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Veranstaltungsprogramm "Ratinger Tragödchen" Freunde: Buchautor Ulrich Scharfenorth streitet für eine neue, nachhaltige Welt.
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Tragödchen-Winterprogramm Die schöne Tragödchen-Winterpause geht am Donnerstag, den 19.1.2012 um 20 Uhr zu Ende. Das immerhin schon vierte Tragödchen-Jahr beginnt mit einem Kabarett- und Konzertabend des Tragödchen-Ensembles um Stephan Wipf und Bernhard Schultz. Schwerpunkte des Programms werden Texte von Hanns-Dieter Hüsch und Lieder von Hannes Wader und Ulla Meinecke sein. Überraschungsgast bzw. Gast-Direktor (im Tragödchen gibt es nur Direktoren) ist der Sänger und Regisseur Oliver Timpe, der auf zahlreichen Bühnen Deutschlands und Österreich erfolgreich unterwegs und außerdem Neffe des Tragödchen-Direktors Bernhard Schultz ist. Am 26.1. werden die Rotarian Castle City Stompers mit ihrem Dixieland- und Swing-Programm keine Langeweile aufkommen lassen. Ins Tragödchen gelotst wurde die Band von ihrem Sänger und Klarinettisten, dem Ratinger Architekten Uli Meyer. Litrerisch wird an diesem Abend die „Straße der Ölsardinen“ von John Steinbeck bearbeitet. Eine Woche später gibt es zwei Tragödchen mit dem Gitarristen und Bouzouki-Virtuosen Nick Nikitakis, der zum dritten Mal im Buch-Café aufkreuzt. Bei den ersten beiden Malen trat er solo auf, am 2.2. und 3.2. können ihn die Ratinger mit seiner Band erleben. Vorgestellt werden die Songs, die im März in einem Tonstudio in San Franzisko für die neue Nikitakis-CD aufgenommen werden. Nach dem griechischen Gitarrenkünstler folgt am 9.2. Goethes italienische Reise, vorgetragen von dem in Südfrankreich lebenden Musik- und Literaturwissenschaftler Wolf Moser. Die Sopranistin Franziska Dannheim hat einen Gedichtabend mit dem schönen Titel „Lemonarien“ veröffentlicht, den sie selbst mit viel Musik am 16.2. vorstellt. Am 23.2. „meets Elvis Marilyn“, nach den John-Lennon-Konzerten im vergangenen Jahr ein sensationelles neues Tragödchen-Programm, welches den Pop-Ikonen Marily Monroe und Elvis Presley huldigt, die sich im wahren Leben niemals getroffen haben. Was also dringend nachgeholt werden muss. Hauptprotagonisten des Abends sind die Chicktones und Stephan Wipf. Eine Woche später (1.3.) geht im Tragödchen wieder ein Solist zu Werke, der Jazz-Pianist Gregory Gaynair wird unsere Ohren mit Eigenkompositionen und Jazz-Standards verwöhnen, hoffentlich steht bis dahin auch wieder ein Klavier in den heiligen Kleinkunsthallen, das alte ist mal weg (war tragischerweise ´ne Dauerleihgabe). Abgebloggt werden wir am 8.3. vom Störfall-Zukunft Autor Ulrich Scharfenorth, der uns mit der Fortsetzung seines Umwelt-Thrillers unter die Haut gehen wird. Dazu ausnahms- und passenderweise ein paar Umwelt-Songs aus der Liedermacherkiste (mit mindestens 11 Strophen). Am 15.3. besucht die bekannte Jugendbuch-Autorin Margot Schroeder (verlegt bei Rowohlt) das Tragödchen und stellt ihr neuen Lyrik-Band „Testament der Augenblicke“ vor. Dazu gibt es Lieder von den beiden im letzten Jahr verstorbenen Liedermacher-Legenden Franz-Josef-Degenhardt und Ludwig Hirsch. Zum Frühlingsanfang am 22.3 gastiert der Bandoneon-Virtuose Klaus Gutjahr wahrscheinlich das letzte Mal im Tragödchen, denn im April wandert er nach Argentinien aus. Seine Fans sollten sich also sein Programm „Tango und Bach“ nicht entgehen lassen. Der Kreis schließt sich im März am 29.3. mit einem neuen „Best of“ des Tragödchen-Ensembles. Alle Veranstaltungen laufen im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 26095, www.buch-cafe.com, buch-cafe@web.de.
RATINGER TRAGÖDCHEN
Donnerstag, 13.10.2011, 20 Uhr Sedaa Mongolian meets Oriental
Weltmusik aus der Mongolei im Tragödchen Am Donnerstag, dem 15.10.2011 kommt die mongolisch-iranische Musikgruppe „Sedaa" ins Tragödchen. "Sedaa" bedeutet im Persischen "Stimme" und verbindet die traditionelle mongolische mit der orientalischen Musik zu einem ebenso ungewöhnlichen wie faszinierenden Ganzen. Die in ihrer mongolischen Heimat ausgebildeten Meistersänger Nasaa Nasanjargal, Naraa Naranbaatar - bekannt durch die Gruppe Transmongolia - und der virtuose Hackbrettspieler Ganzorig Davaakhuu entführen gemeinsam mit dem iranischen Multiinstrumentalisten Omid Bahadori in eine wahrhaft exotische Welt zwischen Orient und mongolischer Steppe. Die Grundlage ihrer modernen Kompositionen bilden Naturklänge - erzeugt mit traditionellen Instrumenten und durch die Anwendung uralter Gesangstechniken nomadischer Vorfahren, bei denen ein Mensch mehrere Töne zugleich hervorbringt. Vibrierende Untertongesänge und der Kehlgesang Hömii sowie die wehmütigen Klänge der Pferdekopfgeige Morin Khuur und die perligen Töne des mit 120 Saiten bespannten Hackbretts verschmelzen zusammen mit pulsierenden orientalischen Trommelrhythmen zu einer mystischen Melange der Schwingungen und Stimmungen.
Omid Bhadori lernte2004 lernte auf einem Festival die mongolische Musikgruppe Transmongolia kennen. Die Musiker hatten auf Anhieb eine sehr gute gemeinsame Welle. Daraus wurden gemeinsame Konzerte und es entstanden bis heute zwei CDs. Damit öffnete sich für Omid Bahadori, der selbst mehrere Jazz-Cd´s, u.a. mit Til Brönner veröffentlicht hat, eine neue Dimension der Ton-Wahrnehmung. Die Einfachheit und die Magie dieser Musik, die sehr auf das Spielen mit Obertönen ausgelegt ist, findet er faszinierend. Er wünscht sich, die orientalische mit der mongolischen Musik zusammenzubringen, und so gründete er die Musikgruppe Sedaa. Mit seinem zweiten Solo-Album gelingt dem iranischen Musiker und Komponisten Omid Bahadori eine mitreißende Fusion zwischen der musikalischen Tradition des Orients und energiegeladenen Rhythmen aus Funk und Jazz. Unterstützt wird er dabei von namhaften Musikern wie Stephan Emig (Schlagzeug u.a. bei Till Brönner und Christina Lux), Christian Flohr (Bass bei Tok Tok Tok) sowie vielen anderen virtuosen Instrumentalisten. Aus zwölf farbenprächtigen Titeln webt der Saiteninstrumentalist, Percussionist und Sänger Omid Bahadori einen einzigartigen Klangteppich. Wie ein roter Faden ziehen sich dabei die von ihm gespielten typisch orientalischen Instrumente, wie der altpersische Zweisaiter Dombra, sowie Oud und Rahmentrommel, durch die aufwendigen Eigenkompositionen. Nach über zwanzig Jahren Bühnen- und Studioerfahrung mit verschiedenen Musikgruppen aus unterschiedlichsten musikalischen Genres gelingt es ihm, mit "Orientation" Weltmusik im besten Sinne zu präsentieren. Die Veranstaltung beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Tel. 02102 26095, weitere Informationen im www.buch-cafe.com.
Donnerstag, 6.10.2011, 20 Uhr Christoph Quarch: Verliebe dich ins Leben! Liebe Tragödchen-Fans,
Donnerstag, 29.9.2011, 20 Uhr Nick Nikitakis und Jimi Hendrix Am
Donnerstag, dem 29.9.2011 stürzt sich im Ratinger Tragödchen die bewährt
tragische Mischung aus Literatur und Musik auf eine der größten
Gitarrenlegenden des 20. Jahrhunderts: Jimi Hendrix. Eingeladen
wurde dazu der griechische Gitarrist und Bouzouki-Virtuose Nick Nikitakis, der
fast sein ganzes Leben in Köln verbrachte. Aus Ratinger Sicht natürlich auch
tragisch. Die
Zuschauer erwartet die eine oder andere Überraschung, denn Nick Nikitakis hat
sich intensiv mit der Biographie von Jimi Hendrix auseinandergesetzt und so wird
es an diesem Abend auch um Rassentrennung, Indianer und den weltweiten
Sklavenhandel gehen, Themen, die einen großen Einfluss auf die Entstehung des
Blues und Jazz hatten und haben. Die
Veranstaltung beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße
3-7, 40878 Ratingen. Weitere Informationen unter Tel. 02102 26095. Nick Nikitakis
(* 1955
in Thessaloniki)
ist ein in Deutschland lebender Gitarrist, Bouzoukispieler
und Songwriter griechischer Herkunft. Nikitakis kam mit seinen Eltern 1960
nach Köln. Er trat bereits als Kind beim WDR und 1970 als Gitarrist am Schauspiel
Köln auf; Mitte der 1970er Jahre spielte er als Gitarrist in den Jazzrock-Bands
Brainstorm und Friendship
sowie bei Guru
Guru. Ab 1985 studierte er griechische Musik und Bouzouki. 1989
tourte er mit Big Time Sarah und mit Charlie Musselwhite und arbeitete seit diesem
Jahr mit drei Bands auf dem Gebiet des Bluesrock,
des Rebetiko
und der mediterranen Jazzfusion. Die drei Bands wurden 1997 zur Gruppe Nikitakis
zusammengeschlossen. 1992 beteiligte er sich an der
Aktion gegen Rechtsextremismus Arsch huh, Zäng ussenander; er komponierte
den Titelsong der Aktion, für den Wolfgang Niedecken von BAP
den Text schrieb. 1995 erschien sein Album Kitchen Songs, 1999 folgte The Blue Songs from Thessalonia. Mit dem Bühnenprogramm und dem
Album Les cycles de Theodorakis
lieferte Nikitakis eine Hommage an den griechischen Komponisten Mikis Theodorakis. Auf seinem Album Nä
wat ess dat schön spielte er mit Freunden populäre kölsche Volkslieder
ein. 2004 veröffentlichte er das Buch Aigelstein
...un wenn die Musik nit wör (mit CD), das Geschichten enthält, die er
bei seinen Auftritten zu seinen Songs erzählt. Als Studio- und Gastmusiker
arbeitete er auch bei Werner
Dies, Lydie
Auvray, Peter
Kraus, Reinhard
Mey, den Bläck Fööss, den Höhnern
und Jürgen Zeltinger.
Dienstag, 27.9.2011, 19 Uhr Wolfgang Borchert, Die lange lange Straße lang Düsseldorf, Stadtbibliothek Gerresheim
Donnerstag, 22.9.2011, 20 Uhr Hafennacht e.V.
Hafennacht im Tragödchen Sie spielen maritime Lieder, weil sie die See lieben und die
See liebt sie auch. Ihr Seemannsgarn handelt vom Weggehen und vom Wiederkommen
und von der großen Sehnsucht dazwischen. Musik im Netz des Lebens. Hafennacht
interpretiert alte Lieder neu, sie erfindet eigene Stücke und sammelt
musikalisches Strandgut, das den Hafennächtlern gefällt. Von La Paloma zum Ostseelied nach ganz dahinten wo der
Leuchtturm steht oder beim ersten Mal, da tut’s noch weh oder ich weiß nicht
zu wem ich gehöre, um dann doch wieder auf der Reeperbahn nachts um halb eins
zu stehen. Natürlich verändern sie die Musik, sie verpassen ihr die eigene
Note und suchen einen eigenen Klang, die Lieder fließen durch die Hafennacht,
sie gehören eindeutig dem Wasser. Der Humor, die Rauhbeinigkeit und die
erschreckend einfachen Weisheiten des Lebens haben sie aus mancher Seenot
gerettet. Hafennacht sind die Seemänner Erk Braren an der Gitarre, Heiko Quistorf am Akkordeon.
Uschi Wittich singt das Meer. Erk Braren, der Mann von der Küste spielt seine Inselgitarre. Er treibt ein doppeltes
Spiel und ist im anderen Leben Tischler. Ist seefest! Heiko Quistorf spielt Akkordeon und Trompete und hat fast nie Zeit. Er ist ein enorm
vielseitiger und gefragter Musiker. Er trompetet in Big Bands, spielt Akkordeon
in Hafenkonzerten und auf Hochzeiten. Findet nur große Schiffe gut. Uschi Wittich ist die Stimme von Hafennacht. Die See ist rau aber gut zu ihr. Mit
maritimen Liedern ist sie nach unbestimmtem Kurs endlich im richtigen Hafen
gelandet. Wird seekrank, aber gibt nie auf. Und so haben die drei ihre nun immerhin schon dritte CD
eingespielt, deren Titel „Auf Kurs“ Programm
ist. Und das beginnt wie gewohnt am Do, 22.9. um 20 Uhr im
Ratinger Tragödchen, Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Tel. 26095,
www.buch-cafe.com.
Donnerstag, 15.9.2011, 20 Uhr Tony Sheridan
Am
Donnerstag, dem 15.9.2011 gibt es im Ratinger Tragödchen ein ganz besonderes
Konzert: Der heute 71-jährige Gitarren-Lehrer John Lennons und Paul McCartneys
Tony Sheridan, der maßgeblichen Anteil am Beginn der Weltkarriere der Beatles
hatte und bei den ersten Beatles-Singles noch mitspielte, stellt ab 20 Uhr sein
neues Solo-Programm vor. Der Eintritt beträgt ausnahmsweise 15 Euro, wer keine
Karte bekommt, darf sich auf ein zweites Konzert im Kunst Werk Kettwig am
Samstag, den 17.9. freuen. Weitere
Informationen unter Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe.com. Geprägt von
Musikern wie George Formby und seiner Ukulele in den 40ern, wurde Tony wie unzählige
junge Briten vom Skiffle-Fieber der 50er erfasst und gründete 1956 seine erste
eigene Skiffle-Group „The Saints“. Die Geige musste der Gitarre weichen. Mit
den „Saints“ verschlug es Tony 1957 nach London. Auf
Einladung des Produzenten Bert Kaempfert, der die Jungs im „Top Ten Club“
live erlebte, nahm Tony Sheridan 1961 für Polydor mehrere Titel mit seiner
Band, den Beatles, auf. Es entstanden das mittlerweile legendäre „My
Bonnie“, „The Saints“, „Why“ (von Tony Sheridan geschrieben), „Cry
For A Shadow“ und andere. Bekannter
weise legten diese Aufnahmen den Grundstein für die spätere weltumspannende
Karriere der Beatles. 1990 wurde Tony Sheridan für dieses erste Album eine
goldene Schallplatte für bis dahin über 1.000.000 verkaufte Exemplare
verliehen – heute ist diese Zahl natürlich längst weit überschritten. Während der
Jahre in Hamburg nahm Tony Sheridan für Polydor diverse Singles und Alben auf -
sein größter Hit dieser Zeit wurde der Dauerbrenner „Skinny Minny“,
aufgenommen 1964 mit den Big Six aus Schottland. 1966
wechselte Tony Sheridan von Rock’n’Roll vorübergehend auf hauptsächlich
unplugged Musik. Seine Soloauftritte mit teilweise eigenen Titeln waren stark
von Blues- und Folk-Einflüssen geprägt. Es war die Zeit der
Studentenbewegungen, die Musikwelt veränderte sich und Tony spielte bevorzugt
in Clubs und für junges, sozialkritisches Publikum. Er bildete mit Otto Waalkes
und Zwischen
1972 und `74 übernahm er die Moderation und Zusammenstellung der ersten
Blues-Sendung im Norddeutschen Rundfunk (NDR 2) „Blues am Dienstag“, die
sehr erfolgreich lief und eine große Fangemeinde ansprach. 1978 kam
eine Anfrage aus den USA, und Tony Sheridan ging für ein Jahr nach Los Angeles,
wo er (als erster Musiker nach dem Tode Elvis Presleys) mit Presley`s TCB-Band
und Klaus Voorman (Ex-Manfred Mann etc.) das Album „Worlds Apart“ aufnahm.
Hervorzuheben aus diesem Album ist der autobiografische Titel „Looking Back“
aus Tonys Feder. Neben
diversen Auszeichnungen und Ehrungen für sein musikalisches Wirken ist
besonders hervorzuheben der von dem internationalen Label Universal Music 2008
verliehene LIFETIME AWARD. Eine seltene und ehrenwerte Auszeichnung der
Musikindustrie. Persönlich in Berlin durch Sicher wird
dies bei den für 2011 geplanten Konzerten in Deutschland und weltweit nicht
unbeachtet bleiben (unter anderem bei Tonys Konzert im Rahmen der diesjährigen
„Beatles Week“ in Liverpool). Tony
Sheridan tritt heute meist mit seiner eigenen Band auf, bestehend aus dem
chilenischen Drummer Antonio „Nancho“ Campos, dem argentinischen Bassisten
Victor Gomez und dem irischen Gitarristen Dara McNamara – die Zusammensetzung
der Band spiegelt damit den Facettenreichtum von Sheridan’s Leben und Musik
hervorragend wieder!
Donnerstag, 8.6.2011, 20 Uhr Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin
Am Donnerstag, dem 8.9.2011 stellt der Bestseller-Autor Thommie Bayer seinen noch druckfrischen Roman „Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin“ im Ratinger Tragödchen vor. Das Tragödchen-Ensemble wird ihm und dem Publikum wie schon beim letzten Auftritt von Thommie Bayer seine eigenen Lieder vorsingen. Denn bevor Thommie erfolgreicher Roman-Autor wurde, hatte er in den 70er Jahren einige Hits als Liedermacher („Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh“). Das Tragödchen beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Tel. 26095, www.buch-cafe.com. Noch heute erinnert er sich gerne an diese schönen Kindheitstage. Doch irgendwann holte ihn die Realität ein. Die Ehekrise seiner Eltern, die er schon seit dem sechsten Lebensjahr mitbekam und Fotos vom Völkermord im Dritten Reich ließen ihn erwachsener und nachdenklicher werden. Er ging in Stuttgart zur Schule und war ein guter Schüler, was sich allerdings nach seinem Umzug nach Tübingen änderte. Dort hatte jeder seine Rolle und jeder achtete auf den Status Quo. Ihm blieb also nichts anderes übrig, als die letzten noch freien Rollen als Klassenclown und Bösewicht anzunehmen, was ihn bei seinen Lehrern und Eltern nicht gerade beliebt machte, da seine Noten immer schlechter wurden. Thommie Bayer lernte zunächst Gitarre und anschließend Schlagzeug. Machte bei mehreren Bands mit, gründete selbst eine. Gleichzeitig begann er ein Studium an der Kunstakademie, was er jedoch abbrach. Er verdiente sein Geld als Liedermacher („Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh und sucht die Freiheit irgendwo.“). Thommie Bayer heiratete, doch seine Ehe wurde geschieden. Er magerte ab und sein Plattenvertrag wurde nicht wieder verlängert. Er verlor seine Instrumente, seine Musiker und das Erbe seines Vaters. Irgendwann zog er nach Freiburg, seiner nach sechzehn Jahren wiedergefundenen großen Liebe hinterher. Er fing an, Bücher zu schreiben, mit großem Erfolg, heiratete wieder und zog anschließend nach Staufen im Breisgau, wo er jetzt seit zwanzig Jahren lebt. Er beschäftigte sich eine Weile mit Drehbüchern für Fernseh-und Kinofilme, lernte mit seiner Enttäuschung umzugehen, wenn der Film seinen Vorstellungen nicht so ganz entsprach und freute sich, falls er doch erfolgreich war. Nach einer langen „Romanpause“ überfiel ihn wieder die Leidenschaft und er schrieb zahlreiche Bücher, angefangen mit: „Das Aquarium“, dann: „Die gefährliche Frau“, „Der Singvogel“, „Eine kurze Geschichte vom Glück“, „Aprilwetter“, „Die frohe Botschaft abgestaubt“, „Fallers große Liebe“ und zuletzt: „Heimweh nach dem Ort, an dem ich bin“. Er hofft, dass seine Phantasie und Leidenschaft noch lange seine treuen Begleiter sein werden, damit er genauso weitermachen kann.
Freitag, 2.6.2011, 20 Uhr John Lennon Project Songs & Stories
Tragödchen unterwegs Nach mehreren komplett ausverkauften
John-Lennon-Abenden im Ratinger Tragödchen, präsentiert Kunst Werk Kettwig,
das neue Domizil des Langenberger Künstlers Norbert Bauer („Ruhr-Atolle“,
„Grundsteinkiste“) mit dem
sieben köpfigen "Lennon-Ensemble" von Rhein und Ruhr die spannend,
humorvolle Reise mit Beatles- und Lennon-Songs und skurrilen Texten aus dem eben
erschienen Buch John Lennon "In seiner eigenen Schreibe", zum ersten
Mal in Kettwig. Dabei
findet
überraschenderweise ein vorgezogenes Achtelfinale des Eurovision Song Contests
2012 im Kunst Werk Kettwig statt. Nachdem Moldawien (Land des schadhaften Lächelns)
überraschend nicht zum Achtelfinale des beliebten europaweiten
Liederwettbewerbs zugelassen wurde, konnten die Tragödchen-Direktoren Thomas
Schneider, Stephan Wipf und Bernhard Schultz (im Tragödchen gibt es nur
Direktoren) einer Region Nordrhein-Westfalens den frei gewordenen Startplatz
sichern: dem Siegerland. Nach Absprache mit den dortigen Kreis- und Stadtdirektoren stellt das Tragödchen am Freitag 16 Beatles-Songs zur Auswahl, alle arrangiert und gesungen von Thomas Schneider Der bekannte Essener Gitarrist und Sänger Tom
Schneider,
der einst u.a. mit Stefan Stoppok seine musikalische Karriere startete, hat
genau die richtige Stimme für dieses Projekt. Einfühlsam präsentiert er die
beliebten Songs von Lennon und den Beatles. Er arbeitet/e mit vielen europäischen
Musikern aus BRD, Italien, England und Irland aus der akustischen Musikszene
zusammen und hat dabei seine ganz eigene Art auf der Gitarre entwickelt, die äußerst
virtuos und spielfreudig daherkommt. Unterstützt wird er von seiner Band, die aus Folk, Pop und
Jazzmusikern besteht, neben anderen von Uwe Kellerhoff, Ex-Schlagzeuger bei
Geier Sturzflug. Dadurch bekommt die
Musik ihren eigenen Reiz. Jedoch wird der Zuhörer positiv überrascht, wenn plötzlich
originale Schlagzeug und Beatlesriffs ins Gespielte "mal eben so
locker" einfließen. Zwischen den Songs treten "Yoko-Ono" und "John Lennon" in Person von Jule Vollmer und Bernhard Schultz in Erscheinung. „Ich wurde am 9. Oktober 1940 gebohrt, als glaube ich die Nazmiefs unter Adoof Hitzler uns noch bombastierten. Mich haben sie jedenfalls nicht gekriegt. Ich besuchte verschwielenartige Schulen in Liddypuhl. Dort habe ich sehr zum Ergo meiner Tanten nicht viel getan. Als Mitglied der hochgepriesten Beatles mögen meine Platten komischer erscheinen als dieses Buch, aber es ist meine feste Erzeugung, dass diese Stammlung von Kurzgekichten die wunderfaulste Lache ist, die ich jemals losgelassen habe. Gott säge und verhüte Euch.“ Neben der Musik hat sich das Tragödchen-Team ausführlich mit dem Leben John Lennons beschäftigt, sodass die Besucher an diesem Abend nicht nur viel zu lachen und um die Ohren bekommen werden, sondern auch noch reichlich Autobiographisches zum 30. Todestag Lennons mit nach Hause nehmen können. Der John-Lennon-Abend ist die bis heute aufwändigste Eigenprodution der Tragödchen-Macher, mit der sie zur Zeit im Ruhrgebiet touren. Auf youtube kann vorab ein 3-minütiger Film zum John-Lennon-Programm betrachtet werden. Einfach „Tragödchen“ ins Suchfeld eingeben.
Donnerstag, 1.6.2011, 20 Uhr ... und hier die Weinkarte
Musikalisch-literarisches
Kabarett nach Texten von Barbara Ming Zum ersten Tragödchen nach der Sommerpause bringt Bernhard Schultz wieder Künstler zu einem einzigartigen Projekt zusammen: Thomas Schneider, der zuletzt sehr erfolgreich 16 Beatles-Klassiker für das John-Lennon-Project neu arrangierte, hat für diesen und weitere Abende 9 Gedichte der Ratinger Autorin Barbara Ming vertont. Er wird sie zusammen mit dem international erfolgreichen Jazz-Bassisten Alex Morsey dem Tragödchen-Publikum präsentieren. Den literarischen Teil des Abends bestreiten Barbara Ming und Bernhard Schultz mit komischen und ernsten Texten der Ratinger Autorin. Dabei bilden bislang unveröffentlichte Texte den Schwerpunkt des Programms. Beschreiben lassen sich die Texte Barbara Mings nicht, deshalb zitieren wir an dieser Stelle einen der Songs:
Auch ein Spanner braucht Entspannung Nach so spannendem Geschehen sieht man ihn im Morgengrauen abgespannt nach Hause gehen In die Federn drängt sein Sinnen Hut und Mantel an den Haken Ach wie lockt die Schlafstatt linnen mit dem frischen Spannbettlaken Dieser komische und weltpremierenverdächtige Auftakt der Tragödchen-Saison beginnt am Donnerstag, dem 1.9.2011 um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, 20 Uhr, Grütstr. 3-7, Eintritt 10 Euro, erm. 5 Euro. Tel. 02102 26095. Alexander Morsey Kontrabass * 1973 in Münster, lebt in Münster und Essen mehrere Jugend-jazzt-Gewinne Studium Jazz-Baß an der Folkwang Hochschule Essen, Lehrer: Gunnar Plümer, John Goldsby; außerdem Unterricht bei Hartmut Kracht, Martin Wind, Mike Richmond Feste Formationen: Lutz Wichert Trio (CD To Everything He Does"), House 5 (CD "Frank Talk"), Low Interval Limits (Baß-Duo mit Sven Otte), Disguise (CD “Disguise”), Joachim Raffel Trio/Sextett (CD “In Motion”, Preisträger ‘Jazzpodium Niedersachsen’), Heiner Kleinjohann Trio (CD “Ancora”), Jan Klares Formation “7” (Gewinner ‘Westfalen Jazz Münster’), Un Tango Más (CD 2001), Caligari (CD Hellweg Suite 2003). Credits: LandesjugendJazzOrchester NRW (1992 Mittelamerika-Tournee, CD "Turning Around"), BundesjugendJazz-Orchester, Ltg. Peter Herbolzheimer. Auftritte zusammen mit: Silvia Droste, Wayne Bartlett, Thomas Alkier, Leszek Zadlo, Douglas Sides, Herb Geller, Volker Winck, Russ Spiegel, Claudius Valk u.a. Auftritte in Griechenland, Bulgarien, Spanien, Helsinki, Niederlande, USA, Rumänien
Donnerstag, 30.6.2011, 20 Uhr Der Konstanzer Oberbürgermeister ist an seinem schönen Amt müde geworden
Martin John und Ulrike Deinhardt-John
Am
Donnerstag, dem 30.6.11 sind der ehemalige Beigeordnete Martin John und seine
Tochter Ulrike Deinhardt-John im
letzten regulären Tragödchen der dritten Spielzeit (das Tragödchen läuft
seit drei Jahren wöchentlich) zu Gast. Ab
20 Uhr stellen die beiden Martin Johns neuen Roman „Der Konstanzer Oberbürgermeister
ist an seinem schönen Amt müde geworden“ vor. Der Roman mit dem wunderschönen
Titel ist gewissermaßen die Fortsetzung von Johns Debutroman „Leute am
See“, denn die Protagonisten der ersten Geschichten begegnen uns auch im neuen
Roman. Eine
Vielzahl von Personen umgibt und beeinflußt dieses Geschehen: Hans Walters Frau
ist Schleswig-Holstein,
Abitur in Heide. Studium der Rechtswissenschaft in Bonn, Tübingen und
Hamburg. Lebt seit 1969 im Rheinland, arbeitete zunächst im Rechtsamt der Stadt
Duisburg, danach
von 1972 bis 1995 als Beigeordneter der Stadt Ratingen. Als solcher ist er
vielen Ratingern als als besonnener Gegenpol zum ausgesprochen temperamentvollen
Stadtdirektor Alfred Dahlmann in Erinnerung. Seit vielen Jahren fährt er mit
seiner Familie im Urlaub an den Bodensee.
Samstag, 18.6.2011, 20 Uhr Tribute to John Lennon Part 7 Tragödchen unterwegs Am
Samstag, dem 18.6. reist das Ratinger Tragödchen nach Bochum, um dort sein
John-Lennon-Programm im Thealozzi aufzuführen. Nach mehreren komplett ausverkauften
John-Lennon-Abenden im Ratinger Tragödchen, präsentiert das Kulturhaus
Thealozzi mit dem sieben köpfigen "Lennon-Ensemble" von Rhein
und Ruhr die spannend, humorvolle Reise mit Beatles- und Lennon-Songs und
skurrilen Texten aus dem eben erschienen Buch John Lennon "In seiner
eigenen Schreibe", zum ersten Mal in Bochum. Unterstützt wird er von seiner Band, die aus Folk, Pop und
Jazzmusikern besteht. Dadurch bekommt die Musik ihren eigenen Reiz. Jedoch wird
der Zuhörer positiv überrascht, wenn plötzlich originale Schlagzeug und
Beatlesriffs ins Gespielte "mal eben so locker" einfließen. Zwischen den Songs treten "Yoko-Ono" und "John
Lennon" in Form von Jule Vollmer und Bernhard Schultz in
Erscheinung. Sie präsentieren auf unkapriziöse Weise die verrückten,
skurrilen Texte des John Lennon Buches "In seiner eigenen Schreibe" in
unterhaltsamer, lebendiger und überaus witziger Weise.
Die
Band: Tom Schneider (voc/git), Es
lesen und spielen
Yoko-Ono und John Lennon: TatOrt:
Kulturhaus Thealozzi
20.00
Uhr, Eintritt: 10,-Euro, Ermäßigt: 8,- Euro Pestalozzistr.
21, 44793 Bochum Tischreservierung
wird empfohlen unter: Tel.: 0234 / 17590 Oder
per mail: milli-haeuser@gmx.de,
www.thealozzi.de (Info / Wegbeschreibung) Donnerstag, 16.6.2011, 20 Uhr Irish Folk und Ulysses
Der 16. Juni 1904 war ein ganz gewöhnlicher Tag, und dennoch ist er in die Geschichte der Weltliteratur eingegangen. An diesem Tag von acht Uhr früh bis drei Uhr morgens erlebt Leopold Bloom die Großstadt Dublin, und der Leser lernt mit ihm seine Handlungen, Begegnungen und Gedanken kennen: ›Ulysses‹, der Roman des Jahrhunderts. Einen Tag und auch einen Wochentag genau 107 Jahre später feiern wir diesen Tag im Tragödchen. Bald nach Erscheinen des Romans begannen Enthusiasten, diesen Tag zu feiern. 2004 nun wird Blooms Tag - der "Bloomsday" - hundert Jahre alt. "Im Ulysses liegt das Dublin des 16. Juni 1904 vor uns ausgebreitet, durch die Phantasie unverändert und in fast allen Einzelheiten anhand von Karten und Adressbüchern nachprüfbar", schreibt Anthony Burgess. "Aber", so fährt er fort, "der Roman Ulysses, der Dublin verherrlicht, indem er es zu einer ewigen Stadt des Geistes erhebt, hat es auf nüchterne oder trunkene Weise auch verwandelt. Wer Dublin betritt, betritt Ulysses -: man begibt sich in die Phantasie von James Joyce." Der Ratinger Thomas Gurke, deutsch-irischer Abstammung, hat für den Ulysses-Abend die Textpassagen ausgewählt und hat für das bessere Verständnis des umfangreichen Romans einen kurzen Einführungsvortrag erarbeitet. Er studierte Neuere Englische und Mittelalterliche Literatur sowie Musikwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 2006 untersucht er im Rahmen seiner Promotion Musik in den Werken des irischen Autors James Joyce; er unterrichtet an der HHU Düsseldorf u.a. auch Joyces Ulysses.
Alexander Otto und Thomas Gurke
Alexander Otto (Akkordeon, Maura Gurke (Gesang) und Thomas Gurke (Gitarre) greifen musikalische Elemente, die in dem Roman eine wichtige Rolle spielen, auf. Susanne Cano und Bernhard Schultz tragen die von Thomas Gurke ausgewählten Textpassagen vor. Thomas Gurke am Grab von James Joyce
Dienstag, 9.11.2010, 20 Uhr Schlag nach bei Shakespeare
Donnerstag, 9.6.2011 20 Uhr Der Black: Weitersagen Liebe Tragödchen-Fans Es war ein weiter Weg vom „Höheren Blödsinn“ des Duos „Schobert und Black“ bis zum tieferen Sinn von „Weitersagen“, dem zweiten Soloalbum von Lothar „BLACK“ Lechleiter.Seit den frühen Jahren ist viel geschehen. BLACK arbeitete zeitweilig im Verlagsgeschäft, verlor aber nie den Kontakt zu den Freunden und Weggefährten aus der Liedermacherszene. 2008 erschien sein erstes Soloalbum „Meschugge“. Und jetzt also „Weitersagen“. BLACK ist ein bisschen was von allem: Liedermacher, Volkssänger, Rezitator, Kabarettist, Komödiant, und zudem auch noch ein unvergleichlicher Sänger.Ein politischer Liedermacher also, aber keiner mit pädagogischem Zeigefinger. Kritisch, aber nicht vordergründig plakativ, sondern tiefgründig-humorvoll, und gerade deshalb um so eindringlicher. Seine Themen sind die großen und kleinen Aufreger aus Politik und Alltag, mal tragikomisch, mal angemessen zynisch wie in „Dies ist wieder so ein Tag“, manchmal auch komödiantisch in Liedern wie „Kaiser Vespasian“ oder „Datenautobahn“, die fast schon an alte Schobert & Black Zeiten anzuknüpfen scheinen. Dann wiederum kommt BLACK ein wenig altersweise daher, wie im Titellied „Weitersagen“, einer Art optimistischer Abrechnung, und auch die leisen, melancholischen Töne beherrscht er, wie in der „Serenade“. Der gebürtige Ostpreuße fühlt sich nach wie vor seinen heimatlichen Wurzeln - wenn auch nicht politisch, nichts liegt ihm ferner als landsmannschaftliche Tümelei, so doch wenigstens poetisch - verbunden. So singt er schon mal gerne im ostpreußischen Dialekt, oder rezitiert Gedichte wie „Pilze“ und „Das Flohche“. Seine über mehrere Oktaven reichende Stimme beherrscht sowohl die lauten wie auch die leisen Töne, er setzt Kunstpausen an genau die richtigen - weil unerwarteten - Stellen, wie es sonst nur sehr gute Kabarettisten können.
Donnerstag, 26.5.2011 20 Uhr Schneider & Wittfeld
Humoristen
sind in Deutschland rar. Aber es gibt sie, und der Altmeister unter ihnen heißt
Otto Reutter. Der Sänger Elmar Schneider und der Pianist Klaus Wittfeld, beide
im Hauptberuf Lehrer am Ratinger Dietrich Bonhoeffer-Gymnasium, präsentieren
Reutters Klassiker wie den "Überzieher", "In 50 Jahren ist alles
vorbei" oder "Ick wunder mir über gar nischt mehr" heute ab 20
Uhr im Ratinger Tragödchen, Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7.
Donnerstag, 19.5.2011 20 Uhr Jazz im Tragödchen Milli Häuser & Les
Monkophoniques: Der etwas andere Monk Wer
beim Stichwort Monk sofort an den etwas schrägen TV-Schnüffler mit dem Hang
zur Neurose denkt, der beweist vielleicht, dass er zwar ein fleißiger
Fernsehzuschauer, aber eben doch kein ausgewiesener Musikexperte ist. Schließlich
hat Thelonius Monk, seines Zeichens musikalischer Architekt und Pianist,
reichlich wenig mit der gleichnamigen Krimiserie zu tun. Vielmehr sorgte er zu
Lebzeiten für ausgefallene Klangkompositionen und machte sich als „Bepob-Meister“
einen Namen. Ganz im Zeichen seiner Kunst steht die Band „Milli Häuser
& Les Monkophoniques“, die mit ihrem Konzert am 19.5.
im Buch-Café Peter & Paula Theater ab 20 Uhr Vor-Premiere feiert.
Dabei war es reiner Zufall, dass Sängerin Milli Häuser das Monk-Fieber packte:
Eine Radiosendung hatte sie auf den Geschmack gebracht. Vollkommen hingerissen
von den vielseitigen Improvisationen des Künstlers gründete sie daraufhin
„Les Monkophoniques“. Mit ins Boot holte sich die Sängerin den Pianisten
und Monk-Virtuosen Joachim Raffel, den Schlagzeuger Uwe Kellerhoff und den
Kontrabassisten Nils Imhorst. Zusammen feilten sie an neuen Arrangements der
Monk-Werke. Auf
Eines können sich die Ratinger Tragödchen-Fans jedoch fest verlassen: im
literarischen Teil, der sich auch mit Telonius Monk befasst, wird das Tragödchen-Ensemble
auf gewohnte Weise „ins Bild springen“. Weitere
Informationen: Ratinger Tragödchen im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr.
3-7, 40878 Ratingen, Tel 02102 26095
Donnerstag, 5.5.2011 20 Uhr Tragödchen International
Wolf Moser Akiko Inagawa
Tragödchen
International „Akiko
Inagawa hat immer eine sehr klare Vorstellung von dem Werk, das sie mit
ausgefeilter Technik, sehr großen, aber sehr gut kontrollierten Emotionen und
Intelligenz wiedergibt.“ „Akiko
Inagawa verfügt über eine breite, man könnte sagen „expressionistische“
Klangpalette, die ein Klavierspiel von wunderbarer Farbigkeit, von feinsten
Nuancen bis zu überwältigend orchestraler Fülle möglich macht.“ Wolf
Moser, seit 1972 in Lyon (Frankreich) lebender Berliner aus Hamburg, Jahrgang
1937, begann achtzehnjährig ein Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für
Musik in Hamburg, mit dem Hauptfach Trompete. Ab 1960 Gitarrenunterricht. Lehrer
waren in Hamburg Willi Meier-Pauselius, Adolf Haug und am Hamburger
Konservatorium in Blankenese Herbert Balzer; in Barcelona Angel Iglesias und
Emilio Pujol. Nach der Übersiedlung nach Frankreich zunächst Gitarrenlehrer an
städtischen und privaten Musikschulen, außerdem Dozent für Deutsch an zwei
Lyoner Hochschulen. Unter dem Einfluß H. Balzers und der Anleitung Emilio
Pujols wurde aus der Lehrtätigkeit mehr und mehr die eines freiberuflichen Übersetzers,
Herausgebers, Fachjournalisten und Schriftstellers. Moser ist inzwischen Autor
vieler Übersetzungen, einiger Fachbücher und Biographien, daneben Herausgeber
von spanischer Musik für Vihuela und Gitarre. Heitor Villa-Lobos gilt
