teil des Abends „passen" und im Roman auch eine Rolle spielen.

Veranstaltungsort ist wieder das Buch-Café Peter und Paula, Grütstr. 3-7, Eintritt 5,- Euro, alle weiteren Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

 

Lutz Beyering

Samstag, 20.6.   Der Rock´n Roll König im Café Startklar in Düsseldorf

Erster Dauerbrenner des Tragödchen, 6. Woche !

Jetzt auf Tournee! Also heute abend

treibt sich das Tragödchen in Düsseldorf herum, und zwar im Café Startklar, Niederrheinstr. 182 in Düsseldorf-Lohausen ab 19.30 Uhr

Die Band Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm  „Der Rock´n Roll – König“ auf.

Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.

Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.

Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.

Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.

Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.

Eintritt frei

 

Donnerstag, 18.6.

Einstein in Bukarest und Time Out in Ratingen

Rumänischer Abend

Bernhard Voelz, Christian Bauer und Wilfried Nogatz vom Jazz-Trio "Time Out" 

Am Donnerstag, dem 18. Juni gibt es ab 20 Uhr (schon wieder) eine Premiere im Ratinger Tragödchen. Dann beginnt nämlich die Zusammenarbeit mit der Ratinger Eine-Welt-Initiative „Agenda 21“  in Gestalt  eines Rumänien-Abends.

Der 1929 in Bukarest geborene Schriftsteller und Journalist Franz Heinz stellt neben seinem eigenen Text „Einstein in Bukarest“ fünf rumänische Autoren vor: 

Tudor Arghesi (1880 – 1967), nach Eminescu einer der größten rumänischen Dichter, Ion Alexandru (geb. 1942), eines der kräftigsten Talente der jüngeren Generation mit ausgeprägter philosophischer Neigung, Nichita Stonescu (geb. 1933) mit tiefer Neigung zur Gedankenlyrik, Ion Creanga (1837-1889), dessen Hauptwerk „Kindheitserinnerungen“ Weltgeltung beanspruchen kann und Dumitru Radu Popescu (geboren 1933), einer der begabtesten Prosaschriftsteller der jungen Generation.

Franz Heinz ist seit 1976 in Deutschland und bekanntgeworden durch zahlreiche Hörspiele und Kurzprosa und als Herausgeber der in Bonn erscheinenden Zeitschrift „Kulturreport“.

Tragischerweise kommt die Band „Time Out“, die an diesem Abend im Tragödchen aufschlägt, nicht aus Rumänien, sondern aus Düsseldorf und spielt auch keine rumänische Folklore, sondern „kammermusikalischen“ Jazz in der Besetzung Posaune (Bernhard Voelz), Gitarre (Christian Bauer) und Bass (Wilfried Nogatz).

Dafür bekommt aber die „Aktion Kinderhilfe Rumänien“ die Gelegenheit, ihr neuestes Projekt, das mit den Franziskanerinnen aus Caransebes/Banat koordiniert wird, in Wort und Bild vorzustellen.

Also mal wieder ein wunderschönes Durcheinander aus Literatur, Musik und Politik.

 

 

Mittwoch, 17.6.

ImageAm 17. Juni 2009 wird das erzählerisch aufgemachte Sachbuch "Störfall Zukunft - SchlussFolgerungen für einen möglichen Anfang" von ERA-Autor Ulrich Scharfenorth zum zweiten Mal auf die Bühne gebracht. "Tatort" ist die Lintorfer "Manege". Die Veranstaltung soll im Wesentlichen von den Elementen leben, die schon im LUX (15.2.) inszeniert wurden. Dazu gehört der buchbegleitende Video-Clip von Thomas Schmidtbauer ebenso wie musikalische Einlagen von Lorenz Görtzen/Bernhard Schultz - beides im Verbund mit einer dialogisch geführter Lesung (Scharfenorth/Schultz/Burg) und minimalistischer Aktionskunst (Schmidtbauer). Neu dabei ist die KARAWANE-Schauspielerin Ursula Burg, die Einzeltexte rezitiert. Eingeführt wird das Ganze über ein Video-Entree.

Jugendzentrum "Manege"

Jahnstr. 29

40885 Ratingen-Lintorf

 

 

Donnerstag, 4.6. und Freitag, 5.6.09

 

Meister der leisen Töne: Duo Opal

 

Klaus Gutjahr                                                                                Jörg Utesch

Kurz vor der Sommerpause erwartet das Tragödchen in mehrfacher Hinsicht einen Höhepunkt: zum ersten Mal öffnet es nicht nur donnerstags, sondern auch am Freitag seine Pforten. Am 4. Und 5. Juni gastiert das Duo Opal jeweils um 20 Uhr im Buch-Café Peter und Paula. Duo Opal sind zwei deutsche Ausnahmemusiker, nämlich Klaus Gutjahr am Bandoneon und Jörg Utesch an der Gitarre.  Kompositionen von  J.S.Bach, J.M. Cano (Hijos de la Luna), J. Pixiguinha (Carinhoso), Ariel Ramirez (Alfonsina y el mar) und Astor Piazzolla gehören zu ihrem Repertoir. Der Eintritt beträgt 10,- Euro, ermäßigt 5,- Euro. Weitere Informationen unter Tel. 26095.

