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Veranstaltungsprogramm "Ratinger Tragödchen" Freunde: Buchautor Ulrich Scharfenorth streitet für eine neue, nachhaltige Welt.
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RATINGER TRAGÖDCHEN
Donnerstag, 17.6.2010, 20 Uhr Der Schweizer im Düsseldorfer Exil
Donnerstag, 10.6.2010, 20 Uhr Nixenkuss
Nixenkuss
im Tragödchen Es gibt nicht viele Straßen aus der Stadt hinaus, deshalb ziehen auch so wenige Menschen je von hier fort. Wenn du die Stadtverlassen wolltest, würden Leute, die dich von Geburt an kennen, dich in deinem Auto sitzen sehen, das sie ebenfalls kennen, und beobachten, wie du wegfährst. Sie würden dich fragen, wo du wohl hinwillst, zwei Finger vom Lenkrad nehmen und winken, eine Geste, die demjenigen, der diese sehr kleine Stadt gerade zu vergessen versucht, wie ein Stoppschild oder eine Warnung erscheinen könnte. Es wäre viel leichter, einfach dazubleiben. Wenn du in den frühen Morgenstunden
einmal betrunken nach Hause stolpern würdest, wüsste es sofort die ganze
Stadt. Nicht das es irgendjemanden kümmern würde. Die Leute sind hier an
Betrunkene gewöhnt. Wir haben die höchste Alkoholismusrate im Land, eine
Tatsache, die so oft erwähnt wird, dass ich finde, wir sollten sie auf das
Schild der Handelskammer drucken lassen, dass die Touristen am Ortseingang
willkommen heißt. Mehr Alkoholiker pro
Kopf als anderswo! Genießen Sie Ihren Aufenthalt! „Ich fahre“, sage ich und lasse die Tür für Jude offen. Ich hieve mich auf den Fahrersitz und ratsche die Bank nach vorne. Wohin wir fahren, werde ich erst nach ein paar hundert Kilometern entscheiden müssen. Fürs Erste fahren wir einfach Richtung Süden. Ich fühle mich leicht und frei. Ich fühle, wie wir hier abhauen, und vor allem fühle ich Jude in mir, und es fühlt sich wie Liebe an. … und schon stehen die Menschen da und staunen und starren bis in alle Ewigkeit aufs Meer. Ich betrachte das Blau im Spiegel. Es ist so schön, ich kann kaum den Blick davon wenden. „ Jude“, sage ich, „okay. Scheiß aufs Festland. Ich bin eine Nixe.“ Nixenkuss
ist ein spektakulärer
Roman, der an Pfiff, Raffinesse und Erfindungsgabe seinesgleichen sucht.
Samantha Hunt ist ein Phänomen. Denn es ist ihr gelungen, eine Wundergeschichte
so frisch, modern und aufrecht zu erzählen, dass kein Zweifel bleibt: Einer
Welt voll Tristesse und Traurigkeit begegnet man am besten, indem man ihr als
Nixe gegenübertritt. Am
Donnerstag wird der Nixenkuss im Ratinger Tragödchen auf unnachahmlich
tragische Weise von Susanne Cano, Bernhard Schultz vorgestellt. Die Band Tragedy
spielt Seefrauenlieder. Überhaupt dreht sich an diesem Abend alles ums Meer.
Das passt auch zum Mare Verlag, in dem der Nixenkuss erschienen ist.
Mittwoch (!), 2.6.2010, 20 Uhr Manche mögen´s mörderisch
Manche mögen's mörderisch Haben
wir nicht alle schon einmal gesagt: Ich bringe sie oder ihn um? Mord ist auf
jeden Fall auch immer eine Lösung! Hinter
dem Trio Mortobello verstecken sich neben Elisabeth Kuhs ihr Pianist Michael
Carleton und die Düsseldorfer Krimiautorin Stefanie Koch, die im Ratinger Tragödchen
schon mit ihrem Frauenkabarett „Alles nur Statistik“ für Furore sorgte. Die
Veranstaltung findet ausnahmsweise an einem Mittwoch (2.Juni) statt, beginnt
aber wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula in der Grütstraße
3-7. Weitere
Informationen unter Tel. 26095.
Donnerstag, 27.5.2010, 20 Uhr Die Nacht der leidenden Reichen
Die
Nacht der leidenden Reichen „Zum Beispiel... der Herr dort hinten
in der Mitte, ... oder die Dame in der 2. Reihe?“ Ehrliche Antworten erwartet
Michael Z. auf diese Frage nicht wirklich, denn der moderne Mensch im 21.
Jahrhundert gibt sich gern jung, spendabel und vor allem gut gelaunt! Wer glaubt schon, dass ein
nachdenklicher Rentner im Big-Brother-Container Erfolg hätte? Nein, nein, auch heute gilt immer noch
der traditionelle Satz: "Trau keinem über 30.“ Nur kommt er jetzt nicht
mehr aus der Opposition, inzwischen ist er Regierungsprogramm. “Trau keinem über 30” ist der
soziale Leitsatz unseres jungen Bundesgesundheitsministers Rössler!! Jeder über 30 ist verdächtig, weil er
in ein Alter kommt, wo er der Gesellschaft klammheimlich zur Last fallen könnte,
indem er konspirativ erkrankt. Wer über 40 ist, wird zu einem
gesundheitspolitischen Restrisiko, der latente Ernstfall auf zwei Beinen. Deshalb werden solche subversiven
Elemente auch in Alten und Pflegeheimen fixiert und medikamentös entschärft.
Die wollen nämlich immer was... „hier piekt es, ich habe Durst, ... es tut
weh, ... wann kommt Besuch?“ Reiner Terror! Solche gemeingefährlichen Terroristen
versauen einem die ganze Wirklichkeit, schon mal rein optisch gesehen. Also schützen Sie sich! Wenn Ihnen mal
so einer begegnet, gucken Sie einfach nicht hin. Das macht Sie zwar auch nicht jünger,
aber solange Sie nicht in den Spiegel schauen, brauchen Sie sich darum nicht zu
kümmern. Einen KleinkunstAbend besonderer Art
mit eigenen Chansons, Tangos, und Kabarett präsentiert Michael Z. (Gesang/Gitarre)
aus Berlin. Sein Programm ist ein würziger Cocktail aus treffsicheren
Liedern und überraschenden Pointen. Dass diese Mischung so leichtfüßig
funktioniert, liegt vor allem an der Erfahrung des Berliner Chansonniers.
Michael Z.ist seit mehr als zwanzig Jahren ein überregional geschätzter Sänger,
Satiriker und Gitarrist. Er gastierte mit seinen
mal poetisch, mal bissigen Chansons an verschiedenen Häusern und Sendern (u. a.
„Unterhaus Mainz“, „Gesellschaftsabend“ mit Hanns-Dieter Hüsch). Weitere Informationen unter Tel 02102
26095 oder www.buch-cafe.com.
Donnerstag, 20.5.2010, 20 Uhr Liebesgestöber
Liebe
Freunde
des gepflegten Chansons,
der
Mai ist gekommen: Die Säfte steigen, die Bäume schlagen um sich, die Knopsen
knopsen,
die
Sprossen sprießen, das gefiederte Volk jubiliert, kurz: der Frühling ist
da und mit ihm die
gleichnamigen
Gefühle.
Da
kann auch ich meinen Schnabel nicht halten und sorge zusammen mit MICHAEL
CARLETON
in bewährter
musikalisch-literarischer Manier für ein ebenso unernstes wie tönendes
LIEBESGESTÖBER!
Zu
sehen und zu hören am
20. Mai um 20 Uhr
im
Ratinger
Tragödchen,
Buchcafé
Peter und Paula, Ratingen, Grütstr. 3-7. Tel. 02102 - 260 95.
Vielleicht
sehen wir uns - ich würde mich freuen!
Herzliche
Grüße
Ihre
- Eure
Elisabeth Kuhs
Donnerstag, 6.5.2010, 20 Uhr Humor, Hunger und höfische Musik
Wolf Moser Geschichten und Musik aus dem Spanien des 16. Jahrhunderts Zwei Welten, die sich im Spanien der Renaissance vermischen, begegnen den Besuchern des Tragödchens am Donnerstag, dem 6.5. ab 20 Uhr. Fantasien und die frühesten Variationswerke der Musikgeschichte, wie sie Berufsmusiker und Edelleute zwischen 1630 und 1680 auf der Vihuela (einer Art Gitarre) an den Fürstenhöfen vortrugen, wechseln mit Geschichten vom Hunger und wie man sich durchbringt. „Lazarillo von Tormes“ ist der erste Schelmenroman der spanischen und Weltliteratur. Ein schweres Leben, heiter erzählt, mit einer Mischung aus Anteilnahme und Schadenfreude, die mit einer Prise Aufklärung gewürzt wird. Das anonyme Werk, 1554 erschienen, kam fünf Jahre später auf den Index und wurde dennoch zum Bestseller seines Jahrhunderts. Nach einer kurzen Vorrede, in der sich der Ich-Erzähler an einen hochgestellten Gönner wendet, folgt eine Auswahl von Abschnitten aus seiner Lebensgeschichte. Der Bogen spannt sich von der Geburt bis zur Bestallung mit dem königlichen Amt des Ausrufers in Toledo und der Heirat Lazarillos, die das Buch beschließt. „Vihuela“ ist in Spanien während des ganzen Mittelalters und noch weit bis in das 16. Jahrhundert ein Sammelname für Saiteninstrumente. Doch gewinnt ein mit sechs Doppelsaiten bespanntes Instrument, die Vihuela de mano ab 1500 derart an Bedeutung, dass man von da an mit ihr den Begriff „Vihuela“ gleichsetzte. Die Musik für die Vihuela wurde in sogenannten Tabulaturen aufgezeichnet, einer Griffschrift, die versucht, mehrstimmige Musik für einen Instrumentalisten zusammenzufassen. Sieben Tabulaturbücher sind während der Blütezeit in Spanien zwischen 1536 und 1576 geduckt worden. Überraschenderweise sind Handschriften nur ganz vereinzelt und nur aus späterer Zeit erhalten. Das Fortbestehen der Vihuela lässt sich bis etwa 1730 verfolgen. Erst in den 30er Jahren unseres Jahrhunderts hat der spanische Musikwissenschaftler und Gitarrist Emilio Pujol die einzige erhaltene Vihuela in einem Pariser Museum entdeckt und auf einem nachgebauten Instrument am 23.4.1936 in Barcelona das erste Vihuela-Konzert der Neuzeit gegeben. All das und noch viel mehr wird am Donnerstagabend der Musikwissenschaftler, Journalist und Schriftsteller Wolf Moser im Tragödchen erzählen. Wolf Moser, seit 1972 in Lyon (Frankreich) lebender Berliner aus Hamburg, Jahrgang 1937, begann achtzehnjährig ein Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg, mit dem Hauptfach Trompete. Ab 1960 Gitarrenunterricht, der durch äußere Umstände immer wieder unterbrochen wurde. Lehrer waren in Hamburg Willi Meier-Pauselius, Adolf Haug und am Hamburger Konservatorium in Blankenese Herbert Balzer; in Barcelona Angel Iglesias und Emilio Pujol. Nach der Übersiedlung nach Frankreich zunächst Gitarrenlehrer an städtischen und privaten Musikschulen, außerdem Dozent für Deutsch an zwei Lyoner Hochschulen. Unter dem Einfluß H. Balzers und der Anleitung Emilio Pujols wurde aus der Lehrtätigkeit mehr und mehr die eines freiberuflichen Übersetzers, Herausgebers, Fachjournalisten und Schriftstellers. Moser ist inzwischen Autor vieler Übersetzungen, einiger Fachbücher und Biographien, daneben Herausgeber von spanischer Musik für Vihuela und Gitarre. Die Musik präsentiert an diesem Abend Thomas Schneider, Ex-Gitarrist von Stoppok und Ex-Musikdirektor im Tragödchen. Er spielt Stücke so wohlklingender Renaissance-Komponisten wie Luis de Narvaez, Miguel de Fuenllana , Enriquez de Valderrabano, Alonso Mudarra und Luys Milan. Weitere Informationen unter Tel. 02102 26095 Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen
Tom Schneider
Mittwoch, 28.4. und Donnerstag, 29.4.2010, 20 Uhr Klaus Gutjahr, Bandoneon-Konzerte (unterschiedliche Programme!) Saison-Höhepunkt im Tragödchen
Aufgrund der großen Nachfrage gibt es in der nächsten Woche zwei Konzerte mit einem der weltbesten Bandoneon-Solisten: Klaus Gutjahr. Das Tragödchen würde aber seinem tragischen Konzept untreu werden, wenn es einfach zweimal das gleiche Konzertprogramm präsentierte. Am Mittwoch, dem 28.4. präsentieren Klaus Gutjahr und Bernhard Schultz ab 20 Uhr eine literarisch-musikalische Improvisation zu der Wolfgang-Borchert-Erzählung „Die lange lange Straße lang". Die Erzählung Borcherts ist inhaltlich ähnlich wie sein berühmtes Hörspiel „Draußen vor der Tür" und aufgrund der Ereignisse in Afghanistan so aktuell wie in der Nachkriegszeit, in der es entstanden ist. Die Tangorhythmen des Bandoneons bilden einen reitvollen Kontrast zum marschmusikähnlichen Versmaß einzelner Textpassagen. Am Donnerstag, dem 29.4. ist Klaus Gutjahr dann solo zu genießen. Mit der unnachahmlichen Mischung aus klassischen und zeitgenössischen Tango-Kompositionen von Bach bis Piazzolla gastiert der Virtuose bereits das vierte Mal im Tragödchen. Schon
während seines Studiums und danach spielte er in verschiedensten eigenen und
anderen Formationen. Als gefragter Musiker begleitete er Künstler wie Klaus
Hoffmann, Michael Z., Erika Pluhar, Eva Maria Hagen, Hannes Wader und Wolf
Biermann in Konzerten und bei Schallplattenaufnahmen. Seit vielen Jahren ist er
auf sehr unterschiedlichen eigenen Musikproduktionen zu hören. So interpretiert
er Barock- und klassische Musik, ebenso wie den argentinischen Tango, mit dem er
sich seit Anfang der 80-er Jahre beschäftigt. Eine Musik, die dem in Krefeld um
1840 von Heinrich Band entwickelten Instrument sein Überleben verdankt. Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 02102 26095, www-buch-cafe.com
Donnerstag, 22.4.2010, 20 Uhr Gina Mayer Die verlorenen Schuhe
Am Donnerstag, dem 22.4. besucht die
erfolgreiche Düsseldorfer Autorin historischer Romane das Ratinger Tragödchen.
Ab 20 Uhr liest sie zusammen mit Bernhard Schultz aus ihrem neuen Roman „Die
verlorenen Schuhe“, in dem es um zwei Frauen geht, die 1945 aus Schlesien flüchten.
Als sie sich im Winter 1944/45 erstmals
begegnen, liegen Welten zwischen Inge aus Schlesien und Wanda aus Polen. Inges
Gedanken kreisen um die nahe Zukunft: das Abitur, das Konservatorium und die
bevorstehende Eheschließung mit Wolfgang von Brandt. Die Folgen des Krieges
registriert sie höchstens am Rande, die Fremdarbeiter auf dem elterlichen Gut
nimmt sie kaum wahr. Wanda dagegen hat den Krieg bereits hautnah erlebt: Wie es
ihrer Familie geht, weiß sie nicht. Die Deutschen haben sie aus Krakau
verschleppt, die Zukunft liegt bereits hinter ihr. Alle Kraft konzentriert sie
auf das Hier und Jetzt, jedes Fehlverhalten kann tödlich sein. Als die Rote
Armee naht, müssen Inge und Wanda ihren Weg nach Westen gemeinsam finden. Das
Überleben der einen liegt in der Hand der anderen. Der literarisch-musikalische Abend wird komplettiert durch die Hausband „Tragedy“.
Donnerstag, 15.4.2010, 20 Uhr Hexenwahn (Friedrich Spee) „In was für
Zeiten sind wir geraten?“
„Es gebührt mir nicht, unter denen zu sein, die der Prophet stumme Hunde heißt, die nicht zu bellen wissen.“ So sagt Friedrich Spee (1591-1635) in seiner Streitschrift „Cautio Criminalis oder Rechtliches Bedenken wegen der Hexenprozesse“, mit der er sich mutig und scharfsinnig gegen den Ungeist und die Justizverbrechen seiner Zeit auflehnte. Spee, geboren in Kaiserswerth, wortmächtiger Anwalt der Menschlichkeit, Barockdichter, Jesuitenpater, der zeitlebens Schwierigkeiten mit seinem Orden hatte – er zählt neben Heine zu den bedeutendsten Geistern unserer Region.Olaf Cless, Düsseldorfer Kulturjournalist, Kleinkunst-Aktivist und Autor literarisch-musikalischer Programme, stellt Spees Leben und Werk in einer spannenden Lesung vor. Er wird dabei unterstützt von Ingrid Süverkrüp als Sprecherin und einem exzellenten Blockflötentrio: Vitina Adamo, Clara Liebisch, Jacqueline Reimann(Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf) spielen Werke aus Renaissance und Barock.„Den Obrigkeiten Deutschlands habe ich dies Buch gewidmet“, schrieb Spee in seiner Vorrede zur „Cautio Criminalis“ – „vor allem denen, die es nicht lesen werden“.Die Hausband „Tragedy“ spielt an diesem Abend tragischerweise keine Lieder, freut sich aber über den Besuch des Liedermachers Dieter Süverkrüp, der zusammen mit den Ratinger Zuschauern den Worten seiner Gattin lauschen wird. | ||||||||||||||||||||||||
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und im Eintrittpreis von nur 25 Euro ist natürlich ein Mehrere-Sterne-Menü enthalten.
Donnerstag, 5.11.09 Liebesbrand
Am Donnerstag, dem 5.11.09 ab 20 Uhr stellen Susanne Cano und Bernhard Schultz vorlesenderweise den Roman „Liebesbrand“ des türkischen Schriftstellers Feridun Zaimoglu vor.
Die Hauptfigur des Romans ist ein junger Aktienhändler, der rechtzeitig vor dem Börsenkrach aus dem Geschäft ausgestiegen ist; jetzt lebt er in Kiel, ein Besuch von Verwandten in der Türkei kostet ihn fast das Leben. Während eines Busunglücks macht er flüchtig Bekanntschaft mit einer Zeugin des Unfalls. Für den Rest des Romans jagt er auf unnachahmliche Weise dieser Frau hinterher, eine Liebesgeschichte entsteht, wie sie lange kein anderer deutschsprachiger Autor zustande gebracht hat.
Feridun Zaimoglu, 1964 im anatolischen Bolu geboren, lebt seit über 35 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Journalist arbeitet. Bekannt wurde er durch seine beiden Bestseller „Leyla“ und „Zoli“.
Den musikalischen Teil des Abends bestreiten Michael Bulcik und Bernhard Schultz, vornehmlich mit mehr oder weniger tragischenLiebesliedern