als bedeutendster und weltweit erfolgreichster Komponist Lateinamerikas. Sein
umfangreiches Werk verbindet auf facettenreiche Weise traditionelle
brasilianische mit europäischer Kunstmusik. Trotzdem fand es in der
deutschsprachigen Literatur bisher kaum Beachtung. Weitere
Informationen: Buch-Café Peter
& Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, tel. 26095, www.buch-cafe.com
Donnerstag, 28.4. 20 Uhr Fischfutter
Klaus Stickelbroeck Christian Scherber
Vergnüglicher Krimi-Abend im Tragödchen Am
Donnerstag, dem 28.4.2011 besuchen zwei Düsseldorfer Krimiautoren das Ratinger
Tragödchen. Der bekannte und in diesem Jahr für den Glauser-Preis nominierte
Klaus Stickelbroeck stellt seinen dritten Roman „Fischfutter“ vor und der
ebenfalls aus Düsseldorf stammende Autor Christian Scherber sein Krimi-Debut
„Saitenweise Blut“. Dazu
gibt es passende Musik vom Tragödchen-Ensemble. Mit
diesem Krimi-Abend beginnt eine Reihe, an deren Ende mit der Verleihung des
ersten Ratinger Tragödchen-Preises ein Autor ausgezeichnet werden soll, in
dessen Krimi die Stadt Ratingen und Menschen aus ihr eine nicht unerhebliche
Rolle spielen sollen. Dabei wird die alleinige Nennung von Ratinger Straßennamen
nicht ausreichen, um den Preis, die Vorstellung im Tragödchen und die
Herausgabe der Geschichte zu gewinnen. Klaus
Stickelbroeck wurde 1963 in Anrath geboren. Er lebt in Kerken am Niederrhein und
arbeitet als Polizeibeamter in Düsseldorf. „Fieses Foul“ war sein erster
Kriminalroman, Furore machte er mit seinen Polizeikollegen, mit denen er
gemeinsam als „Die Krimi-Cops“ Romane schreibt und mit
„Fischfutter“ folgt nun die dritte Story mit Privatdetektiv Hartmann als
Ermittler in einem schräg-witzigen
Kriminalfall unter dem Motto: Wenn
dir ein Haifisch seine Zähne zeigt, glaube nicht, dass er dich anlächelt! Hartmann
ist entsetzt, als Egon Budde, die Düsseldorfer Fußballlegende, mitten in der
Nacht völlig aufgelöst vor seiner Wohnungstür steht. Budde ist mächtig unter
die Räder gekommen. Sein ehemaliger Trainer „wohnt“ im Pfeiler der alten
Hammer Eisenbahnbrücke und hat … einen Mord beobachtet. Jetzt
sind die Bullen hinter ihm her, - dem einzigen Zeugen -, denn Polizisten sollen
es gewesen sein, die den Mann in einer leer stehenden Lagerhalle eiskalt
erstochen haben. Äußerst
unwahrscheinlich, denkt Hartmann, gewährt Budde aber Unterkunft. Am
nächsten Tag ist der wieder verschwunden. Dafür
wird bei der Fähre in Kaiserswerth eine männliche Leiche im Rhein gefunden.
Erstochen … Hartmann macht sich
auf die Suche, muss aber feststellen, dass der Hafen eine kleine fremde Welt für
sich ist. Große Haie, kleine Fische. Und man landet schneller als Fischfutter
im Hafenbecken, als man glaubt ... Hartmann
zur Seite stehen wieder sein drogensüchtiger Kumpel Angie, der einarmige Wirt
Krake, Regenrinnen-Rita, die einzige Prostituierte Düsseldorfs über zwei Meter
und Nachbar Jonny, der Taxi fahrende Medizinstudent aus Ghana. Christian
Scherber, 1965 geboren in Wuppertal und aufgewachsen in Düsseldorf arbeitet als
Werbetexter, Autor und Musiker. Im Tragödchen präsentiert er seinen ersten
Kriminalroman: Saitenweise Blut Ira
von Diergart hat sich einer gefährlichen Clique von Videofreaks angeschlossen,
die ihre dunklen Allmachtsfantasien in blutigen Snuff-Clips ausleben. Werden
hier echte Morde und Folterungen mit der Kamera festgehalten? Weitere
Informationen: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen,
Tel. 26095, www.buch-cafe.com.
Donnerstag, 21.4. 20 Uhr Trotz aller Therapie
Therapie-Tragödchen
Rolf Berg Bernhard Schultz Susanne Cano
Am Donnerstag, dem 21.4.2011 spielt ab 20 Uhr die Couch im Tragödchen die Hauptrolle in der Komödie „Trotz aller Therapie“ von Christopher Durang. Auf dieser Couch wird Rolf Berg alias „Bruce“ genauso erfolglos bei seiner Therapeutin (gelesen von der Kölner Schauspielerin Anne Esser) Rat suchen wie Susanne Cano („Prudence“), die mit ihrem Therapeuten (hervorragend interpretiert vom Ratinger Kulturdezernenten Dirk Tratzig) ein Verhältnis hatte und nun versucht den lästigen Liebhaber abzuschütteln. Trotz aller Therapie geht es in den Beziehungen aller Beteilgten drunter und drüber, um so überraschender ist das Happy-End in dieser turbulenten Komödie. Unterstützt werden die Darsteller Rolf Berg, Susanne Cano, Anne Esser, Bernhard Schultz (in der Rolle des homosexuellen Partners von „Bruce“) und Dirk Tratzig von einigen Abiturienten des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums, die während der Vorstellung für das leibliche Wohl der Zuschauer sorgen, denn: mal abgesehen von den Therapiesitzungen bei Herrn Tratzig und Frau Esser spielt die Komödie in einem Café. Dort lernen sich in der 1. Szene Susanne Cano und Rolf Berg kennen, verlieben sich und das Chaos nimmt seinen Lauf. „Trotz aller Therapie“ ist in den 80er Jahren mit Jeff Goldblum in der Rolle des Bruce verfilmt worden. In Ratingen war sie 1988 die Geburtsstunde der VHS-Theatergruppe Laiens Klapp. Bei der Premiere im Stadttheater Ratingen führte Bernhard Schultz Regie und damals spielte er den Bruce. Die Zuschauer dürfen sich auf einen total albernen und trotzdem tiefgründigen Abend freuen, in der treffsicher die Therapie-Welle der 70er und 80er Jahre liebevoll auf´s Korn genommen wird. Rolf Berg hat allein 2010 in den vier Kino- oder Fernsehfilmen „Ein Insel namens Udo; Dahoam is dahoam; Schiffe versenken; 4 Singles“ und in der Fernsehserie „Die Anrheiner“ mitgewirkt. Susanne Cano und Bernhard Schultz treten regelmäßig im Tragödchen auf, Dirk Tratzig betritt sowohl als Schauspieler als auch Therapeut Neuland.
Donnerstag, 14.4. 20 Uhr Tango und Bach
Bandoneon-Virtuose Klaus
Gutjahr im Tragödchen
Mit seinem Programm „Tango
und Bach“ wird der Berliner Musiker Klaus Gutjahr am Donnerstag, dem 14.4. ab
20 Uhr das Publikum des Ratinger Tragödchens mit Kompositionen von Johann
Sebastian Bach und Astor Piazzolla verwöhnen. Unvergesslich bleiben vielen
Ratingern neben seinen Auftritten im Tragödchen auch die „Nacht der Sinne“
in der Pfarrkirche St. Peter und Paul, wo Klaus Gutjahr zusammen mit dem
Organisten Ansgar Wallenhorst ein in Erinnerung gebliebenes Konzert gegeben hat.
Für alle Tragödchen-Fans, die
am Donnerstag keine Zeit haben, bietet das Tragödchen
zu besonderen Anlässen wie diesem einen zusätzlichen Aufführungstermin
freitags: Mit dem Velberter Konzept-Künstler
Norbert Bauer, der im vergangenen Jahr einen großen Erfolg mit den Ruhr-Atollen
auf dem Baldeneysee verbuchte, organisiert das Tragödchen das Kulturprogramm
seines „Kunst Werk Kettwig“. Am
Freitag, dem 15.4. gastiert Klaus Gutjahr im
Rahmen der offiziellen Eröffnung des Kunst Werks Kettwig in der ehemaligen
Lisseuse der Scheidtschen Hallen Ringstr. Tor 1, Beginn: 20 Uhr. Wie begehrt das Ratinger Tragödchen
im benachbarten Ausland ist, belegt zudem der Aufführungstermin der
Literarischen Schwangerschaftsgymnastik „Andere Umstände“ mit Susanne Cano,
Stephan Wipf, Charlotte und Bernhard Schultz im Café Startklar in Düsseldorf-Lohausen
am Mittwoch, dem 13.4. um 19 Uhr. Geboten werden Lieder von Reinhard Mey, Ulla
Meinecke, Herman van Veen, Westernhagen u.a. und Texte von Rilke, Möricke, Kästner,
Wilhelm Busch und Thommie Bayer. Infos
zu Klaus Gutjahr: Schon
während seines Studiums und danach spielte Klaus Gutjahr in verschiedensten
eigenen und anderen Formationen. Als gefragter Musiker begleitete er Künstler
wie Klaus Hoffmann, Michael Z., Erika Pluhar, Eva Maria Hagen, Hannes Wader und
Wolf Biermann in Konzerten und bei Schallplattenaufnahmen. Seit vielen Jahren
ist er auf sehr unterschiedlichen eigenen Musikproduktionen zu hören. So
interpretiert er Barock- und klassische Musik, ebenso wie den argentinischen
Tango, mit dem er sich seit Anfang der 80-er Jahre beschäftigt. Eine Musik, Veranstaltungsorte: Mi, 13.4. Café Startklar,
Niederrheinstr. 182, Lohausen, Tel. 0211 / 5660846, www.cafe-startklar.de Do, 14.4. Buch-Café Peter
& Paula, Grütstr. 3-7, Ratingen Tel. 02102 / 26095, www.buch-cafe.com Fr, 15.4. Kunst Werk Kettwig,
Ringstraße, Tor 1, Essen-Kettwig
Donnerstag, 7.4. 20 Uhr Wenn ich mir was wünschen dürfte Ruth Sandhagen „ Wenn
ich mir was wünschen dürfte“ im Tragödchen Ruth
Sandhagen, Sängerin, Autorin von Texten und Gedichten, Rezitatorin und
Sprecherin hat sich schon lange dem Wort verschrieben. In
ihrem Programm "Wenn ich mir was wünschen dürfte.." singt und
rezitiert sie am Do., dem 7.4. neben ihren eigenen Chansons und Gedichten,
Lieder von Tucholsky, Brel, Piaf, Kaléko, Fried und Anderen. Mal
heiter, mal melancholisch, aber immer mit Tiefgang, feiert sie die ganz großen,
aber auch die kleinen, unaffälligen Momente des Lebens. Die
Veranstaltung findet, wie jeden Donnerstag um 20 Uhr im Buch-Café
Peter&Paula in der Grütstr. 3-7. Weitere
Infos unter der Tel.-Nummer: 02102-26095 oder www.buch-cafe.com.
Donnerstag, 31.3. 20 Uhr Andere Umstände Tragedy: Stephan Wipf, Bernhard Schultz und Susanne Cano
Andere
Umstände – Schwangeres Tragödchen Eine humor- und liebevolle Hommage an das werdende Leben Am Donnerstag, dem 31.3.2011 erwartet die Tragödchen-Fans ein neues Programm von Susanne Cano und Bernhard Schultz mit literarischen Texten von Erich Kästner, Wilhelm Busch und Reiner Maria Rilke einerseits und kabarettistischen Texten von Herbert Knebel, Jochen Malmsheimer und den Missfits andererseits. Zusammen mit Musikdirektor Stephan Wipf werden Susanne Cano, Charlotte und Bernhard Schultz mit Liedern von Hermann van Veen, Reinhard Mey und Herbert Grönemeyer die literarische Schwangerschaftsgymnastik auflockern. Das Publikum wird außerdem unter Berücksichtigung der anthroposophischen Einsichten Rudolf Steiners behutsam in die für´s Thema wichtige Körperarbeit einbezogen. Nachdem in den vergangenen Wochen illustre Gäste das Tragödchen bevölkerten, wo Tragödchen-Direktor Bernhard Schultz, wenn überhaupt, nur kurz ins Bild springen durfte, hat er nun zusammen mit dem Tragödchen-Team und der Hausband Tragedy tragischerweise den ganzen Abend die Gelegenheit, die Lachmuskeln des Publikums zu strapazieren. Die Veranstaltung beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Cafe Peter & Paula. Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com (v.l.) Charlotte Schultz und Susanne Cano
Donnerstag, 24.3. 20 Uhr Wir lieben noch! Romantischer Liederabend mit dem Duo mülleRReuter Am Donnerstag, dem 24.3.2010 bietet ab 20 Uhr der
Dichter der deutschen Romantik, Joseph von Eichendorff den literarischen Rahmen
für das Duo Anette Müller (Gesang) und Michael Reuter (Klavier). Es werden
zahlreiche Kompositionen von Michael Reuter nach Gedichten Eichendorffs
vorgetragen. Aber auch Lieder von Leonard Bernstein, Erich Wolfgang Korngold und
Francis Poulenc sind im Repertoire der beiden Ausnahmekünstler, die schon
zusammen mit Julia Hagemann und dem Quartett „Kehlwerk“ einen großen Erfolg
im Tragödchen feierten. Die beiden Musiker fühlen sich zutiefst dem
romantischen Liedgut verpflichtet (Liedbeispiele: „Der verliebte Reisende“,
„Lied, mit Tränen halb geschrieben“ oder „Ach Liebchen, ich ließ dich
zurücke“) und wollen sich an diesem Abend von einer Seite zeigen, die das Zuhören
zu einem, altmodisch formuliert, wonnevollen Ereignis werden lässt. Auch Bernhard Schultz wird sich an diesem Abend
von seiner romantischen Seite zeigen: er wird einige Gedichte von Joseph von
Eichendorff zum Besten geben. Für alle, die eine Auszeit vom Tagestrubel
brauchen und ihrem Herzen etwas Gutes tun wollen: Ein Abend voller Bezauberung
ist zu erwarten. Das Tragödchen findet auch an diesem Abend im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, statt. Weitere Informationen und das Programm des Abends unter www.buch-cafe.com oder Tel. 02102 26095.
Michael Reuter
Donnerstag, 17.3. 20 Uhr Saitenweise Blut
Christian Scherber
Am
Donnerstag, dem 17.3.2011 wartet ein nicht nur tragisches, sondern auch noch fürchterliches
Tragödchen auf die Fans der Literatur- und Musikreike im Buch-Café Peter &
Paula. Ab 20 Uhr präsentiert der Düsseldorfer Krimiautor und Musiker Christian
Scherber seinen neuesten Krimi: Ira
von Diergart hat sich einer gefährlichen Clique von Videofreaks angeschlossen,
die ihre dunklen Allmachtsfantasien in blutigen Snuff-Clips ausleben. Werden
hier echte Morde und Folterungen mit der Kamera festgehalten? Der
musikalische Teil des Abends wird zur Schonung der Nerven des Publikums ein
Kontrastprogramm mit neuen Liedern der Tragödchen-Hausband bieten. Lieder von
Hannes Wader, Rio Reiser und Heinz-Rudolf Kunze und die vom Tragödchen aktuell
„vertonten“ Gedichte von der Ratinger Autorin
Barbara Ming, uraufgeführt auf dem Ratinger Kulturtag, sollen die Zuhörer
ein wenig von den schrecklichen Ereignissen in Japan ablenken. Am
heutigen Montag beteiligt sich das Tragödchen-Team an der Mahnwache, die ab 18
Uhr auf dem Ratinger Marktplatz beginnt. Weitere
Informationen: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen,
Tel. 26095, www.buch-cafe.com.
Donnerstag, 10.3. 20 Uhr Konfitüren in Dur und Moll Daltons Orckestrar
Daltons Orckestrar kurz vor ihrer Ankunft im Tragödchen (10.3.2011, 19.57 Uhr) Daltons Orckestrar auf dem Weg zum Tragödchen (Abreise Mitte April 2010) Das Daltons Orckestrar unternimmt eine musikalische Reise bei der nicht
immer alles nach Plan verläuft. Ein vermeintlich bekanntes Lied endet im
irgendwo, der Säbeltanz von Aram
Chatschaturjan wartet mit einer ungewöhnlichen Kostümierung auf und
Griechenlands Fußballnationaltrainer Otto Rehagel wird mit einer besonderen
Tanzdarbietung gewürdigt. Musikalische Operationen benennen das Daltons
Orckestrar ihre Werke. Ihr Operationsbesteck: ein umfangreicher Instrumentenpark
von der Klarinette bis zur Mandoline und natürlich Schwester Olga, eine
schwergewichtige Subkontrabassbalalaika. Ein paar ausgesuchte Requisiten zur
Abrundung sind Ehrensache. Neben einigen Nummern aus ihrem Bühnenprogramm „Konfitüren in Dur
und Moll“ werden auch Lieder
aus ihrem Wedding and Funeral Programm „LiedGUTvorgetragen“ zu Gehör
gebracht. Neben Klassikern wie Azzuro oder Kriminal Tango, spielen sie Chansons
von Jacques Brel, jiddische Klezmermusik und vieles mehr.
Donnerstag, 24.2.2011 20 Uhr Kanarischer Abend mit Gerta Neuroth
Kanarischer Abend im Tragödchen Das gab es in Ratingen wahrscheinlich noch nicht: am Donnerstag, dem 24.2.2011 beschäftigt sich das Ratinger Tragödchen ab 20 Uhr sowohl musikalisch als auch literarisch mit den Kanarischen Inseln (für alle, die in Heimatkunde nicht so sattelfest sind: es gibt 16: Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro, La Graciosa, Alegranza, Lobos, Montana Clara, Roque del Este, Roque del Oeste, Anage, Salmor und Garachico). Vielleicht liegt es ja an der Insellage, den schwarzen Sandstränden, der archaischen Naturverbundenheit und den Lavaböden der Vulkane, dass die moderne Literatur der Kanaren prächtig gedeiht und ein unverwechselbares Profil entwickelt hat. Zwischen Afrika und Amerika gelegen, waren die Kanarischen Inseln Ausgangspunkt der ersten Eroberungen, was sich literarisch in einer Mischung aus europäischen und lateinamerikanischen Schreibtraditionen niederschlägt: Kanarische Autoren wie Sabas Martín, Rafael Arozarena oder auch Víctor ßlamo de la Rosa pflegen eine Art magischen Realismus, ohne dabei die sozialkritische Ader des modernen spanischen Romans aus den Augen zu verlieren - für den etwa Carmen Laforet steht, die ihre Kindheit auf Gran Canaria verbracht hat, oder auch der Übervater der modernen spanischen Literatur, Benito Pérez Galdós, ein (verlorener) Sohn der Inseln, von dem in dieser Anthologie erstmals auf Deutsch eine kanarische Kurzgeschichte aus dem Frühwerk erscheint. Und schließlich schlägt auch der portugiesische Literaturnobelpreisträger José Saramago, schon seit Jahren auf Lanzarote ansässig, sein Inseltagebuch auf und gibt seine Impressionen zum Besten. Kurzbiographie Gerta NeurothStudium der Romanistik (Spanisch, Französisch), Dolmetscherprüfung Französisch, bis zur Pensionierung (1996) Gymnasiallehrerin, 1997 Beginn von Übersetzungen kanarischer Literatur. Zahlreiche Reisen in Südamerika und auf den Kanaren. Freie Mitarbeiterin der Zeitschrift „Wochenblatt“, Puerto de la Cruz, Teneriffa. Mitarbeiterin am Projekt derkanarischen Regierung SEPTENIO zur Verbreitung kanarischer Literatur im Ausland (2009-2012).
Donnerstag, 17.2.2011 20 Uhr Griechischer Abend mit Nick Nikitakis
Am
Donnerstag, dem 17.2.2011 stürzt sich im Ratinger Tragödchen die bewährt
tragische Mischung aus Literatur und Musik auf eines unserer beliebtesten
Reiseziele: Griechenland. Eingeladen
wurde dazu der griechische Musiker Nick Nikitakis, der fast sein ganzes Leben in
Köln verbrachte. Aus Ratinger Sicht natürlich auch tragisch. Er bringt
nicht nur seine Bouzouki und seine Gitarre, sondern auch noch das von ihm
verfasste und leider nicht mehr lieferbare Buch „Aigelstein“ mit. Darüberhinaus
werden an diesem Abend auch Theodorakis und Alexis Sorbas (Bernhard Schultz,
letzte Woche noch John Lennon) ihre Rollen spielen. Vermutlich also ein vergnüglicher
„griechischer“ Abend, der erste im Ratinger Tragödchen. Die
Veranstaltung beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße
3-7, 40878 Ratingen. Weitere Informationen unter Tel. 02102 26095 oder
www.buch-cafe.com. Nick Nikitakis
(* 1955
in Thessaloniki)
ist ein in Deutschland lebender Gitarrist, Bouzoukispieler
und Songwriter griechischer Herkunft. Nikitakis kam mit seinen Eltern 1960
nach Köln. Er trat bereits als Kind beim WDR und 1970 als Gitarrist am Schauspiel
Köln auf; Mitte der 1970er Jahre spielte er als Gitarrist in den Jazzrock-Bands
Brainstorm und Friendship
sowie bei Guru
Guru. Ab 1985 studierte er griechische Musik und Bouzouki. 1989
tourte er mit Big Time Sarah und mit Charlie Musselwhite und arbeitete seit diesem
Jahr mit drei Bands auf dem Gebiet des Bluesrock,
des Rebetiko
und der mediterranen Jazzfusion. Die drei Bands wurden 1997 zur Gruppe Nikitakis
zusammengeschlossen. 1992 beteiligte er sich an der
Aktion gegen Rechtsextremismus Arsch huh, Zäng ussenander; er komponierte
den Titelsong der Aktion, für den Wolfgang Niedecken von BAP
den Text schrieb. 1995 erschien sein Album Kitchen Songs, 1999 folgte The Blue Songs from Thessalonia. Mit dem Bühnenprogramm und dem
Album Les cycles de Theodorakis
lieferte Nikitakis eine Hommage an den griechischen Komponisten Mikis Theodorakis. Auf seinem Album Nä
wat ess dat schön spielte er mit Freunden populäre kölsche Volkslieder
ein. 2004 veröffentlichte er das Buch Aigelstein
...un wenn die Musik nit wör (mit CD), das Geschichten enthält, die er
bei seinen Auftritten zu seinen Songs erzählt. Als Studio- und Gastmusiker
arbeitete er auch bei Werner
Dies, Lydie
Auvray, Peter
Kraus, Reinhard
Mey, den Bläck Fööss, den Höhnern
und Jürgen Zeltinger.
Donnerstag, 3.2. und 10.2.2011, 20 Uhr John Lennon comes back The Hausmeister plays John Lennon Foto: Achim Blazy
John Lennons Comeback im
Tragödchen Am Donnerstag, dem 3.2.2011 wiederholen Tragödchens ab 20 Uhr ihre (sensationelle?) (umjubelte?) (viel beweinte?) Hommage an John Lennon. Mit einer 5-köpfigen Band, die 15 Songs des genialen Musikers zum Besten geben wird, u.a. „Julia, Give peace a chance“ und „The Ballad of John and Yoko“ (Thomas Schneider und Stephan Wipf an den Gitarren, Frank Teuber am Bass, Karl Bauer am Schlagwerk und Mike Anderson an der Tuba). John Lennon (gelesen von Bernhard Schultz) und Yoko Ono (Susanne Cano) kommen auch ausführlich zu Wort, Lennon z.B. durch seine Grotesken aus dem Buch „In seiner eigenen Schreibe“: „Ich wurde am 9. Oktober 1940 gebohrt, als glaube ich die Nazmiefs unter Adoof Hitzler uns noch bombastierten. Mich haben sie jedenfalls nicht gekriegt. Ich besuchte verschwielenartige Schulen in Liddypuhl. Dort habe ich sehr zum Ergo meiner Tanten nicht viel getan. Als Mitglied der hochgepriesten Beatles mögen meine Platten komischer erscheinen als dieses Buch, aber es ist meine feste Erzeugung, dass diese Stammlung von Kurzgekichten die wunderfaulste Lache ist, die ich jemals losgelassen habe. Gott säge und verhüte Euch.“ Neben der Musik hat sich das Tragödchen-Team ausführlich mit dem Leben John Lennons beschäftigt, sodass die Besucher an diesem Abend nicht nur viel zu lachen und um die Ohren bekommen werden, sondern auch noch reichlich Autobiographisches zum 30. Todestag Lennons mit nach Hause nehmen können. Der John-Lennon-Abend ist die bis heute aufwändigste Eigenprodution der Tragödchen-Macher, in Arbeit sind deshalb auch die erste Tragödchen-CD und DVD zu diesem Programm. Auf youtube kann vorab ein 3-minütiger Film zum John-Lennon-Programm betrachtet werden. Einfach „Tragödchen“ ins Suchfeld eingeben. Ort der Veranstaltung: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen Weitere Informationen: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.
Donnerstag, 27.1.2011, 20 Uhr Das Lied meiner Schwester
Swing,
Jazz und Gina Mayer im Tragödchen Gina
Mayer und ihr neuester Roman „Das Lied meiner Schwester“
»Wenn man nur die Ohren schließen könnte wie die Augen.« Die 30er Jahre sind eine Stern-Stunde des Jazz und Swing, der Oper und Operette - bis daraus »entartete Musik« wird. Gina Mayer erzählt die ergreifende Geschichte zweier Schwestern, die Widerstand leisten. Ein Roman über Verrat und Liebe in schweren Zeiten. Orlanda hat mit der Weltwirtschaftskrise ihre Anstellung an der Düsseldorfer Oper verloren und schlägt sich fortan als Sängerin der »Melody Girls« durch. Sie steht zwischen zwei Männern, dem Jazzgeiger Leopold und dessen Freund Clemens. Als ihrem Quartett nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten Auftrittsverbot erteilt wird, schließt sich Orlanda einer Widerstandsgruppe an. Ihre Schwester Anna ist bereits im Untergrund organisiert. Kurz nachdem Orlanda Leopold und Clemens in ihre Aktivitäten einweiht, wird eine der Schwestern verhaftet. Wer hat sie verraten? Im Gefängnis entdeckt die junge Frau, dass sie schwanger ist, und beginnt Briefe an ihr ungeborenes Kind zu schreiben, denn sie weiß, dass es ohne seine Mutter aufwachsen wird. Rüdiger Gies und Thomas Schneider sind die musikalischen Akteure des Abends. Die beiden Musiker bringen zusammen über 100 Jahre musikalische Lebenserfahrung auf die Bühne. Wenn man sie hört, werden ihre Wurzeln schnell deutlich – instrumentale Folkmusik aus Frankreich, Irland, Finnland und Sizilien, Bluegrass und Newgrass aus den USA, Bossa Nova aus Südamerika, Jazz und Swing der 40er Jahre. Passenderweise werden sie sich auf letzteres konzentrieren. Der Roman wird in szenischer Lesung von der Autorin Gina Mayer gemeinsam mit den Tragödchen-Ensemblemitgliedern Susanne Cano und Bernhard Schultz vorgetragen. Der Abend beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, weitere Informationen unter www.buch-cafe.com oder Tel 26095.
Donnerstag, 20.1.2011, 20 Uhr Deutschland ein Wintermärchen Heinrich-Heine-Rezitationsprogramm mit Rolf Berg
Rolf Berg
Weitere Informationen unter Tel. 26095 oder
www.buch-cafe.com. Verkrustete Gesellschaftsformen aufzuzeigen,
geistige und soziale
Not zu
Donnerstag, 13.1.2011, 20 Uhr Irish Folk mit Fragile Matt
Fragile
Matt – Irish Songs and Tunes Ein
Abend wie im irischen Pub. Mit seiner derzeitigen Band „Fragile Matt“ - benannt nach einem legendären, irischen Musiker, der ihm über viele Jahre Mentor und Lehrmeister war - ist er kultrureller und musikalischer Botschafter der grünen Insel und präsentiert zu Banjo und Bodhran, (der traditionellen irischen Rahmentrommel) eine bunte Mischung aus rasanten irischen Tänze, traurigen Balladen,( teilweise auch in irisch- gaelischer Sprache gesungen), oder bekannten irischen Stimmungslieder von Rebellen, Seeleuten und Auswanderern. Irish Folk vom Feinsten: Traditionell, gefühlvoll, fröhlich, lebendig , eben live im besten Sinne. Und fast zu jedem Lied gibt es eine interessante Geschichte, manchmal ein bisschen biographisch, manchmal auch nur fantastisch. Da wird jede Kleinkunstbühne zum urigen, irischen Pub. .Unterstützt wir D. Hutchinson gesanglich- mehrstimmig wie instrumental von Andrea Pieps (Flöte, irischer Dudelsack), Katja Kleibrink (Percussions) Beate Wille (Gitarre), sowie dem Ratinger Gitarristen und Accordeonisten H.P.Baumann, in Ratingen vor allem durch seine Folkgruppe „Rattenfaenger“ bekannt. Mit D. Hutchinson verbindet ihn eine langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit in verschiedenen Musikprojekten. Die
Gruppe Fragile Matt hat übrigens schon mehrfach in Ratingen gastiert, u.a. auch
beim diesjährigen Folkerdey- Openair- Festival am Grünen See ihr Publikum
begeistert. Weitere Informationen: www.buch-cafe.com oder Tel. 02102 26095.
Donnerstag, 16.12.2010, 20 Uhr Schräger die Glocken nie klingen Weihnachtsfeier
mit den "Eisbrechern"
Die Eisbrecher: Der "Pastor" Claus Wilke, die "Hüfte" Elmar Schneider und der "Kroate" Miroslav Schwarzinger
Am
Donnerstag, dem 16.12.2010 klingeln ab 20 Uhr die Weihnachtsglocken im Ratinger
Tragödchen, wenn alles klappt. Damit die Weihnachtsfeier nicht zu besinnlich
gerät, wird das kabarettistische Trio „Die Eisbrecher“, bestehend aus Elmar
Schneider (Gesang, kein Instrument außer Rhythmus-Ei), Miroslav Schwarzinger
(Rhythmusgitarre, Gesang ) und Klaus Wilke (Sologitarre, Gesang) mit bekannten
und neuen Nummern die Lachmuskeln des Publikums strapazieren. Chef
des Trios ist Elmar Schneider, genannt „Die
Hüfte“, weil seine Eltern versäumt
haben, ihm im Baby-Alter das Spreizhöschen zu verpassen und er jetzt zwei künstliche
hat. Von den anderen zum Frontmann verdammt, obwohl er eigentlich gar nicht
singen kann. Dafür darf er sich mit Gagenverhandlungen rumschlagen und die
beiden anderen zur Probendisziplin ermahnen. „Der
Kroate“ (Miroslav Schwarzinger) wurde von der Hüfte im
April 92 an der Autobahnausfahrt Düsseldorf/Hubbelrath auf einem Gitarrenkoffer
sitzend aufgefunden. Seitdem Asylbewerber. Sorgt in der Gruppe für den Groove.
Schmachtender Gesang, extremer Sex-Appeal.
„Der Pastor“ (Klaus
Wilke) ist im Nebenberuf Lehrer für Religion und Englisch an einem Krefelder
Gymnasium. Steht in der Gruppe für das intellektuelle Element, kann
seinen Anspruch diesbezüglich aber oft genug selbst nicht erfüllen.
Der Auftritt am Donnerstag wird keine Premiere sein. Die Eisbrecher spielten
schon mit ihrem Programm „Mach dir nichts vor Billy, du bist ein Regal“ im
Tragödchen und Elmar Schneider war auch schon mit seinem Freund und Kollegen
Klaus Wittfeld (beide sind Lehrer am Ratinger Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium) zu
Gast in den tragischen Hallen. Nach
eigenen Aussagen steht die Band für „Satire, Parodie, höheren Unsinn und
gepflegte Kleinkunst“. Die
Zuschauer dürfen sich auf einen lustigen Abend mit ausreichend scharfsinnigem
Humor freuen. Ort:
Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, Ratingen-Mitte Weitere
Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com
Donnerstag,
9.12.2010, 20 Uhr John Lennon im Tragödc
Am Donnerstag, dem 9.12.2010 feiern Tragödchens ab 20 Uhr ihr Idol John Lennon. Mit einer 5-köpfigen Band, die 15 Songs des genialen Musikers zum Besten geben wird, u.a. „Julia, Give peace a chance“ und „The Ballad of John and Yoko“ (Thomas Schneider und Stephan Wipf an den Gitarren, Frank Teuber am Bass, Karl Bauer am Schlagwerk und Mike Anderson an der Tuba). John Lennon (gelesen von Bernhard Schultz) und Yoko Ono (Susanne Cano) kommen auch ausführlich zu Wort, Lennon z.B. durch seine Grotesken aus dem Buch „In seiner eigenen Schreibe“: „Ich wurde am 9. Oktober 1940 gebohrt, als glaube ich die Nazmiefs unter Adoof Hitzler uns noch bombastierten. Mich haben sie jedenfalls nicht gekriegt. Ich besuchte verschwielenartige Schulen in Liddypuhl. Dort habe ich sehr zum Ergo meiner Tanten nicht viel getan. Als Mitglied der hochgepriesten Beatles mögen meine Platten komischer erscheinen als dieses Buch, aber es ist meine feste Erzeugung, dass diese Stammlung von Kurzgekichten die wunderfaulste Lache ist, die ich jemals losgelassen habe. Gott säge und verhüte Euch.“ Neben der Musik hat sich das Tragödchen-Team ausführlich mit dem Leben John Lennons beschäftigt, sodass die Besucher an diesem Abend nicht nur viel zu lachen und um die Ohren bekommen werden, sondern auch noch reichlich Autobiographisches zum 30. Todestag Lennons mit nach Hause nehmen können. Der John-Lennon-Abend ist die bis heute aufwändigste Eigenprodution der Tragödchen-Macher, mit der das Ratinger Tragödchen im nächsten Jahr gar auf Tournee gehen wird. Ort der Veranstaltung: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 02102 26095
Donnerstag, 2.12.2010, 20 Uhr Tragödchen tanzt aus der Reihe
Donnerstag, 25.11.2010, 20 Uhr Kokain Trotz aller Therapie
Die Tragödchens bei der Arbeit (hochkonzentriert)
Dino
Segre,
bekannt unter dem Pseudonym Pitigrilli (* 9. Mai 1893 in Turin; † 8.
Mai 1975 ebenda), war ein italienischer Schriftsteller, Journalist und
promovierter Rechtswissenschaftler. Er wurde in den 1920er und 1930er Jahren als
Verfasser von zur damaligen Zeit umstrittenen und mehrfach verbotenen Büchern
bekannt. Sein bekanntester Roman Kokain stand in Deutschland noch bis
1988 auf dem Index für jugendgefährdende Schriften. In
Christopher Durangs Theaterstück
gibt es nur Therapeuten und Therapierte. Der erbarmungslose
Gesundungswille, der geradezu handwerkliche Stolz, mit dem man auf sein unter
psychotherapeutischer Anleitung im Do-it-yourself-Verfahren ausgestattetes Ego
blickt, das neue Bildungsspießertum mit seinen psychohygienischen Waschzwängen
– all das ist Thema von Durangs Komödie. Begleitet
werden die Sprecher bzw. Schauspieler von der bewährten Tragödchen-Band, die
an diesem Abend mehr oder weniger lustige Lieder mehr oder weniger passend zum
Thema präsentiert. Mitwirkende: Susanne Cano, Dirk Tratzig, Stephan Wipf, Thomas Schneider und Bernhard Schultz. Beginn: 20 Uhr, Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 26095, www.buch-cafe.com
Donnerstag, 18.11.2010, 20 Uhr Günter Lamprecht: Berlin Alexanderplatz Die Veranstaltung findet im Stadttheater Ratingen, Europaring 6 statt!
Donnerstag, 11.11.2010, 20 Uhr James Joyce: Ulysses
Der 16. Juni 1904 war ein ganz gewöhnlicher Tag, und dennoch ist er in die Geschichte der Weltliteratur eingegangen. An diesem Tag von acht Uhr früh bis drei Uhr morgens erlebt Leopold Bloom die Großstadt Dublin, und der Leser lernt mit ihm seine Handlungen, Begegnungen und Gedanken kennen: ›Ulysses‹, der Roman des Jahrhunderts. Bald nach Erscheinen des Romans begannen Enthusiasten, diesen Tag zu feiern. 2004 nun wird Blooms Tag - der "Bloomsday" - hundert Jahre alt. "Im Ulysses liegt das Dublin des 16. Juni 1904 vor uns ausgebreitet, durch die Phantasie unverändert und in fast allen Einzelheiten anhand von Karten und Adressbüchern nachprüfbar", schreibt Anthony Burgess. "Aber", so fährt er fort, "der Roman Ulysses, der Dublin verherrlicht, indem er es zu einer ewigen Stadt des Geistes erhebt, hat es auf nüchterne oder trunkene Weise auch verwandelt. Wer Dublin betritt, betritt Ulysses -: man begibt sich in die Phantasie von James Joyce." Der Ratinger Thomas Gurke, deutsch-irischer Abstammung, hat für den Ulysses-Abend die Textpassagen ausgewählt und hat für das bessere Verständnis des umfangreichen Romans einen kurzen Einführungsvortrag erarbeitet. Er studierte Neuere Englische und Mittelalterliche Literatur sowie Musikwissenschaften an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 2006 untersucht er im Rahmen seiner Promotion Musik in den Werken des irischen Autors James Joyce; er unterrichtet an der HHU Düsseldorf u.a. auch Joyces Ulysses.
Alexander Otto und Thomas Gurke
Alexander Otto (Akkordeon, Maura Gurke (Gesang), Jens Barabasch (Flöten) und Thomas Gurke (Gitarre) greifen musikalische Elemente, die in dem Roman eine wichtige Rolle spielen, auf. Susanne Cano und Bernhard Schultz tragen die von Thomas Gurke ausgewählten Textpassagen vor. Thomas Gurke am Grab von James Joyce
Dienstag, 9.11.2010, 20 Uhr Schlag nach bei Shakespeare
Olaf Cless und Elmar Schne Geschichten,
Lieder und Gedichte für Theaterfreunde Wie riecht Bühnenluft? Was verraten die Nasenlöcher der Zuschauer? Warum sollte man Zwangsvorstellungen einführen? Wie lässt sich „Emilia Galotti“ in 30 Sekunden rezitieren? Was hat es mit den Hustern von Köln auf sich und wieso wirken betrunkene Schauspieler manchmal Wunder? Diese und viele andere Fragen rund ums Theater klären Schneider & Cless in ihrer musikalischen Lesung. Zu Wort kommen Experten wie Goethe, Tucholsky, Kästner, Brecht, Valentin, Hüsch und Cole Porter. „Das anspruchsvolle und abwechslungsreiche Programm steckt voller Gelächter, Ehrfurcht und Melancholie, wobei sich die letztere in Grenzen hält. Olaf
Cless, Journalist in Düsseldorf, Kleinkunstmacher (Ex-„TrioGesangVerein“)
und Autor literarischer Progamme
Donnerstag, 4.11.2010, 20 Uhr Die Herren der Schöpfung
Was
Frauen wirklich über Männer denken und immer schon mal sagen wollten.