Schon während seines Studiums und danach spielte Klaus Gutjahr in verschiedensten eigenen und anderen Formationen. Als gefragter Musiker begleitete er Künstler, wie Klaus Hoffmann, Michael Z., Erika Pluhar, Eva Maria Hagen, Hannes Wader und Wolf Biermann in Konzerten und bei Schallplattenaufnahmen. Seit vielen Jahren ist er auf sehr unterschiedlichen eigenen Musikproduktionen zu hören. So interpretiert er Barock- und klassische Musik, ebenso wie den argentinischen Tango, mit dem er sich seit Anfang der 80-er Jahre beschäftigt. Eine Musik, die dem in Krefeld um 1840 von Heinrich Band entwickelten Instrument sein Überleben verdankt.
1989 wurde er von Astor Piazzolla in Buenos Aires eingeladen und diskutierte mit ihm über die Zukunft des Bandoneons. Bis in die heutige Zeit folgten viele Reisen an den Rio de la Plata. Bandoneonsolisten wie der in Paris lebende Argentinier Juan José Mosalini, der ein Bandoneon von ihm spielt, als auch Daniel Binelli, José Libertella, Luis Stazzo, Julio Oscar Pane und der Schriftsteller und Liberetisten Horacio Ferrer aus Buenos Aires, kann er seine Freunde nennen. Im September 2003 machte ihn die „Academia Nacional del Tango“ in Buenos Aires aufgrund Verdienste um das Bandoneon in einer Feierstunde zum „Academico honoris causa“.

Da Ende der 60-er Jahre die Produktion von Bandoneons eingestellt wurde und es keine neuen Instrumente mehr gab, die den Ansprüchen von Klaus Gutjahr gerecht wurden, begann er sich schon während seines Musikstudiums mit dem Neubau zu beschäftigen. Diese Profession hat er aufgrund seiner musikalischen Qualität mittlerweile so perfektioniert, dass er weltweit die klangvollsten und dynamischsten Bandoneons herstellt. Nur mit einem im Detail meisterhaft gearbeiteten Instrumenten Kombination mit einer ausgereiften und sensiblen Spielkultur ist Klaus Gutjahr in der Lage, die zu hörende Musik zu interpretieren.

  Der 1951 in Berlin geborene Jörg Utesch begeisterte  sich schon als Kind für die im Elternhaus vorhandene Weißgerber- Gitarre. Auf dieser lernte er seine ersten Griffe.
Nach drei Jahren folgte ein vierjähriger Lehrgang bei Gaston Stoligwo, der für die Ausbildung seiner Gitarrentechnik besonders richtungsweisend war. Er erhielt wertvolle musikalische Impulse und begeisterte sich für die Harmonik und Melodieführung des Brasilianers Heitor Villa Lobos. Hier schon bildete sich eine Vorliebe für spanische und lateinamerikanische Komponisten heraus, deren Werke er später in regelmäßigen Auftritten, vor allem in Berliner Clubs, spielte und so seine erste Bühnenerfahrungen machte.
Seit 1972 unternimmt Jörg Utesch Konzerttourneen durch Deutschland, Europa und Südamerika, oft auch mit seiner Frau, der peruanischen Sopranistin Esparta Rios. Diese Zusammenarbeit wurde für sein künstlerisches Schaffen eine neue Herausforderung. Als hervorragender Virtuose, Komponist und Interpret sucht er nach neuen musikalischen Möglichkeiten, die sowohl der klanglichen Vielfalt des Instrumentes, als auch seinem hohen Anspruch an Authenzität gerecht werden. Der technisch und musikalisch brilliante Gitarrist Jörg Utesch verbindet lateinamerikanische und europäische Musiktraditionen  zu einem Erlebnis von hoher künstlerischer Qualität.

 

Donnerstag 28.5.    Die Lutherin von Eva Zeller mit Cordula Zeller

 

Am Donnerstag, dem 28.5.09 beschäftigt sich das Ratinger Tragödchen ab 20 Uhr mit zwei Romanen der Autorin Eva Zeller, „Die Lutherin“ und „Das versiegelte Manuskript“.

Eva Zeller wuchs auf dem Rittergut ihrer Großmutter in Görzke auf. Da die Ehe der Eltern (Mutter: Elisabeth Feldhaus, geb. Bertrand; Vater: Franz-Maria Feldhaus, Technikhistoriker) bereits 1924 geschieden wurde, kehrte ihre Mutter dorthin zurück. Dort absolvierte sie die Schulzeit bis zum 14. Lebensjahr, anschließend bis zum Abitur (1941) im Internat in Droyßig bei Zeitz. Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie in Greifswald, Marburg und Berlin heiratete sie 1944 den Kirchenmusiker Wolf-Dietrich Dirks, der Anfang 1945 im Russlandfeldzug fiel. Im März 1945 wurde die Tochter Maren auf der Flucht geboren. 1947-1950 unterrichtete sie in Görzke Junglehrer, gleichzeitig arbeitete sie als Lehrerin an der dortigen Zentralschule. 1950 heiratete sie den Pfarrer und Kunsthistoriker Reimar Zeller (1925-2007); 1951 kam Tochter Susanne zur Welt. Zwischen 1950 und 1956 wohnte sie in Hohenwerbig und Kleinmachnow. 1956 verließ sie die DDR und ging nach Südwestafrika (heute Namibia), wo ihr Mann die deutsche Gemeinde Swakopmund betreute. 1958 wurden die Zwillinge Cordula und Joachim geboren. 1962 kehrte die Familie in die Bundesrepublik Deutschland zurück. Sie wohnte bis 1974 in Düsseldorf, anschließend in Villingen (Schwarzwald) und Heidelberg. Seit 1998 lebt sie in Berlin.