Bernd Schultz im Liebesbrand
Donnerstag, 29.10.09 Märchen und lyrische Lieder
Die Essener Sopranistin Karin Velinova, die in Ratingen ihre Fans zuletzt mit der erotischen Fabel „Das Flattermäuschen“ verzückte, kommt am Donnerstag, dem 29. Oktober 20 Uhr, mit der Welturaufführung ihres Märchenprogramms um die Ecke.
Gemeinsam erarbeitet haben das Programm sie und der Hattinger Pianist und Musiktherapeut Uli West, ergänzt wird es von Ratinger Tragödchen, wie immer vorgetragen von Bernhard Schultz.
Neben den Märchen „Jorinde und Joringel“, „Das blaue Licht“ und „Der Trommler“ haben Karin Velinova und Uli West das „Liebeslied“ und das „Abendlied“ von Wolfgang Borchert, das Gedicht „… sagt ihm, dass er zu mir komme“ von Hugo Wolf und weitere Lyrik von unbekannteren Autoren („Im Morgennebel“ (!)) vertont. Sie selbst nennen ihr musikalisches Experiment impressionistischen Pop, und man darf gespannt sein, was dabei Tragisches herausgekommen ist.
Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, weitere Informationen Tel. 26095
Zum Glück ist im Sinne der ursprünglichen Ankündigung der Veranstaltung („City Blues“) noch das Stück „House of the Rising Sun“ übriggeblieben,
Karin Velinova