Die Herren der Schöpfung und die Geschöpften Am Donnerstag, dem 4.11.2010 werden im Ratinger Tragödchen die Herren der Schöpfung (in diesem Programm Stephan Wipf und Bernhard Schultz) ihr Fett abkriegen. Man(n) darf gespannt sein, ob sie sich wehren werden und alles gefallen lassen und ob die Damen (Susanne Cano und Charlotte Schultz), die ja ursprünglich aus den Rippchen der Herren geformt wurden („Wie es in allen Gemeinden der Heiligen üblich ist, sollen die Frauen in der Versammlung schweigen … Wenn sie etwas wissen wollen, dann sollen sie zu Hause ihre Männer fragen!“, 1. Brief des Paulus an die Korinther, Kap. 14, Vers 33-35) tatsächlich das letzte Wort haben. Der kabarettistisch-literarische Schlagabtausch wird geführt mit Texten der Missfits, von Hanns-Dieter Hüsch, Konstantin Wecker, des Vorläufigen Frankfurter Fronttheaters, viel Musik und ordentlichen Bibelzitaten . Er beginnt wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.
Donnerstag, 28.10.2010, 20 Uhr Tolstoi und Tolstaja
Donnerstag, 21.10.2010, 20 Uhr Meschugge
Meschugge im Tragödchen Am Donnerstag, dem 21.10.2010 gastiert eine Liedermacher- und „Blödellegende“ im Ratinger Tragödchen: der lebende Teil des Duos Schobert & Black, Der Black, wird ab 20 Uhr die Lachmuskeln des Publikums im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, mit seinem Programm „Meschugge“ strapazieren.
Donnerstag, 14.10.2010, 20 Uhr Unter den Wolken Hommage an Reinhard Mey
Sven Homes Hommage an Reinhard Mey von
und mit Sven Homes Unterstützt wird er dabei wie immer von Holger Schlösser und Dirk Schreiber. Ratinger Tragödchen im Buch-Café Peter & Paula, Grürstr. 3-7 Weitere Informationen: Tel 26095 oder www.buch-cafe.com
Donnerstag, 7.10.2010, 20 Uhr Über dich und mich Lieder mit Gerd Schinkel
Kölner
Liedermacher Gerd Schinkel mit recycelten Liedern von Bob Dylan, Eric
Clapton und Cat Stevens im Tragödchen Am
Donnerstag, dem 7. Oktober gastiert der Liedermacher Gerd Schinkel ab 20 Uhr zum
zweiten Mal im Ratinger Tragödchen (Buch-Café Peter & Paula, Grütstr.
3-7). Mit einem völlig anderen Programm als beim ersten Auftritt,
tragischerweise präsentiert er an diesem Abend nicht seine eigenen Lieder,
sondern Songs, die im englischen Original zu seinen Lieblingsliedern gehören.
Allerdings hat er die Lieder von Cat Stevens, Bob Dylan, Eric Clapton u.a ins
Deutsche übertragen und aktualisiert, weshalb er das „Über dich und mich“
auch sein Recycling-Programm nennt. Der
Journalist und Liedermacher Gerd Schinkel (bis 2001 Redaktionsleiter beim WDR) singt
von Lebensphasen, die jeder kennt: Sturm und Drang der Jugendzeit, der Kampf ums
Überleben in der Gesellschaft, Liebe und Leid beim Erleben von Einsam- und
Zweisamkeit, Lust und Frust im Zusammenleben in Beruf und Familie - Leben mit
Gleichaltrigen, mit Kindern, mit alten Menschen. Und immer wieder geht es um die
Partnerschaft, die Suche nach dem "Kick" und nach Erfüllung, nach
Zufriedenheit oder zumindest nach einer Spur des Glücks. Aufsehen
erregten zuletzt das Buch und die Fernsehdokumentation „Bin ich ihr ähnlich“
über seine koreanische Adoptivtochter Anneli Schinkel. "Bin
ich ihr ähnlich?" Diese Frage stellte sich die Anneli Schinkel
und begab sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter in Korea.
Obwohl es kaum Informationen über das ausgesetzte Baby gab, geschah ein kleines
Wunder: Anneli fand ihre biologischen Eltern.
Gerd
Schinkel sieht sich als Autor und Interpret in
einer Reihe mit Liedermachern in anderen Sprachkulturen, aber auch in der
Tradition der "alten" deutschen Politbarden, die mit den Protestsängern
anderer Nationen mithalten konnten. Wie die meisten von ihnen kommt er vom
traditionellen Folksong, mithin vom Volkslied. Er begeistert sein Publikum mit
seinen eigenen Liedern genauso wie mit und mit von ihm übersetzten Folksongs
aus den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien. Gerd
Schinkel singt seit Anfang der siebziger Jahre eigene Lieder für Erwachsene und
Kinder. Ende der siebziger Jahre hat er neben seinen Solo-Auftritten auch mit
der Bonner Polit-Folk-Kombo „Saitenwind“
erfolgreich Konzerte gegeben. Weitere musikalische Erfahrung sammelte er
in seiner Stuttgarter Rockband „Krise“, die ihn Anfang der achtziger Jahre
vorübergehend begleitete. Unvergessen bleibt bei den friedensbewegten
Zeitgenossen sein Anti-AKW-Song „Katastropheneinsatzplan“ mit den Zeilen „Es
besteht kein Grund zur Beunruhigung, alle Maßnahmen zur Beseitigung der Störung
und ihrer Folgen sind schon im Gange, bleiben Sie ruhig, es dauert nicht
lange!“ Weitere
Informationen: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com
Donnerstag, 30.9.2010, 20 Uhr Platero und ich Andalusischer Abend im
Tragödchen „Platero und ich“ Am Donnerstag, dem 30.9.2010 bringt das Ratinger Tragödchen eine literarische Perle ans Tageslicht: den spanischen Literaturnobelpreisträger von 1956, Juan Ramon Jimenez und sein Prosagedicht „Platero und ich“. Es ist die Geschichte einer Freundschaft zwischen dem Ich-Erzähler und einem kleinen Esel, die in 138 Prosa-Miniaturen das Leben in Andalusien vor dem Ersten Weltkrieg beleuchtet. Neu übersetzt hat dieses Meisterwerk der in Lyon lebende Musiklehrer und Schriftsteller Wolf Moser, der zusammen mit Susanne Cano und Bernhard Schultz den Platero in szenischer Lesung vortragen wird.
Wolf Moser Besonders spannend ist an diesem Abend der musikalische Teil, der von dem Gitarristen Thomas Schneider präsentiert wird. Es existiert nämlich eine Platero-und-ich-Suite, die der spanische Komponist Edduardo S. de la Maza 1972 geschaffen hat. Die sehr harmonischen und melodiösen Instrumental-Stücke erinnern einerseits an Klassiker der spanischen Gitarren-Musik (z.B. Francesco Tarrega), andererseits auch an einige Passagen von John Lennons Beatles-Hits. Vielleicht ist es kein Zufall, dass John Lennon und Brian Epstein in den 70er Jahren in Barcelona weilten, dem Entstehungsort der Platero-und-ich-Suite.
Tom Schneider Jiménez war der Sohn eines Weinhändlers und erhielt seine Erziehung im Jesuitenkolleg von Puerto de Santa María zu Cádiz. 1900 ging er nach Madrid, 1901 gelang ihm mit „Arias tristes“ der literarische Durchbruch. Durch den Verlust des väterlichen Erbes kam Jiménez in massive finanzielle Bedrängnis, dachte sogar an Suizid, übersiedelte 1905 ins andalusische Moguer, 1911 nach Madrid. Während des spanischen Bürgerkriegs hielt er sich meist in Amerika auf, wo er, v.a. in Kuba, triumphale literarische Erfolge feierte. Seit 1951 lebte er in Puerto Rico. Jiménez gilt als wichtigster Vertreter des
Modernismus , der u.a. von Rubén Dario beeinflusst war und besonders für jüngere
Autoren wie Federico García Lorca wichtig
wurde. Als Höhepunkt seines Schaffens gilt das Prosagedicht „Platero y yo“
("Platero und ich"). Juan Ramon Jimenez (1881-1958) hat die
hundertachtunddreißig Geschichten der andalusischen
Elegie „Platero und ich“ als Rückblick
auf seine Kindheit geschaffen. Die lyrischen Skizzen entstehen zwischen
1906 und 1916, nach zwei Jahren, die der Autor in der Obhut des Arztes Dr.
Simarro verbracht hat. Mit 25 Jahren kehrt er zurück in ein verfallendes Moguer,
dass wirtschaftlich zugrunde geht. Im Übrigen ist der Malgrund der Bilderfolge
das aufgewühlte Spanien der Wende ins 20. Jahrhundert, dem eben die Reste
seines einstigen Weltreiches entglitten waren.
Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im
Buch-Cafe Peter & Paula, Grütstr. 3-7. Weitere Informationen unter Tel. 26095
oder www.buch-cafe.com.
Dienstag, 28.9.2010, 20 Uhr Mein Leben in Aspik
Die Verlagsgründer Susanne Schenzle und Christian Ruzicska auf der Basisstation des secession-Verlags (Foto: Gabi Vogt) „Mein Leben in
Aspik“ Das ist der Titel eines der vier Bücher des Berliner Verlages „Secession“, der gerade von dem in Ratingen-Breitscheid aufgewachsenen Christian Ruzicska und seiner Verlagspartnerin Susanne Schenzel gegründet worden ist. Der Autor des Romans, Steven Uhly ist ebenfalls Gast im Ratinger Tragödchen. Am Dienstag(!), dem 28.9. gibt es ab 20 Uhr für die drei als Geburtstagsgeschenk ein außerplanmäßiges Tragödchen im Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7.
„Mein Leben in Aspik“ von Steven Uhly (geb. 1964). Der Autor ist deutsch-bengalischer Abstammung. Er studierte Literatur , leitete ein Institut in Brasilien, übersetzt Lyrik und Prosa aus dem Spanischen, Portugiesischen und Englischen und lebt mit seiner Familie in München. Sein meisterhaft komponiertes Debüt zeigt, dass jede Familiengeschichte tiefer im Dunkel der verlorenen Zeit wurzelt und weiter ins Jetzt hineinragt, als es ihren Mitgliedern lieb ist. Er lässt in seinem Roman keinen Tabubruch aus, sein Roman beginnt mit der Schilderung der urkomischen Oma des Ich-Erzählers, die dem Enkel als Gute-Nacht-Geschichte ihre mörderischen Absichten in Bezug auf den Opa offenbart. „Die fünf Elemente“ von Magda Szabo (1917-2007). Die Ungarin schrieb über 40 Werke, die in 42 Sprachen übersetzt wurden. Zu ihren Lebzeiten galt sie bereits als Klassiker. 1949 erhielt sie Publikationsverbot. 1958 erschien ihr erster Roman. Innerhalb kürzester Zeit erlangte die Autorin Weltruhm. Die fünf Element spielen im Budapest der 60er Jahre, ein Leben lang hat den Protagonisten ihr Anspruch auf Gerechtigkeit und Liebe selbst die schwierigsten Zeiten nicht ohne das Gefühl glücklicher Selbstachtung erleben lassen. „Der Fall Crump“ von Ludwig Lewisohn (1882-1955). Von Sigmund Freud, James Joyce, Sinclair Lewis, Theodore Dreiser und Thomas Mann gefeiert – Thomas Mann schrieb für die erste deutschsprachige Publikation 1928 das Vorwort, wurde Der Fall Crump erstmalig 1926 in Paris in englischer Sprache gedruckt. Bereits 1890 wanderten die Eltern Lewisohns von Berlin in die USA aus. Lewisohn begann früh zu publizieren, er arbeitete als Lehrer, Übersetzer und Redakteur. 1948 war er Mitbegründer der Brandeis University, wo er bis zu seinem Tod Literaturwissenschaft lehrte. „Ida oder das Delirium“ von Helene Bessette (1918-2000). Helene Bessette ist Schriftstellerin von höchstem Rang. Ihre Romane wurden bei Gallimard zwischen den 50er und 70er Jahren publiziert, sie blieb zu Lebzeiten verkannt. Heute ist sie auf dem Weg, die gefeierte Wiederentdeckung der französischen Literaturszene zu werden. Von der ersten Zeile an ist die Heldin des Romans, Ida, tot. Sie hat sich im Alter von 66 Jahren vor einen Lastwagen geworfen. Wer aber ist verantwortlich für Idas Tod. Niemand vermag dies mit Genauigkeit zu sagen. Und dieser Mangel an Genauigkeit ist für diesen Roman ein Markenzeichen des perfekten Verbrechens. So wird dieser Roman unter der Hand zu einem Krimi – schwarz, humorvoll, präzise. Da die Verlagsgründer und der Autor Steven Uhly zusammen mit dem Tragödchen-Team höchstpersönlich die Titel vorstellen, besteht gerade für alle Ratinger Autoren und solche, die es noch werden wollen einmal die Gelegenheit, mit Verlagsprofi s Kontakt aufzunehmen. Weitere Informationen: Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe.com
Donnerstag, 23.9.2010, 20 Uhr Der Junge
Dieter Sdun, „Der Junge“ aus Hösel Am Donnerstag, dem 23.9.2010 stellt Dieter Sdun, Sportredakteur beim Hessischen Rundfunk, im Ratinger Tragödchen seinen ersten Roman „Der Junge“ vor. Es ist sein zweiter Auftritt im Buch-Café Peter & Paula. Fast zwei Jahre ist es her, dass er mit seinen satirischen Kurzgeschichten um Herrn Ludwig das Tragödchen-Publikum zu (Freuden-)Tränen rührte. Neun Jahre alt ist der Junge, als er an der Hand seiner Mutter den Vater verlässt. Die Abreise gleicht einer Flucht, die Ankunft im neuen Leben (in Hösel) einer Landung auf dem Mond. Der Junge ist die Geschichte einer Scheidung. Die Geschichte eines Neuanfangs, der zwei Jahre dauert. Die Geschichte eines Überlebens. In Hösel. Weitere Informationen: Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe.com.
Donnerstag, 16.9.2010, 20 Uhr Nixenkuss Nixenküsse
und Yildirim Denizli im Tragödchen Am Donnerstag, dem 16.9.10 wird der Roman Nixenkuss im Ratinger Tragödchen auf unnachahmlich tragische Weise in szenischer Lesung und mit viel Musik von Susanne Cano, Charlotte und Bernhard Schultz und dem neuen Musikdirektor des Tragödchens, Stephan Wipf vorgestellt. Die Band Tragedy spielt Seefrauenlieder. Überhaupt dreht sich an diesem Abend alles um das Meer. Nixenkuss ist
ein spektakulärer Roman, der an Pfiff, Raffinesse und Erfindungsgabe
seinesgleichen sucht. Die Autorin Samantha Hunt ist ein Phänomen. Denn es ist
ihr gelungen, eine Wundergeschichte so frisch, modern und aufrecht zu erzählen,
dass kein Zweifel bleibt: Einer Welt voll Tristesse und Traurigkeit begegnet man
am besten, indem man ihr als Nixe gegenübertritt. Dazu passen
die Arbeiten, die der Homberger Künstler und Musiker Yildirim Denizli an
diesem Abend zum ersten Mal im Tragödchen ausstellt. Yildirim
Denizlis Arbeiten, seine Skulpturen und seine Malerei, sind – wie der Künstler
selbst – in beiden Weltgegenden, dem Orient und Okzident beheimatet. Seine
Kunst ist beiden Kulturen gleich nah und fern. Sie stammen aus ihrem eigenen
Reich, dem der Kunst und der Phantasie. Beginn der Veranstaltung um 20 Uhr im Buch-Cafe Peter & Paula, alle weiteren Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com „Es gibt nicht viele Straßen aus der Stadt hinaus, deshalb ziehen auch so wenige Menschen je von hier fort. Wenn du die Stadtverlassen wolltest, würden Leute, die dich von Geburt an kennen, dich in deinem Auto sitzen sehen, das sie ebenfalls kennen, und beobachten, wie du wegfährst. Sie würden dich fragen, wo du wohl hinwillst, zwei Finger vom Lenkrad nehmen und winken, eine Geste, die demjenigen, der diese sehr kleine Stadt gerade zu vergessen versucht, wie ein Stoppschild oder eine Warnung erscheinen könnte. Es wäre viel leichter, einfach dazubleiben. Wenn du in den frühen Morgenstunden einmal betrunken nach
Hause stolpern würdest, wüsste es sofort die ganze Stadt. Nicht das es
irgendjemanden kümmern würde. Die Leute sind hier an Betrunkene gewöhnt. Wir
haben die höchste Alkoholismusrate im Land, eine Tatsache, die so oft erwähnt
wird, dass ich finde, wir sollten sie auf das Schild der Handelskammer drucken
lassen, dass die Touristen am Ortseingang willkommen heißt. Mehr
Alkoholiker pro Kopf als anderswo! Genießen Sie Ihren Aufenthalt! „Ich fahre“, sage ich und lasse die Tür für Jude offen. Ich hieve mich auf den Fahrersitz und ratsche die Bank nach vorne. Wohin wir fahren, werde ich erst nach ein paar hundert Kilometern entscheiden müssen. Fürs Erste fahren wir einfach Richtung Süden. Ich fühle mich leicht und frei. Ich fühle, wie wir hier abhauen, und vor allem fühle ich Jude in mir, und es fühlt sich wie Liebe an. … und schon stehen die Menschen da und staunen und starren bis in alle Ewigkeit aufs Meer. Ich betrachte das Blau im Spiegel. Es ist so schön, ich kann kaum den Blick davon wenden. „ Jude“, sage ich, „okay. Scheiß aufs Festland. Ich bin eine Nixe.“
Donnerstag, 9.9.2010, 20 Uhr Erotisches Handwerk
Bernhard Schultz und Erwin Wuillemet Charlotte Schultz und Susanne Cano Der neue Musikdirektor des Tragödchens Stephan Wipf
Die Band Tragedy: Stephan Wipf, Gitarre; Bernhard Schultz, Klavier; Charlotte Schultz und Susanne Cano, Gesang
Erotisches Fotohandwerk: Ulrich Scharfenorth (Autor des Ökothrillers "Störfall Zukunft")
Erotisches Handwerk im Tragödchen mit
Wipf und Wuillemet Das Ratinger Tragödchen präsentiert am 9.9.2010 um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula den neuen Musikdirektor der Hausband Tragedy: Stefan Wipf. Der Gitarrist sieht nicht nur gut aus, er wird an diesem Abend die von Bernhard Schultz ausgesuchten Liebeslieder derart hingebungsvoll interpretieren, dass ein Teil des Publikums sicherlich in Tränen ausbrechen wird. Stefan Wipf bekam mit 14 seine erste Gitarre unter den Weihnachtsbaum gelegt, die er nach einem halben Jahr zur Freude der Nachbarn gegen ein Schlagzeug tauschte. Die gute Nachricht fürs Tragödchen: inzwischen beherrscht er beide Instrumente perfekt. Bekannt wurde er als Gitarrist der Düsseldorfer Rockband „Törnschuu Crue“ und in Ratingen wirkte er bei den Coverbands „Big City“ und „Chicks & Buds“ mit. Mit deren Bassisten gründete er die Band „Spunk“, zuletzt spielte er gemeinsam mit dem Ex-Keyboarder von BAP Alexander „Effendi“ Büchel bei „One Eye Open“. Die Band wird an diesem Abend von Susanne Cano und Charlotte Schultz komplettiert, geboten werden Lieder von Dota Kehr, Tanita Tikaram, Beth Hart und vielen anderen. Der eigentliche Stargast und Namensgeber des Abends aber ist der Ratinger Dichter Erwin Wuillemet, der im Frühjahr seinen Gedichtband „Erotisches Handwerk“ herausgeben will und dem Tragödchen vorab Kostproben seiner unwiderstehlichen Mischung aus Handwerker- und Liebeslyrik präsentieren wird. Als Erwin Wuillemet, der einer der prominentesten Autoren des Ratinger Literaturkreises „ERA“ ist, im April 2005 seinen ersten Roman „Der Bruder an meiner Brust“ in der Ratinger KULTURkneipe vorstellte, befand Siegfried Jahnke, Vorsitzender der Düsseldorfer Bücherfreunde: „Beim Lesen dieses Buches fühlt man sich an den ersten Teil der Gorki-Triologie („Meine Kindheit“) erinnert, denn beide Werke verbindet ein Merkmal, das aller wertvollen Literatur eigen ist: Ehrlichkeit. In den letzten Jahren hat Wuillemet diese Geschichte fortgeschrieben. Entstanden war der zweite Roman „In der Knochenmühle“. Der Autor schildert darin die Jahre seiner Lehrzeit in der Ratinger Eisengießerei Pulch und gibt damit ein dichtes, einfühlsames Bild vom Aufbruch im gebeutelten Nachkriegsdeutschland. Als fünftes Kind einer armen Familie durchlebte er alles, was die Jahre 1950 bis 1960 an Hoffnungsfreude und Bitterkeit hergaben. Er lernte Schreiner und Zimmermann. Erst viel später wurde er selbstständiger Einzelkämpfer, der im bundesdeutschen Wirtschaftswunder, mal kärglich, mal reichlich sein Brot verdiente. Heute gehört Erwin Wuillemet zu den wenigen großen Akteuren in der Ratinger Kulturszene. Weitere Informationen und Reservierungen: Tel. 02102 26095 oder www.buch-cafe, email: buch-cafe@web.de Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen.
Donnerstag, 17.6.2010, 20 Uhr Der Schweizer im Düsseldorfer Exil
Donnerstag, 10.6.2010, 20 Uhr Nixenkuss
Nixenkuss
im Tragödchen Es gibt nicht viele Straßen aus der Stadt hinaus, deshalb ziehen auch so wenige Menschen je von hier fort. Wenn du die Stadtverlassen wolltest, würden Leute, die dich von Geburt an kennen, dich in deinem Auto sitzen sehen, das sie ebenfalls kennen, und beobachten, wie du wegfährst. Sie würden dich fragen, wo du wohl hinwillst, zwei Finger vom Lenkrad nehmen und winken, eine Geste, die demjenigen, der diese sehr kleine Stadt gerade zu vergessen versucht, wie ein Stoppschild oder eine Warnung erscheinen könnte. Es wäre viel leichter, einfach dazubleiben. Wenn du in den frühen Morgenstunden
einmal betrunken nach Hause stolpern würdest, wüsste es sofort die ganze
Stadt. Nicht das es irgendjemanden kümmern würde. Die Leute sind hier an
Betrunkene gewöhnt. Wir haben die höchste Alkoholismusrate im Land, eine
Tatsache, die so oft erwähnt wird, dass ich finde, wir sollten sie auf das
Schild der Handelskammer drucken lassen, dass die Touristen am Ortseingang
willkommen heißt. Mehr Alkoholiker pro
Kopf als anderswo! Genießen Sie Ihren Aufenthalt! „Ich fahre“, sage ich und lasse die Tür für Jude offen. Ich hieve mich auf den Fahrersitz und ratsche die Bank nach vorne. Wohin wir fahren, werde ich erst nach ein paar hundert Kilometern entscheiden müssen. Fürs Erste fahren wir einfach Richtung Süden. Ich fühle mich leicht und frei. Ich fühle, wie wir hier abhauen, und vor allem fühle ich Jude in mir, und es fühlt sich wie Liebe an. … und schon stehen die Menschen da und staunen und starren bis in alle Ewigkeit aufs Meer. Ich betrachte das Blau im Spiegel. Es ist so schön, ich kann kaum den Blick davon wenden. „ Jude“, sage ich, „okay. Scheiß aufs Festland. Ich bin eine Nixe.“ Nixenkuss
ist ein spektakulärer
Roman, der an Pfiff, Raffinesse und Erfindungsgabe seinesgleichen sucht.
Samantha Hunt ist ein Phänomen. Denn es ist ihr gelungen, eine Wundergeschichte
so frisch, modern und aufrecht zu erzählen, dass kein Zweifel bleibt: Einer
Welt voll Tristesse und Traurigkeit begegnet man am besten, indem man ihr als
Nixe gegenübertritt. Am
Donnerstag wird der Nixenkuss im Ratinger Tragödchen auf unnachahmlich
tragische Weise von Susanne Cano, Bernhard Schultz vorgestellt. Die Band Tragedy
spielt Seefrauenlieder. Überhaupt dreht sich an diesem Abend alles ums Meer.
Das passt auch zum Mare Verlag, in dem der Nixenkuss erschienen ist.
Mittwoch (!), 2.6.2010, 20 Uhr Manche mögen´s mörderisch
Manche mögen's mörderisch Haben
wir nicht alle schon einmal gesagt: Ich bringe sie oder ihn um? Mord ist auf
jeden Fall auch immer eine Lösung! Hinter
dem Trio Mortobello verstecken sich neben Elisabeth Kuhs ihr Pianist Michael
Carleton und die Düsseldorfer Krimiautorin Stefanie Koch, die im Ratinger Tragödchen
schon mit ihrem Frauenkabarett „Alles nur Statistik“ für Furore sorgte. Die
Veranstaltung findet ausnahmsweise an einem Mittwoch (2.Juni) statt, beginnt
aber wie immer um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula in der Grütstraße
3-7. Weitere
Informationen unter Tel. 26095.
Donnerstag, 27.5.2010, 20 Uhr Die Nacht der leidenden Reichen
Die
Nacht der leidenden Reichen „Zum Beispiel... der Herr dort hinten
in der Mitte, ... oder die Dame in der 2. Reihe?“ Ehrliche Antworten erwartet
Michael Z. auf diese Frage nicht wirklich, denn der moderne Mensch im 21.
Jahrhundert gibt sich gern jung, spendabel und vor allem gut gelaunt! Wer glaubt schon, dass ein
nachdenklicher Rentner im Big-Brother-Container Erfolg hätte? Nein, nein, auch heute gilt immer noch
der traditionelle Satz: "Trau keinem über 30.“ Nur kommt er jetzt nicht
mehr aus der Opposition, inzwischen ist er Regierungsprogramm. “Trau keinem über 30” ist der
soziale Leitsatz unseres jungen Bundesgesundheitsministers Rössler!! Jeder über 30 ist verdächtig, weil er
in ein Alter kommt, wo er der Gesellschaft klammheimlich zur Last fallen könnte,
indem er konspirativ erkrankt. Wer über 40 ist, wird zu einem
gesundheitspolitischen Restrisiko, der latente Ernstfall auf zwei Beinen. Deshalb werden solche subversiven
Elemente auch in Alten und Pflegeheimen fixiert und medikamentös entschärft.
Die wollen nämlich immer was... „hier piekt es, ich habe Durst, ... es tut
weh, ... wann kommt Besuch?“ Reiner Terror! Solche gemeingefährlichen Terroristen
versauen einem die ganze Wirklichkeit, schon mal rein optisch gesehen. Also schützen Sie sich! Wenn Ihnen mal
so einer begegnet, gucken Sie einfach nicht hin. Das macht Sie zwar auch nicht jünger,
aber solange Sie nicht in den Spiegel schauen, brauchen Sie sich darum nicht zu
kümmern. Einen KleinkunstAbend besonderer Art
mit eigenen Chansons, Tangos, und Kabarett präsentiert Michael Z. (Gesang/Gitarre)
aus Berlin. Sein Programm ist ein würziger Cocktail aus treffsicheren
Liedern und überraschenden Pointen. Dass diese Mischung so leichtfüßig
funktioniert, liegt vor allem an der Erfahrung des Berliner Chansonniers.
Michael Z.ist seit mehr als zwanzig Jahren ein überregional geschätzter Sänger,
Satiriker und Gitarrist. Er gastierte mit seinen
mal poetisch, mal bissigen Chansons an verschiedenen Häusern und Sendern (u. a.
„Unterhaus Mainz“, „Gesellschaftsabend“ mit Hanns-Dieter Hüsch). Weitere Informationen unter Tel 02102
26095 oder www.buch-cafe.com.
Donnerstag, 20.5.2010, 20 Uhr Liebesgestöber
Liebe
Freunde
des gepflegten Chansons,
der
Mai ist gekommen: Die Säfte steigen, die Bäume schlagen um sich, die Knopsen
knopsen,
die
Sprossen sprießen, das gefiederte Volk jubiliert, kurz: der Frühling ist
da und mit ihm die
gleichnamigen
Gefühle.
Da
kann auch ich meinen Schnabel nicht halten und sorge zusammen mit MICHAEL
CARLETON
in bewährter
musikalisch-literarischer Manier für ein ebenso unernstes wie tönendes
LIEBESGESTÖBER!
Zu
sehen und zu hören am
20. Mai um 20 Uhr
im
Ratinger
Tragödchen,
Buchcafé
Peter und Paula, Ratingen, Grütstr. 3-7. Tel. 02102 - 260 95.
Vielleicht
sehen wir uns - ich würde mich freuen!
Herzliche
Grüße
Ihre
- Eure
Elisabeth Kuhs
Donnerstag, 6.5.2010, 20 Uhr Humor, Hunger und höfische Musik
Wolf Moser Geschichten und Musik aus dem Spanien des 16. Jahrhunderts Zwei Welten, die sich im Spanien der Renaissance vermischen, begegnen den Besuchern des Tragödchens am Donnerstag, dem 6.5. ab 20 Uhr. Fantasien und die frühesten Variationswerke der Musikgeschichte, wie sie Berufsmusiker und Edelleute zwischen 1630 und 1680 auf der Vihuela (einer Art Gitarre) an den Fürstenhöfen vortrugen, wechseln mit Geschichten vom Hunger und wie man sich durchbringt. „Lazarillo von Tormes“ ist der erste Schelmenroman der spanischen und Weltliteratur. Ein schweres Leben, heiter erzählt, mit einer Mischung aus Anteilnahme und Schadenfreude, die mit einer Prise Aufklärung gewürzt wird. Das anonyme Werk, 1554 erschienen, kam fünf Jahre später auf den Index und wurde dennoch zum Bestseller seines Jahrhunderts. Nach einer kurzen Vorrede, in der sich der Ich-Erzähler an einen hochgestellten Gönner wendet, folgt eine Auswahl von Abschnitten aus seiner Lebensgeschichte. Der Bogen spannt sich von der Geburt bis zur Bestallung mit dem königlichen Amt des Ausrufers in Toledo und der Heirat Lazarillos, die das Buch beschließt. „Vihuela“ ist in Spanien während des ganzen Mittelalters und noch weit bis in das 16. Jahrhundert ein Sammelname für Saiteninstrumente. Doch gewinnt ein mit sechs Doppelsaiten bespanntes Instrument, die Vihuela de mano ab 1500 derart an Bedeutung, dass man von da an mit ihr den Begriff „Vihuela“ gleichsetzte. Die Musik für die Vihuela wurde in sogenannten Tabulaturen aufgezeichnet, einer Griffschrift, die versucht, mehrstimmige Musik für einen Instrumentalisten zusammenzufassen. Sieben Tabulaturbücher sind während der Blütezeit in Spanien zwischen 1536 und 1576 geduckt worden. Überraschenderweise sind Handschriften nur ganz vereinzelt und nur aus späterer Zeit erhalten. Das Fortbestehen der Vihuela lässt sich bis etwa 1730 verfolgen. Erst in den 30er Jahren unseres Jahrhunderts hat der spanische Musikwissenschaftler und Gitarrist Emilio Pujol die einzige erhaltene Vihuela in einem Pariser Museum entdeckt und auf einem nachgebauten Instrument am 23.4.1936 in Barcelona das erste Vihuela-Konzert der Neuzeit gegeben. All das und noch viel mehr wird am Donnerstagabend der Musikwissenschaftler, Journalist und Schriftsteller Wolf Moser im Tragödchen erzählen. Wolf Moser, seit 1972 in Lyon (Frankreich) lebender Berliner aus Hamburg, Jahrgang 1937, begann achtzehnjährig ein Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für Musik in Hamburg, mit dem Hauptfach Trompete. Ab 1960 Gitarrenunterricht, der durch äußere Umstände immer wieder unterbrochen wurde. Lehrer waren in Hamburg Willi Meier-Pauselius, Adolf Haug und am Hamburger Konservatorium in Blankenese Herbert Balzer; in Barcelona Angel Iglesias und Emilio Pujol. Nach der Übersiedlung nach Frankreich zunächst Gitarrenlehrer an städtischen und privaten Musikschulen, außerdem Dozent für Deutsch an zwei Lyoner Hochschulen. Unter dem Einfluß H. Balzers und der Anleitung Emilio Pujols wurde aus der Lehrtätigkeit mehr und mehr die eines freiberuflichen Übersetzers, Herausgebers, Fachjournalisten und Schriftstellers. Moser ist inzwischen Autor vieler Übersetzungen, einiger Fachbücher und Biographien, daneben Herausgeber von spanischer Musik für Vihuela und Gitarre. Die Musik präsentiert an diesem Abend Thomas Schneider, Ex-Gitarrist von Stoppok und Ex-Musikdirektor im Tragödchen. Er spielt Stücke so wohlklingender Renaissance-Komponisten wie Luis de Narvaez, Miguel de Fuenllana , Enriquez de Valderrabano, Alonso Mudarra und Luys Milan. Weitere Informationen unter Tel. 02102 26095 Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen
Tom Schneider
Mittwoch, 28.4. und Donnerstag, 29.4.2010, 20 Uhr Klaus Gutjahr, Bandoneon-Konzerte (unterschiedliche Programme!) Saison-Höhepunkt im Tragödchen
Aufgrund der großen Nachfrage gibt es in der nächsten Woche zwei Konzerte mit einem der weltbesten Bandoneon-Solisten: Klaus Gutjahr. Das Tragödchen würde aber seinem tragischen Konzept untreu werden, wenn es einfach zweimal das gleiche Konzertprogramm präsentierte. Am Mittwoch, dem 28.4. präsentieren Klaus Gutjahr und Bernhard Schultz ab 20 Uhr eine literarisch-musikalische Improvisation zu der Wolfgang-Borchert-Erzählung „Die lange lange Straße lang". Die Erzählung Borcherts ist inhaltlich ähnlich wie sein berühmtes Hörspiel „Draußen vor der Tür" und aufgrund der Ereignisse in Afghanistan so aktuell wie in der Nachkriegszeit, in der es entstanden ist. Die Tangorhythmen des Bandoneons bilden einen reitvollen Kontrast zum marschmusikähnlichen Versmaß einzelner Textpassagen. Am Donnerstag, dem 29.4. ist Klaus Gutjahr dann solo zu genießen. Mit der unnachahmlichen Mischung aus klassischen und zeitgenössischen Tango-Kompositionen von Bach bis Piazzolla gastiert der Virtuose bereits das vierte Mal im Tragödchen. Schon
während seines Studiums und danach spielte er in verschiedensten eigenen und
anderen Formationen. Als gefragter Musiker begleitete er Künstler wie Klaus
Hoffmann, Michael Z., Erika Pluhar, Eva Maria Hagen, Hannes Wader und Wolf
Biermann in Konzerten und bei Schallplattenaufnahmen. Seit vielen Jahren ist er
auf sehr unterschiedlichen eigenen Musikproduktionen zu hören. So interpretiert
er Barock- und klassische Musik, ebenso wie den argentinischen Tango, mit dem er
sich seit Anfang der 80-er Jahre beschäftigt. Eine Musik, die dem in Krefeld um
1840 von Heinrich Band entwickelten Instrument sein Überleben verdankt. Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen, Tel. 02102 26095, www-buch-cafe.com
Donnerstag, 22.4.2010, 20 Uhr Gina Mayer Die verlorenen Schuhe
Am Donnerstag, dem 22.4. besucht die
erfolgreiche Düsseldorfer Autorin historischer Romane das Ratinger Tragödchen.
Ab 20 Uhr liest sie zusammen mit Bernhard Schultz aus ihrem neuen Roman „Die
verlorenen Schuhe“, in dem es um zwei Frauen geht, die 1945 aus Schlesien flüchten.
Als sie sich im Winter 1944/45 erstmals
begegnen, liegen Welten zwischen Inge aus Schlesien und Wanda aus Polen. Inges
Gedanken kreisen um die nahe Zukunft: das Abitur, das Konservatorium und die
bevorstehende Eheschließung mit Wolfgang von Brandt. Die Folgen des Krieges
registriert sie höchstens am Rande, die Fremdarbeiter auf dem elterlichen Gut
nimmt sie kaum wahr. Wanda dagegen hat den Krieg bereits hautnah erlebt: Wie es
ihrer Familie geht, weiß sie nicht. Die Deutschen haben sie aus Krakau
verschleppt, die Zukunft liegt bereits hinter ihr. Alle Kraft konzentriert sie
auf das Hier und Jetzt, jedes Fehlverhalten kann tödlich sein. Als die Rote
Armee naht, müssen Inge und Wanda ihren Weg nach Westen gemeinsam finden. Das
Überleben der einen liegt in der Hand der anderen. Der literarisch-musikalische Abend wird komplettiert durch die Hausband „Tragedy“.
Donnerstag, 15.4.2010, 20 Uhr Hexenwahn (Friedrich Spee) „In was für
Zeiten sind wir geraten?“
„Es gebührt mir nicht, unter denen zu sein, die der Prophet stumme Hunde heißt, die nicht zu bellen wissen.“ So sagt Friedrich Spee (1591-1635) in seiner Streitschrift „Cautio Criminalis oder Rechtliches Bedenken wegen der Hexenprozesse“, mit der er sich mutig und scharfsinnig gegen den Ungeist und die Justizverbrechen seiner Zeit auflehnte. Spee, geboren in Kaiserswerth, wortmächtiger Anwalt der Menschlichkeit, Barockdichter, Jesuitenpater, der zeitlebens Schwierigkeiten mit seinem Orden hatte – er zählt neben Heine zu den bedeutendsten Geistern unserer Region.Olaf Cless, Düsseldorfer Kulturjournalist, Kleinkunst-Aktivist und Autor literarisch-musikalischer Programme, stellt Spees Leben und Werk in einer spannenden Lesung vor. Er wird dabei unterstützt von Ingrid Süverkrüp als Sprecherin und einem exzellenten Blockflötentrio: Vitina Adamo, Clara Liebisch, Jacqueline Reimann(Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf) spielen Werke aus Renaissance und Barock.„Den Obrigkeiten Deutschlands habe ich dies Buch gewidmet“, schrieb Spee in seiner Vorrede zur „Cautio Criminalis“ – „vor allem denen, die es nicht lesen werden“.Die Hausband „Tragedy“ spielt an diesem Abend tragischerweise keine Lieder, freut sich aber über den Besuch des Liedermachers Dieter Süverkrüp, der zusammen mit den Ratinger Zuschauern den Worten seiner Gattin lauschen wird. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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und im Eintrittpreis von nur 25 Euro ist natürlich ein Mehrere-Sterne-Menü enthalten.
Donnerstag, 5.11.09 Liebesbrand
Am Donnerstag, dem 5.11.09 ab 20 Uhr stellen Susanne Cano und Bernhard Schultz vorlesenderweise den Roman „Liebesbrand“ des türkischen Schriftstellers Feridun Zaimoglu vor.
Die Hauptfigur des Romans ist ein junger Aktienhändler, der rechtzeitig vor dem Börsenkrach aus dem Geschäft ausgestiegen ist; jetzt lebt er in Kiel, ein Besuch von Verwandten in der Türkei kostet ihn fast das Leben. Während eines Busunglücks macht er flüchtig Bekanntschaft mit einer Zeugin des Unfalls. Für den Rest des Romans jagt er auf unnachahmliche Weise dieser Frau hinterher, eine Liebesgeschichte entsteht, wie sie lange kein anderer deutschsprachiger Autor zustande gebracht hat.
Feridun Zaimoglu, 1964 im anatolischen Bolu geboren, lebt seit über 35 Jahren in Deutschland. Er studierte Kunst und Humanmedizin in Kiel, wo er seither als Schriftsteller, Drehbuchautor, Dramatiker und Journalist arbeitet. Bekannt wurde er durch seine beiden Bestseller „Leyla“ und „Zoli“.
Den musikalischen Teil des Abends bestreiten Michael Bulcik und Bernhard Schultz, vornehmlich mit mehr oder weniger tragischenLiebesliedern