Eva Zeller schildert in der „Lutherin“ das Leben Katharina von Boras, jener Frau, die Martin Luthers  neuer Lehre wegen unter großer Gefahr aus dem Kloster floh und wenig später die Frau des Reformators wurde. Der Leser begegnet bei dieser 'Spurensuche' einer selbstbewußten und mutigen Kämpferin für eine umwälzende Idee, einer großartigen Frau, die Luther 'nicht um Frankreich oder Venedig mehr hergeben' wollte

  Im „Versiegelten Manuskript“ entdeckt die Lehrerin Bea auf dem Speicher des großelterlichen Hauses den an sie gerichteten Bericht einer Frau, die direkt nach dem Krieg aus Pommern ins ferne Sibirien verschleppt wurde. Angerührt und gefesselt, kann sie sich kaum von der Lektüre lösen. Basierend auf historischen Dokumenten berichtet dieses sensible Buch über die Einzigartigkeit und Individualität von Leiden, Schuld und persönlicher Betroffenheit. Gleichzeitig wird die Geschichte einer nahezu unmöglichen Liebe erzählt.

„Sagen wir es unumwunden: Dieses Buch ist das eigentliche literarische Ereignis des Luther-Jahres 1996. Eine ruhige, klare Prosa schreibt Zeller, und doch spürt man zwischen den Sätzen dauernde Erregung, ein Bangen um Katharina von Bora, deren Innenbild sie einfühlsam nachzeichnet, soweit ihre ‚Spurensuche’ dies erlaubt. ‚Finden, nicht erfinden’ lautet Zellers Devise. .“ (Neue Zürcher Zeitung vom 20.6.96 über das Buch „Die Lutherin“)

Vorgetragen werden die Texte von Cordula Zeller, der jüngsten Tochter Eva Zellers, und Bernhard Schultz. Cordula Zeller arbeitet als Schauspielerin in Berlin, ihre wichtigsten Rollen waren das Gretchen aus Goethes Faust, die Gudrun Ensslin aus den „Ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen“ von Luise Brückner und die Piper Karcka aus den Ratten von Gerhart Hauptmann.

  Das Ratinger Tragödchen findet wie immer im Buch-Café Peter Paula in der Grütstraße 3-7 statt, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

Wer tragischerweise am Donnerstag verhindert ist, kann die gleiche Veranstaltung am Freitag, dem 29.5., 19.30 Uhr im Café Startklar, Niederrheinstr. 182, Düsseldorf-Lohausen, www.cafe-startklar.de besuchen.

 

 

Sonntag! 17.5.    Kulturkneipe trifft Tragödchen, oder umgekehrt

 

Am Sonntag, dem 17. Mai ab 16 Uhr schaut das Ratinger Tragödchen um die Ecke in die Kulturkneipe ins Lux (Turmstraße). Die Band Tragedy, die seit September in wechselnder Besetzung immer donnerstags im Buch-Café Peter & Paula auftritt,  wird an diesem Nachmittag ein „Best of“ der Tragödchen-Hits präsentieren.Mit von der Partie werden Thomas Schneider, Gitarre, Jonas Liesefeld ,Geige, Jens Barrabasch, Flöten (die drei  treten sonst als Irish-Folk-Trio „Baleadenn“ auf), Christian Baron, der Gitarrist der Cover-Band S.A.C.K., Michael Bulcik,  Lorenz Görtzen, Bernhard Schultz und andere Musiker sein, die im Tragödchen schon ihre musikalische Visitenkarte abgegeben haben.

Ursprünglich geplant war eine Improvisation „Literatur und Musik ohne Literatur“, zum Glück bestand allerdings der Literaturverein „E.R.A.“, der ja schon auf fünf erfolgreiche Kulturkneipenjahre zurückblickt, auf den der Literatur zustehenden Anteil am Programm.

So musste Mr. Tragedy Bernhard Schultz umdisponieren, und so werden die musikalischen Beiträge an diesem Nachmittag unterbrochen und aufgelockert (oder umgekehrt) durch zahlreiche Texte namhafter Ratinger Autoren.

Die Auswahl der Texte erfolgte durch das Tragödchen-Team,  es sind tragischerweise allerdings alles Texte von E.R.A.-Autoren.

Versprochen wird ein spannender und stimmungsvoller Nachmittag mit viel Literatur und noch mehr Musik, oder umgekehrt.       