denn Uli West ist ein ausgewiesen
exzellenter Blues- und Boogie-Woogie-Pianist.
Donnerstag, 22.10.09 Baleadenn Irish Folk
Donnerstag, 15.10.09 Indien-Abend
Am Donnerstag, dem 15.10 erwartet das Tragödchen-Publikum wieder eine ungewöhnliche Mischung aus Literatur und Musik. Ab 20 Uhr ist der Subkontinent Indien das Verbindende zwischen sehr unterschiedlichen Programmpunkten, die das Ratinger Tragödchen zusammen mit der "Agenda 21" zusammengestellt hat.
Salman Rushdies neuer Roman "Die bezaubernde Florentinerin", Ilja Trojanows Gebrauchsanweisung für Indien", Vikas Swarups "Rupien, Rupien" (die literarische Vorlage zum Film "Slumdog Millionär"), Terziano Terzanis "Noch eine Runde auf dem Karussell" und Arundhati Roys "Der Gott der kleinen Dinge" werden von Susanne Cano und Bernhard Schultz in kurzen szenischen Lesungen vorgestellt.
Die indischstämmigen Ratinger Diptesh Banerjee und Jency Nülicious präsentieren Songs ihrer aktuellen CD "Bollywood Ghetto Gentleman".
Rita Brazda, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Ratinger Eine-Welt-Initiative "Agenda 21" erzählt von ihren Erlebnissen mit dem Projekt "Paten indischer Kinder e.V.".

Rita Brazda mit Kindern aus Dungripada
Hip-Hopping Diptesh
Donnerstag, 8.10.09 Bandoneon-Konzert
mit Klaus Gutjahr und Michael Z.
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Donnerstag, 1.10.09 Günter Lamprecht
Der Schauspieler erzählt und liest aus seiner Biografie "Und wehmütig bin ich immer noch" und aus dem neu erscheinenden Hörbuch "Berlin Alexanderplatz".
Donnerstag, 24.09.09 Utz Peter Greis
Düsseldorfer Satiriker

Utz Peter Greis
ist
als
freiberuflicher Maler, Zeichner, Cartoonist, Autor und Performer tätig. Seit
1963 lebt er in Düsseldorf. Viele Jahre arbeitete er als Redakteur. Seine
kreative Ausbildung umfasste Cartoonzeichnen bei F.K. Waechter;
Improvisationstheater bei Paul Hänel, Vigli‘s Wanderbühne und der
Theaterfabrik Düsseldorf.
Donnerstag, 17.09.09 Mexiko im Tragödchen

Die Ratinger Schauspieler Susanne Cano und Bernhard Schultz stellen den mexikanischen Autoren Octavio Paz vor. Zu Gast sind 20 mexikanische Huicholes, die mit Musik, Tanz und handwerklichen Produkten ihrer Heimat das Ratinger Tragödchen aufmischen. Ein Kamera-Team vom mexikanischen Fernsehen ist auch dabei.
Donnerstag, 10.9.09 Mannsbilder

mit Elisabeth Kuhs und Michael Carleton (Piano)

Nachdem in der vergangenen Woche erfolgreich
die Flattermäuschen in den Ratinger Tragödchen auf die Schippe genommen
wurden, bekommen am Donnerstag, dem 10.9.09 ab 20 Uhr die
"Mannsbilder" ihr Fett weg.
Ob Emil oder Willi, ob Bel Ami oder "Kümmerer":
Männer machen Karriere und Komplimente, Männer sind immer sooo müde, sind
ebenso einsam wie einfühlsam, ebenso unverstanden wie uneitel - und sind doch
alle Verbrecher...
Eine literarisch-musikalische Soirée mit Chansons und Texten von Kurt
Tucholsky, Günter Neumann, Erich Kästner, Peter Kreuder, Friedrich Hollaender
und anderen... (Männern!)
präsentiert von Elisabeth Kuhs. Am Klavier: Michael Carleton
Bildunterschrift: Der Schönere der beiden
Mannsbilder (großvater kl.jpg), der Kerl rechts, ist der Großvater der
Kabarettistin und Sängerin Elisabeth Kuhs, Willi Laus. Das Foto stammt aus dem
Privatarchiv von Elisabeth Kuhs.
Donnerstag, 3.9.09 Italienischer Abend*
nächste Aufführung: Freitag, 18.9.09 Café Startklar, Niederrheinstr. 182, Düsseldorf-Lohausen, 19.30 Uhr