Bernd Schultz im Liebesbrand
Donnerstag, 29.10.09 Märchen und lyrische Lieder
Die Essener Sopranistin Karin Velinova, die in Ratingen ihre Fans zuletzt mit der erotischen Fabel „Das Flattermäuschen“ verzückte, kommt am Donnerstag, dem 29. Oktober 20 Uhr, mit der Welturaufführung ihres Märchenprogramms um die Ecke.
Gemeinsam erarbeitet haben das Programm sie und der Hattinger Pianist und Musiktherapeut Uli West, ergänzt wird es von Ratinger Tragödchen, wie immer vorgetragen von Bernhard Schultz.
Neben den Märchen „Jorinde und Joringel“, „Das blaue Licht“ und „Der Trommler“ haben Karin Velinova und Uli West das „Liebeslied“ und das „Abendlied“ von Wolfgang Borchert, das Gedicht „… sagt ihm, dass er zu mir komme“ von Hugo Wolf und weitere Lyrik von unbekannteren Autoren („Im Morgennebel“ (!)) vertont. Sie selbst nennen ihr musikalisches Experiment impressionistischen Pop, und man darf gespannt sein, was dabei Tragisches herausgekommen ist.
Ort: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, weitere Informationen Tel. 26095
Zum Glück ist im Sinne der ursprünglichen Ankündigung der Veranstaltung („City Blues“) noch das Stück „House of the Rising Sun“ übriggeblieben,
Karin Velinova