 

 

14.5.    Meuchellieder

 

 

Am Donnerstagabend ab 20 Uhr wird im Ratinger Tragödchen gemordet und gemeuchelt, was das Zeug hält, von A wie Abmurksen bis Z wie Zersägen. Elisabeth Kuhs (gnadenlos) und Michael Carleton am Piano (unerbittlich) präsentieren  finstere Gesänge, mörderische Chansons, kriminelle Texte und andere Gemeinheiten von Frank Wedekind, Friedrich Hollaender, Kurt Weill, Bertolt Brecht, H.C. Artmann, Georg Kreisler und sonstigen Schurken. Eine blutrünstige musikalisch-literarische Soirée.

 

Tatort: Ratinger Tragödchen im Buchcafé Peter & Paula in der Grütstraße. Tatzeit: 20 Uhr. Ohne Schutzgeld (5,-) kommt keiner rein. Sachdienliche Hinweise werden entgegengenommen unter Tel. 26095.

 

 

 

 

 

 

 

 

Elisabeth Kuhs

 

7.5.    Katzen (Cats)

Am Donnerstag, dem 7. Mai ab 20 Uhr dreht sich im Ratinger Tragödchen alles um der Deutschen liebstes Haustier: die Katze. Dabei können Thomas Schneider, Susanne Cano und Bernhard Schultz, die schon so erfolgreich den „Rock´nRoll-König“ von Volker Kriegel und die Ostergeschichte von Robert Gernhardt inszeniert haben, literarisch und musikalisch aus dem Vollen schöpfen.

Zum Vortrag gelangen  Ausschnitte  aus „Pu, der Bär“ von Alan Alexander Milne und  „Traurige Tropen“ von Claude Levi-Strauss, außerdem Texte von Robert Gernhardt, Margit Schreiner und natürlich einige Lieder von Cat Stevens. Dabei hat das Programm neben vielen komischen auch tatsächlich tragische Momente. Denn selbst jeder Katzenfreund weiß, dass die niedlichen Viecher auch ihre fiesen Seiten haben.

Der Eintritt kostet wie immer 5 Euro, Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.  

 

 

30.4.    Schneider und Wittfeld: Der Robert-Gernhardt-Abend

 

Schneider und Wittfeld erstmals im Tragödchen

Am Donnerstag, dem 30.4., schlagen für alle Fans des Ratinger Tragödchens die Sterne des Ratinger Kleinkunsthimmels ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula auf: Schneider und Wittfeld. Elmar Schneider (geb. 1950) und Klaus Wittfeld (geb.1952) machen seit 1985 gemeinsam Musik und Kleinkunst. Sie lieben vor allem Parodie, Satire und höheren Unsinn, daneben Spritzgebäck und Schumacher-Altbier. Wittfeld liebt außerdem sein Haus in Piemont, während Schneider Wittfeld liebt (jedenfalls meistens).

Schneider singt und rezitiert; Wittfeld muss ihn am Piano und mit der Gitarre begleiten, gibt die zweite Stimme und darf manchmal auch mitrezitieren.

An diesem Abend läuft „Na ja. Egal. Ein andermal.“, der Robert-Gernhardt-Abend des unschlagbaren Duos.

Robert Gernhardt, Dichter und Zeichner, arbeitete lange Jahre 
für satirische Zeitschriften wie „Pardon“ und „Titanic“ und lieferte Textvorlagen für den Komiker „Otto“. Schneider/Wittfeld haben über 25 Miniaturen aus dem Werk Gernhardts ausgewählt. In diversen literarischen Stilarten geht es um Kirche und Kunst, um Mama und den Mardermörder, um Sport, Liebe und Moral.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sie nicht alleine klar kommen, werden sie von Mr. Tragedy, Bernhard Schultz, unterstützt.

Der für diesen Abend eigentlich eingeladene Ratinger Lyriker Joachim Harms musste aus beruflichen Gründen absagen.

Der Eintritt beträgt 5 Euro, alle weiteren Informationen unter Tel 26095 oder www.buch-cafe.com

23.4.    5.Woche ! Der Rock´n-Roll-König

Erster Dauerbrenner im Tragödchen

An den nächsten beiden Donnerstagen, dem  5.3. und dem 12.3.09 geht es im Tragödchen ab 20 Uhr wie gewohnt tragikomisch zu.

Die Hausband Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm  „Der Rock´n Roll – König“ auf.

Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.

Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.

Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.

Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.

Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.

Eintrittskarten zu 5 Euro können, müssen aber nicht vorbestellt werden unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7.