Karin Velinova und Bernhard Schultz
Flattermäuschen
im Tragödchen
Erotische Satire mit klassischer Musik zum Saisonstart
Es ist tragischerweise soweit: die Sommerpause ist vorüber, am 3.9. um 20 Uhr beginnt die zweite Saison der Ratinger Tragödchen mit einem italienischen Abend im Buch-Café Peter und Paula.
Martin Fratz am Klavier (Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein), Dan Constantin an der Violine (Philharmonisches Orchester Gelsenkirchen) die Sopranistin Karin Velinova (Leiterin des Traumorchesters), Susanne Cano (Schauspielerin) sind die illustren Gäste, die an diesem Abend das „Flattermäuschen“, eine erotische Fabel des italienischen Literaturnobelpreisträgers Dario Fo begleiten werden.
In der Fabel wird die Geschichte des jungen Ziegenhirten Giavan Pietro erzählt, der auf der Alp hoch über dem Tal seiner Herde folgt und das ganze Jahr über praktisch völlig alleine lebt. Er ist lieb, aber ein kompletter Trottel. Sein Dienstherr ist reich und geizig, und die Überraschung groß, als Giavan nach dessen Tod alle Reichtümer erbt.
Im Nu sieht unser einfältiger Jüngling ganze Scharen von Müttern auf die Albheraufziehen, die ihm ihre Töchter zur Frau anbieten.
Verheiratet wird Giavan schließlich mit der Geliebten des Dorfpfarrers. Es handelt sich umden alten Trick, ein junges Mädchen, das man als Geliebte behalten will, einem Blödian zur Ehefrau zu geben. Dieses Spielelement finden wir inder ganzen mittelalterlichenVolksdichtung bis hin zu Machiavelli.
Gelesen und gespielt wird die Geschichte von Bernhard Schultz und Susanne Cano, mit großem Erfolg zuletzt in Düsseldorf in der Gerresheimer Stadtbibliothek vor ausverkauftem Haus.

Dan Constantin, Martin Fratz, Karin Velinova und Bernhard Schultz
Juli und August Sommerpause!
Donnerstag, 25.6. Ringo Nr. 7 macht beinahe Karriere

Tragedy bei der Arbeit

Lutz Beyering
Letztes Tragödchen vor der Sommerpause
Am Donnerstag, dem 25. Juni 2009 um 20.00 Uhr stellt der Ratinger Autor Lutz Beyering seinen Ruhrgebiets-Roman „Ringo Nr. 7 macht beinahe Karriere" im Rahmen der Ratinger Tragödchen vor.
Der Roman Lutz Beyerings schildert humorvoll und authentisch die 60er Jahre im westlichen Münsterland. Die Grenzen zwischen Muff und Aufbruch, Deutschen und Holländern, Westfalen und Rheinländern und vor allem Katholiken und Protestanten, die der Roman thematisiert, könnten unverändert ins Ratingen der 60er Jahre verlegt.
Lutz Beyering schürt Wehmut bei allen, die die Zeit bewusst erlebten und nimmt die Jüngeren mit in einen aufregenden Zeitabschnitt.
Doch der Roman ist mehr als die wunderschön erzählte Geschichte des kleinen Richard, der durch seine Pubertät kämpft und es später als halbwüchsiges Mitglied einer Beatband unter dem Spitznamen "Ringo" zu gefühltem Weltruhm bringt – immerhin stellt ihm die Bundespost eine Ansichtskarte zu, die nur an "Ringo, 429 Bocholt" adressiert ist…
In szenischer Lesung hoffen Lutz Beyering und Bernhard Schultz, der die Zuhörer im Tragödchen wiederholt zu Tränen rührte (vor allem im „Rock´n Roll König"
,) bestens zu unterhalten.Musikalisch wird die Band Tragedy ausnahmsweise Songs präsentieren, die tatsächlich zum literarischen Teil des Abends „passen" und im Roman auch eine Rolle spielen.
Veranstaltungsort ist wieder das Buch-Café Peter und Paula, Grütstr. 3-7, Eintritt 5,- Euro, alle weiteren Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.
Lutz Beyering
Samstag, 20.6. Der Rock´n Roll König im Café Startklar in Düsseldorf
Erster
Dauerbrenner des
Tragödchen
Jetzt auf Tournee! Also heute abend
Die Band Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm „Der Rock´n Roll – König“ auf.
Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.
Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.
Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.
Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.
Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.
Eintritt frei

Donnerstag, 18.6.
Einstein in Bukarest und Time Out in Ratingen
Rumänischer Abend

Bernhard Voelz, Christian Bauer und Wilfried Nogatz vom Jazz-Trio "Time Out"
Am Donnerstag, dem 18. Juni gibt es ab 20 Uhr (schon wieder) eine Premiere im Ratinger Tragödchen. Dann beginnt nämlich die Zusammenarbeit mit der Ratinger Eine-Welt-Initiative „Agenda 21“ in Gestalt eines Rumänien-Abends.
Der 1929 in Bukarest geborene Schriftsteller und Journalist Franz Heinz stellt neben seinem eigenen Text „Einstein in Bukarest“ fünf rumänische Autoren vor:
Tudor Arghesi (1880 – 1967), nach Eminescu einer der größten rumänischen Dichter, Ion Alexandru (geb. 1942), eines der kräftigsten Talente der jüngeren Generation mit ausgeprägter philosophischer Neigung, Nichita Stonescu (geb. 1933) mit tiefer Neigung zur Gedankenlyrik, Ion Creanga (1837-1889), dessen Hauptwerk „Kindheitserinnerungen“ Weltgeltung beanspruchen kann und Dumitru Radu Popescu (geboren 1933), einer der begabtesten Prosaschriftsteller der jungen Generation.
Franz Heinz ist seit 1976 in Deutschland und bekanntgeworden durch zahlreiche Hörspiele und Kurzprosa und als Herausgeber der in Bonn erscheinenden Zeitschrift „Kulturreport“.
Tragischerweise kommt die Band „Time Out“, die an diesem Abend im Tragödchen aufschlägt, nicht aus Rumänien, sondern aus Düsseldorf und spielt auch keine rumänische Folklore, sondern „kammermusikalischen“ Jazz in der Besetzung Posaune (Bernhard Voelz), Gitarre (Christian Bauer) und Bass (Wilfried Nogatz).
Dafür bekommt aber die „Aktion Kinderhilfe Rumänien“ die Gelegenheit, ihr neuestes Projekt, das mit den Franziskanerinnen aus Caransebes/Banat koordiniert wird, in Wort und Bild vorzustellen.
Also mal wieder ein wunderschönes Durcheinander aus Literatur, Musik und Politik.
Mittwoch, 17.6.
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Jugendzentrum "Manege" Jahnstr. 29 40885 Ratingen-Lintorf |
Donnerstag, 4.6. und Freitag, 5.6.09
Meister der leisen Töne: Duo Opal