denn Uli West ist ein ausgewiesen
exzellenter Blues- und Boogie-Woogie-Pianist.
Donnerstag, 22.10.09 Baleadenn Irish Folk
Donnerstag, 15.10.09 Indien-Abend
Am Donnerstag, dem 15.10 erwartet das Tragödchen-Publikum wieder eine ungewöhnliche Mischung aus Literatur und Musik. Ab 20 Uhr ist der Subkontinent Indien das Verbindende zwischen sehr unterschiedlichen Programmpunkten, die das Ratinger Tragödchen zusammen mit der "Agenda 21" zusammengestellt hat.
Salman Rushdies neuer Roman "Die bezaubernde Florentinerin", Ilja Trojanows Gebrauchsanweisung für Indien", Vikas Swarups "Rupien, Rupien" (die literarische Vorlage zum Film "Slumdog Millionär"), Terziano Terzanis "Noch eine Runde auf dem Karussell" und Arundhati Roys "Der Gott der kleinen Dinge" werden von Susanne Cano und Bernhard Schultz in kurzen szenischen Lesungen vorgestellt.
Die indischstämmigen Ratinger Diptesh Banerjee und Jency Nülicious präsentieren Songs ihrer aktuellen CD "Bollywood Ghetto Gentleman".
Rita Brazda, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Ratinger Eine-Welt-Initiative "Agenda 21" erzählt von ihren Erlebnissen mit dem Projekt "Paten indischer Kinder e.V.".