 

Foto: Achim Blazy  

Die Band "Tragedy" (heute mit Jonas Liesefeld, Jens Barrabasch, Thomas Schneider)

16.4.    Bernhard Lassahn/Thommie Bayer  Teils ja, teils nein

Kabarett mit Matthias Rybak und Bernhard Schultz nach Texten von Bernhard Lassahn und Thommie Bayer

 

Matthias Rybak

 

Teils ja – teils nein – zwischen Hippies, Poppern und Punkern

 

Das Tragödchen bietet am Donnerstag, dem 16.4.09 ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula ein Kabarett-Programm mit Texten und Liedern von Bernhard Lassahn und Thommie Bayer. Bernhard Lassahn begann als Liedermacher und Verfasser empfindsam-ironischer Prosa. Seit den 1990er Jahren schreibt er vorwiegend Kinderbücher. Er lebt in Berlin. Bekannt wurde er durch die Zusammenarbeit mit dem Liedermacher Thommie Bayer (Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh), für dessen Lieder er viele Texte schrieb. Auch Thommie Bayer hat schon 1984 die Liedermacherei an den Nagel gehängt und schreibt seitdem erfolgreich Romane, von denen auch einige verfilmt wurden („Andrea und Marie" mit Hannelore Elsner und Iris Berben in den Hauptrollen).

Für Matthias Rybak sind Lassahns Texte ein gleichzeitig urkomisches und nachdenkliches Tagebuch in Erzählungen und Liedern. Genau wie er fühlt er sich „irgendwie dazwischen", einzuordnen vor den 68er und hinter den Poppern und Punkern, eben „Teils ja – teils nein".

Der Eintritt beträgt 5 Euro, weitere Informationen unter Tel. 26095

 

 

 

9.4.    Robert Gernhardt  Die Ostergeschichte  

 

Tragödchen wünscht frohe (!) Ostern

 

Und zwar mit der „Ostergeschichte“ von Robert Gernhardt, die der Autor 1986 in Rom geschrieben hat.

Tom Schneider und Bernhard Schultz lesen und musizieren am Gründonnerstag, dem 9.4.09 ab        20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula in der Grütstraße.

In der bissigen und urkomischen Satire reist der Journalist Maski seiner Göttergattin zuliebe Ostern nach Rom, um sich auf dem Petersplatz Ostermesse und –segen zu geben. Zur Verarbeitung des Erlebten kehrt Maski am gleichen Abend in einer römischen Spelunke ein und trifft dort zu seiner grenzenlosen Überraschung den Heiligen Vater.

Es folgt ein prosecco-seliges Besäufnis, bei dem Seine Exzellenz, Papst Johannes Paul II., kein gutes Haar an seinen vatikanischen Hofschranzen und dem ganzen Brimborium läßt.

Tom Schneider, Ex-Gitarrist von Stoppok und jetzt Musik-Direktor im Tragödchen übernimmt in der szenischen Lesung die Rolle des Journalisten Maski, während Bernhard Schultz zum ersten Mal als Papst zu sehen ist.

Der Eintritt beträgt wie immer 5 Euro, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

Musikdirektor Tom Schneider

Mr. Tragedy Bernhard Schultz

 

2.4.    Philipp Adolphs   "Liebesart"   Jugend musiziert und dichtet

 

Am Donnerstag, dem 2. April darf im Ratinger Tragödchen ab 20 Uhr der Nachwuchs zeigen, was er kann:  und zwar sowohl literarisch als auch musikalisch.

Philipp Adolphs hat mit gerade mal 19 Lenzen sein erstes Buch mit Liebesgedichten veröffentlicht.

In 76 Gedichten auf 92 Seiten beschäftigt sich der Gedichtband „Liebesart“ - wie der Name verrät - mit der Liebe und all ihren Facetten. Die Texte klassischer wie moderner Formen erzählen in ihrer Reihenfolge eine ganze Liebesgeschichte, vom Verlieben bis hin zu ersten Zweifeln, dem Schmerz und ihrem Nachgeschmack bzw. Neuanfang. Ob die Arbeiten autobiographische Züge tragen, wird der Autor sicherlich während der Lesung, die er zusammen mit Bernhard Schultz gestaltet, verraten.

Der Autor ist „hauptberuflich“ Abiturient am Immanuel-Kant Gymnasium in Heiligenhaus.

 

Musikalisch begleitet wird Philipp Adolphs von seiner „Arbeitskollegin“ Isabel Schlegel (Schülerin am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium) am Klavier mit romantischen Klassikern der Ernsten Musik. Auch sie tritt zum ersten Mal vor einem größeren Publikum auf.

Veranstaltungsort: Buch-Café Peter und Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen. Eintritt: 5 Euro

Weitere Informationen: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com

Philipp Adolphs

26.3.   Anke Kremer Der Mann an sich ist von innen her gut

Am Donnerstag, dem 26.3.09 dürfen sich alle Fans der Missfits, dem unvergessenen Kabarettistinnen-Duo auf ein Wiederhören der Texte von Stephanie Überall und Gerburg Jahnke freuen. Dann gibt es ab 20 Uhr im Ratinger Tragödchen eine Hommage an das geniale Frauenkabarett, das 2005 die letzte Vorstellung gab.

Vorgetragen werden die Texte von der Düsseldorfer Schauspielerin Anke Kremer, die Musik besorgt einmal mehr die Band des Tragödchens „Tragedy“.

Anke Kremer präsentiert eine Lesung, die vor Alltags-Tabus nicht Halt macht.