Klaus Gutjahr Jörg Utesch
Kurz
vor der Sommerpause erwartet das Tragödchen in mehrfacher Hinsicht einen Höhepunkt:
zum ersten Mal öffnet es nicht nur donnerstags, sondern auch am Freitag seine
Pforten. Am 4. Und 5. Juni gastiert das Duo Opal jeweils um 20 Uhr im Buch-Café
Peter und Paula. Duo Opal sind zwei deutsche Ausnahmemusiker, nämlich Klaus
Gutjahr am Bandoneon und Jörg Utesch an der Gitarre.
Kompositionen
von J.S.Bach, J.M. Cano (Hijos de la Luna), J. Pixiguinha (Carinhoso),
Ariel Ramirez (Alfonsina y el mar) und Astor Piazzolla gehören zu ihrem
Repertoir. Der Eintritt beträgt 10,- Euro, ermäßigt 5,- Euro. Weitere
Informationen unter Tel. 26095.
Schon
während seines Studiums und danach spielte Klaus Gutjahr in verschiedensten
eigenen und anderen Formationen. Als gefragter Musiker begleitete er Künstler,
wie Klaus Hoffmann, Michael Z., Erika Pluhar, Eva Maria Hagen, Hannes Wader und
Wolf Biermann in Konzerten und bei Schallplattenaufnahmen. Seit vielen Jahren
ist er auf sehr unterschiedlichen eigenen Musikproduktionen zu hören. So
interpretiert er Barock- und klassische Musik, ebenso wie den argentinischen
Tango, mit dem er sich seit Anfang der 80-er Jahre beschäftigt. Eine Musik, die
dem in Krefeld um 1840 von Heinrich Band entwickelten Instrument sein Überleben
verdankt.
1989 wurde er von Astor Piazzolla in Buenos Aires eingeladen und diskutierte mit
ihm über die Zukunft des Bandoneons. Bis in die heutige Zeit folgten viele
Reisen an den Rio de la Plata. Bandoneonsolisten wie der in Paris lebende
Argentinier Juan José Mosalini, der ein Bandoneon von ihm spielt, als auch
Daniel Binelli, José Libertella, Luis Stazzo, Julio Oscar Pane und der
Schriftsteller und Liberetisten Horacio Ferrer aus Buenos Aires, kann er seine
Freunde nennen. Im September 2003 machte ihn die „Academia Nacional del
Tango“ in Buenos Aires aufgrund Verdienste um das Bandoneon in einer
Feierstunde zum „Academico honoris causa“.
Nach drei Jahren folgte ein vierjähriger Lehrgang bei Gaston Stoligwo, der für
die Ausbildung seiner Gitarrentechnik besonders richtungsweisend war. Er erhielt
wertvolle musikalische Impulse und begeisterte sich für die Harmonik und
Melodieführung des Brasilianers Heitor Villa Lobos. Hier schon bildete sich
eine Vorliebe für spanische und lateinamerikanische Komponisten heraus, deren
Werke er später in regelmäßigen Auftritten, vor allem in Berliner Clubs,
spielte und so seine erste Bühnenerfahrungen machte.
Seit 1972 unternimmt Jörg Utesch Konzerttourneen durch Deutschland, Europa und
Südamerika, oft auch mit seiner Frau, der peruanischen Sopranistin Esparta Rios.
Diese Zusammenarbeit wurde für sein künstlerisches Schaffen eine neue
Herausforderung. Als hervorragender Virtuose, Komponist und Interpret sucht er
nach neuen musikalischen Möglichkeiten, die sowohl der klanglichen Vielfalt des
Instrumentes, als auch seinem hohen Anspruch an Authenzität gerecht werden. Der
technisch und musikalisch brilliante Gitarrist Jörg Utesch verbindet
lateinamerikanische und europäische Musiktraditionen zu
einem Erlebnis von hoher künstlerischer Qualität.
Donnerstag 28.5. Die Lutherin von Eva Zeller mit Cordula Zeller
Am
Donnerstag, dem 28.5.09 beschäftigt sich das Ratinger Tragödchen ab 20 Uhr mit
zwei Romanen der Autorin Eva Zeller, „Die Lutherin“ und „Das versiegelte
Manuskript“.
Eva Zeller wuchs auf dem
Rittergut
ihrer Großmutter in Görzke
auf. Da die Ehe der Eltern (Mutter: Elisabeth Feldhaus, geb. Bertrand; Vater:
Franz-Maria Feldhaus, Technikhistoriker) bereits 1924 geschieden wurde, kehrte
ihre Mutter dorthin zurück. Dort absolvierte sie die Schulzeit bis zum 14.
Lebensjahr, anschließend bis zum Abitur (1941) im Internat in Droyßig
bei Zeitz. Nach
dem Studium der Germanistik
und Philosophie
in Greifswald,
Marburg und Berlin heiratete sie 1944 den Kirchenmusiker Wolf-Dietrich
Dirks, der Anfang 1945 im Russlandfeldzug fiel. Im März 1945 wurde die Tochter
Maren auf der Flucht geboren. 1947-1950 unterrichtete sie in Görzke Junglehrer,
gleichzeitig arbeitete sie als Lehrerin an der dortigen Zentralschule. 1950
heiratete sie den Pfarrer und Kunsthistoriker Reimar
Zeller (1925-2007); 1951 kam Tochter Susanne zur Welt. Zwischen 1950 und
1956 wohnte sie in Hohenwerbig
und Kleinmachnow.
1956 verließ sie die DDR und ging nach Südwestafrika (heute Namibia),
wo ihr Mann die deutsche
Gemeinde Swakopmund
betreute. 1958 wurden die Zwillinge Cordula und Joachim geboren. 1962 kehrte die
Familie in die Bundesrepublik Deutschland zurück. Sie wohnte bis 1974 in Düsseldorf,
anschließend in Villingen
(Schwarzwald) und Heidelberg.
Seit 1998 lebt sie in Berlin.
Eva Zeller schildert in der „Lutherin“
das Leben Katharina von Boras, jener Frau, die Martin Luthers neuer
Lehre wegen unter großer Gefahr aus dem Kloster floh und wenig später die Frau
des Reformators wurde. Der Leser begegnet bei dieser 'Spurensuche' einer
selbstbewußten und mutigen Kämpferin für eine umwälzende Idee, einer großartigen
Frau, die Luther 'nicht um Frankreich oder Venedig mehr hergeben' wollte
„Sagen wir es unumwunden: Dieses Buch ist das eigentliche literarische Ereignis des Luther-Jahres 1996. Eine ruhige, klare Prosa schreibt Zeller, und doch spürt man zwischen den Sätzen dauernde Erregung, ein Bangen um Katharina von Bora, deren Innenbild sie einfühlsam nachzeichnet, soweit ihre ‚Spurensuche’ dies erlaubt. ‚Finden, nicht erfinden’ lautet Zellers Devise. .“ (Neue Zürcher Zeitung vom 20.6.96 über das Buch „Die Lutherin“)
Vorgetragen werden die Texte von Cordula Zeller, der jüngsten Tochter Eva Zellers, und Bernhard Schultz. Cordula Zeller arbeitet als Schauspielerin in Berlin, ihre wichtigsten Rollen waren das Gretchen aus Goethes Faust, die Gudrun Ensslin aus den „Ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen“ von Luise Brückner und die Piper Karcka aus den Ratten von Gerhart Hauptmann.
Wer tragischerweise am Donnerstag verhindert ist, kann die gleiche Veranstaltung am Freitag, dem 29.5., 19.30 Uhr im Café Startklar, Niederrheinstr. 182, Düsseldorf-Lohausen, www.cafe-startklar.de besuchen.
Sonntag!
17.5. Kulturkneipe trifft Tragödchen, oder umgekehrt
Am Sonntag, dem 17. Mai ab 16 Uhr
schaut das Ratinger Tragödchen um die Ecke in die Kulturkneipe ins Lux
(Turmstraße). Die Band Tragedy, die seit September in wechselnder Besetzung
immer donnerstags im Buch-Café Peter & Paula auftritt,
wird an diesem Nachmittag ein „Best of“ der Tragödchen-Hits präsentieren.Mit
von der Partie werden Thomas Schneider, Gitarre, Jonas Liesefeld ,Geige, Jens
Barrabasch, Flöten (die drei treten
sonst als Irish-Folk-Trio „Baleadenn“ auf), Christian Baron, der Gitarrist
der Cover-Band S.A.C.K., Michael Bulcik, Lorenz
Görtzen, Bernhard
Schultz und andere Musiker sein, die im Tragödchen schon ihre musikalische
Visitenkarte abgegeben haben.
Ursprünglich geplant war eine
Improvisation „Literatur und Musik ohne Literatur“, zum Glück bestand
allerdings der Literaturverein „E.R.A.“, der ja schon auf fünf erfolgreiche
Kulturkneipenjahre zurückblickt, auf den der Literatur zustehenden Anteil am
Programm.
So musste Mr. Tragedy Bernhard
Schultz umdisponieren, und so werden die musikalischen Beiträge an diesem
Nachmittag unterbrochen und aufgelockert (oder umgekehrt) durch zahlreiche Texte
namhafter Ratinger Autoren.
Die Auswahl der Texte erfolgte
durch das Tragödchen-Team, es sind
tragischerweise allerdings alles Texte von E.R.A.-Autoren.
Versprochen wird ein spannender und stimmungsvoller Nachmittag mit viel Literatur und noch mehr Musik, oder umgekehrt.
14.5. Meuchellieder