Rita Brazda mit Kindern aus Dungripada
Hip-Hopping Diptesh
Donnerstag, 8.10.09 Bandoneon-Konzert
mit Klaus Gutjahr und Michael Z.
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Donnerstag, 1.10.09 Günter Lamprecht
Der Schauspieler erzählt und liest aus seiner Biografie "Und wehmütig bin ich immer noch" und aus dem neu erscheinenden Hörbuch "Berlin Alexanderplatz".
Donnerstag, 24.09.09 Utz Peter Greis
Düsseldorfer Satiriker

Utz Peter Greis
ist
als
freiberuflicher Maler, Zeichner, Cartoonist, Autor und Performer tätig. Seit
1963 lebt er in Düsseldorf. Viele Jahre arbeitete er als Redakteur. Seine
kreative Ausbildung umfasste Cartoonzeichnen bei F.K. Waechter;
Improvisationstheater bei Paul Hänel, Vigli‘s Wanderbühne und der
Theaterfabrik Düsseldorf.
Donnerstag, 17.09.09 Mexiko im Tragödchen

Die Ratinger Schauspieler Susanne Cano und Bernhard Schultz stellen den mexikanischen Autoren Octavio Paz vor. Zu Gast sind 20 mexikanische Huicholes, die mit Musik, Tanz und handwerklichen Produkten ihrer Heimat das Ratinger Tragödchen aufmischen. Ein Kamera-Team vom mexikanischen Fernsehen ist auch dabei.
Donnerstag, 10.9.09 Mannsbilder

mit Elisabeth Kuhs und Michael Carleton (Piano)

Nachdem in der vergangenen Woche erfolgreich
die Flattermäuschen in den Ratinger Tragödchen auf die Schippe genommen
wurden, bekommen am Donnerstag, dem 10.9.09 ab 20 Uhr die
"Mannsbilder" ihr Fett weg.
Ob Emil oder Willi, ob Bel Ami oder "Kümmerer":
Männer machen Karriere und Komplimente, Männer sind immer sooo müde, sind
ebenso einsam wie einfühlsam, ebenso unverstanden wie uneitel - und sind doch
alle Verbrecher...
Eine literarisch-musikalische Soirée mit Chansons und Texten von Kurt
Tucholsky, Günter Neumann, Erich Kästner, Peter Kreuder, Friedrich Hollaender
und anderen... (Männern!)
präsentiert von Elisabeth Kuhs. Am Klavier: Michael Carleton
Bildunterschrift: Der Schönere der beiden
Mannsbilder (großvater kl.jpg), der Kerl rechts, ist der Großvater der
Kabarettistin und Sängerin Elisabeth Kuhs, Willi Laus. Das Foto stammt aus dem
Privatarchiv von Elisabeth Kuhs.
Donnerstag, 3.9.09 Italienischer Abend*
nächste Aufführung: Freitag, 18.9.09 Café Startklar, Niederrheinstr. 182, Düsseldorf-Lohausen, 19.30 Uhr

Karin Velinova und Bernhard Schultz
Flattermäuschen
im Tragödchen
Erotische Satire mit klassischer Musik zum Saisonstart
Es ist tragischerweise soweit: die Sommerpause ist vorüber, am 3.9. um 20 Uhr beginnt die zweite Saison der Ratinger Tragödchen mit einem italienischen Abend im Buch-Café Peter und Paula.
Martin Fratz am Klavier (Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein), Dan Constantin an der Violine (Philharmonisches Orchester Gelsenkirchen) die Sopranistin Karin Velinova (Leiterin des Traumorchesters), Susanne Cano (Schauspielerin) sind die illustren Gäste, die an diesem Abend das „Flattermäuschen“, eine erotische Fabel des italienischen Literaturnobelpreisträgers Dario Fo begleiten werden.
In der Fabel wird die Geschichte des jungen Ziegenhirten Giavan Pietro erzählt, der auf der Alp hoch über dem Tal seiner Herde folgt und das ganze Jahr über praktisch völlig alleine lebt. Er ist lieb, aber ein kompletter Trottel. Sein Dienstherr ist reich und geizig, und die Überraschung groß, als Giavan nach dessen Tod alle Reichtümer erbt.
Im Nu sieht unser einfältiger Jüngling ganze Scharen von Müttern auf die Albheraufziehen, die ihm ihre Töchter zur Frau anbieten.
Verheiratet wird Giavan schließlich mit der Geliebten des Dorfpfarrers. Es handelt sich umden alten Trick, ein junges Mädchen, das man als Geliebte behalten will, einem Blödian zur Ehefrau zu geben. Dieses Spielelement finden wir inder ganzen mittelalterlichenVolksdichtung bis hin zu Machiavelli.
Gelesen und gespielt wird die Geschichte von Bernhard Schultz und Susanne Cano, mit großem Erfolg zuletzt in Düsseldorf in der Gerresheimer Stadtbibliothek vor ausverkauftem Haus.