Knietief waten da verkannte Schriftstellerinnen in der Midlife-Krise durch „Schlammendes Watt“ an die Orte, „wo niemand wartet“. Auf das Schulklo zum Beispiel, wo die Lehrerinnen Nölle und Lehmann-Brack in der heimlichen Rauchpause über Verflossenes diskutieren. Oder auf den Friedhof, wo spitzfindige Witwen die Frage erörtern, wieso Frührentner an Pflaumenbäumen ein Kettensägenmassaker anrichten müssen. Wie fährt man eigentlich im Damenanzug Auto? Die Frage klärt sich spätestens dann, wenn zwei Mitvierzigerinnen ihre Mütter früh morgens um drei vom Senioren-Strip-Poker abholen. Man darf gespannt sein, welche Ähnlichkeit Männer mit Wolken haben, was es eigentlich mit den roten Lämpchen auf dem Ceranfeld auf sich hat und wie die Missfits wahre Schönheit definieren.

Ihre Liebe zum Theater entdeckte Anke Kremer bereits im zarten Alter von fünf Jahren. Bevor sie in den 90er Jahren schließlich bewusst den Weg Richtung Bühne einschlug, absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung, sie nahm Schauspielunterricht, es folgten Auftritte in Ratingen und Düsseldorf. Nach dem ersten Engagement bei Ingrid Braut und Alfons Höckmann in der Düsselorfer Komödie auf der Steinstrasse blieb sie der Komödie treu. Zu sehen war sie unter anderem in den Produktionen „Barfuß im Park“, „Wenn schon – denn schon“ und „Wer zweimal lügt, …“. Unter der Regie von Helmuth Fuschl wirkte Anke Kremer in „Loriots dramatische Werke“ mit. Zu ihrem schauspielerischem Alltag gehören heute sowohl selbstinszenierte Lesungen als auch Vorlesungen an Instituten und Fernsehauftritte in der „Lindenstraße“.

 

 

19.3.      20 Uhr   Gina Meyer, Zitronen im Mondschein

Am Donnerstag, dem 19. März, um 20 Uhr geschieht etwas Außergewöhnliches im Ratinger Tragödchen: neben den gewohnt tragischen Gestalten, die dort musizieren und ihre Texte zum Vortrag bringen, erscheint als Gast eine sehr erfolgreiche Schriftstellerin: Gina Mayer, die Autorin des Romans „Die Protestantin“ und einiger nicht weniger erfolgreicher Jugendbücher stellt ihren neuen Roman „Zitronen im Mondschein“ vor.


Düsseldorf 1926: Die Frage, wer ihr Vater ist,  belastet die Beziehung zwischen dem Serviermädchen Mira und ihrer Mutter Maria, einer ehemaligen Wahrsagerin. Als sich Mira in den Pianisten und Revolutionär Anselm Guben verliebt, entfremden sich Tochter und Mutter noch mehr. Doch dann taucht ein rätselhafter Künstler auf, und das Vergangene wird höchst gegenwärtig.
Eine dramatische Liebes- und Lebensgeschichte – ein Gesellschaftsroman, der anrührend und anschaulich eine Epoche deutscher Geschichte beschreibt. Vor dem Hintergrund umwälzender politischer und gesellschaftlicher Veränderungen wird das Geheimnis einer zerstörten Familie enthüllt.

Das Team vom Tragödchen ist natürlich sehr interessiert, das Geheimnis ihres Erfolges zu lüften und hat deshalb einen Blick in die Biografie der Erfolgsautorin geworfen:

1965
Meine Geburt in Ellwangen an der Jagst.

1971
Mein erstes Schuljahr. Schon jetzt steht für mich felsenfest, was einmal aus mir werden soll: Friseurin. Lange Haare sind etwas Wunderbares, weil man sie immer wieder abschneiden kann, und sie immer wieder nachwachsen. Vorausgesetzt, man hat Menschen und keine Barbiepuppen vor sich, denn da wachsen die Haare nicht wieder nach. (Das hat die Erfahrung mich bereits gelehrt.)

1972

Mein zweites Schuljahr. Ich habe inzwischen lesen und schreiben gelernt. Beides war ein recht schleppender Prozess, als ich ihn endlich bewältigt habe, beschließe ich aus reiner Erleichterung und Dankbarkeit, Schriftstellerin zu werden.

1977
Mein Entschluss trägt erste Früchte. Ich schreibe ein Gedicht, das auf der Kinderseite einer Fernsehzeitschrift veröffentlicht wird. Von den 20 Mark Honorar kaufe ich mir eine Wollmütze, die ich zwei Wochen später wieder verliere. (Auch das Gedicht ging leider kurz nach seiner Veröffentlichung verloren).

1984
Ein vielversprechender Anfang, doch nach dem Abitur in Schwäbisch Hall gerät der Traum von der Schriftstellerei wieder in Vergessenheit. Ich ziehe für ein Jahr nach Neapel und entscheide mich dann aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen für ein Grafik-Design-Studium. Aus ebenfalls nicht mehr nachvollziehbaren Gründen entscheidet sich die Fachhochschule Trier für mich als Studentin.

1991
Die Fachhochschule Düsseldorf diplomiert mich als Grafik-Designerin. Vor lauter Schreck werde ich daraufhin Werbetexterin.