Am Donnerstagabend ab 20 Uhr wird im Ratinger Tragödchen gemordet und
gemeuchelt, was das Zeug hält, von A wie Abmurksen bis Z wie Zersägen.
Elisabeth Kuhs (gnadenlos) und Michael Carleton am Piano (unerbittlich) präsentieren
finstere Gesänge, mörderische Chansons, kriminelle Texte und andere
Gemeinheiten von Frank Wedekind, Friedrich Hollaender, Kurt Weill, Bertolt
Brecht, H.C. Artmann, Georg Kreisler und sonstigen Schurken. Eine blutrünstige
musikalisch-literarische Soirée.
Tatort: Ratinger Tragödchen im Buchcafé Peter & Paula in der Grütstraße.
Tatzeit: 20 Uhr. Ohne Schutzgeld (5,-) kommt keiner rein. Sachdienliche Hinweise
werden entgegengenommen unter Tel. 26095.
Elisabeth Kuhs
7.5. Katzen (Cats)
Am Donnerstag, dem 7. Mai ab 20 Uhr dreht sich im Ratinger Tragödchen alles um der Deutschen liebstes Haustier: die Katze. Dabei können Thomas Schneider, Susanne Cano und Bernhard Schultz, die schon so erfolgreich den „Rock´nRoll-König“ von Volker Kriegel und die Ostergeschichte von Robert Gernhardt inszeniert haben, literarisch und musikalisch aus dem Vollen schöpfen.
Zum Vortrag gelangen Ausschnitte aus „Pu, der Bär“ von Alan Alexander Milne und „Traurige Tropen“ von Claude Levi-Strauss, außerdem Texte von Robert Gernhardt, Margit Schreiner und natürlich einige Lieder von Cat Stevens. Dabei hat das Programm neben vielen komischen auch tatsächlich tragische Momente. Denn selbst jeder Katzenfreund weiß, dass die niedlichen Viecher auch ihre fiesen Seiten haben.
Der Eintritt kostet wie immer 5 Euro, Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

30.4. Schneider und Wittfeld: Der Robert-Gernhardt-Abend
Schneider und Wittfeld
erstmals im Tragödchen
Am
Donnerstag, dem 30.4., schlagen für alle Fans des Ratinger Tragödchens die
Sterne des Ratinger Kleinkunsthimmels ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula
auf: Schneider und Wittfeld. Elmar Schneider (geb. 1950) und Klaus Wittfeld
(geb.1952) machen seit 1985 gemeinsam Musik und Kleinkunst. Sie lieben vor allem
Parodie, Satire und höheren Unsinn, daneben Spritzgebäck und
Schumacher-Altbier. Wittfeld liebt außerdem sein Haus in Piemont, während
Schneider Wittfeld liebt (jedenfalls meistens).
Schneider
singt und rezitiert; Wittfeld muss ihn am Piano und mit der Gitarre begleiten,
gibt die zweite Stimme und darf manchmal auch mitrezitieren.
An
diesem Abend läuft „Na ja. Egal. Ein andermal.“, der Robert-Gernhardt-Abend
des unschlagbaren Duos.
Robert
Gernhardt, Dichter und Zeichner, arbeitete lange Jahre
für satirische Zeitschriften wie „Pardon“ und „Titanic“ und lieferte
Textvorlagen für den Komiker „Otto“. Schneider/Wittfeld haben über 25
Miniaturen aus dem Werk Gernhardts ausgewählt. In diversen literarischen
Stilarten geht es um Kirche und Kunst, um Mama und den Mardermörder, um Sport,
Liebe und Moral.
Für
den unwahrscheinlichen Fall, dass sie nicht alleine klar kommen, werden sie von
Mr. Tragedy, Bernhard Schultz, unterstützt.
Der
für diesen Abend eigentlich eingeladene Ratinger Lyriker Joachim Harms musste
aus beruflichen Gründen absagen.
Der
Eintritt beträgt 5 Euro, alle weiteren Informationen unter Tel 26095 oder
www.buch-cafe.com
23.4. 5.Woche ! Der Rock´n-Roll-König
Erster
Dauerbrenner im Tragödchen
Die Hausband Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm „Der Rock´n Roll – König“ auf.
Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.
Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.
Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.
Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.
Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.
Eintrittskarten zu 5 Euro können, müssen aber nicht vorbestellt werden unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7.

Foto: Achim Blazy
Die Band "Tragedy" (heute mit Jonas Liesefeld, Jens Barrabasch, Thomas Schneider)
16.4. Bernhard Lassahn/Thommie Bayer Teils ja, teils nein
Kabarett mit Matthias Rybak und Bernhard Schultz nach Texten von Bernhard Lassahn und Thommie Bayer

Matthias Rybak
Teils ja – teils nein – zwischen Hippies, Poppern und Punkern
Das Tragödchen bietet am Donnerstag, dem 16.4.09 ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula ein Kabarett-Programm mit Texten und Liedern von Bernhard Lassahn und Thommie Bayer. Bernhard Lassahn begann als Liedermacher und Verfasser empfindsam-ironischer Prosa. Seit den 1990er Jahren schreibt er vorwiegend Kinderbücher. Er lebt in Berlin. Bekannt wurde er durch die Zusammenarbeit mit dem Liedermacher Thommie Bayer (Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh), für dessen Lieder er viele Texte schrieb. Auch Thommie Bayer hat schon 1984 die Liedermacherei an den Nagel gehängt und schreibt seitdem erfolgreich Romane, von denen auch einige verfilmt wurden („Andrea und Marie" mit Hannelore Elsner und Iris Berben in den Hauptrollen).
Für Matthias Rybak sind Lassahns Texte ein gleichzeitig urkomisches und nachdenkliches Tagebuch in Erzählungen und Liedern. Genau wie er fühlt er sich „irgendwie dazwischen", einzuordnen vor den 68er und hinter den Poppern und Punkern, eben „Teils ja – teils nein".
Der Eintritt beträgt 5 Euro, weitere Informationen unter Tel. 26095
9.4.
Robert Gernhardt Die Ostergeschichte
Tragödchen wünscht frohe (!) Ostern
Und zwar mit der „Ostergeschichte“ von Robert Gernhardt, die der Autor 1986 in Rom geschrieben hat.
Tom Schneider und Bernhard Schultz lesen und musizieren am Gründonnerstag, dem 9.4.09 ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula in der Grütstraße.
In der bissigen und urkomischen Satire reist der Journalist Maski seiner Göttergattin zuliebe Ostern nach Rom, um sich auf dem Petersplatz Ostermesse und –segen zu geben. Zur Verarbeitung des Erlebten kehrt Maski am gleichen Abend in einer römischen Spelunke ein und trifft dort zu seiner grenzenlosen Überraschung den Heiligen Vater.
Es folgt ein prosecco-seliges Besäufnis, bei dem Seine Exzellenz, Papst Johannes Paul II., kein gutes Haar an seinen vatikanischen Hofschranzen und dem ganzen Brimborium läßt.
Tom Schneider, Ex-Gitarrist von Stoppok und jetzt Musik-Direktor im Tragödchen übernimmt in der szenischen Lesung die Rolle des Journalisten Maski, während Bernhard Schultz zum ersten Mal als Papst zu sehen ist.
Der Eintritt beträgt wie immer 5 Euro, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