Dan Constantin, Martin Fratz, Karin Velinova und Bernhard Schultz
Juli und August Sommerpause!
Donnerstag, 25.6. Ringo Nr. 7 macht beinahe Karriere

Tragedy bei der Arbeit

Lutz Beyering
Letztes Tragödchen vor der Sommerpause
Am Donnerstag, dem 25. Juni 2009 um 20.00 Uhr stellt der Ratinger Autor Lutz Beyering seinen Ruhrgebiets-Roman „Ringo Nr. 7 macht beinahe Karriere" im Rahmen der Ratinger Tragödchen vor.
Der Roman Lutz Beyerings schildert humorvoll und authentisch die 60er Jahre im westlichen Münsterland. Die Grenzen zwischen Muff und Aufbruch, Deutschen und Holländern, Westfalen und Rheinländern und vor allem Katholiken und Protestanten, die der Roman thematisiert, könnten unverändert ins Ratingen der 60er Jahre verlegt.
Lutz Beyering schürt Wehmut bei allen, die die Zeit bewusst erlebten und nimmt die Jüngeren mit in einen aufregenden Zeitabschnitt.
Doch der Roman ist mehr als die wunderschön erzählte Geschichte des kleinen Richard, der durch seine Pubertät kämpft und es später als halbwüchsiges Mitglied einer Beatband unter dem Spitznamen "Ringo" zu gefühltem Weltruhm bringt – immerhin stellt ihm die Bundespost eine Ansichtskarte zu, die nur an "Ringo, 429 Bocholt" adressiert ist…
In szenischer Lesung hoffen Lutz Beyering und Bernhard Schultz, der die Zuhörer im Tragödchen wiederholt zu Tränen rührte (vor allem im „Rock´n Roll König"
,) bestens zu unterhalten.Musikalisch wird die Band Tragedy ausnahmsweise Songs präsentieren, die tatsächlich zum literarischen Teil des Abends „passen" und im Roman auch eine Rolle spielen.
Veranstaltungsort ist wieder das Buch-Café Peter und Paula, Grütstr. 3-7, Eintritt 5,- Euro, alle weiteren Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.
Lutz Beyering
Samstag, 20.6. Der Rock´n Roll König im Café Startklar in Düsseldorf
Erster
Dauerbrenner des
Tragödchen
Jetzt auf Tournee! Also heute abend
Die Band Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm „Der Rock´n Roll – König“ auf.
Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.
Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.
Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.
Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.
Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.
Eintritt frei

Donnerstag, 18.6.
Einstein in Bukarest und Time Out in Ratingen
Rumänischer Abend

Bernhard Voelz, Christian Bauer und Wilfried Nogatz vom Jazz-Trio "Time Out"
Am Donnerstag, dem 18. Juni gibt es ab 20 Uhr (schon wieder) eine Premiere im Ratinger Tragödchen. Dann beginnt nämlich die Zusammenarbeit mit der Ratinger Eine-Welt-Initiative „Agenda 21“ in Gestalt eines Rumänien-Abends.
Der 1929 in Bukarest geborene Schriftsteller und Journalist Franz Heinz stellt neben seinem eigenen Text „Einstein in Bukarest“ fünf rumänische Autoren vor:
Tudor Arghesi (1880 – 1967), nach Eminescu einer der größten rumänischen Dichter, Ion Alexandru (geb. 1942), eines der kräftigsten Talente der jüngeren Generation mit ausgeprägter philosophischer Neigung, Nichita Stonescu (geb. 1933) mit tiefer Neigung zur Gedankenlyrik, Ion Creanga (1837-1889), dessen Hauptwerk „Kindheitserinnerungen“ Weltgeltung beanspruchen kann und Dumitru Radu Popescu (geboren 1933), einer der begabtesten Prosaschriftsteller der jungen Generation.
Franz Heinz ist seit 1976 in Deutschland und bekanntgeworden durch zahlreiche Hörspiele und Kurzprosa und als Herausgeber der in Bonn erscheinenden Zeitschrift „Kulturreport“.
Tragischerweise kommt die Band „Time Out“, die an diesem Abend im Tragödchen aufschlägt, nicht aus Rumänien, sondern aus Düsseldorf und spielt auch keine rumänische Folklore, sondern „kammermusikalischen“ Jazz in der Besetzung Posaune (Bernhard Voelz), Gitarre (Christian Bauer) und Bass (Wilfried Nogatz).
Dafür bekommt aber die „Aktion Kinderhilfe Rumänien“ die Gelegenheit, ihr neuestes Projekt, das mit den Franziskanerinnen aus Caransebes/Banat koordiniert wird, in Wort und Bild vorzustellen.
Also mal wieder ein wunderschönes Durcheinander aus Literatur, Musik und Politik.
Mittwoch, 17.6.
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Jugendzentrum "Manege" Jahnstr. 29 40885 Ratingen-Lintorf |
Donnerstag, 4.6. und Freitag, 5.6.09
Meister der leisen Töne: Duo Opal


Klaus Gutjahr Jörg Utesch
Kurz
vor der Sommerpause erwartet das Tragödchen in mehrfacher Hinsicht einen Höhepunkt:
zum ersten Mal öffnet es nicht nur donnerstags, sondern auch am Freitag seine
Pforten. Am 4. Und 5. Juni gastiert das Duo Opal jeweils um 20 Uhr im Buch-Café
Peter und Paula. Duo Opal sind zwei deutsche Ausnahmemusiker, nämlich Klaus
Gutjahr am Bandoneon und Jörg Utesch an der Gitarre.
Kompositionen
von J.S.Bach, J.M. Cano (Hijos de la Luna), J. Pixiguinha (Carinhoso),
Ariel Ramirez (Alfonsina y el mar) und Astor Piazzolla gehören zu ihrem
Repertoir. Der Eintritt beträgt 10,- Euro, ermäßigt 5,- Euro. Weitere
Informationen unter Tel. 26095.
Schon
während seines Studiums und danach spielte Klaus Gutjahr in verschiedensten
eigenen und anderen Formationen. Als gefragter Musiker begleitete er Künstler,
wie Klaus Hoffmann, Michael Z., Erika Pluhar, Eva Maria Hagen, Hannes Wader und
Wolf Biermann in Konzerten und bei Schallplattenaufnahmen. Seit vielen Jahren
ist er auf sehr unterschiedlichen eigenen Musikproduktionen zu hören. So
interpretiert er Barock- und klassische Musik, ebenso wie den argentinischen
Tango, mit dem er sich seit Anfang der 80-er Jahre beschäftigt. Eine Musik, die
dem in Krefeld um 1840 von Heinrich Band entwickelten Instrument sein Überleben
verdankt.
1989 wurde er von Astor Piazzolla in Buenos Aires eingeladen und diskutierte mit
ihm über die Zukunft des Bandoneons. Bis in die heutige Zeit folgten viele
Reisen an den Rio de la Plata. Bandoneonsolisten wie der in Paris lebende
Argentinier Juan José Mosalini, der ein Bandoneon von ihm spielt, als auch
Daniel Binelli, José Libertella, Luis Stazzo, Julio Oscar Pane und der
Schriftsteller und Liberetisten Horacio Ferrer aus Buenos Aires, kann er seine
Freunde nennen. Im September 2003 machte ihn die „Academia Nacional del
Tango“ in Buenos Aires aufgrund Verdienste um das Bandoneon in einer
Feierstunde zum „Academico honoris causa“.
Nach drei Jahren folgte ein vierjähriger Lehrgang bei Gaston Stoligwo, der für
die Ausbildung seiner Gitarrentechnik besonders richtungsweisend war. Er erhielt
wertvolle musikalische Impulse und begeisterte sich für die Harmonik und
Melodieführung des Brasilianers Heitor Villa Lobos. Hier schon bildete sich
eine Vorliebe für spanische und lateinamerikanische Komponisten heraus, deren
Werke er später in regelmäßigen Auftritten, vor allem in Berliner Clubs,
spielte und so seine erste Bühnenerfahrungen machte.
Seit 1972 unternimmt Jörg Utesch Konzerttourneen durch Deutschland, Europa und
Südamerika, oft auch mit seiner Frau, der peruanischen Sopranistin Esparta Rios.
Diese Zusammenarbeit wurde für sein künstlerisches Schaffen eine neue
Herausforderung. Als hervorragender Virtuose, Komponist und Interpret sucht er
nach neuen musikalischen Möglichkeiten, die sowohl der klanglichen Vielfalt des
Instrumentes, als auch seinem hohen Anspruch an Authenzität gerecht werden. Der
technisch und musikalisch brilliante Gitarrist Jörg Utesch verbindet
lateinamerikanische und europäische Musiktraditionen zu
einem Erlebnis von hoher künstlerischer Qualität.
Donnerstag 28.5. Die Lutherin von Eva Zeller mit Cordula Zeller
Am
Donnerstag, dem 28.5.09 beschäftigt sich das Ratinger Tragödchen ab 20 Uhr mit
zwei Romanen der Autorin Eva Zeller, „Die Lutherin“ und „Das versiegelte
Manuskript“.
Eva Zeller wuchs auf dem
Rittergut
ihrer Großmutter in Görzke
auf. Da die Ehe der Eltern (Mutter: Elisabeth Feldhaus, geb. Bertrand; Vater:
Franz-Maria Feldhaus, Technikhistoriker) bereits 1924 geschieden wurde, kehrte
ihre Mutter dorthin zurück. Dort absolvierte sie die Schulzeit bis zum 14.
Lebensjahr, anschließend bis zum Abitur (1941) im Internat in Droyßig
bei Zeitz. Nach
dem Studium der Germanistik
und Philosophie
in Greifswald,
Marburg und Berlin heiratete sie 1944 den Kirchenmusiker Wolf-Dietrich
Dirks, der Anfang 1945 im Russlandfeldzug fiel. Im März 1945 wurde die Tochter
Maren auf der Flucht geboren. 1947-1950 unterrichtete sie in Görzke Junglehrer,
gleichzeitig arbeitete sie als Lehrerin an der dortigen Zentralschule. 1950
heiratete sie den Pfarrer und Kunsthistoriker Reimar
Zeller (1925-2007); 1951 kam Tochter Susanne zur Welt. Zwischen 1950 und
1956 wohnte sie in Hohenwerbig
und Kleinmachnow.
1956 verließ sie die DDR und ging nach Südwestafrika (heute Namibia),
wo ihr Mann die deutsche
Gemeinde Swakopmund
betreute. 1958 wurden die Zwillinge Cordula und Joachim geboren. 1962 kehrte die
Familie in die Bundesrepublik Deutschland zurück. Sie wohnte bis 1974 in Düsseldorf,
anschließend in Villingen
(Schwarzwald) und Heidelberg.
Seit 1998 lebt sie in Berlin.
Eva Zeller schildert in der „Lutherin“
das Leben Katharina von Boras, jener Frau, die Martin Luthers neuer
Lehre wegen unter großer Gefahr aus dem Kloster floh und wenig später die Frau
des Reformators wurde. Der Leser begegnet bei dieser 'Spurensuche' einer
selbstbewußten und mutigen Kämpferin für eine umwälzende Idee, einer großartigen
Frau, die Luther 'nicht um Frankreich oder Venedig mehr hergeben' wollte
„Sagen wir es unumwunden: Dieses Buch ist das eigentliche literarische Ereignis des Luther-Jahres 1996. Eine ruhige, klare Prosa schreibt Zeller, und doch spürt man zwischen den Sätzen dauernde Erregung, ein Bangen um Katharina von Bora, deren Innenbild sie einfühlsam nachzeichnet, soweit ihre ‚Spurensuche’ dies erlaubt. ‚Finden, nicht erfinden’ lautet Zellers Devise. .“ (Neue Zürcher Zeitung vom 20.6.96 über das Buch „Die Lutherin“)
Vorgetragen werden die Texte von Cordula Zeller, der jüngsten Tochter Eva Zellers, und Bernhard Schultz. Cordula Zeller arbeitet als Schauspielerin in Berlin, ihre wichtigsten Rollen waren das Gretchen aus Goethes Faust, die Gudrun Ensslin aus den „Ungehaltenen Reden ungehaltener Frauen“ von Luise Brückner und die Piper Karcka aus den Ratten von Gerhart Hauptmann.
Wer tragischerweise am Donnerstag verhindert ist, kann die gleiche Veranstaltung am Freitag, dem 29.5., 19.30 Uhr im Café Startklar, Niederrheinstr. 182, Düsseldorf-Lohausen, www.cafe-startklar.de besuchen.
Sonntag!
17.5. Kulturkneipe trifft Tragödchen, oder umgekehrt
Am Sonntag, dem 17. Mai ab 16 Uhr
schaut das Ratinger Tragödchen um die Ecke in die Kulturkneipe ins Lux
(Turmstraße). Die Band Tragedy, die seit September in wechselnder Besetzung
immer donnerstags im Buch-Café Peter & Paula auftritt,
wird an diesem Nachmittag ein „Best of“ der Tragödchen-Hits präsentieren.Mit
von der Partie werden Thomas Schneider, Gitarre, Jonas Liesefeld ,Geige, Jens
Barrabasch, Flöten (die drei treten
sonst als Irish-Folk-Trio „Baleadenn“ auf), Christian Baron, der Gitarrist
der Cover-Band S.A.C.K., Michael Bulcik, Lorenz
Görtzen, Bernhard
Schultz und andere Musiker sein, die im Tragödchen schon ihre musikalische
Visitenkarte abgegeben haben.
Ursprünglich geplant war eine
Improvisation „Literatur und Musik ohne Literatur“, zum Glück bestand
allerdings der Literaturverein „E.R.A.“, der ja schon auf fünf erfolgreiche
Kulturkneipenjahre zurückblickt, auf den der Literatur zustehenden Anteil am
Programm.
So musste Mr. Tragedy Bernhard
Schultz umdisponieren, und so werden die musikalischen Beiträge an diesem
Nachmittag unterbrochen und aufgelockert (oder umgekehrt) durch zahlreiche Texte
namhafter Ratinger Autoren.
Die Auswahl der Texte erfolgte
durch das Tragödchen-Team, es sind
tragischerweise allerdings alles Texte von E.R.A.-Autoren.
Versprochen wird ein spannender und stimmungsvoller Nachmittag mit viel Literatur und noch mehr Musik, oder umgekehrt.
14.5. Meuchellieder

Am Donnerstagabend ab 20 Uhr wird im Ratinger Tragödchen gemordet und
gemeuchelt, was das Zeug hält, von A wie Abmurksen bis Z wie Zersägen.
Elisabeth Kuhs (gnadenlos) und Michael Carleton am Piano (unerbittlich) präsentieren
finstere Gesänge, mörderische Chansons, kriminelle Texte und andere
Gemeinheiten von Frank Wedekind, Friedrich Hollaender, Kurt Weill, Bertolt
Brecht, H.C. Artmann, Georg Kreisler und sonstigen Schurken. Eine blutrünstige
musikalisch-literarische Soirée.
Tatort: Ratinger Tragödchen im Buchcafé Peter & Paula in der Grütstraße.
Tatzeit: 20 Uhr. Ohne Schutzgeld (5,-) kommt keiner rein. Sachdienliche Hinweise
werden entgegengenommen unter Tel. 26095.
Elisabeth Kuhs
7.5. Katzen (Cats)
Am Donnerstag, dem 7. Mai ab 20 Uhr dreht sich im Ratinger Tragödchen alles um der Deutschen liebstes Haustier: die Katze. Dabei können Thomas Schneider, Susanne Cano und Bernhard Schultz, die schon so erfolgreich den „Rock´nRoll-König“ von Volker Kriegel und die Ostergeschichte von Robert Gernhardt inszeniert haben, literarisch und musikalisch aus dem Vollen schöpfen.
Zum Vortrag gelangen Ausschnitte aus „Pu, der Bär“ von Alan Alexander Milne und „Traurige Tropen“ von Claude Levi-Strauss, außerdem Texte von Robert Gernhardt, Margit Schreiner und natürlich einige Lieder von Cat Stevens. Dabei hat das Programm neben vielen komischen auch tatsächlich tragische Momente. Denn selbst jeder Katzenfreund weiß, dass die niedlichen Viecher auch ihre fiesen Seiten haben.
Der Eintritt kostet wie immer 5 Euro, Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

30.4. Schneider und Wittfeld: Der Robert-Gernhardt-Abend
Schneider und Wittfeld
erstmals im Tragödchen
Am
Donnerstag, dem 30.4., schlagen für alle Fans des Ratinger Tragödchens die
Sterne des Ratinger Kleinkunsthimmels ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula
auf: Schneider und Wittfeld. Elmar Schneider (geb. 1950) und Klaus Wittfeld
(geb.1952) machen seit 1985 gemeinsam Musik und Kleinkunst. Sie lieben vor allem
Parodie, Satire und höheren Unsinn, daneben Spritzgebäck und
Schumacher-Altbier. Wittfeld liebt außerdem sein Haus in Piemont, während
Schneider Wittfeld liebt (jedenfalls meistens).
Schneider
singt und rezitiert; Wittfeld muss ihn am Piano und mit der Gitarre begleiten,
gibt die zweite Stimme und darf manchmal auch mitrezitieren.
An
diesem Abend läuft „Na ja. Egal. Ein andermal.“, der Robert-Gernhardt-Abend
des unschlagbaren Duos.
Robert
Gernhardt, Dichter und Zeichner, arbeitete lange Jahre
für satirische Zeitschriften wie „Pardon“ und „Titanic“ und lieferte
Textvorlagen für den Komiker „Otto“. Schneider/Wittfeld haben über 25
Miniaturen aus dem Werk Gernhardts ausgewählt. In diversen literarischen
Stilarten geht es um Kirche und Kunst, um Mama und den Mardermörder, um Sport,
Liebe und Moral.
Für
den unwahrscheinlichen Fall, dass sie nicht alleine klar kommen, werden sie von
Mr. Tragedy, Bernhard Schultz, unterstützt.
Der
für diesen Abend eigentlich eingeladene Ratinger Lyriker Joachim Harms musste
aus beruflichen Gründen absagen.
Der
Eintritt beträgt 5 Euro, alle weiteren Informationen unter Tel 26095 oder
www.buch-cafe.com
23.4. 5.Woche ! Der Rock´n-Roll-König
Erster
Dauerbrenner im Tragödchen
Die Hausband Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm „Der Rock´n Roll – König“ auf.
Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.
Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.
Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.
Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.
Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.
Eintrittskarten zu 5 Euro können, müssen aber nicht vorbestellt werden unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7.