1994 - 1996
Ich heirate und bekomme zuerst einen Sohn und dann eine Tochter und mache mich als Werbetexterin selbstständig.

2000 - 2005
Ich schreibe Werbetexte und Jugendbücher, die ersten werden gedruckt, die letzteren abgelehnt. Also ändere ich die Taktik und schreibe meinen ersten historischen Roman „Die Protestantin“, den sofort ein Verlag will.
Kurz danach meldet sich der Sauerländer-Verlag und kauft mein Jugendbuch „Das Mädchen ohne Gedächtnis“.

Seit 2006
Im Diana Verlag erscheint „Die Protestantin“, bei Sauerländer „Das Mädchen ohne Gedächtnis“. Ich bin doppelte Debütantin! Meine Verlage freuen sich, weil die Bücher so erfolgreich sind. Ich freue mich noch viel mehr.
Schreiben ist mein Beruf. Ich wandere von einem Zeitalter ins andere, von einem Thema zum nächsten, von Buch zu Buch. Und immer nur wohin ich will. Ich lese und erfinde und lerne und wachse. Das ist mein Leben.

Für die musikalische Begleitung sorgt wieder die leider noch erfolglose Hausband des Tragödchens „Tragedy“, an diesem Abend mit historischen Liedern von Carl Michael Bellmann (!8. Jahrhundert).

Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7

Reservierungen: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com


Gina Meyer

5.3. und 12.3.       20 Uhr  Tragedy, Der Rock´n Roll König

Susanne Cano                                        Bernd Schultz (Mr. Tragedy)      Foto: Ulrich Scharfenorth

Erster Dauerbrenner im Tragödchen

  An den nächsten beiden Donnerstagen, dem  5.3. und dem 12.3.09 geht es im Tragödchen ab 20 Uhr wie gewohnt tragikomisch zu.

Die Hausband Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm  „Der Rock´n Roll – König“ auf.

Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.

Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.

Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.

Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.

Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.

Eintrittskarten zu 5 Euro können, müssen aber nicht vorbestellt werden unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7.

 

Foto: Achim Blazy  

Die Band "Tragedy" (heute mit Jonas Liesefeld, Jens Barrabasch, Thomas Schneider)

 

26.2.   20 Uhr  Caroline Vriens, Andre Tünkers Dog Star

Alexander Konrad im Tragödchen

 

Am Donnerstag, dem 26.2.09 geht´s ausnahmsweise ab 20 Uhr ernst zu im Ratinger Tragödchen:

Alexander Konrad, der Donald Windhams Roman „Dog Star“ aus dem Amerikanischen übersetzt hat, und Bernhard Schultz lesen aus dem 1950 erstmals erschienenen und jetzt wieder entdeckten Jugenddrama. Atlanta in den dreißiger Jahren: In der Hitze des amerikanischen Südens vollzieht sich ein jugendliches Scheitern. Der fünfzehnjährige Blackie verschwindet nach dem Selbstmord seines Freundes aus der Erziehungsanstalt und kehrt nach Hause zurück. Doch der Empfang dort ist fast gleichgültig und seine alten Freunde erscheinen ihm mit einem mal kindisch. So treibt er sich in den heißen Straßen der Stadt herum, versucht seine Trauer zu verarbeiten, Liebe zu finden, sich irgendwie nützlich zu machen und baut an seinem Ideal von Unnahbarkeit und Stärke. Doch alles erweist sich als zäh, falsch, verschlungen und dumpf. Es wird ein Weg in die Selbstzerstörung.

"Ein schöner, lesenswerter Fund", meint Rezensent Adam Soboczynski über diese, im Original ein Jahr vor Salingers Welterfolg erschienene Adoleszenzgeschichte aus dem Jahr 1950, die nun erstmals in deutscher Sprache erschienen ist. Der schmucklose, realistische Stil  beeindruckt, mit der Donald Windham die Geschichte seines jugendlichen Protagonisten erzählt. Im Zentrum steht der Titelheld mit dem mehrdeutigen Namen "Dog Star", ein 15-jähriger Junge aus Atlanta, der die Liebe sucht, ein Mädchen verführt, bevor die Liebe für ihn zum gewalttätigen Akt wird, der am Ende in Autoaggression mündet. Anders als Salingers Held tauge Windhams mitleidsloser „Held“ jedoch kaum zur "sympathischen Einfühlung", weshalb dieser Held hier wohl die spannendere, aber auch problematischere Figur zu sein scheint.

Musikalisch begleitet werden Alexander Konrad und Bernhard Schultz von der niederländischen Jazz-Interpretin Caroline Vriens und dem Ratinger Pianisten André Tünkers.

 

19.2.   20 Uhr Susanne Cano, Alternative Altweibersitzung

Hexeneinmaleins im Tragödchen

 

Du mußt verstehn! Aus Eins mach Zehn.

Und Zwei laß gehn, und Drei mach gleich.

So bist Du reich. Verlier die Vier!

Aus Fünf und Sechs – so sagt die Hex –

Mach Sieben und Acht, so ist´s vollbracht.

Und Neun ist Eins, und Zehn ist keins.