Musikdirektor Tom Schneider

Mr. Tragedy Bernhard Schultz
2.4.
Philipp Adolphs "Liebesart" Jugend musiziert
und dichtet
Am Donnerstag, dem 2. April darf im Ratinger Tragödchen ab 20 Uhr der Nachwuchs zeigen, was er kann: und zwar sowohl literarisch als auch musikalisch.
Philipp Adolphs hat mit gerade mal 19 Lenzen sein erstes Buch mit Liebesgedichten veröffentlicht.
In
76 Gedichten auf 92 Seiten beschäftigt sich der Gedichtband „Liebesart“
- wie der Name verrät - mit der Liebe und all ihren Facetten. Die Texte
klassischer wie moderner Formen erzählen in ihrer Reihenfolge eine ganze
Liebesgeschichte, vom Verlieben bis hin zu ersten Zweifeln, dem Schmerz und
ihrem Nachgeschmack bzw. Neuanfang. Ob die Arbeiten autobiographische Züge
tragen, wird der Autor sicherlich während der Lesung, die er zusammen mit
Bernhard Schultz gestaltet, verraten.
Der Autor ist „hauptberuflich“ Abiturient am Immanuel-Kant Gymnasium in Heiligenhaus.
Musikalisch begleitet wird Philipp Adolphs von seiner „Arbeitskollegin“ Isabel Schlegel (Schülerin am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium) am Klavier mit romantischen Klassikern der Ernsten Musik. Auch sie tritt zum ersten Mal vor einem größeren Publikum auf.
Veranstaltungsort: Buch-Café Peter und Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen. Eintritt: 5 Euro
Weitere Informationen: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com
Philipp Adolphs
26.3. Anke Kremer Der Mann an sich ist von innen her gut
Am Donnerstag, dem 26.3.09 dürfen sich alle Fans der Missfits, dem unvergessenen Kabarettistinnen-Duo auf ein Wiederhören der Texte von Stephanie Überall und Gerburg Jahnke freuen. Dann gibt es ab 20 Uhr im Ratinger Tragödchen eine Hommage an das geniale Frauenkabarett, das 2005 die letzte Vorstellung gab.
Anke Kremer präsentiert eine Lesung, die vor Alltags-Tabus nicht Halt macht.
Knietief waten da verkannte Schriftstellerinnen in der Midlife-Krise durch „Schlammendes Watt“ an die Orte, „wo niemand wartet“. Auf das Schulklo zum Beispiel, wo die Lehrerinnen Nölle und Lehmann-Brack in der heimlichen Rauchpause über Verflossenes diskutieren. Oder auf den Friedhof, wo spitzfindige Witwen die Frage erörtern, wieso Frührentner an Pflaumenbäumen ein Kettensägenmassaker anrichten müssen. Wie fährt man eigentlich im Damenanzug Auto? Die Frage klärt sich spätestens dann, wenn zwei Mitvierzigerinnen ihre Mütter früh morgens um drei vom Senioren-Strip-Poker abholen. Man darf gespannt sein, welche Ähnlichkeit Männer mit Wolken haben, was es eigentlich mit den roten Lämpchen auf dem Ceranfeld auf sich hat und wie die Missfits wahre Schönheit definieren.
Ihre Liebe zum Theater entdeckte Anke Kremer bereits im zarten Alter von fünf
Jahren. Bevor sie in den 90er Jahren schließlich bewusst den Weg Richtung Bühne
einschlug, absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung, sie nahm
Schauspielunterricht, es folgten Auftritte in Ratingen und Düsseldorf. Nach dem
ersten Engagement bei Ingrid Braut und Alfons Höckmann in der Düsselorfer Komödie
auf der Steinstrasse blieb sie der Komödie treu. Zu sehen war sie unter anderem
in den Produktionen „Barfuß im Park“, „Wenn schon – denn schon“ und
„Wer zweimal lügt, …“. Unter der Regie von Helmuth Fuschl wirkte Anke
Kremer in „Loriots dramatische Werke“ mit. Zu ihrem schauspielerischem
Alltag gehören heute sowohl selbstinszenierte Lesungen als auch Vorlesungen an
Instituten und Fernsehauftritte in der „Lindenstraße“.
19.3. 20 Uhr Gina Meyer, Zitronen im Mondschein
Am Donnerstag, dem 19. März, um 20 Uhr geschieht etwas Außergewöhnliches
im Ratinger Tragödchen: neben den gewohnt tragischen Gestalten, die dort
musizieren und ihre Texte zum Vortrag bringen, erscheint als Gast eine sehr
erfolgreiche Schriftstellerin: Gina Mayer, die Autorin des Romans „Die
Protestantin“ und einiger nicht weniger erfolgreicher Jugendbücher stellt
ihren neuen Roman „Zitronen im Mondschein“ vor.
Düsseldorf 1926: Die Frage, wer ihr Vater ist, belastet die Beziehung
zwischen dem Serviermädchen Mira und ihrer Mutter Maria, einer ehemaligen
Wahrsagerin. Als sich Mira in den Pianisten und Revolutionär Anselm Guben
verliebt, entfremden sich Tochter und Mutter noch mehr. Doch dann taucht ein rätselhafter
Künstler auf, und das Vergangene wird höchst gegenwärtig.
Eine dramatische Liebes- und Lebensgeschichte – ein Gesellschaftsroman, der
anrührend und anschaulich eine Epoche deutscher Geschichte beschreibt. Vor dem
Hintergrund umwälzender politischer und gesellschaftlicher Veränderungen wird
das Geheimnis einer zerstörten Familie enthüllt.
Das Team vom Tragödchen ist natürlich sehr interessiert, das Geheimnis
ihres Erfolges zu lüften und hat deshalb einen Blick in die Biografie der
Erfolgsautorin geworfen:
1965
Meine Geburt in Ellwangen an der Jagst.
1971
Mein erstes Schuljahr. Schon jetzt steht für mich felsenfest, was einmal aus
mir werden soll: Friseurin. Lange Haare sind etwas Wunderbares, weil man sie
immer wieder abschneiden kann, und sie immer wieder nachwachsen. Vorausgesetzt,
man hat Menschen und keine Barbiepuppen vor sich, denn da wachsen die Haare
nicht wieder nach. (Das hat die Erfahrung mich bereits gelehrt.)
1972
Mein zweites Schuljahr. Ich habe inzwischen lesen und schreiben gelernt.
Beides war ein recht schleppender Prozess, als ich ihn endlich bewältigt habe,
beschließe ich aus reiner Erleichterung und Dankbarkeit, Schriftstellerin zu
werden.
1977
Mein Entschluss trägt erste Früchte. Ich schreibe ein Gedicht, das auf der
Kinderseite einer Fernsehzeitschrift veröffentlicht wird. Von den 20 Mark
Honorar kaufe ich mir eine Wollmütze, die ich zwei Wochen später wieder
verliere. (Auch das Gedicht ging leider kurz nach seiner Veröffentlichung
verloren).
1984
Ein vielversprechender Anfang, doch nach dem Abitur in Schwäbisch Hall gerät
der Traum von der Schriftstellerei wieder in Vergessenheit. Ich ziehe für ein
Jahr nach Neapel und entscheide mich dann aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen
für ein Grafik-Design-Studium. Aus ebenfalls nicht mehr nachvollziehbaren Gründen
entscheidet sich die Fachhochschule Trier für mich als Studentin.
1991
Die Fachhochschule Düsseldorf diplomiert mich als Grafik-Designerin. Vor lauter
Schreck werde ich daraufhin Werbetexterin.
1994 - 1996
Ich heirate und bekomme zuerst einen Sohn und dann eine Tochter und mache mich
als Werbetexterin selbstständig.
2000 - 2005
Ich schreibe Werbetexte und Jugendbücher, die ersten werden gedruckt, die
letzteren abgelehnt. Also ändere ich die Taktik und schreibe meinen ersten
historischen Roman „Die Protestantin“, den sofort ein Verlag will.
Kurz danach meldet sich der Sauerländer-Verlag und kauft mein Jugendbuch „Das
Mädchen ohne Gedächtnis“.
Seit 2006
Im Diana Verlag erscheint „Die Protestantin“, bei Sauerländer „Das Mädchen
ohne Gedächtnis“. Ich bin doppelte Debütantin! Meine Verlage freuen sich,
weil die Bücher so erfolgreich sind. Ich freue mich noch viel mehr.
Schreiben ist mein Beruf. Ich wandere von einem Zeitalter ins andere, von einem
Thema zum nächsten, von Buch zu Buch. Und immer nur wohin ich will. Ich lese
und erfinde und lerne und wachse. Das ist mein Leben.
Für die
musikalische Begleitung sorgt wieder die leider noch erfolglose Hausband des
Tragödchens „Tragedy“, an diesem Abend mit historischen Liedern von Carl
Michael Bellmann (!8. Jahrhundert).
Ort: Buch-Café
Peter & Paula, Grütstr. 3-7
Reservierungen:
Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com
Gina Meyer
5.3. und 12.3. 20 Uhr Tragedy, Der Rock´n Roll König

Susanne Cano Bernd Schultz (Mr. Tragedy) Foto: Ulrich Scharfenorth
Erster Dauerbrenner im
Tragödchen
Die Hausband Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm „Der Rock´n Roll – König“ auf.
Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.
Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.
Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.
Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.
Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.
Eintrittskarten zu 5 Euro können, müssen aber nicht vorbestellt werden unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7.