Foto: Achim Blazy
Die Band "Tragedy" (heute mit Jonas Liesefeld, Jens Barrabasch, Thomas Schneider)
16.4. Bernhard Lassahn/Thommie Bayer Teils ja, teils nein
Kabarett mit Matthias Rybak und Bernhard Schultz nach Texten von Bernhard Lassahn und Thommie Bayer

Matthias Rybak
Teils ja – teils nein – zwischen Hippies, Poppern und Punkern
Das Tragödchen bietet am Donnerstag, dem 16.4.09 ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula ein Kabarett-Programm mit Texten und Liedern von Bernhard Lassahn und Thommie Bayer. Bernhard Lassahn begann als Liedermacher und Verfasser empfindsam-ironischer Prosa. Seit den 1990er Jahren schreibt er vorwiegend Kinderbücher. Er lebt in Berlin. Bekannt wurde er durch die Zusammenarbeit mit dem Liedermacher Thommie Bayer (Der letzte Cowboy kommt aus Gütersloh), für dessen Lieder er viele Texte schrieb. Auch Thommie Bayer hat schon 1984 die Liedermacherei an den Nagel gehängt und schreibt seitdem erfolgreich Romane, von denen auch einige verfilmt wurden („Andrea und Marie" mit Hannelore Elsner und Iris Berben in den Hauptrollen).
Für Matthias Rybak sind Lassahns Texte ein gleichzeitig urkomisches und nachdenkliches Tagebuch in Erzählungen und Liedern. Genau wie er fühlt er sich „irgendwie dazwischen", einzuordnen vor den 68er und hinter den Poppern und Punkern, eben „Teils ja – teils nein".
Der Eintritt beträgt 5 Euro, weitere Informationen unter Tel. 26095
9.4.
Robert Gernhardt Die Ostergeschichte
Tragödchen wünscht frohe (!) Ostern
Und zwar mit der „Ostergeschichte“ von Robert Gernhardt, die der Autor 1986 in Rom geschrieben hat.
Tom Schneider und Bernhard Schultz lesen und musizieren am Gründonnerstag, dem 9.4.09 ab 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula in der Grütstraße.
In der bissigen und urkomischen Satire reist der Journalist Maski seiner Göttergattin zuliebe Ostern nach Rom, um sich auf dem Petersplatz Ostermesse und –segen zu geben. Zur Verarbeitung des Erlebten kehrt Maski am gleichen Abend in einer römischen Spelunke ein und trifft dort zu seiner grenzenlosen Überraschung den Heiligen Vater.
Es folgt ein prosecco-seliges Besäufnis, bei dem Seine Exzellenz, Papst Johannes Paul II., kein gutes Haar an seinen vatikanischen Hofschranzen und dem ganzen Brimborium läßt.
Tom Schneider, Ex-Gitarrist von Stoppok und jetzt Musik-Direktor im Tragödchen übernimmt in der szenischen Lesung die Rolle des Journalisten Maski, während Bernhard Schultz zum ersten Mal als Papst zu sehen ist.
Der Eintritt beträgt wie immer 5 Euro, weitere Informationen unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com.

Musikdirektor Tom Schneider

Mr. Tragedy Bernhard Schultz
2.4.
Philipp Adolphs "Liebesart" Jugend musiziert
und dichtet
Am Donnerstag, dem 2. April darf im Ratinger Tragödchen ab 20 Uhr der Nachwuchs zeigen, was er kann: und zwar sowohl literarisch als auch musikalisch.
Philipp Adolphs hat mit gerade mal 19 Lenzen sein erstes Buch mit Liebesgedichten veröffentlicht.
In
76 Gedichten auf 92 Seiten beschäftigt sich der Gedichtband „Liebesart“
- wie der Name verrät - mit der Liebe und all ihren Facetten. Die Texte
klassischer wie moderner Formen erzählen in ihrer Reihenfolge eine ganze
Liebesgeschichte, vom Verlieben bis hin zu ersten Zweifeln, dem Schmerz und
ihrem Nachgeschmack bzw. Neuanfang. Ob die Arbeiten autobiographische Züge
tragen, wird der Autor sicherlich während der Lesung, die er zusammen mit
Bernhard Schultz gestaltet, verraten.
Der Autor ist „hauptberuflich“ Abiturient am Immanuel-Kant Gymnasium in Heiligenhaus.
Musikalisch begleitet wird Philipp Adolphs von seiner „Arbeitskollegin“ Isabel Schlegel (Schülerin am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium) am Klavier mit romantischen Klassikern der Ernsten Musik. Auch sie tritt zum ersten Mal vor einem größeren Publikum auf.
Veranstaltungsort: Buch-Café Peter und Paula, Grütstr. 3-7, 40878 Ratingen. Eintritt: 5 Euro
Weitere Informationen: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com
Philipp Adolphs
26.3. Anke Kremer Der Mann an sich ist von innen her gut
Am Donnerstag, dem 26.3.09 dürfen sich alle Fans der Missfits, dem unvergessenen Kabarettistinnen-Duo auf ein Wiederhören der Texte von Stephanie Überall und Gerburg Jahnke freuen. Dann gibt es ab 20 Uhr im Ratinger Tragödchen eine Hommage an das geniale Frauenkabarett, das 2005 die letzte Vorstellung gab.
Anke Kremer präsentiert eine Lesung, die vor Alltags-Tabus nicht Halt macht.
Knietief waten da verkannte Schriftstellerinnen in der Midlife-Krise durch „Schlammendes Watt“ an die Orte, „wo niemand wartet“. Auf das Schulklo zum Beispiel, wo die Lehrerinnen Nölle und Lehmann-Brack in der heimlichen Rauchpause über Verflossenes diskutieren. Oder auf den Friedhof, wo spitzfindige Witwen die Frage erörtern, wieso Frührentner an Pflaumenbäumen ein Kettensägenmassaker anrichten müssen. Wie fährt man eigentlich im Damenanzug Auto? Die Frage klärt sich spätestens dann, wenn zwei Mitvierzigerinnen ihre Mütter früh morgens um drei vom Senioren-Strip-Poker abholen. Man darf gespannt sein, welche Ähnlichkeit Männer mit Wolken haben, was es eigentlich mit den roten Lämpchen auf dem Ceranfeld auf sich hat und wie die Missfits wahre Schönheit definieren.
Ihre Liebe zum Theater entdeckte Anke Kremer bereits im zarten Alter von fünf
Jahren. Bevor sie in den 90er Jahren schließlich bewusst den Weg Richtung Bühne
einschlug, absolvierte sie eine kaufmännische Ausbildung, sie nahm
Schauspielunterricht, es folgten Auftritte in Ratingen und Düsseldorf. Nach dem
ersten Engagement bei Ingrid Braut und Alfons Höckmann in der Düsselorfer Komödie
auf der Steinstrasse blieb sie der Komödie treu. Zu sehen war sie unter anderem
in den Produktionen „Barfuß im Park“, „Wenn schon – denn schon“ und
„Wer zweimal lügt, …“. Unter der Regie von Helmuth Fuschl wirkte Anke
Kremer in „Loriots dramatische Werke“ mit. Zu ihrem schauspielerischem
Alltag gehören heute sowohl selbstinszenierte Lesungen als auch Vorlesungen an
Instituten und Fernsehauftritte in der „Lindenstraße“.
19.3. 20 Uhr Gina Meyer, Zitronen im Mondschein
Am Donnerstag, dem 19. März, um 20 Uhr geschieht etwas Außergewöhnliches
im Ratinger Tragödchen: neben den gewohnt tragischen Gestalten, die dort
musizieren und ihre Texte zum Vortrag bringen, erscheint als Gast eine sehr
erfolgreiche Schriftstellerin: Gina Mayer, die Autorin des Romans „Die
Protestantin“ und einiger nicht weniger erfolgreicher Jugendbücher stellt
ihren neuen Roman „Zitronen im Mondschein“ vor.
Düsseldorf 1926: Die Frage, wer ihr Vater ist, belastet die Beziehung
zwischen dem Serviermädchen Mira und ihrer Mutter Maria, einer ehemaligen
Wahrsagerin. Als sich Mira in den Pianisten und Revolutionär Anselm Guben
verliebt, entfremden sich Tochter und Mutter noch mehr. Doch dann taucht ein rätselhafter
Künstler auf, und das Vergangene wird höchst gegenwärtig.
Eine dramatische Liebes- und Lebensgeschichte – ein Gesellschaftsroman, der
anrührend und anschaulich eine Epoche deutscher Geschichte beschreibt. Vor dem
Hintergrund umwälzender politischer und gesellschaftlicher Veränderungen wird
das Geheimnis einer zerstörten Familie enthüllt.
Das Team vom Tragödchen ist natürlich sehr interessiert, das Geheimnis
ihres Erfolges zu lüften und hat deshalb einen Blick in die Biografie der
Erfolgsautorin geworfen:
1965
Meine Geburt in Ellwangen an der Jagst.
1971
Mein erstes Schuljahr. Schon jetzt steht für mich felsenfest, was einmal aus
mir werden soll: Friseurin. Lange Haare sind etwas Wunderbares, weil man sie
immer wieder abschneiden kann, und sie immer wieder nachwachsen. Vorausgesetzt,
man hat Menschen und keine Barbiepuppen vor sich, denn da wachsen die Haare
nicht wieder nach. (Das hat die Erfahrung mich bereits gelehrt.)
1972
Mein zweites Schuljahr. Ich habe inzwischen lesen und schreiben gelernt.
Beides war ein recht schleppender Prozess, als ich ihn endlich bewältigt habe,
beschließe ich aus reiner Erleichterung und Dankbarkeit, Schriftstellerin zu
werden.
1977
Mein Entschluss trägt erste Früchte. Ich schreibe ein Gedicht, das auf der
Kinderseite einer Fernsehzeitschrift veröffentlicht wird. Von den 20 Mark
Honorar kaufe ich mir eine Wollmütze, die ich zwei Wochen später wieder
verliere. (Auch das Gedicht ging leider kurz nach seiner Veröffentlichung
verloren).
1984
Ein vielversprechender Anfang, doch nach dem Abitur in Schwäbisch Hall gerät
der Traum von der Schriftstellerei wieder in Vergessenheit. Ich ziehe für ein
Jahr nach Neapel und entscheide mich dann aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen
für ein Grafik-Design-Studium. Aus ebenfalls nicht mehr nachvollziehbaren Gründen
entscheidet sich die Fachhochschule Trier für mich als Studentin.
1991
Die Fachhochschule Düsseldorf diplomiert mich als Grafik-Designerin. Vor lauter
Schreck werde ich daraufhin Werbetexterin.
1994 - 1996
Ich heirate und bekomme zuerst einen Sohn und dann eine Tochter und mache mich
als Werbetexterin selbstständig.
2000 - 2005
Ich schreibe Werbetexte und Jugendbücher, die ersten werden gedruckt, die
letzteren abgelehnt. Also ändere ich die Taktik und schreibe meinen ersten
historischen Roman „Die Protestantin“, den sofort ein Verlag will.
Kurz danach meldet sich der Sauerländer-Verlag und kauft mein Jugendbuch „Das
Mädchen ohne Gedächtnis“.
Seit 2006
Im Diana Verlag erscheint „Die Protestantin“, bei Sauerländer „Das Mädchen
ohne Gedächtnis“. Ich bin doppelte Debütantin! Meine Verlage freuen sich,
weil die Bücher so erfolgreich sind. Ich freue mich noch viel mehr.
Schreiben ist mein Beruf. Ich wandere von einem Zeitalter ins andere, von einem
Thema zum nächsten, von Buch zu Buch. Und immer nur wohin ich will. Ich lese
und erfinde und lerne und wachse. Das ist mein Leben.
Für die
musikalische Begleitung sorgt wieder die leider noch erfolglose Hausband des
Tragödchens „Tragedy“, an diesem Abend mit historischen Liedern von Carl
Michael Bellmann (!8. Jahrhundert).
Ort: Buch-Café
Peter & Paula, Grütstr. 3-7
Reservierungen:
Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com
Gina Meyer
5.3. und 12.3. 20 Uhr Tragedy, Der Rock´n Roll König

Susanne Cano Bernd Schultz (Mr. Tragedy) Foto: Ulrich Scharfenorth
Erster Dauerbrenner im
Tragödchen
Die Hausband Tragedy führt das 1. Tragödchen-Programm „Der Rock´n Roll – König“ auf.
Um allen Missverständnissen vorzubeugen, beruhigt Bandleader Tom Schneider alle Fans dahingehend, dass auch der Rock´n Roll König in einer kleinkunstverträglichen Version präsentiert wird. Mit anderen Worten: in der Besetzung Gitarre (Tom Schneider), Geige (Jonas Liesefeld) und Blockflöte (Jens Barraba sch) werden so bekannte Songs wie „Yesterday“ oder “ I can´t get no satisfaction“ eigenwillig interpretiert.
Zur Geschichte: Es war einmal ein König. Der König liebte den Rock´n Roll über alles in der Welt. Oft saß er allein nachts in seinem Thronsaal und spielte auf seiner wertvollen alten Gitarre die unvergänglichen schönen Songs von den Beatles und den Stones. Eigentlich war der König ziemlich musikalisch und in der richtigen Stimmung konnte er ganz schön kernig losfetzen.
Trotz allem aber war der König sehr unglücklich. Es gab da ein Problem, das ihm mehr und mehr zu schaffen machte. Der König hatte nämlich, rundheraus gesagt, ein äußerst beschissenes Timing.
Wenn er ein ganz schlichtes Lied sang, beispielsweise: „I can´t get no satisfaction“, dann kippte er spätestens bei der kleinen Pause zwischen „I can´t get no – „ und „satisfaction“ aus dem Takt.
Die schwerwiegenden Folgen dieser leichten rythmischen Störungen werden am Donnerstag erzählt von Susanne Cano und Bernhard Schultz.
Eintrittskarten zu 5 Euro können, müssen aber nicht vorbestellt werden unter Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr im Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7.

Foto: Achim Blazy
Die Band "Tragedy" (heute mit Jonas Liesefeld, Jens Barrabasch, Thomas Schneider)
26.2. 20 Uhr Caroline Vriens, Andre Tünkers Dog Star
Alexander Konrad im Tragödchen
Alexander Konrad, der Donald Windhams Roman „Dog Star“ aus dem
Amerikanischen übersetzt hat, und Bernhard Schultz lesen aus dem 1950 erstmals
erschienenen und jetzt wieder entdeckten Jugenddrama. Atlanta in den dreißiger
Jahren: In der Hitze des amerikanischen Südens vollzieht sich ein jugendliches
Scheitern. Der fünfzehnjährige Blackie verschwindet nach dem Selbstmord seines
Freundes aus der Erziehungsanstalt und kehrt nach Hause zurück. Doch der
Empfang dort ist fast gleichgültig und seine alten Freunde erscheinen ihm mit
einem mal kindisch. So treibt er sich in den heißen Straßen der Stadt herum,
versucht seine Trauer zu verarbeiten, Liebe zu finden, sich irgendwie nützlich
zu machen und baut an seinem Ideal von Unnahbarkeit und Stärke. Doch alles
erweist sich als zäh, falsch, verschlungen und dumpf. Es wird ein Weg in die
Selbstzerstörung.
"Ein schöner, lesenswerter Fund", meint Rezensent Adam
Soboczynski über diese, im Original ein Jahr vor Salingers Welterfolg
erschienene Adoleszenzgeschichte aus dem Jahr 1950, die nun erstmals in
deutscher Sprache erschienen ist. Der schmucklose, realistische Stil beeindruckt,
mit der Donald Windham die Geschichte seines jugendlichen Protagonisten erzählt.
Im Zentrum steht der Titelheld mit dem mehrdeutigen Namen "Dog Star",
ein 15-jähriger Junge aus Atlanta, der die Liebe sucht, ein Mädchen verführt,
bevor die Liebe für ihn zum gewalttätigen Akt wird, der am Ende in
Autoaggression mündet. Anders als Salingers Held tauge Windhams mitleidsloser
„Held“ jedoch kaum zur "sympathischen Einfühlung", weshalb dieser
Held hier wohl die spannendere, aber auch problematischere Figur zu sein
scheint.
Musikalisch begleitet werden Alexander Konrad und Bernhard Schultz von der
niederländischen Jazz-Interpretin Caroline Vriens und dem Ratinger Pianisten
André Tünkers.

19.2. 20 Uhr Susanne Cano, Alternative Altweibersitzung
Hexeneinmaleins im Tragödchen
Du mußt verstehn! Aus Eins mach Zehn.
Und Zwei laß gehn, und Drei mach gleich.
So bist Du reich. Verlier die Vier!
Aus Fünf und Sechs – so sagt die Hex –
Mach Sieben und Acht, so ist´s vollbracht.
Und Neun ist Eins, und Zehn ist keins.
Das ist das Hexeneinmaleins!
Und gleichzeitig das Motto für die 1. Alternative Ratinger Altweibersitzung, die am Donnerstag, den 19. Februar ab 20 Uhr im Ratinger Tragödchen abgehalten wird.
Die Sitzung wird geleitet von Susanne Cano, einer Ratinger Schauspielerin und Bernhard Schultz, für die dem Anlaß angemessene Stimmung sorgt einmal mehr die Band „Tragedy“ unter Alleinherrschaft von Musikdirektor Thomas Schneider.
Zu gewinnen gibt es an diesem Abend auch etwas: den ersten fünf Hexen, die an diesem Abend die literarische Herkunft des o.a. Hexeneinmaleins erraten, winkt eine preiswerte Ausgabe des Originals.
Ort der Veranstaltung: Buch-Café Peter & Paula, Grütstr. 3-7, Infos: Tel. 26095 oder www.buch-cafe.com, Eintritt: 5,55 Euro, ermäßigt 5 Euro.
Autor des Hexen - Einmaleins
12.2. 20 Uhr Tragedy Der Rock´n Roll König (s. 5.3.)
5.2. 20 Uhr Dagmar Janssen, Über die Liebe im Februar

Dagmar Janssen arbeitet als freiberufliche
Schauspielerin und Sprecherin.
Nach ihrer Ausbildung an der
Theaterakademie Köln wurde sie bei einem Nachwuchsprojekt eines Pfälzer
Theaters entdeckt und spielte fortan mehrere Jahre auf den schönsten Freilichtbühnen
Deutschlands.
Im Anschluss war sie in diversen
Familienmusicals zu hören und zu sehen. So spielte sie lange Zeit die freche
Pippi Langstrumpf oder die kleine Anna von Schlotterstein im „Kleinen
Vampir“. Es folgten Sprechertätigkeiten sowie eigene Literaturprojekte für
Kinder und Erwachsene.
In Ratingen ist Dagmar Janssen durch
den Literaturkreis ERA bekannt. So las sie bereits die Lyrik der verstorbenen
Schriftstellerin Eris Marzinowski oder begab sich im Ratinger „LUX“ auf
„Die Suche nach der Zeit“.
Auch in diesem Jahr – diesmal im „Ratinger
Tragödchen“ – wird Dagmar Janssen so manch schöne, amüsante oder auch
sinnliche Geschichte sowie lyrische Leckerbissen von Theodor Storm, Annette von
Droste-Hülshoff und Erich Kästner bis Birgit
Vanderbeke aus ihrem „Erzähl-Koffer“ zaubern. An diesem Abend geht es rund
um den - zwar noch kalten aber dennoch gefühlvollen - Monat Februar, wobei vor
allem die Liebe nicht fehlen wird....
Peter & Paulas Kleinkunstbühne für Literatur und Musik
WANN: Ab September 2008 jeden Donnerstagabend um 20.00 Uhr
WO: Buch-Café Peter & Paula, Grütstraße 3-7, 40878 Ratingen
WAS: In szenischen Lesungen oder in freiem Vortrag werden literarische Neuerscheinungen genauso wie Klassiker der Weltliteratur vorgestellt. "Aufgelockert" wird der literarische Teil durch kabarettistische Einlagen, die sich mit tagespolitischen Themen der Region auseinandersetzen. Zudem wird die versierte Literaturkritikerin Marcella Reich-Raniczki die zur Aufführung gekommenen Werke in ihrer unnachahmlichen Art bewerten.
Den musikalischen Teil des Abends bestreitet in der Regel die eigens für das Tragödchen gegründete Band "Tragedy", die jeden Donnerstagabend einen auf das literarische Programm abgestimmten Song-Sack* bereithält. Alternativ wird es auch Gastauftritte auswärtiger Musiker geben.
*Der "Song-Sack" ist eine Kreation der Ratinger Coverband S.A.C.K.. In den Song-Sack dürfen Zuhörer Vorschläge für Musiktitel werfen, die dann beim nächsten Konzert der Band zum Vortrag kommen. Die Vorschlaggeber werden während des Konzerts namentlich erwähnt.
Immerhin.
WER: Zum Tragödchen-Team gehören:
Bernhard Schultz ( Ideen, Regie, Rezitation )
Martina Freier ( Organisation )
Anne Gansen ( Chefin )
Birgit Czyriak ( Marcella )
Die Ratinger Cover-Band S.A.C.K.*(Silke Ostermeier, Alexander Otto, Christian Baron, Kilian Zurlo), die Gitarristen Michael Bulcik, Daniel Flamm und Thomas Schneider, die Sängerinnen Elisabeth Kuhs, Karin Velinova und Nadia Meroni, der Pianist Michael Carleton, der Gitarrist und Sänger Lorenz Görtzen und last but not least Band-Leader Bernhard Schultz (kein Künstler-Name) sind Mitglieder der Band "Tragedy".
Leider werden pro Abend, denn es geht ja um Kleinkunst, nie mehr als vier Bandmitglieder das musikalische Programm gestalten (man weiß aber vorher nie, welche).
Termine zu Gast im "Tragödchen"
5.2. 20 Uhr Dagmar Janssen, Über die Liebe im Februar
12.2. 20 Uhr Tragedy Der Rock´n Roll König