Das ist das Hexeneinmaleins!

 

Und gleichzeitig das Motto für die 1. Alternative Ratinger Altweibersitzung, die am Donnerstag, den 19. Februar ab 20 Uhr im Ratinger Tragödchen abgehalten wird.

Die Sitzung wird geleitet von Susanne Cano, einer Ratinger Schauspielerin und Bernhard Schultz, für die dem Anlaß angemessene Stimmung sorgt einmal mehr die Band „Tragedy“ unter Alleinherrschaft von Musikdirektor Thomas Schneider.

Zu gewinnen gibt es an diesem Abend auch etwas: den ersten fünf Hexen, die an diesem Abend die literarische Herkunft des o.a. Hexeneinmaleins erraten, winkt eine preiswerte Ausgabe des Originals.

Ort der Veranstaltung: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Infos: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com, Eintritt: 5,55 Euro, ermäßigt 5 Euro.

 

Autor des Hexen - Einmaleins

 

12.2.    20 Uhr   Tragedy   Der Rock´n Roll König (s. 5.3.)

5.2.   20 Uhr Dagmar Janssen, Über die Liebe im Februar

 

Dagmar Janssen arbeitet als freiberufliche Schauspielerin und Sprecherin.

Nach ihrer Ausbildung an der Theaterakademie Köln wurde sie bei einem Nachwuchsprojekt eines Pfälzer Theaters entdeckt und spielte fortan mehrere Jahre auf den schönsten Freilichtbühnen Deutschlands.

Im Anschluss war sie in diversen Familienmusicals zu hören und zu sehen. So spielte sie lange Zeit die freche Pippi Langstrumpf oder die kleine Anna von Schlotterstein im „Kleinen Vampir“. Es folgten Sprechertätigkeiten sowie eigene Literaturprojekte für Kinder und Erwachsene.

In Ratingen ist Dagmar Janssen durch den Literaturkreis ERA bekannt. So las sie bereits die Lyrik der verstorbenen Schriftstellerin Eris Marzinowski oder begab sich im Ratinger „LUX“ auf „Die Suche nach der Zeit“.

Auch in diesem Jahr – diesmal im „Ratinger Tragödchen“ – wird Dagmar Janssen so manch schöne, amüsante oder auch sinnliche Geschichte sowie lyrische Leckerbissen von Theodor Storm, Annette von Droste-Hülshoff und Erich Kästner bis  Birgit Vanderbeke aus ihrem „Erzähl-Koffer“ zaubern. An diesem Abend geht es rund um den - zwar noch kalten aber dennoch gefühlvollen - Monat Februar, wobei vor allem die Liebe nicht fehlen wird....

 

 

Peter & Paulas Kleinkunstbühne für Literatur und Musik

WANN: Ab September 2008 jeden Donnerstagabend um 20.00 Uhr

WO: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen

WAS: In szenischen Lesungen oder in freiem Vortrag werden literarische Neuerscheinungen genauso wie Klassiker der Weltliteratur vorgestellt. "Aufgelockert" wird der literarische Teil durch kabarettistische Einlagen, die sich mit tagespolitischen Themen der Region auseinandersetzen. Zudem wird die versierte Literaturkritikerin Marcella Reich-Raniczki die zur Aufführung gekommenen Werke in ihrer unnachahmlichen Art bewerten.

Den musikalischen Teil des Abends bestreitet in der Regel die eigens für das Tragödchen gegründete Band "Tragedy", die jeden Donnerstagabend einen auf das literarische Programm abgestimmten Song-Sack* bereithält. Alternativ wird es auch Gastauftritte auswärtiger Musiker geben.

*Der "Song-Sack" ist eine Kreation der Ratinger Coverband S.A.C.K.. In den Song-Sack dürfen Zuhörer Vorschläge für Musiktitel werfen, die dann beim nächsten Konzert der Band zum Vortrag kommen. Die Vorschlaggeber werden während des Konzerts namentlich erwähnt.

Immerhin.

WER: Zum Tragödchen-Team gehören:

Bernhard Schultz ( Ideen, Regie, Rezitation )

Martina Freier ( Organisation )

Anne Gansen ( Chefin )

Birgit Czyriak ( Marcella )

Die Ratinger Cover-Band S.A.C.K.*(Silke Ostermeier, Alexander Otto, Christian Baron, Kilian Zurlo), die Gitarristen Michael Bulcik, Daniel Flamm und Thomas Schneider, die Sängerinnen Elisabeth Kuhs, Karin Velinova und Nadia Meroni, der Pianist Michael Carleton, der Gitarrist und Sänger Lorenz Görtzen und last but not least Band-Leader Bernhard Schultz (kein Künstler-Name) sind Mitglieder der Band "Tragedy".

Leider werden pro Abend, denn es geht ja um Kleinkunst, nie mehr als vier Bandmitglieder das musikalische Programm gestalten (man weiß aber vorher nie, welche).

 

Termine                    zu Gast im "Tragödchen"

5.2.   20 Uhr Dagmar Janssen, Über die Liebe im Februar

12.2.    20 Uhr   Tragedy   Der Rock´n Roll König