Foto: Achim Blazy
Die Band "Tragedy" (heute mit Jonas Liesefeld, Jens Barrabasch, Thomas Schneider)
26.2. 20 Uhr Caroline Vriens, Andre Tünkers Dog Star
Alexander Konrad im Tragödchen
Alexander Konrad, der Donald Windhams Roman „Dog Star“ aus dem
Amerikanischen übersetzt hat, und Bernhard Schultz lesen aus dem 1950 erstmals
erschienenen und jetzt wieder entdeckten Jugenddrama. Atlanta in den dreißiger
Jahren: In der Hitze des amerikanischen Südens vollzieht sich ein jugendliches
Scheitern. Der fünfzehnjährige Blackie verschwindet nach dem Selbstmord seines
Freundes aus der Erziehungsanstalt und kehrt nach Hause zurück. Doch der
Empfang dort ist fast gleichgültig und seine alten Freunde erscheinen ihm mit
einem mal kindisch. So treibt er sich in den heißen Straßen der Stadt herum,
versucht seine Trauer zu verarbeiten, Liebe zu finden, sich irgendwie nützlich
zu machen und baut an seinem Ideal von Unnahbarkeit und Stärke. Doch alles
erweist sich als zäh, falsch, verschlungen und dumpf. Es wird ein Weg in die
Selbstzerstörung.
"Ein schöner, lesenswerter Fund", meint Rezensent Adam
Soboczynski über diese, im Original ein Jahr vor Salingers Welterfolg
erschienene Adoleszenzgeschichte aus dem Jahr 1950, die nun erstmals in
deutscher Sprache erschienen ist. Der schmucklose, realistische Stil beeindruckt,
mit der Donald Windham die Geschichte seines jugendlichen Protagonisten erzählt.
Im Zentrum steht der Titelheld mit dem mehrdeutigen Namen "Dog Star",
ein 15-jähriger Junge aus Atlanta, der die Liebe sucht, ein Mädchen verführt,
bevor die Liebe für ihn zum gewalttätigen Akt wird, der am Ende in
Autoaggression mündet. Anders als Salingers Held tauge Windhams mitleidsloser
„Held“ jedoch kaum zur "sympathischen Einfühlung", weshalb dieser
Held hier wohl die spannendere, aber auch problematischere Figur zu sein
scheint.
Musikalisch begleitet werden Alexander Konrad und Bernhard Schultz von der
niederländischen Jazz-Interpretin Caroline Vriens und dem Ratinger Pianisten
André Tünkers.

19.2. 20 Uhr Susanne Cano, Alternative Altweibersitzung
Hexeneinmaleins im Tragödchen
Du mußt verstehn! Aus Eins mach Zehn.
Und Zwei laß gehn, und Drei mach gleich.
So bist Du reich. Verlier die Vier!
Aus Fünf und Sechs – so sagt die Hex –
Mach Sieben und Acht, so ist´s vollbracht.
Und Neun ist Eins, und Zehn ist keins.
Das ist das Hexeneinmaleins!
Und gleichzeitig das Motto für die 1. Alternative Ratinger Altweibersitzung, die am Donnerstag, den 19. Februar ab 20 Uhr im Ratinger Tragödchen abgehalten wird.
Die Sitzung wird geleitet von Susanne Cano, einer Ratinger Schauspielerin und Bernhard Schultz, für die dem Anlaß angemessene Stimmung sorgt einmal mehr die Band „Tragedy“ unter Alleinherrschaft von Musikdirektor Thomas Schneider.
Zu gewinnen gibt es an diesem Abend auch etwas: den ersten fünf Hexen, die an diesem Abend die literarische Herkunft des o.a. Hexeneinmaleins erraten, winkt eine preiswerte Ausgabe des Originals.
Ort der Veranstaltung: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Infos: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com, Eintritt: 5,55 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Autor des Hexen - Einmaleins
12.2. 20 Uhr Tragedy Der Rock´n Roll König (s. 5.3.)
5.2. 20 Uhr Dagmar Janssen, Über die Liebe im Februar

Dagmar Janssen arbeitet als freiberufliche
Schauspielerin und Sprecherin.
Nach ihrer Ausbildung an der
Theaterakademie Köln wurde sie bei einem Nachwuchsprojekt eines Pfälzer
Theaters entdeckt und spielte fortan mehrere Jahre auf den schönsten Freilichtbühnen
Deutschlands.
Im Anschluss war sie in diversen
Familienmusicals zu hören und zu sehen. So spielte sie lange Zeit die freche
Pippi Langstrumpf oder die kleine Anna von Schlotterstein im „Kleinen
Vampir“. Es folgten Sprechertätigkeiten sowie eigene Literaturprojekte für
Kinder und Erwachsene.
In Ratingen ist Dagmar Janssen durch
den Literaturkreis ERA bekannt. So las sie bereits die Lyrik der verstorbenen
Schriftstellerin Eris Marzinowski oder begab sich im Ratinger „LUX“ auf
„Die Suche nach der Zeit“.
Auch in diesem Jahr – diesmal im „Ratinger
Tragödchen“ – wird Dagmar Janssen so manch schöne, amüsante oder auch
sinnliche Geschichte sowie lyrische Leckerbissen von Theodor Storm, Annette von
Droste-Hülshoff und Erich Kästner bis Birgit
Vanderbeke aus ihrem „Erzähl-Koffer“ zaubern. An diesem Abend geht es rund
um den - zwar noch kalten aber dennoch gefühlvollen - Monat Februar, wobei vor
allem die Liebe nicht fehlen wird....
Peter & Paulas Kleinkunstbühne für Literatur und Musik
WANN: Ab September 2008 jeden Donnerstagabend um 20.00 Uhr
WO: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen
WAS: In szenischen Lesungen oder in freiem Vortrag werden literarische Neuerscheinungen genauso wie Klassiker der Weltliteratur vorgestellt. "Aufgelockert" wird der literarische Teil durch kabarettistische Einlagen, die sich mit tagespolitischen Themen der Region auseinandersetzen. Zudem wird die versierte Literaturkritikerin Marcella Reich-Raniczki die zur Aufführung gekommenen Werke in ihrer unnachahmlichen Art bewerten.
Den musikalischen Teil des Abends bestreitet in der Regel die eigens für das Tragödchen gegründete Band "Tragedy", die jeden Donnerstagabend einen auf das literarische Programm abgestimmten Song-Sack* bereithält. Alternativ wird es auch Gastauftritte auswärtiger Musiker geben.
*Der "Song-Sack" ist eine Kreation der Ratinger Coverband S.A.C.K.. In den Song-Sack dürfen Zuhörer Vorschläge für Musiktitel werfen, die dann beim nächsten Konzert der Band zum Vortrag kommen. Die Vorschlaggeber werden während des Konzerts namentlich erwähnt.
Immerhin.
WER: Zum Tragödchen-Team gehören:
Bernhard Schultz ( Ideen, Regie, Rezitation )
Martina Freier ( Organisation )
Anne Gansen ( Chefin )
Birgit Czyriak ( Marcella )
Die Ratinger Cover-Band S.A.C.K.*(Silke Ostermeier, Alexander Otto, Christian Baron, Kilian Zurlo), die Gitarristen Michael Bulcik, Daniel Flamm und Thomas Schneider, die Sängerinnen Elisabeth Kuhs, Karin Velinova und Nadia Meroni, der Pianist Michael Carleton, der Gitarrist und Sänger Lorenz Görtzen und last but not least Band-Leader Bernhard Schultz (kein Künstler-Name) sind Mitglieder der Band "Tragedy".
Leider werden pro Abend, denn es geht ja um Kleinkunst, nie mehr als vier Bandmitglieder das musikalische Programm gestalten (man weiß aber vorher nie, welche).
Termine zu Gast im "Tragödchen"
5.2. 20 Uhr Dagmar Janssen, Über die Liebe im Februar
12.2. 20 Uhr Tragedy Der Rock´n Roll König